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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Flappy Bird in echt. Und in einer Kiste

Ich habe Flappy Bird als App nur einmal ganz kurz am Telefon meiner Großen ausprobiert. Nach 12 Minuten habe ich dieses dann auf den Boden geworfen, bin darauf rumgesprungen und es zu guter Letzt in der Havel versenkt. Ein tolles Spiel also.

Fawn Qiu hat Flappy Bird jetzt in eine Kiste gepackt und in die echte Welt geholt. Ob bisher schon jemand darauf rumgesprungen ist, geht aus dem Video nicht hervor.


(Direktlink, via De:Bug)

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Facebook kauft WhatsApp. Für 19 Milliarden Dollar

Und jetzt Seid Ihr alle ein bisschen Facebook. Ob ihr es vorher wolltet oder eben nicht. 19 Milliarden Dollar lässt sich Facebook die Übernahme kosten.

Erst Instagram, nun WhatsApp. Und Facebook wird sich früher oder später daran verschlucken, all das im ’neuen‘ Internet einzukaufen, was ihm den Stellenrang abzulaufen Gefahr laufen könnte. Weil Facebook wird früher oder später verlieren. Hoffentlich.

Ich halte WhatsApp bis heute für den Untergang des uns Alten lieb gewonnenen Internet-Abendlandes, aber ich gucke bisweilen fasziniert auf das, was die Kids damit machen. Ihr – wenn sie es so wollen und so einstellen – frei von uns Alten gewonnenes Netzwerk ohne jeden Schnickes. Facebook finden viele von ihnen nämlich mittlerweile ziemlich kacke, wie mir zugetragen wurde.

Dann macht mal, Kids, denn WhatsApp fällt hiermit vielleicht auch endlich mal weg.

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Wenn sich die GEMA und YouTube kloppen und die GEMA gegen die Sperrtafeln von YouTube gerichtlich vorgehen will

Das sind ja die Momente, in denen einem immer zu wenig Popcorn in der Küche scheint.

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Folgendes: In Kiew brennen gerade die Straßen, es werden via Youtube Livestreams gestartet, die dann im schlechtesten Fall hierzulande nicht zu sehen sind. Natürlich nicht. Youtube kassiert die Dinger. Nicht weil sie diese zensieren wollen würden oder die GEMA tatsächlich Rechte daran anmeldem würde oder so. Nein, nur weil es aber durchaus sein könnte, dass die GEMA aus irgendwelchen Gründen daran mal tatsächlich irgendwelche Rechte einräumen könnte. So, wie das bei 3649 Videos der Fall ist, die ihr jeden Tag nicht auf Youtube sehen könnt. Youtube begründet das dann gerne immer mal mit „Wir würden euch die Videos ja gerne zeigen, aber die GEMA lässt uns nicht.“, was natürlich Bullshit ist, wie mittlerweile hoffentlich viele wissen.

Aber die GEMA drängt, anders als von Youtube suggeriert, in wohl fast all dieser 3649 Beispielen Youtube nicht dazu. Das tut sie in lediglich 12 konkreten Fällen, die aufgrund eines Musterverfahrens durch die GEMA auf Youtube gesperrt worden sind. Sagt die GEMA. Und ich glaube das sogar. Also, dass es mehr tatsächlich nicht sind.

Nur wenn ich Youtube wäre und schon ein Musterverfahren von der GEMA am Arsch hätte, würde ich hier und dort auch prophylaktisch eingreifen und sperren lassen. Das nächste Verfahren kommt bestimmt. Ganz bestimmt. Da ist es gut, dem Kläger nicht all zu viel Futter zu bieten.

Also sperrt Youtube uns munter den Content weg und verweist auf die GEMA. Die GEMA findet das irgendwie gar nicht fair. Weil so böse wollen die eigentlich gar nicht sein. Können sie allerdings auch nicht, wenn Youtube den etwaig relevanten Content schon im Vorfeld mit Verweis auf die GEMA wegfischt. Die GEMA wirft Youtube in diesem taz-Interview nun vor, das aus rein propagandistischen Gründen genau so zu handhaben.

Die von Youtube eingeblendeten Sperrtafeln suggerieren fälschlicherweise, die GEMA wäre für die Sperrung der Videos verantwortlich. Das stimmt nicht.

Auch das glaube ich sogar. Teilweise. Aber eben auch immer mit dem Hinblick darauf, dass die GEMA durchaus Inhalte im Rahmen von kommenden Verfahren sperren würde, würde das Youtube nicht mit dem Verweis auf die GEMA ohnehin schon tun.

Die GEMA meint nun, Youtube betreibe da reine Stimmungsmache und die GEMA will sowieso immer nur das Beste für die Rechteinhaber. Auf auf voll fairer Ebene für alle, versteht sich.

Das mit den Sperrtafeln hat Youtube clever gemacht. Ich weiß nicht, welcher Algorithmus dem zugrunde liegt, ob die Sperrungen zufällig erfolgen oder bei Themen, die besonders viel Stimmung machen. Aber es führt ja zum Erfolg. Es ist gelungen, der Gema den Schwarzen Peter zuzuschieben. Leute wettern gegen die Gema, die niemals eine Rechnung von uns bekommen würden. Wir haben mit der privaten Nutzung von Musik nichts zu tun. Durch die Sperrtafeln hat Youtube es geschafft, die Gema doch im Privatleben der Menschen auftauchen zu lassen. Wir sind die, die ihnen den Genuss verwehren. Die Gema ist die Böse. Aber irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem wir „Nein“ sagen. Deswegen gehen wir jetzt auch gerichtlich gegen die Sperrtafeln vor.

[…]

Mit den Sperrtafeln wird die Öffentlichkeit seitdem bewusst in die Irre geführt und die Gema zum Sündenbock der Nation.

[…]

Youtube beeinflusst damit die öffentliche Meinung. So können sie mit dem Finger auf uns zeigen und sagen: „Wir würden euch die Videos ja gerne zeigen, aber die Gema lässt uns nicht.“ Das ist eine geschickte Marketing-Aktion. Dass sie gelingt, sieht man ja an den Hass-Nachrichten, die wir bekommen…

Mir kommen fast die Tränen, liebe GEMA. Aber wart Ihr es nicht, die selbst Weihnachtslieder in Kindertagesstätten und auf Weihnachtsmärkten zu Geld machen wolltet? Wart Ihr es nicht, die selbst für Veranstaltungen kassieren wolltet, auf denen einzig Creative Commons lizenzierte Musik lief? Wart Ihr es nicht, die die mittlerweile völlig verstaubte GEMA-Vermutung auf keinen Fall aufgeben wolltet, weil sie nach eurem Gutdünken immer noch die selbe Gültigkeit wie vor 30 Jahren hat? Und wart Ihr es nicht, die jetzt auch noch für das Einbetten von Videos kassieren wolltet, die Leute auf ihre Seiten per Youtube einbinden? Nicht? Dann bin ich bei euch. Aber dem ist leider so nicht. Ich reiche euch mein Taschentuch zum Tränen trocknen.

YouTube ist nicht weniger ein kapitalistischer den Boden zerfressender Schaufelbagger als die GEMA – machen wir uns nichts vor. Nur wenn ich mich für einen Sitz auf diesen Baggern entscheiden müsste, würde ich wohl auf dem von Team Youtube sitzen. Und dafür trägt eben nun nicht mal Google die Verantwortung. Etwa weil sie soviel dafür getan hätten, dass dem so ist, sondern eher die GEMA, weil sie immer noch soviel so wenig dafür tut, dass überhaupt auch nur irgendwer außer Dieter Bohlen und Christian Anders sich in ihrem Team wähnen würde.

Wie auch immer. Ich mach mal Popcorn warm.

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Liebesschloss-Notdienst

Da manifestiert man seine Liebe mit einem Schloss an der Brücke, was ja mindestens so verbindlich wie ein Ehering sein sollte, und das: er/sie zieht trotzdem weiter. Ohne einen. Forever alone. Und dann hängt da immer noch dieses Kackschloss, was man in in erster Verliebtheit zusammen an diese Brücke in Köln geschlossen hatte. Schlüssel versenkt – alles doof. Nun aber hat ein mitfühlendes Wesen für die davon Betroffenen den Quasi-Liebesschloss-Notdienst installiert. Welch selbstlose, emphatische Tat.

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(Foto: artkissed, via r0byn)

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Was Soldaten weltweit an Essen mit ins Feld nehmen

Der Guardian hat gerade eine interessante Fotostrecke (hier der dazugehörige Artikel) für die Sarah Lee und David Levene die Feldrationen von Soldaten aus der ganzen Welt abgelichtet haben. Das ist in etwa das, was die Damen und Herren in Uniform so mitbekommen, wenn sie in Einsätze ziehen. Sonderlich kulinarisch ist das nicht, üppig auch weniger, aber sind ja auch Köche. Hätten sie ja auch werden können, wären sie nicht zur Armee gegangen. Hierzulande zumindest.

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(Symbolfoto: unter CC von Christopherlin)

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Tüp* schmeißt in einem Museum eine 1-Millionen-Dollar-Vase von Ai Weiwei zu Boden

Kunst und Protest liegen manchmal recht nahe beieinander. Dachte sich wohl auch der in Miami lebende Künstler Maximo Caminero. Dem geht es wohl auf den Saque, dass Museen sich immer um große internationale Namen bemühen, die lokale Kunstszene allerdings gerne links liegen lassen. Und weil Museen auf diesem Ohr etwas schwer zu hören scheinen, dachte er wohl, er macht da mal etwas Krach um seinem Anliegen Gehör zu verschaffen, ging ins Florida Museum, in dem gerade eine eine Ausstellung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei läuft, griff sich eine Vase im Wert von einer Million Dollar und warf sie zu Boden.

The Florida museum is holding an exhibition of the work of the Chinese artist until mid-March. It includes an artwork, Dropping a Han Dynasty Urn, depicting Mr Ai smashing an ancient Chinese vase.

A security guard told police officers that Mr Caminero picked up a coloured vase that was part of a floor installation, and when told to put it down, smashed it on the floor, according to a police affidavit.

The Florida artist said he would hold a news conference on Tuesday to explain the act. He told the Miami New Times that he did indeed destroy the vase in protest.

Nun zumindest weiß die halbe Welt bescheid, dass lokale Künstler nicht ganz so zufrieden damit sind, wie mit ihnen umgegangen wird. Ai Weiwei wird dafür ganz sicher Verständnis haben. War ja „nur“ eine Va$e.

Das ganze kann auch durchaus als Reminiszenz an Ai Weiwei verstanden werden, der 1995 eben auch in einer Aktion eine Vase fallen lies. (Danke, Hakan!)


(Direktlink, via BBC)

(*Und Tüp immer mit „ü“.)

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Vertraumtanzen mit Baez @ The Electric Pickle

„Ich hab keine Ahnung, wer genau Baez ist, aber wenn er den Warm Uper vor Till von Sein macht, klicke ich schon mal auf Play., dachte ich heute Mittag. Seitdem läuft dieser Mix in Dauerrotation. Viel Deepness, viel Soul, viel House sowieso, ein Hauch von Disco und ganz viel akustische Träumerein. Nach so einem Warm Up, wäre mir persönlich der Rest einer Party ja fast schon egal, viel besser kann es da nicht mehr geworden sein.

In seiner Bio sagt er über sich: „I’m Dominican, I don’t play any musical instruments and my parents never had turntables or records laying around the house. I hate Bio’s but I love what I do, music.“ Passt.

Baez macht die Ansage, dass er bei 5000 Plays die Tracklist und den Download-Link zu diesem Mix rausrückt. Muss man jetzt so nicht unbedingt machen – gut wie der ist bekommt er die 5000 auch ohne das zusammen. Aber den so im Auto. Im Sommer. An der Küste langfahrend. Hach, das wäre was.


(Direktlink)

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