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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Thomas Sauvin holt in China Fotos aus dem Müll und archiviert sie: Beijing Silvermine

Ich hatte mal einen Freund, der den Spleen hatte, auf Flohmärkten alte, schon belichtete Filme zu kaufen und diese entwickeln zu lassen. Fand ich damals schon immer irgendwie faszinierend.

Der Franzose Thomas Sauvin macht ähnliches: er fischt aus dem Müll Chinas Foto-Negative, die er dann entwickelt und sammelt. Das ist insofern abgefahren, da diese Bilder ohne ihn womöglich niemals wieder jemand sehen könnte, da er sie tatsächlich for der Vernichtung bewahrt.

So zeigt sich auf diesen Bildern, die natürlich alle lang vor der Digitalkamera entstanden sind, das innere China der Jahre 1985 – 2005. Meistens sien die Fotos privater Natur, genau das macht sie so sehenswert – sie zeigen ein Stück des chinesischen Alltags.

Und das wäre auch hier wahrscheinlich nicht minder interessant. Im Verbund mit einem Blog und einem Flickr-Account könnte das ein wahnsinnig gutes Projekt sein. Also schnappt euch die alten Negative der Eltern und Großeltern und bewahrt sie für die Kinder. Oder so.

Beijing Silvermine is a unique photographic portrait of the capital and the life of its inhabitants following the Cultural Revolution. It covers a period of 20 years, from 1985, namely when silver film started being used massively in China, to 2005, when digital photography started taking over. These 20 years are those of China’s economic opening, when people started prospering, travelling, consuming, having fun.


(Direktlink, via einfach mal was Neues)

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Eikman – Stroppy Seconds [Mix]

Und als ich eigentlich dachte, mit der Musik für heute durch zu sein, haut Lastbeater Eikman diesen Mix in sein Blog, bei dem mir alleine die Playlist schon ein feuchtes Höschen Hände macht. Bonobo dabei (ich höre seit Tagen nichts anderes als sein neues Album), Koze, Ada, Synkro, LOL Boys, Four Tet, FaltyDL, Nosaj Thing und alles, was gerade Spaß macht. Ein dicker Mittelfinger in Richtung Genre-Grenzen. Wruhme hatte das vor zwei Jahren vorgemacht und mittlerweile geben eben viele einen Fick auf Schubladen, wenn eben die Musik gut genug ist, vermixt zu werden.

Riesen-Mix, der ab genau jetzt die nächsten Tage auf meinem Player rotieren wird.


(Direktlink, Direktdownload)

Tracklist:
Bonobo – Stay the Same (Blue Daisy Not Quite The Same Remix)
Ada – Interlude (Superpitcher Remix)
DJ Koze – Amygdala
Bonobo – Towers
Synkro – Acceptance
Shigeto – Ann Arbor (Parts 3+4)
Strategy – The Party’s Over
Metamatics – Giant Sunflowers
The Boats – River Calder
[Mad Men Interlude]
Geskia! – Torch Approval
Okamonotoriaki – One Day
Christian Kleine – Crystal
LOL Boys – Get Close to Me
Four Tet – 128 Harps
[Rubbish Interlude]
FaltyDL – For Karme
Giraffage – All That Matters
DJ Koze – Magical Boy
Nosaj Thing – Safe
The Green Kingdom – Film Day

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Submerse – LFTF Mix

Ich erkläre ja manchmal immer gerne viel zu frischer Musik, allein ich komme gerade mit dem Hören nicht mal ganz nach. Hier ein frischer Mix von Submerse (riesen-EP draußen), den er soeben für Mix für Live For The Funk abgegeben hat. Und der hat alles, was ich momentan ganz besonders gerne mag. Geschlacker, Synkopen, Bass und Liebe. Klickt doch einfach auf Play.

Ich sortiere gerade meine Festival-Gigs für den Sommer und wenn ich im Chill bin, was ich wohl fast immer sein werde, wird mein Sound in genau diese Richtung gehen. Großartiges Zeug. Mit Teebs, Fly Lo, Submerse, Lapalux, anderem herrlich Stolperndem und gar HipHop-lastigem.


(Direktlink, via r0byn)

Tracklist:
submerse – This Combo Could End Us
Teebs – for phil
submerse – Monochrome
Kidsuke – MoOoOoOn
Mndsgn – Muli(tah)
Jay Prince – Trashy
Broke & Repeat Pattern – Never Look Back
Headshotboyz – Sweet Cabbages
Flying Lotus – Until The Colours Come
Sweatson Klank – Oblique
submerse – Algorithms and Ghosts
Atu – Still Here
Ta-ku – Diamond Mouth
Clams Casino – Bass (A$AP Rocky)
Balam Acab – Fairyland
Lapalux – School Lunch (Gucci Mane Mix)
Kidsuke – Ghostgirl (KRTS RMX)
Emufucka – Xanadu (submerse Remix)
Kwala x Kondra Kasma – Goldblumer
Long Arm – Double Bass In Love

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Ein Nobody remixt des komplette Debüt-Album von Burial: Davwuh vs. Burial

Auf die Idee muss man ja auch erstmal kommen: sich das komplette Debüt-Album von Burial zu nehmen und dieses dann komplett durch die Remix-Maschine zu schieben. Wäre ich ganz sicher niemals nicht drauf gekommen. Davwuh schon und so interpretiert er eine der innovativsten Elektronik-Alben der letzten zehn Jahre auf seine ganz eigene Weise.

Natürlich ist es fast unmöglich Remixe dieses Album zu machen und auf einen „Aha-Effekt“ der Hörerschaft zu hoffen, dafür ist das Original einfach zu einzigartig und auch einfach zu eigenständig gut. Handwerklich gut gemacht allerdings sind die Interpretationen von Davwuh dennoch. Überraschend gut gemacht sogar.


(Direktlink, via r0byn, Download via Mediafire)

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Doku: Die Nazi-Braut – Das Geheimnis der Beate Zschäpe

ZDF Doku aus dem Februar.

Beate Zschäpe, die mutmaßliche NSU-Terroristin, muss sich ab Mitte April unter anderem wegen Mittäterschaft an zehn Morden verantworten. Welche Rolle spielte die 38-Jährige wirklich? War sie das von den Medien hochsexualisierte „Nazi-Luder“, die bauernschlaue Überzeugungstäterin oder gar die disziplinierte und eiskalt kalkulierende Mörderin? Der „Nationalsozialistische Untergrund“ — eine Zelle aus Rechtsterroristen — tötet unerkannt zehn Jahre lang Einwanderer mit gezielten Todesschüssen und heimtückischen Nagelbomben. Nachdem die Terrorgruppe von der Polizei gestellt wird, nehmen sich zwei der drei Mitglieder das Leben.


(Direktlink)

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