Nie endende Luftpolsterfolie. NIE ENDENDE LUFTPOLSTERFOLIE! Fürs Telefon (total japanischer Link). Hier ein Video dazu, hier der Link zu Amazon (Danke, Phil!).

(via Jay Mug)
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(via Jay Mug)
Ich weiß nicht genau, was sie da singt, mein italienisch ist eher mäßig bis null. Wenn man sich an die englischen Subtitles hält, kommt allerdings etwas Licht ins Dunkel. Aber: darum soll es ja gar nicht gehen. Alleine wie sie die Rhythmik und die Töne trifft. Mein lieber Herr Frau Gesangsverein! Da können sich einige Große noch was von abgucken, Herr Poisel. Und aber: ohne die Kleine ist diese Musik nur schwerlich zu ertragen – muss ja auch mal gesagt werden. Der Vollständigkeit halber.
(Direktlink, via reddit)
Ich habe den letzten Mix von Monsieur Robot Koch immer noch in heavy Rotation laufen. Der ist so überirdisch gut. Als ich heute diesen Tweet von ihm las, der mir steckte, dass da wieder was neues in der Pipeline ist, klickte ich nicht einfach drauf los sondern hob mir das ganz bewusst für den Abend auf. Für die Kopfhörer zum Wein. Laut. Ich freute mich wie ein kleines Kind auf den Weihnachtsmann. Und nun sitze ich hier uns lasse mir von Robot Koch, Gordon Gieseking und KRTS eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken jagen. Das ist absolute Oberliga, werte Damen und Herren. Dafür müssen Adjektive erst noch erfunden werden!
Abgegeben haben sie diese definitive Granate bei Electronic Explorations, die das für ihre Podcast-Reihe raushauen. Und es soll viel mehr sein als ein Mix, es ist ein Audio Book. Das beste das ich seit langem gehört habe.
The mix is more like an audio book. It’s a story about a lonely and quite depressive young lady. She’s alone in her apartment and she’s speaking to herself all the time. The music is her soundtrack to find a better way, to find a direction in her daily life!
Gedacht ist diese perfekte Stunde als Showcase für das Label Project: Mooncircle und hat so ziemlich genau all das, was mir aktuell musikalisch Freude bereitet.
The mix includes signed Project Mooncircle label acts aswell as friends such as Submerse, Kixnare, Kidkanevil, Daisuke Tanabe, Prisoner, Kim Hiorthøy, Godblesscomputers, Diaspora, Sweatson Klank aka Take, Xela, Sekuoia, fLako, Sina., Craig McWhinney, Bonobo, Adi Dumitra, Toygun, Kowton, Lomovolokno, KRTS, Robot Koch, Rain Dog, Vuurwerk, Rumpistol, Graciela Maria, Synkro, Jack Dixon, and many more…. we hope you enjoy this as much as we have piecing it all together.
Und so sitze ich jetzt hier bei Wein und Kopfhörern und freue mich so dermaßen, heute darauf gewartet zu haben. Ham-mer!

[audio:http://electronicexplorations.org/podcasts/ElectronicExplorations_244_Project_Mooncircle.mp3] (Direktdownload)
Tracklist:
01 – Introduction: Gehirnwindungen
02 – Kidkanevil & Daisuke Tanabe – Harmonics pt 1 / Harmonics pt 2 Mashup
03 – Prisoner – Mr Fix It
04 – Kim Hiorthøy – Han Brydde Sig Inte Om Att Stiga Upp, Hela Dagen Lät Han Nya Bilder Och Funderingar Komma Och …
05 – Skit: Keine Zweifel
06 – Godblesscomputers – Green Flowers (B-Ju Remix)
07 – Diaspora – Melquíades
08 – Skit: Nicht die Augen zu
09 – Sweatson Klank – Contemplate
10 – Xela – My Rap
11 – Sekuoia – Rather Not
12 – Submerse – Truth
13 – fLako – Chroma
14 – Sina. – Feels Llke Home
15 – Skit: Kein Leben mehr drin
16 – Bonobo – Cirrus
17 – Craig McWhinney – Make Your Mess
18 – Adi Dumitra & Toygun – We Made A Record (Phonogenic Remix)
19 – Kowton – Untitled
20 – Skit: Hallo Welt!
21 – Lomovolokno – Eena
22 – KRTS – Fire
23 – Vuurwerk – Teen Angst
24 – Robot Koch x Rain Dog – Never Will
25 – Kixnare – Gucci
26 – Ramadanman – Tempest
27 – Rumpistol – In This Song
28 – Ellie Goulding – Anything Could Happen (Submerse Remix)
29 – Submerse – Tears
30 – Jack Dixon – You Won’t Let Me (Synkro Remix)
31 – Graciela Maria – From Others
32 – Outro: Alleluja
So was passiert, wenn sich ein Vollpfosten auf die Bühne der irisch-amerikanischen Folk-Punk-Band Dropkick Murphys stellt und den Hitlergruß zeigt: dann kommt nämlich der Bassist, schiebt seinen Bass zur Seite und kellt dem Pfosten eine. Dann sagt er an, dass er diese Nazi-Wichser nicht auf dem Konzert haben will und spielt weiter seinen Bass. Und das nehme ich mal als astreines Statement an.
Peter hatte das heute Morgen auf FB, ich sah es noch im Bett liegend um 06:30 Uhr und lächelte mich in den Tag.
Die Aktion startet bei Minute 8, man erkennt nicht sonderlich viel, aber darum geht es ja auch nicht.
(Direktlink, via Rene)
Ganz schönes Durcheinander, was am Ende dann aber doch ganz gut zusammenpasst. Die Macher von Ithaca Audio haben sich etliche Soundtracks von Videos genommen und mit ihren Lieblingssongs in einen Topf geworfen, das ganze ordentlich umgerührt und über alte Video Controller gesteuert.
Hier gibt es die Nummer zum Download.
We took a look back at 35 years of video game music (Space Invaders, released in 1978 was the first game to have a continuous soundtrack), picked some of our favourites and mashed them with other tracks we love.
http://vimeo.com/62219238
(Direktlink)
So was Ähnliches hatte ich schon mal. Allerdings nicht im Frühling. Denn dafür bedarf es natürlich jeder Menge Schnee und davon haben wir in diesem Frühjahr ja genug.
(Direktlink, via Say OMG)
So. Erste Töne aus der Kollaboration zwischen Shlohmo und Jeremih. Eine, die sie sicher nicht nur für einen Sportartikelhersteller eingegangen sind. Und genau so gut, wie zumindest ich das erwartet habe. Den Soul auf seine Beats zu holen, wird vielleicht einer der besten Ideen der noch jungen Karriere Shlohmos werden. Damit geht es in die Radios. Ganz sicher.
(Direktlink, via Deepgoa)
Papstkritik kann auf Facebook schon mal aus Versehen gelöscht werden, aber Klamotten für Nazis kann man trotzdem über das Netzwerk vertreiben. Da ist Facebook nicht so, wie diese Facebook-Seite beweist. Kotzen im Kreis.
[Update:] Facebook hat die Seite dichtgemacht. Das man aber immer auch erst laut werden muss!
20 KommentareUrsula Demitter aus Potsdam ist 67 Jahre alt, lebte und arbeitete in der DDR. Unter anderem bei der DEFA. Heute gibt sie Nachhilfeunterricht und schreibt hin und wieder ihre Erinnerungen von damals in Textdokumente. Da ich ohnehin ein großes Interesse an DDR-Biografien des Alltags habe und möchte, dass derartige Erinnerungen nicht auf irgendwelchen Festplatten verschimmeln und irgendwann einfach den Tod einer Festplatte sterben, packe ich die Texte von Ursula ab jetzt hier in unregelmäßigen Abständen rein. Ihr erster Text sammelt Erinnerungen aus ihrer Kindheit.

(Foto: Richard Peter, unter CC von Deutsche Fotothek)
Meine früheste Erinnerung liegt kurz bevor ich drei wurde. Unsere Oma gratulierte meiner Kusine zum achten Geburtstag.
Wir waren immer zu viert: Meine vier Jahre ältere Schwester Helga, mein drei Jahre älterer Bruder Jörg, die Kusine Edeltraut und ich, das Urselchen.
In meiner Erinnerung lungerten wir an diesem Tag im Treppenhaus herum und wussten nichts rechtes mit uns anzufangen. Es muss ein Sonntag gewesen sein, sonst hätten die größeren Kinder in die Schule gehen müssen. Unsere Familie wohnte in der Mittelstraße im Potsdamer Holländerviertel.
In der kleineren Wohnung links des Flures wohnte Oma Anna mit Opa Eduard. Wir hatten in der Mitte eine lange schmale Küche, deren Fenster zur Straße lag. Daneben gab es eine großes Wohnzimmer in dem auch meine Eltern auf je einer Couch schliefen. Im Zimmer dahinter befand sich unser Schlafzimmer. Meine Geschwister schliefen im Ehebett der Eltern. Ich schlief die ersten Jahre in einem Gitterbett, später zog ich ins Ehebett um und mein Bruder bekam eine Couch die quer zu unseren Füßen stand. Diese Liegestatt war so stramm gepolstert, dass sie sich nach oben wölbte, wenn keiner darauf lag. Wir nannten sie deshalb „den Walfisch“.
Während die Leute in den anderen Häusern der Straße noch Plumsklosetts hatten, besaßen wir eine richtige Toilette mit Wasserspülung. Mein Vater der Klempnermeister war, hatte für seine Familie diese Annehmlichkeit gebaut. Es war einfach ein Bretterverschlag vom Treppenhaus abgeteilt worden. Da ich noch ziemlich klein war und auf dem Weg zum Klo oft den Lichtschalter nicht fand, kam es vor, dass ich im Dunkeln hin und wieder die Treppe heruntergefallen bin. Das gab natürlich ein Heidengebrüll.
Überhaupt hatte ich ziemlich früh herausgefunden, was man mit Brüllen alles bewirken konnte. Wenn es Streit gab oder ich fand, dass die Älteren mich schlecht behandelten schrie ich aus Leibeskräften. Kam dann ein Erwachsener und fragte nach dem Grund, sagte ich scheinheilig:“ Ich bin nur hingefallen.“ Zum Dank dafür, dass ich nicht gepetzt hatte, mussten die Großen mich nun mitspielen lassen oder mich auf ihre Abenteuer rund um die Häuserblock mitnehmen, was sie auch taten.
In unsere Küche gab es einen Gasdurchlauferhitzer, so dass wir immer warmes Wasser hatten. Kam ich abends vom Spielen nach Hause, musste ich zum Waschen auf einen Hocker steigen, nacheinander einen Fuß ins Waschbecken setzen und dann schrubbte meine Mutter meine Knie mit einer Bürste, manchmal sogar mit Bimsstein.
In unserer Küche gab es eine Gaslampe. Mein Vater hatte diese zusätzliche Lichtquelle eingebaut, weil es zu dieser Zeit sehr oft Stromsperre gab. Dann war die ganze Straße dunkel, nur in unserer Küche brannte munter ein helles sehr weißes Licht. Die Gaslampe durften nur Erwachsene anzünden. Der Mechanismus funktionierte mit einem sogenannten „Strumpf“. Das war eine Art längliches Säckchen aus nichtbrennbarem Material. Daran hielt man ein Streichholz, drehte den Hahn auf und – flup gab es Licht. Den Gasstrumpf durfte man nicht berühren, dann fiel er in sich zusammen. Das war dann eine große Untat, denn der Gasstrumpf musste für viel Geld aus Westberlin geholt werden.
Oft saßen wir bei Stromsperre in der Küche, hatten Kerzen angezündet und meine Eltern sangen mit uns Volkslieder, damit wir am Tisch sitzen bleiben sollten und in der dunklen Wohnung nichts kaputt machen konnten. Man wusste nie, wie lange die Stromsperre dauern würde. Mal war es eine halbe Stunde, mal waren es zwei. Wenn dann plötzlich das Deckenlicht wieder anging und uns in seiner ungewohnten Helligkeit fast blendete, jubelten alle laut .
In Potsdam war eine große Zahl der sowjetischen Streitkräfte stationiert. Man sollte sich als Kind vor ihnen in acht nehmen und sich möglichst von ihnen fern halten. Auch sollte man von niemandem etwas annnehmen. Es wurde behauptet, manche wollen die Kinder vergiften. Die Nachbarsfrau, die Straßenbahnschaffnerin im Schichtdienst war, musste immer über den Bassinplatz rennen, damit sie keiner wegfangen konnte – oder so ähnlich. Mir wurden diese Geschichten nicht wirklich erzählt, aber mitbekommen habe ich sie schon.
Einmal führ ich mit meiner Schwester in der Straßenbahn. Es waren uralte klapprige Wagen mit einem hinteren offenen Perron. Ein großer dicker russischer Offizier wurde auf mich aufmerksam. Er griff in die Tasche, holte ein großes Stück Zucker heraus, das in ein Banderole eingewickelt war und hielt es mir hin. Ich machte mein finsterstes Gesicht, schüttelte heftig den Kopf und verschränkte meine Arme auf dem Rücken. Der Russe lachte, drückte meiner Schwester den Zucker in die Hand und sagte: “Gieb.“ Zu Hause wurde der Vorfall heftig diskutiert und ich hatte natürlich alles falsch gemacht.
Als die DDR gegründet war, wurde es politisch lebendig in unserer Straße. Während wir beim Abendessen saßen, kamen schon mal zwei „Aufklärer“ in unsere Küche und erklärten uns die neue Zeit. Niemand sollte nach West-Berlin fahren und dort sein Geld in Westgeld umtauschen. Nur weil es dort „Wuggi-Wuggi- Schuhe mit dicken Kreppsohlen gab. Darauf sollten wir verzichten, denn das schädigt unseren jungen Staat. Meine Mutter sagte nichts, aber in solchen Momenten sah sie immer aus, als hätte sie Zahnschmerzen.
Noch schlimmer fand sie den Stadtfunk. Noch immer hatte nicht jeder Haushalt ein Radio. Die hatte man beim Einmarsch der Russen unter Androhung schlimmster Strafen , alle abgeben müssen. Also bekamen wir nach russischer Sitte einen Stadtfunk.
Schräg gegenüber von unserem Haus befand sich an der Ecke Mittelstraße/Benkertstraße die Gasstätte „Zum Fliegenden Holländer.“ Die gibt es dort heute noch.
Jeden Sonntag früh um sieben plärrten aus dem Lautsprecher in übelster Tonqualität alle möglichen Kampflieder. Am häufigsten wurde gespielt: „Spaniens Himmel breitet seine Sterne..“ Auf diese Art habe ich das Lied sehr schnell gelernt. Aber meine Mutter knurrte irgendwas von „unmöglichem Lärm..“ und schloss wütend die Fenster.
Mein Vater hatte ein Auto. Das war was ganz besonderes. Alle privaten Autos hatte man entweder in den letzten Kriegstagen an Hitler – oder nach dem achten Mai an die Russen übergeben müssen. Dennoch: Mein findiger Vater hatte schon kurz nach dem Krieg, es mag 46 oder 47 gewesen sein, wieder ein Auto. Das ist eine spezielle Geschichte, ein Abenteuer und reichlich kriminell.
Es war die Zeit der allgemeinen Hamsterei. Alle aus der Stadt fuhren aufs Dorf und verhökerten was irgend einen Wert hatte an die Bauern : Für Essbares. Mein Vater hat solche Fahrten für Bekannte und Freunde erledigt. Es war gefährlich, weil verboten. Aber es fiel immer was ab.
Wir hatten als Familie das Glück, dass wir bäuerliche Verwandte in den havelländischen Dörfern hatten. Von dort bekamen wir zu Essen. Es war nicht viel, aber schon ein Sack Kartoffeln war damals ein unschätzbarer Wert. Die neue Administration stellte überall kurz geschulte Hilfspolizisten ein. Zwischen den Landkreisen waren Kontrollen eingerichtet. Man wollte die Bauern zwingen, alles abzuliefern und durch die Verwaltung gelenkt, der hungernden Bevölkerung gerecht zukommen zu lassen. Das funktionierte natürlich nicht, denn wo ein Mangel ist, da ist kriminelle Energie. Ich erinnere mich, wie wir an einem Sonntagabend von den Verwandten im Dorf Roskow, 12 km von Brandenburg entfernt, nach Hause, nach Potsdam, aufbrachen. Mein Vater besaß einen alten Aero, eine Automarke, die es heute nicht mehr gibt. Es war ein Lieferwagen mit langem Heck. Vor der Abfahrt wurde ein Sack Kartoffeln auf die Ladefläche geschüttet. Darauf wurden Decken gelegt. Dann mussten wir drei Kinder uns darauf legen. Es wurde uns eingeschärft: „Wenn ein Kontrolle kommt, müsst ihr fest schlafen, ihr dürft die Augen nicht öffnen. Und genau das passierte. Die Hilfspolizisten leuchteten mit Taschenlampen in das Auto. Da lagen drei Kinder und schliefen tief und fest. Man verzichtete darauf, das Auto weiter zu untersuchen und so brachten meine Eltern ihre Konterbande sicher nach Hause.
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Und wo ich gerade schon bei Dubmatix war… Der gute Mann hat vor ein paar Tagen sein 2010er Album „System Shakedown“ auf Soundcloud geladen und bietet die einzelnen Nummern dort nun zum Download für umme an. Das ganze Album. Klasse Aktion, wie ich finde.
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