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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

5000 Menschen demonstrieren heute gegen den Abriss der East Side Gallery in Berlin

Krass. Eigentlich war die Angelegenheit ja fast schon erledigt, aber so richtig ohne ein Aufbegehren wollen die Berliner sich dann doch die letzten Reste der Mauer nicht nehmen lassen. Heute demonstrieren an der East Side Gallery um die 5000 Menschen und forderten ihren dortigen Erhalt. BLN.FM war vor Ort und hat neben Bildern auch ein Interview mit dem Bür­ger­meis­ter von Friedrichshain-Kreuzberg, Franz Schulz (Grüne). Nun ja.

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Doku über das Leben der Kids im Märkischen Viertel Berlin: Wo lang?

Während meiner ersten Ausbildung zum Maler/Lackierer lernte ich in meiner Berufsschule in der Sonnenallee, Neukölln, einen Tüpen kennen, der seine Kindheit und Jugend im MV verbrachte. Er lebte schon Mitte der 90er den Gangster-Scheiß, der dann erst viel später endgültig in deutsche Kinderzimmer einziehen sollte. Hip Hop, Dope ohne Ende, Gangs, Abziehen und trotzdem irgendwie einen Ehren-Kodex haben. Einerseits fand ich das sehr imponierend, andererseits fand ich dieses Getue völlig albern. Aber er war eben so, meinte das ernst und machte sein Ding – Techno fand er völlig beschissen.

Später dann hörte ich das dieser Sido auch aus dem Märkischen Viertel kam. Seitdem musste ich öfter an diesen Tüpen denken. Was er wohl macht? Ob er immer noch Pinsel quält und mit Farbe kleckst? Ob er dieses Hip Hop Ding durchgezogen hat? So Fragen eben, die man sich dann eben so stellt.

Während im Jahr 2007 mit Prinzessinnenbad ein Portrait über die Kids in Kreuzberg in die Kinos kam und für ordentlich Beachtung sorgte, drehte Max Kerkhoff mit „Wo lang?“ einen ganz ähnlich gelagerten Film über die Kids des Märkischen Viertels in Berlin. Der fand offenbar nicht ganz so viel Beachtung und nachdem ich diesen gesehen habe, weiß ich gar nicht mal, warum dem so ist, denn der ist toll und deshalb genau das richtige für einen Sonntagnachmittag.

Kevin und seine Freunde verbringen den Sommer in ihrem Viertel, dem Märkischen Viertel, einem Berliner Außenbezirk. Ihr Alltag wiederholt sich. Zwischen Tiefkühlpizza, Billigbier und Playstation dominieren Konflikte ihren Sommer. Konflikte mit den Nachbarn, dem Sicherheitsdienst, den Eltern, der Polizei, und Konflikte mit sich selbst. An der Schwelle zum Erwachsenwerden stellt sich für die Freunde die Frage: Wo lang?


(Direktlink)

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Vierfüßiger Roboter kann jetzt Steine werfen

Big Dog, ein ziemlich gruseliger Roboter aus dem Hause Boston Dynamics, den ich hier schon öfter erwähnte kann jetzt auch Steine werfen – und ich meine, Steine im Sinne von riesigen Klamotten. Das macht den Arsch noch viel gruseliger, denn es dürfte klar sein, dass kein Roboter irgendwelche Dinge für irgendwie gelagerte humanitären Anliegen durch die Gegend feuern müsste. Sandsäcke vielleicht, okay. Aber die wirft er ja nicht.

Vielleicht Steine gegen Demonstranten, aber auf so eine Idee würde ja zum Glück nie einer kommen!


(Direktlink, via Rene)

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Das Kassettentonbandgerät „KT 100“ – Für Party und Diktat

Zu Beginn der 70er kamen Kassetten dann auch endlich in den Haushalten der DDR an. Die Zeitschrift „Jugend und Technik“ erklärte den Lesern im Jahr 1971 die Vorteile von Kassetten im allgemeinen und die des Kassettentonbandgeräts „KT 100“ im besonderen. Es war das erste tragbare Kassettengerät der DDR und kostete 635,00 Mark.


(klick für in groß, via Ostprodukt)

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Doku: Rostock von ganz unten (1993)

Die Qualität ist unterirdisch, die Doku dennoch sehr sehenswert. Sie zeigt jene, die damals wohl nicht ganz zu Unrecht das Prädikat „Wenderverlierer“ bekamen.

Ganz unten in Rostock hält die Kamera auf die nackte Realität in den noch nicht sanierten Straßenzügen rund um Budapester, Waldemarstraße und Ulmenmarkt. Nicht lange nach der Wende, noch mit reichlich DDR in der Substanz. Einschließlich der Protagonisten. Als alter KTV-Bewohner kennt man einige ‚Stadtgestalten‘ noch aus dem Straßenbild der 80er und 90er (inzwischen hab ich seit Jahren keinen von ihnen mehr gesehen). 17 Jahre später muten die Aufnahmen absolut bizarr, bisweilen grotesk an. Doch es war der simple Alltag – „jaja so sieht dat aus un nich’n bisschen anners“…

(Stadtgestalten)

Der Fernsehjournalist Peter Gatter nahm u.a. Anfang der 80er Jahre an der Besetzung der Danziger Werft durch die Solidarnosc teil und konnte die ersten Fernsehbilder davon in den Westen schmuggeln. … Ab dem 1. August 1992 war er Fernsehchef und stellvertretender Direktor des NDR-Landesfunkhauses Mecklenburg-Vorpommern in Rostock. Die Reportage „Rostock ganz unten“ muss damit zu seinen ersten Projekten in dieser Funktion gehört haben. Peter Gatter starb 1997 im Alter von nur 54 Jahren.


(Direktlink, via Marten)

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Wie man früher Stricke machte

Das sind ja auch so Sachen, von denen man heute keine mehr Ahnung hat. So ganz von Hand und so.

This clip from the BBC’s Edwardian Farm documentary series shows how rope was made back before industrial factories spun threads together. It involved pulling and suspending fibers across long distances and then manually turning a gear to spin the fibers together.


(Direktlink, via Doobybrain)

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