Achtung! Hip Hop! Hier! Und dann noch richtig guten, wenn mich jemand fragt. Aber um den geht es nur sekundär, denn das eigentlich besondere hieran ist das Video. David M. Helman hat dieses nämlich mit einer Red Epic aufgenommen, das Ergebnis immer und immer wieder auf ein VHS Tape überspielt, und dann die Ebene der Red und die des Tapes übereinander gelegt. So wollte er einen Effekt erzielen, wie ihn die Videos der 90er immer hatten. Das hat bestens geklappt. Und die Nummer „Fromdatomb$“ von Joey Bada$$ (feat. Chuck Strangers) passt dazu ganz herrlich. Das ist nämlich Hip Hop, wie ich ihn damals außerordentlich gerne mochte, auch wenn die Namensgebung selten bescheuert ist. Tolles Video, klasse Song.
Wir waren jung. Wir waren jung verliebt. Wir fuhren zusammen das erste Mal ohne die Eltern in den Sommerurlaub. Zehn Tage Zempin, Insel Usedom. Ihre Eltern kannten da jemanden, wo man für 10 Mark die Nacht ein Dach über dem Kopf, ein Bett unter dem selbigen und eine warme Dusche bekommen konnte. Mit dem Rad waren es fünf Minuten zum Strand. Runter fuhr uns ihr Vater. Es war heiß in diesem Sommer. So wie das, was wir zwischen uns hatten.
Sie liebte es, am Strand zu liegen. Stundenlang, tagelang. Ich lief durch die Dünen und die angrenzenden Wälder. Nicht so ausdauernd wie sie in der Sonne liegen konnte, aber immerhin verging so etwas von der Zeit, die ich nicht gänzlich am Strand verbringen wollte. Ich kaufte kiloweiße schlechter Comics und las die mit Sand auf dem Rücken und Sonne auf der Stirn. Oft liefen wir einfach in das Wasser, bis uns die See auf der Unterlippe lag.
Auf der Düne stand ein altes Restaurant, ein durchaus hübscher Fachwerkbau. Betrieben wurde es von einem älteren Ehepaar. Die besten Zeiten hatte es wohl lange schon hinter sich. Die Mauer war seit ein paar Jahren Geschichte, das Inventar dort aber sprch immer noch die Sprache der DDR. Die Speisekarte und die Preise allerdings auch. Es gab Würzfleisch, Soljanka und Steak mit Kräuterbutter zu durchaus moderaten Preisen. Es war alles andere als ein feiner Laden, aber die Leute waren freundlich und das Essen machte satt. Außerdem wechselten sie immer gerne die 10-Mark-Scheine in Kleingeld, das man dann in die Flipper stecken konnte, der im Vorraum stand und dessen Lautstärke so gepegelt war, dass man es auch unten am Strand hören konnte, wenn jemand an diesem Ding spielte. Das tat kaum einer, bis wir dieses Ding für uns entdeckten.
Ich hatte vorher nie wirklich viel übrig für Flipperautomaten, sie sowieso nicht. Aber in diesem Sommer, in diesen 10 Tagen, verbrachten wir die Hälfte unserer freien Zeit an diesem Star Trek Flipper und steckten mindestens die Hälfte unseres Urlaubsgeldes in den kleinen Schlitz, hinter dem die Münze immer dieses tolle Schning-Geräusch machte, bevor man die Kugel in den Weltraum schoss.
So spielten wir, teilten uns Kugel um Kugel, Rekord um Rekord. Der Urlaub wurde zu der reinsten Flipper-Orgie. Vormittags hingen wir etwas am Strand rum und warteten, dass die endlich ihr Restaurant aufschlossen. Dann machten wir Geld klein und steckten es in den Flipper. Wir brachen alle dort vor uns aufgestellten Rekorde. Es war großartig, die Sonne schien, wir liebten uns und flipperten gemeinsam. Das taten wir danach nie wieder. Das mit der Liebe schon, aber wir flipperten nie wieder zusammen.
Zwei – drei Jahre später fuhren wir noch mal nach Zempin, für eine Nacht auf den Zeltplatz. Mit dem ersten eigenen Auto. Wir gingen dort essen, überlegten, ob wir es noch mal versuchen sollten. Dann sahen wir, dass die Top 3 der Rekorde immer noch unsere Namen trugen, lächelten uns an und gingen am Strand spazieren.
Als wir dann vor ein paar Jahren erneut dort waren, war das Restaurant wohl lange schon geschlossen, der Flipper nicht mehr da, unsere Rekorde sind mit ihm von irgendeinem Aufsteller abgeholt worden. Wir hatten uns immer noch. Mittlerweile waren wir zu viert.
Eine ganz wundervolle Uhr. Auch wenn ich nicht ganz verstehe, wie genau die funktioniert. Aber sie funktioniert und wenn man mal die Zeit vergessen will, schüttelt man sie einfach und alles beginnt von vorne. Das Ding misst die Zeit demnach nur dann, wenn man es ruhen lässt. Wenn man es bewegt, gibt es keine Zeit. Wenn es nur immer so einfach wäre. Bestellen kann man das illustre Ührlein hier.
„Shaped-by-time“ is a clock that shapes itself by the passage of time. Because it’s looking for the most efficient way to move itself through the matter it will create an organic form by the slow repetitive movement of time.
Time is slightly visible when the clock starts running, after a few days it excavates itself out of the matter and time will appear. From then on it slowly starts creating it’s organic form in which it will find it’s ideal shape.
When you want to forget time, shake it a bit and it will start all over again with finding it’s way. Like time heals wounds, this clock litterly heals itself by time.
Der „Enthüllungsjournalist“ Frank Peter Hellmann weiß ganz viel lustiges Zeug zu erzählen, unter anderem das hier. Ich frage mich, ob der Mann wohl starke Schmerzen hat. Das komplette Gespräch, was nicht minder lustig ist, gibt es hier. Ich glaube allerdings, dass das gar nicht lustig sein soll. Nur Verschwörungstheoretiker, das will er nicht sein.
[Update] Ja, das ist mit ziemlicher Sicherheit gefakt. Ich will das nur erwähnen, bevor mir hier einer vorhält den Fefe zu machen. Allerdings habe ich von Verschwörungstheoretikern schon weit Dämlicheres gehört und die meinten das dann tatsächlich auch ernst.
Ich finde den Sound des jungen Mannes in der Regel ja eher anstrengend, aber ich bin immer wieder schwer beeindruckt, wie er mit seiner MPC umgeht und was er aus dem Ding alles so rauszuholen vermag.
Pitchfork.tv hat ihn für die Reihe Surveillance in einem New Yorker Hotel besucht und sich dieses Ständchen spielen lassen. Ist auch gar nicht mal so anstrengend.
Jetzt, wo Neuseeland eh als Mittelerde in den Geographiebüchern verankert ist, kann man auch Nägel mit Köpfen machen und sich als Fluglinie dem stellen, was man an Passagieren so durch die Welt bringt. Alle Bewohner nämlich fliegen – na klar – mit Air New Zealand. Und deshalb müssen eben auch die Flugsicherheitsvideos dem angepasst werden. Das hat hier Peter Jackson übernommen. Wer auch sonst?
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