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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Thinner-095 online. Jaaaaaaaaaaa!

Wenn man sich guten Progressive-Trance vorstellt, der so um 15-20 Bpm runter gepicht wird, könnte sowas bei rauskommen, wie Thinner es jetzt mit der nunmehr 95sten VÖ ins Netz stellt. Als ich „Evolve“ auf dem Myspace-Profil gehört hatte dachte ich schon: „Na Holla. Die trauen sich ja was.“ Der Track ist eine Hyhmne ohne jeglichen Anflug von Kitsch. Wie von selbst, schießt mich das Ding zurück in die Neunziger Jahre, als die noch frischen Goa-Trance Alben immer mindestens einen Track an Board hatten, der zwar auf einem Four-to-the-floor Rhythmus bassierte, aber dennoch soviel Seele und Wärme mit sich brachte, wie man es eigentlich, bis dato, nur aus den Downbeat-Fabriken ala elektrolux kannte. Das war neu, das war anders, das war wunderschön. Leider hatte das um die Jahrtausendwende wieder nachgelassen und man baute entweder gleich wieder Breakbeats drunter, oder schloss die akustischen Räume mit allerhand Effekten, was das Ganze an Transparenz beraubte. Das war nicht weniger schön, aber eben doch anders genug um Sound wie diesen vermissen zu können. Neben „Evolve“, dass es mir wirklich eiskalt den Rücken runter laufen lässt, gibt es dazu einen Marko Fürstenberg Reimx, der – wie sollte es anders sein – auch so eine Bombe ist, wobei er mit seinem Dubtech dem eigentlichem Thinner-Klangbild treu bleibt. Außerdem zwei weitere Songs, die sich im klanglichen Fahrwasser des großartigen Openers bewegen. Wenn ich das so im Kontext höre, bleibt mir nichts weiter zu sagen, außer: die Jungs bei Thinner haben echt Eier, diese EP in ihre Pipeline zu legen, ist sie doch dermassen anders, als alles was ich von denen bisher gekannt habe. Respekt. Nur eines ist so wie immer. Der außergewöhnlich hohe Qualitätsstandart nämlich, den die an ihre Releases haben. Thinner geht steil mit dem Ding und nennt es wie Ihr wollt, Dubtech ist das keiner! Aber ich liebe es. Gerade Auch deshalb, vielleicht. Wenn die so weiter machen in diesem Jahr: Uiuiuiui.

Downloads: Laura Palmer – Background
Hin da! Lasst den Server rauchen.

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Im Kontext dazu, bekam ich heute diese Mail:

…“Was du über das Genießen von Musik im Freien geschrieben hast, kann ich wunderbar nachvollziehen. Letztes Wochenende war ich das erste Mal dieses Jahr baden, hatte meinen MP3-Player mit und starrte in den Himmel, um den Wolken beim Wandern zuzuschauen und Käfer zu beobachten, wie sie durch die Gräser marschieren oder den Stängel eines Gänseblümchens erklimmen. In solchen Momenten spürt man wie der Druck des Alltags von einem weicht und sich wohlige Entspannung breit macht.“…

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Nein, Du hast nichts mit den Augen

Das sieht hier nämlich wirklich anders aus, seit eben. Ich hab mal Lust auf was neues gehabt und find das doch ganz schick so. Wer was zu meckern hat, kann das in den Kommentaren tun, wer nicht, kann das auch gerne sein lassen. Ein wenig bastel ich aber noch dran rum. Wegens den Mixtapes in der Sidebar und solch Schniggens. Weiß zufällig jemand, ob man die statischen Seiten auch direkt auf eine Kategorie linken kann?
Sollte irgendwas nicht funktionieren… Aber ist ja auch klar.

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Kopf Bauchthema

Wäre es aus freundschaftlicher Sicht vertretbar, jemanden, den man mag, anzuscheißen, obwohl man animmt, dass es seine Situation noch verschlimmern könnte, wobei man aber eigentlich weiß, dass das, was des Anscheißens würdig wäre, sein absoluter Ruin ist.

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Erstmal runterkommen

Als ich vorhin am Bahnhof stand, machte ich eine etwas merkwürdige Beobachtung. Es gab einen Unfall. Nichts tragisches, nur ein kleiner Auffahrunfall. Beteiligt waren zwei Mitteklassewagen älteren Baujahrs und an Schäden war eigentlich auch gar nichts zu sehen. Man wartete auf die Polizei. Der Aufgefahrene sass neben seinem Auto auf dem Bürgersteig und telefonierte. Entweder mit seinem Chef oder seiner Frau, um wahrscheinlich in beiden Fällen mitzuteilen, dass es etwas später werden könnte. Dem Aufgefahrenen allerdings schien das Alles ganz schön aufzuregen. Er ging zu seinem Auto, öffnete das Handschuhfach, nahm etwas herraus, was er sich dann in den Mund stecke, nahm sich ein Feuerzeug hielt es daran und paffte 2-3 gründliche Züge. Der Typ stand mitten in der Stadt, wartete darauf, dass die Polizei käme, um einen Unfall aufzunehmen, an dem er beteiligt war und rauchte eine Haschichpfeife. Diese Kleinen, die in jede Hosentasche passen. Na das muss man erstmal bringen, dachte ich.

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Ich habe schon lange keinen Wein mehr getrunken, aber ich höre eben, einer der mir liebsten Platten überhaupt an. Wenn mich irgendwann, wenn ich alt bin, mal jemand fragen sollte, was eine wirklich runde und somit gute Platte für mich sei, würde ich ohne zu zögern sagen: Orbient – Music for the Iss. Ich bin mir da sehr sicher, da ich genau das auch heute schon sage, wenn mich jemand nach einer aussergewöhnlich guten Platte fragt. Daran wird sich auch ganz sicher nichts mehr ändern, es sei denn Gerrit van der Meer macht irgendwann nochmal eine Platte, die diese Perle toppen könnte, was ganz einfach nicht sein dürfte. Im Gegenteil. Die Latte haben sie sich damals so hoch raufgelegt, das es fast schon an den Rand einer Unmöglichkeit grenzt, da nochmal drüber zu hüpfen. Nichts hat meine musikalischen Vorlieben dermaßen beeindruckt, wie eben genau diese Scheibe.
Hörproben: Hier

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Ich mag mittlerweile die Chill-Stages auf Open-Airs lieber als die Dance-Floors. Die haben mehr Soul. Dieser entsteht durch die Kombination aus Musik und Natur, oder sowas. Auch finde ich, dass man sinnliche Musik nicht in ein besseres Gleichnis setzen könnte, wenn man das nicht mit Dingen aus der Natur versuchen würde. Beides ist vergänglich und dennoch so zerbrechlich. Ich mag einfach die Assoziationen zu der Welt da draußen, die alles andere als technisch ist, zumindest wenn man die Stadt verlässt. Trotzdem ist aber das, was die technischen Möglichkeiten heute hergeben, eine gute Möglichkeit, sich die Schönheit von da auf den Kopfhörer zu holen, um sie zu fühlen. Find ich großartig.

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