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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

„Two Decades Of Elektrolux“ – ein Mix in drei Teilen von Bjorn Rohde

Ich wundere mich seit Jahren, dass es offenbar bisher niemand geschaft hat, sich durch die atemberaubende Discographie des einstigen Vorzeigelabels aus Frankfurt zu mixen. Gestartet 1995 unter dem Namen Elektrolux, der später – vermutlich wegen ©-Bullshits – in Elux geändert wurde, wurde das Label in erster Linie durch die Sendung Space Night bekannt, die immer Bilder aus dem Weltall zeigte und mit Downbeats unterlegt war. Elektrolux brachte darauf hin diverse Compilations mit dem Namen „Space Night“ raus, wobei auf diesen auch lizenzierte Tracks waren, die nicht vom Label selber kamen. So weit zu einem Teil.

Unabhängig davon nämlich veröffentlichte Elektrolux auch immer eigene, mit unter grandiose Musik, die es so auf keinem anderen Label gab. Anfänglich tatsächlich noch mit dem „Elektro“, wie ihn heute kaum noch einer kennt, der aber damals das Genre mit prägte.

Später dann gab es eine Downbeat Perle nach der anderen, zwischendrin immer wieder IDM-Häppchen und durchaus experimentelle Exkurse, die allerdings alle kaufenswert waren. Es gab eine Zeit, in der ich alles kaufte, was von dort kam. Meistens ungehört und nie enttäuscht. Heute habe ich in meiner ollen CD-Sammlung von keinem Label so viele Alben wie eben von Elektrolux.

Ich fragte Bjorn Rohde letztens mal, ob er denn nicht Bock hätte, mal einen Mix zu machen, der einzig aus Releases von E-Lux besteht. Er bejahte das und dann passierte erstmal eine Weile lang gar nichts. „Gut“, dachte ich, „der macht das schon“. Und wie er machte. Ich erwartete irgendwie was um 1-2 Stunden, aber er kramte sich durch die komplette Discographie und schweißte dann tatsächlich 73 seiner Lieblinge zu diesem Mix, der von Ambient über neueren Deep House bis hin zu Anrissen von D’n’B all das hat, was man an Elektrolux lieben muss. Insgesamt sind das nun sechs(!) Stunden, die einen auf eine Reise durch die Archive von Elektrolux schicken. Ein Mix für die Ewigkeit.

Wir sagen artig, Danke!, Björn und schweben davon.

Tracklist:
01.Please Stay – Ruxpin
02.Expedition – Index Id
03.Nebel – Rauschfaktor
04.Nachtexpress – Index ID
05.descent – Guardner
06.Magic Morning – Full Moon Fashions
07.Zoologic (Quantum StarDub Remix) – Subsonic Park
08.As Possible (feat. Baschin) – Chris Zippel
09.Farbton, Der – Rauschfaktor
10.Glacier – Chris Zippel
11.Still Here – Aural Float
12.Decision I Made – Fresh Moods
13.Airwave – Metalob
14.Glacier (Vakuum Sounds Final Remix) – Chris Zippel
15.Session 5 – Aural Float
16.Everybody Needs (Remix) – Guardner
17.Imagine (Pascal FEOS Remix) – Fortunato & Montresor featuring #38
18.Himiborna Dis – Ruxpin
19.Rotating Minds – JFC
20.Night Passage – Naoki Kenji



Tracklist:
21.White Clouds Passing The Blue Sky – Jean F. Cochois
22.Love Dub – JFC
23.Together – Ruxpin
24.Panoramadrama – Rauschfaktor
25.Wavin‘ Good Bye – JFC
26.The Touch (Enchant Mix) – Fresh Moods
27.The Electronic Kick – Groovecatcher
28.The Touch – Fresh Moods
29.13 Stories Of ‚Highfeelin_ Times‘ – Jean F. Cochois
30.My Face – Fresh Moods
31.Imagine (Radio Edit) – Fortunato & Montresor
32.Always Feed The Fish Part 2 – Full Moon Fashions
33.Reminance – Estelle Montenegro
34.Exhale – Fresh Moods
35.Umbrella – Chymera
36.Inner City Codes (Beatless) – Subsonic Park
37.Truth Is / Alt’s Camera – Chris Zippel
38.The Wind Blows – Guardner
39.AF Study II – Aural Float
40.Intense And Guarded – Jean F. Cochois
41.At The Crossroads – Aural Float
42.39 – Original Mix – Full Moon Fashions
43.Ghost of Love – Fortunato & Montresor featuring #38



Tracklist:
44.Watch The Packard – Ruxpin
45.Hamaguri – The Sushi Club
46.Bring In The Harvest – ean F. Cochois
47.Again (feat. Adel Tawil) – Chris Zippel
48.Ways – Guardner
49.N.y.c. – Guardner
50.I Feel You – üNN
60.Der Sonnensegler – Rauschfaktor
61.Seeds – Guardner
62.In Form Of A Bird I Meet My Creator – Ruxpin
63.Signs of Life – Subsonic Park
64.Freefloat – Aural Float
65.Particle (Subsonic Park Remix) – Chris Zippel
66.Gamma (Original Mix) – Trentemoller & Buda
67.Formations – Ruxpin
68.Schwimmschleifer – Soehngenetic
69.As if in a dream – Quantum Leap
70.You Look Lovely In This Spacesuit – Ruxpin
71.Around, Arrived – Chris Zippel
72.Federflug – Index ID
73.Wall of dope – Autopilot

Downloadlink wird nachgereicht.

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Beatport startet Verkauf von DJ Mixen

Mein erster Gedanke war: „Wer soll das brauchen? Das Netz ist ist voll mit grandiosen DJ-Mixen.“ Mein zweiter Gedanke: „Oha, wer weiß wie lange noch, wenn sich jetzt auch kleine Labels dem ©-Wahnsinn anschließen und ihre Veröffentlichungen, die in Mixen auftauchen, jetzt gerne nur noch exklusiv in Beatport Mixen haben wollen?“ Vermutlich ist dieser Gedanke etwas pessimistisch, aber wer kann meiner Birne eben diesen nach den letzten Jahren verübeln wollen? Ich nicht.

Die Idee ist so simpel, dass ich selber nicht mal darauf gekommen wäre. Ein Mix kostet 5,29 € und in der Tracklist gibt es dann gleich die Links zum Kaufen der beinhalteten Tracks. Wenn iTunes da jetzt noch nachzieht, könnte das auf kurz oder lang durchaus Konsequenzen für Dienste wie Soundcloud haben. Ha! Da war er wieder mein Pessimismus.

Auch sehe ich jetzt schon, dass einige der dort zum Verkauf angebotenen Mixe schon lange auf Soundcloud zu haben sind. Mal sehen, wie lange noch.

Bisher wohl erstmal nur in „available in invite-only beta form“. Aufgeteilt werden die Erlöse des Verkaufs zu 10% an den DJ, 60% gehen an die Labels der vermixten Tracks und 30% an Rechteverwerter. Beatport selber geht wohl leer aus. Wie man die Tracks vergüten wird, die nicht bei Beatport zu erstehen sind, ist nicht übermittelt, ob diese Mixe nur aus Tracks bestehen dürfen, die vorher bei Beatport gekauft wurden, wohl noch nicht endgültig geklärt.

It appears, however, from DJ TechTools‘ report on the service [via RA] that – in theory – mixes can only be uploaded if the material has been purchased through Beatport. Beatport are, apparently, banking on Soundcloud and Mixcloud being hit in the future by performance rights organisations, and by only allowing people to upload mixes of Beatport content are, to put it colloquially, covering their asses. DJTT claim that Beatport Mixes is the first service that “actively pays out labels, PROs, and DJs for the purchase of a mixtape”. Mixcloud is partnered with SoundExchange, which is a performance rights organisation, but doesn’t pay directly to labels. If you’re wondering, mixes will retail at $5.00, with the profit split as follows: 10% to the DJ, 60% to the labels that released the music, and 30$ to performing rights organisations. Beatport doesn’t take a cut.

Now, that’s in theory. In practice, you can upload mixes to Beatport with any music you want, regardless of where it was purchased. Beatport won’t “actively” work to take this content down, but they will comply with any takedown requests receieved from labels or performance rights organisations, and they won’t show up on your mix’s tracklist. Musically of course, we suspect that 99% of mixes made up 100% of Beatport material are pretty unimaginative. But that’s another debate for another day.

Wie auch immer: ambitioniertes Projekt, das durchaus Folgen haben könnte, ich bleib dennoch bei Soundcloud.
(via FACT)

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Uruguay legalisiert den Verkauf von Cannabis

Was mir früher viel wichtiger gewesen wäre und mir heute irgendwie egal ist: es gibt Staaten in der Welt, die kein Problem darin sehen, den Verkauf von Cannabis zu legalisieren. So, wie jetzt in Uruguay. Wie die amerikanische Drogenpolitik darauf reagieren wird, ist bisher nicht bekannt.

Die Regierung Uruguays plant, den Verkauf von Cannabis in staatliche Obhut zu nehmen und so den Kauf, Besitz, Konsum und auch den Eigenbedarfs-Anbau für Erwachsene komplett zu legalisieren.

Nach Plänen der Links-Regierung unter Jose Mujica hätte hätte der Staat zukünftig das Monopol, Cannabis in an erwachsene, registrierte User zu verkaufen. Woher das Gras käme, wurde bislang nicht erwähnt.

Verteidigungsminister Eleuterio Fernandez Huidobro sagte auf einer Pressekonferenz in Montevideo gegenüber der internationalen Presse, die neue Regelung diene durch das Wegfallen der Gewinne für Dealer sowie durch die Trennung Cannabiskonsumiernder von Usern harter Drogen der Eindämmung und Reduzeirung der Kriminalität im Lande.

Ferner sollten Kiffer/innen , die zu vie Gras kaufen und konsumieren, im Rahmen des geplanten Gesetzes zu Therapien verpflichtet werden, die aus den Steuereinnahmen des Cannabishandels finanziert werden. Das US-amerikanische Internetportal „Toke of The Town“ meldet unter Berufung auf eine Insider-Quelle in Uruguay, ein „kritisches, behandlungsbedürftiges Konsummuster“ läge bei 40 oder mehr Joints pro Woche.

(via Andi)

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Wie Mc Donalds seine Burger schön fotografiert

Ich bin etwas erstaunt darüber, dass Mc Donalds Canada hier ganz unbeschwert darüber redet, dass ihre Werbung im Grunde genommen nichts weiter als ein in Hochglanz schön fotografierter Beschiss ist. Denn nichts anderes machen die, um ihre Burger in Anzeigen o.ä. gut aussehen zu lassen. Das ist ohnehin kein Geheimnis, nur so gesehen habe ich es bisher nicht. Dass das Zeug dadurch nicht besser schmeckt und auch nichts gesünder wird – darüber müssen wir nicht reden.


(Direktlink, irgendvia Twitter)

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Hilary Hahn and Hauschka – Draw a Map

Hauschka, einer dieser Musiker, die ich seit Jahren im mindestens zweiten Drittel meiner musikalischen Sozialisation in meinem Ohrenherz mit mir herumschleppe, hat aktuell zusammen mit Hilary Hahn ein Album auf Deutsche Grammophon veröffentlicht. Hauschka, Deutsche Grammophon – die vermeintlich alten Männer dort scheinen also doch nicht nur zu schlafen. Und man sagte mir, dieses Album sei sogar verdammt gut, was ich noch nicht wirklich beurteilen kann, denn ich habe es noch nicht ganz gehört.

Dieses Video hier zu „Draw a Map“ allerdings scheint dem Recht zu geben. Sowohl Song als auch Video sind beides ganz großes Handwerk.


(Direktlink)

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