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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Lost places in Sachsen

Ich sehe mir diese Abandoned-Sachen immer noch gerne an. Immer wieder. Ich werde dessen auch nicht müde. Irgendetwas fasziniert mich an den alten Stätten, in denen einst das Leben tobte, wo heute nur noch kalte Zugluft die Räume zu füllen scheint. Ich habe die etwas romantische Vorstellung, dass die Gemäuer jede Menge Geschichten zu erzählen hätten und so.

Aufziehvogel2006 geht es offenbar ähnlich, weshalb er durch Sachsen fährt, um alte DDR-Gemäuer auf Bilder zu bannen. Das bemerkenswerte an seinem Flickr-Album „Lost places“ ist neben der Detailverliebtheit auch der Umstand, dass er technisch sehr unterschiedlich vorgeht. Von schwarz/weiß-Bildern bis hin zu sanften HDRs ist alles dabei. Sehr sehenswert und sehr nostalgisch. Da hat die Treuhand damals so einiges mit verscheuert für 1DM.

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Wurzelbürstenmöbel

Der Britte Jason Taylor designed allerhand ulkige Möbelstücke, aber diese Wurzelbürstenmöbelkollektion hat es mir besonders angetan. Die Teile sehen nämlich nicht nur ansehnlich aus, sondern machen im Notfall auch gleich sauberes Schuhwerk. Nicht das ich wert auf sauberes Schuhwerk legen würde, aber es soll ja so Leute geben.

(via Designboom)

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Just my daily two cents

Aus für HipHip-Firma Aggro Berlin | taz
Yaneq schreibt aus der Sicht eines Kenners einen lesenswerten Text über den Erfolg des Berliner Labels und blickt zurück auf die vergangenen Jahre. Ich habe schon früher verstanden, warum Aggro Berlin so erfolgreich war, gut heißen konnte ich ihn nie. Musikalisch gesehen war und ist das alles unter aller Kanone. Aber was weiß ich schon? Gemessen an der Zielgruppe bin ich ein alter Mann.

Zickenkrieg im Bundeskabinett | sueddeutsche
Beobachtungen auf der Pressekonferenz, die die Internetsperren als Erfolg zu verkaufen versucht. Ändert allerdings an diesem Unfug auch nichts.

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Platte(n) der Woche #27

Various – Anechoic Chamber | 2008 | Echodub
Ich war eben etwas überrascht, dass ich die im Dezember schon mal hatte, aber egal. Dubstep steht drauf, was man auch gerne so hinnehmen kann, obwohl der arg von ambienten Soundscapes durchzogen wird. Eine Mischung, wie ich sie sonst nirgendwo anders zu hören bekomme. Hat etwas sehr Elektroluxes, nur frischer und eben sehr aktuell. Das erste Drittel geht mir am besten in’s Ohr, die Mitte ist etwas flach, dafür wird es am Ende dann wieder etwas atmosphärischer. So bewusst wie die letzten Tage habe ich die vorher noch gar nicht gehört.

Das vielleicht beste an diesem Longplayer mit sage und schreibe 20 Tracks: es gibt ihn als kostenlosen Download und der lohnt sich wirklich!
(Download)

Das war es schon die Woche weil: viel selber gemacht und allerhand Mixe gehört.

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Im Bahnhofspresseshop liegt ganz vorne in hohen Stapeln die neuste Ausgabe Marxens „Das Kapital“, Hardcover, Sonderpreis zu 9,95 Euro.

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Pinguinbots

Die Roboterqualle hatte ich hier schon mal. Die selbe Firma hat sich nun daran gemacht und einen Robot gebaut, der einem Pinguin nachempfunden wurde. Zum Geburtstag wünsche ich mir dann das Schnabeltier für die heimische Badewanne.

(Direktlink, via De:Bug)

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Vintage Bierkannen

Flickr-Set, das einzig und allein alte Bierdosen und Bierflaschen aus Alu zeigt. Mitunter müssen die schon uralt sein. Ich mag ja kein Bier, aber anzusehen sind die schon nett. Einige davon hätte ich mir in meine junpionären Dosensammlung gewünscht. Wenn nicht sogar alle.

(via Dark Roasted Blend)

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Dreistündiger Psytrance-Mix von Chris-A-Nova

Als wir im letzten Dezember auf der Pangea Lounge gespielt hatten, fiel mir auf, wie sehr sich der Sound, der jahrelang mein Leben begleitet hatte, von mir entfernt hat. Ich meine das tatsächlich so: nicht ich mich von dem Sound, sondern der von mir. Allerdings gab es an diesem Abend ein echtes musikalisches Highlight: Chris-A-Nova, A&R bei YSE, hatte die, wie ich finde, durchaus ehrenwerte Aufgabe, das Warm-up zu spielen, was er auch exorbitant gut tat. Beginnend mit einem eher seichten, housigem Tempo arbeitet er sich Stück für Stück in die schnelleren Regionen vor, um im letzten Drittel die puren Emotionen durch die Boxen, ein Lächeln in die Gesichter der Tanzenden und gleichzeitig einen Tritt in ihre Ärsche zu schießen. Hier steht nämlich ganz bewusst „Psytrance“, nicht etwa Full On, Darkpsy, Goa oder ähnlich abgewandelte Begrifflichkeiten. Genau diesen Sound liebe ich. Immer noch. Hier in astrein gemixter Form.

Es gab mal diese abgefahrene Doku über Psytrance auf arte, wo die Protagonisten erklärt haben, dass die in diesem Sound verwendeten Frequenzen denen entsprechen, die durch ein menschliches Hirn fliesen. Da ich in Physik immer eine ziemliche Niete war, weiß ich nicht, ob da was dran ist, erklären allerdings würde das so einiges.

Der beste Psy-Mix, den ich seit langer Zeit gehört habe.

Downloads
Direkt: DJ Chris-A-Nova – Pangea Lounge 12.2008
Via chrisanova.com, wo es auch noch andere Mixe zum Download gibt.

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Als ich heute mit einem 1989 geborenen jungen Mann über die DDR gesprochen habe, fiel mir auf, wie weit das alles weg ist. Damals. Beklemmend fand ich im selben Moment allerdings, wie nah das alles ist. Heute.

Natürlich wäre es dumm, einen generellen, einen totalen Vergleich aufzustellen, aber da sind diese kleinen Dinge, diese kleinen Parallelen, die sich mehr und mehr summieren in einem System, dass sich sich mal als Sieger über das Böse, das Falsche rühmte und immer noch gerne rühmt. Einige Methoden, die das Böse als solches nach Lesart des selbsternannten Siegers ausmachten, werden heute ganz offenbar gerne übernommen, auf ekelhafte Art perfektioniert gar. Das zu erläutern ist verdammt schwierig und auch frustrierend. Es stellt als Rückschluss die Frage, ob man das so gewollt haben könnte, damals.

Dazu kommt: ich nehme es den Menschen nicht übel, wenn sie das alles über sich ergehen lassen. Viele, zumindest im Osten, waren Schlimmeres gewohnt, haben sich damit arrangiert, ihr Leben in diesem ihnen möglichen Rahmen gelebt. Warum sollte das heute anders sein? „Weil sie es heute anders sein darf. Weil man heute etwas tun kann.“, wären sicher Argumente, keine schlechten sogar. Nur ich persönlich glaube nicht daran, dass das eine wirkliche Änderung der Verhältnisse schaffen kann. Weil es nicht sein soll. Keine 2 Millionen Deutsche, die dafür auf die Straße gehen würden, würden daran etwas ändern. Davon bin ich überzeugt und das frustriert mich zutiefst, denn ich würde mich so gerne vom Gegenteil überzeugen lassen.

Und: ich glaube, dass ein Großteil der jungen Menschen nicht im Geringsten verstehen, was man ihnen da wegzunehmen versucht. Auch weil sie das nicht zu schätzen wissen. Auch das kann ich ihnen nicht übel nehmen, es ist ihre Zeit. Sie haben ganz andere Dinge im Kopf, mit ganz anderen Dingen zu kämpfen. Man hat sie ja auch über einen langen Zeitraum stumpf gemacht. Wenigstens das hat gut funktioniert.

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