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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Doku: Kurt Cobain – About A Son

Extrem lahme Verbindung nach Japan, aber ich habe schon länger gewartet um eine Doku zu sehen. Amazon Kundin Susann Martin meint zu dem Film:

Diese experimentelle Dokumentation basiert auf hunderten Stunden Tonmaterials, das Michael Azzerad innerhalb eines Jahres (92 bis 93) durch Gespräche mit Cobain zusammengetragen hat, woraus dann die Biografie „Come As You Are“ entstand. AJ Shack verwendet dieses bisher unveröffentlichte Material nun dazu, Kurt Cobains Leben in dessen eigenen Worten nachzuvollziehen. Während wir Kurts Anekdoten lauschen, zeichnet Shack dessen Leben mit Hilfe von zeitgenössischen Bildern der Städte Aberdeen und Seattle nach. Wir sehen Portraits der Einwohner, Straßenzüge, künstlerische Animationen. Untermalt von Musik, die Kurts Leben begleitet hat, entsteht das Portrait eines jungen Mannes, dessen größter Wunsch der einer intakten Familie, von Ruhe und Frieden ist und der schließlich doch an seinen Dämonen scheitert.

Shack gelingt eine extrem sensible Dokumentation, die zeigt, dass das Schiksal Kurt Cobains letztlich, in dessen eigenen Worten, ein unspektakuläres ist – „Im just a product of a spoiled America“.

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Wenn die Abwrackprämie für Schlüpper kommt, hohle ich mir neue. Gerne auch aus deutscher Produktion.

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Platte(n) der Woche #17

Ich bin momentan ganz schwer angeschlagen etwas kränklich, deshalb heute mal in Kurzfassung.

Jessica Gall – Just Like You | 2008 | Sony/BMG
Wundervoll. Manches klingt ein wenig nach US-Charts Orientierung und ist biss`l anstrengend, aber grundsätzlich ein klasse Album, das einen durch die grauen Tage bringt.

Tosca – No hassle | 2009 | !K7
Kommt im April und ist m.E. die beste Tosca, die es je gab. Mit Live-Bonus.

Marko Fürstenberg – Eibenstock EP | 2009 | Baum Records

Sehr fette 3-Track EP inclusive sgi_s Remix, die keine Überraschungen bringt. Und genau dafür liebe ich den Sound von Marko.

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Musik aus Sand

In Zeiten von Sampling und Field Recording gibt es wahrscheinlich kein Geräusch mehr, was nicht irgendwie schon gesampelt, geloopt und in irgendeiner Form in Musik verarbeitet worden ist. Küchengeräte, Autobahnen, U-Bahnstationen, Wellen der See und Vögel sowieso. Alles nichts Neues mehr und irgendwie auch immer weniger spektakulär, keine Frage. Aber: Das, was Diego Stocco hier gemacht hat, finde ich mindestens entzückend, mehr aber sogar sehr beeindruckend. Er hat einzig Geräusche gesampelt, geloopt und zu einem Track zusammenen gefügt, die durch Sand enstehen, oder dem was man mit dem Sand machen kann. Besonders großartig daran finde ich dann, dass der entstandene Sound genau mein Ohr trifft. Eine wahrlich große Idee!

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Liebe Schule der Frucht meiner Lenden Nr.1,
ich mag Deine Idee, Deine Philosophie, sehr. Echt. Da stehe ich voll und ganz hinter, finde ich gut. Leider ist das aber nicht alles und Deine Ignoranz kotzt mich echt an. Maßlos. So sehr, dass ich kurz davor bin zu platzen.

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DDR-Jugenddokumentarfilm: Einmal in der Woche schrein

Komisch ist es ja doch, dieses schleirartige Grau, was mich sofort immer einfängt und in die DDR der Achtziger zurückschießt, sobald ich es sehe. Klingt blöd; aber sieht nach meiner Kindheit aus. Für sowas liebe ich das Internetz einfach, aber das sagte ich ja auch schon 100 Mal. Ein ganz wunderbares Zeitdokument, auch wenn offenbar sieben Minuten fehlen.

„Einmal in der Woche schrein/ einmal ganz ich selber sein“ das wollen die Jungen und Mädchen vom Helmholtzplatz im Nordosten Berlins, wenn sie sich bei Schmalzstulle und Clubcola (meiner Meinung nach: „Sterncola“) in „Willis Disko“ treffen. Die Rockgruppe „Pankow“ singt, was die Halbwüchsigen empfinden: „Wer will an der Leine geh’n, ich will selber denken, selber seh’n“. Der selbstorganisierte Treffpunkt gibt ihnen die Möglichkeit, sich unter Ihresgleichen auszuprobieren und selbstzuerkennen. Der impressionistische Film über jugendliches Selbstbewußtsein und Selbstbestimmung entsprach nicht den gängigen Vorstellungen, so dass er 1982 verboten und erst im Oktober 1989 auf erneuten Antrag des Regisseurs zugelassen wurde.“


(Direktlink, via bemme51)

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