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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Ich mache sowas hier zum ersten und höchst wahrscheinlich auch zum letzten Mal, was man ja allerdings nie so genau wissen kann, aber egal. Spenden für für Tims Podcast „Chaosradio Express“. Jetzt! Ist eine gute Sache, denke ich, und man kann sein Geld sicher auch um Längen schlechter anlegen.
Wo sind jetzt gleich meine Paypal-Daten. Argh!

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Das mag jetzt etwas abgedroschen klingen, aber ich habe heute darüber nachdenken müssen, ob der Schäuble nach seiner politischen Laufbahn nicht als Vorstandsmitglied bei der Telekom zu gebrauchen wäre. Ich meine, die beiden passen ja momentan irgendwie wie Arsch auf Eimer und er könnte da sicher nochmal so richtig in die Vollen greifen.

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Kraftwerk heult vor Gericht wegen Musikklau

Kraftwerk machen nun einen auf ganz kleinkariert und korintenkackerig und verklagen Moses Pelham wegen zwei Takten aus „Metall auf Metall“, was sie in meinem Ansehen sinken lässt, was wiederum nicht weiter schlimm sein dürfte für sie, soweit oben wie die da kleben, diese nun musikalischen Konterrevolutionäre. Peinlich allerdings wirkt das dann aber doch ein wenig, selbst wenn Moses Pelham sich da offensichtlich auch ein wenig bescheuert angestellt hat. Dennoch: Wenn ich nicht ohnehin alles! von Kraftwerk auf Vinyl hätte, würde ich es hiernach nicht mehr kaufen, sondern gnadenlos illegal downloaden. Alte Männer, tzzz!

taz Autor Tobias Rapp dazu äußerst treffend:

Ohne Kraftwerk das Recht an ihrer Musik absprechen zu wollen – es ist die Ironie dieses Prozesses, dass die Band heute nicht da wäre, wo sie ist, wenn ihre Musik nicht seit rund fünfundzwanzig Jahren immer wieder durch den legalen Graubereich geistern würde, indem das Alte in Neues verwandelt wird.

Die haben ganz schön Schwein, dass ich mich heute eigentlich nicht mehr wirklich aufregen mag, wegens dem Kreislauf und so.

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Platte(n) der Woche #6

Lars Bartkuhn – The New Continent | 2008 | Sonar Kollektiv
Vergleiche hatte ich gelesen mit Airs „Moon Safari“, von dem Album des Jahres und überhaupt einem Geniestreich. Da dachte ich, das kann man nichts falsch machen, eigentlich. Anfänglich kann Bartkuhn dem gerecht werden, klasse Instrumentierung und ausgewogene Mittel, Musik nicht in den so ungeliebten Fahrstuhl zu verbannen. Man kann den Vergleich zu Air sogar an manchen Stellen nachvollziehen. In diesen Momenten erreicht das Album ihre Höhepunkte. Leider sind genau diese für meine Verhältnisse zu selten und zu spärlich gesäht. Manchmal wirken mir die Soundwände dann doch etwas zu überladen und mitunter auch etwas chaotisch, zu viel Instrument für zuwenig Zeit. Schade eigentlich, finde ich. Manche, wenn auch wenige Momente, lassen mich dann auch skippen, was für ein Album nie gut sein kann. Fazit: Durchaus höhrenswert, aber für lange bleibt die sicher nicht auf meinem Player. Vielleicht aber, so kann ich mir durchaus vorstellen, ist das auch so eine Platte, die man einfach 3-4 Mal hören muß um wirklich reinzukommen. Ich werd´s versuchen und geb Bescheid. Könnte sein, dass das Urteil dann ein ganz anderes ist.
(Reinhören)

Zero 7 – Simple Things | 2001 | Warner
Die wahrscheinlich einzige Platte, die mit Airs „Moon Safari“ in einen Satz gehört. Schlichtweg wundervoll, immer wieder wundervoll und sie steht dem Klassiker von Air in nichts nach. Im Gegenteil, mittlerweile ein ebenbürtiger Klassiker.
(Reinhören)

The Cinematic Orchestra – Man with a movie camera | 2003 | Ninja Tune
Auch klar, oder? Ein bombastisches Werk, was mir viel zu lange verborgen blieb.
(Reinhören)

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Stummfilm „Man with a movie Camera“, 1929, vertont 2003 von The Cinematic Orchestra

Der Mann mit der Kamera ist ein poetischer Dokumentarfilm von Dsiga Wertow aus dem Jahr 1929, der sich experimenteller Mittel bedient. Bis auf Titeltexttafel zu Beginn kommt der Film ohne Zwischentitel aus.

The Cinematic Orchestra wurde von den Organisatoren des Festivals von Porto, der Kulturhauptstadt Europas des Jahres 2000, gebeten eine neue Filmmusik für den russischen Stummfilmklassiker von 1929, Der Mann mit der Kamera von Dziga Vertov zu produzieren und diese live während der Filmvorstellung zu spielen. Diese Arbeit unterschied sich von den sonstigen Kompositionen der Band wegen ihres Live-Charakters, der aufwändige Post-Produktionen wie beim Album „Motion“ nicht zuließ. The Cinematic Orchestra ging mit diesem Projekt auf Tour und veröffentlichte wenig später ein Album und die neu vertonte Version des Films unter dem englischen Namen „Man with a movie camera“.
Wikipedia

Ein optisch-akustisches Meisterwerk. Die Bilder zu dem Sound – dieser Sound zu den Bildern. Ich bin bissl hin und weg gerade.

(Direktlink, via MoGreens)

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Doku: Skin or die

Der erste Teil Daniel Schweizers Trilogie zum Thema Skinheads, der sich ausschließlich auf Schweizer Fascho-Skins konzentriert und 1998 veröffentlicht wurde nachdem Schweizer fast 2 Jahre die Gezeigten begleitet hatte. Dämlicherweise in 12 Teilen auf YouTube, was ich wohl nie kapieren werde. Aber egal.

„Skin Or Die“ In diesem Film begleitet Daniel Schweizer eine Gruppe neonazistischer „Hammer-Skinheads“. Diese für die Skinhead-Kultur nicht repräsentative Vereinigung bezeichnet sich selbst als „Skinhead-Elite“ und zeigt alsbald ihr wahres Gesicht: Bei einem „White Power“-Konzert entlädt sich der Hass und die Gewalt vor der Kamera. Aus anfänglichem Unverständnis des Betrachters wird blankes Entsetzen, wenn die ideologisch-geschliffenen Aussagen der Neonazis sich in ihren Menschen verachtenden Absichten selbst entlarven.

Part 1 bis Part 12

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Fotografie: Dare Turnsek

Dare Turnsek ist Slovene, nach eigener Aussage „Outdoor Freak“ und hat eine nicht zu übersehende Schwäche für das Licht der frühen Morgenstunden. Überhaupt sind die Bilder geprägt von außergewöhnlichen Lichtverhältnissen. Seine Fotos erinnern mitunter an Landschaften wie sie ein Tolkien nicht besser hätte beschreiben können. Unfassbar schön.
Und weil ich mich vor lauter Begeisterung gar nicht so recht für nur ein Foto von ihm entscheiden will, hier zwei seiner Bilder.

Portfolio: Dare Turnsek at Onexposure

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Herberts ‚Cafe de Flore‘ auf Ghost In The Shell

Mit Melodien ist das ja so eine Sache, davon gibt es Tausende, wenn nicht Millionen. Manche sind gut, gehen gut ins Ohr und kommen so über die Jahre, wenn man so will. Andere sind dermaßen grottig, dass sie nicht ins Ohr wollen, zumindest in meines nicht, über die Jahre kommen die dann allerdings trotzdem, wegen den verschiedenen Geschmäckern und so. Dann gibt es noch die Nullnummermelodien, die irgendwer mal gemacht hat und die es, wenn überhaupt, nur in wenige Ohren schaffen. Um die ist es meistens nicht schade. Und dann, ja, und dann gibt es noch die Jahrhundertmelodien, die fucking genial sind, dass man sie am liebsten mit ins Grab nehmen würde, was ja nicht geht. Zumindest aber am Grab kann man sie sich vorstellen. Das man sie dort dann nicht mehr hört ist auch egal, geht ja eher um das dazu führende Gefühl.

Eine dieser Jahrhundertmelodien hat definitiv Herbert mit seinem Schifferklavier zu ‚Cafe de Flore‘ eingespielt. Wohlgemerkt hat er diese auch genau im Pariser ‚Cafe de Flore‘ aufgenommen, was fast den Geruch von frischen Croissants in die Nase treibt, um mal wieder auf Klischees rum zu reiten. Als ich vor Jahren mal ein Live-Set von Heiko Laux und Alexander Kowalski auf die Platte bekam, war diese Nummer der Opener und ich habe es nie wieder aus dem Kopf bekommen. Einfach traumhaft diese Melodie. Wer sie einmal gehört hat, wird sie nie wieder los, das garantiere ich. Die möchte ich am Grab hören, auch wenn ich sie dann nicht mehr hören kann.

Leider gibt es dazu kein offizielles Video, von der Version hier sowieso nicht. Dafür aber unzählige Remixe, die sehr houselastig sind, was der Melodie zwar keinen Abbruch tut, aber doch eher aufgeregt daher kommt. Wenn irgendjemand genau diese Variante als File hat, wäre ich dankbar über eine Mail. Es gibt auch einen wunderschönen Remix von Stephane Pompougnac, den ich nirgendwo finden kann, aber schon gehört hab. Den hätte ich auch gern, zumindest aber den Hinweis, woher ich den kriegen kann.

Und nun: Eine Jahrhundertmelodie made by Herbert. Wie ich es liebe! Nur länger dürfte es gerne sein, viel länger.

(Direktlink)

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Wenn dich dein Radio morgens mit dieser Nummer hier begrüßt, dann ist der Tag völlig im Arsch, da braucht man dann nicht mehr auf Verbesserung hoffen. Kannste total vergessen. Und auch, wenn die das da im Radio zum Spaß gemacht haben, ändert das nichts an der Tatsache, dass du dir das Aufstehen hättest sparen könnten, da gibt es nichts mehr, was diese Übelkeit vom Morgen wieder vertreiben könnte. Nichts!
Aber schlimmer geht ja bekanntlich immer und was soll ich sagen? Das Jazz-Netzradio, dass ich bis eben laufen hatte, überrascht um 10 nach 11 mit Roger Cicero. Ich fass es nicht! Kotz. Ich geh´ mich jetzt einbuddeln und komme erst morgen wieder raus.

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1-Euro-Job-Schwachsinn:

Ich habe eben sechs gestandene Männer gesehen, die im Wald(!) Laub harken. Wer sowas entscheidet, schickt auch Leute in den Keller um die so lange Kohlen putzen zu lassen, bis die weiß sind. Erklär mir einer die Welt. Die spinnen doch alle!

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