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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Die Stadt muss einen Säufer importiert haben. Könnte sein, aus Berlin. Bis Mitte letzter Woche noch nie gesehen, seit dem täglich. Entweder in der 92, am Bahnhof, am Schlaatz – immer dichte bis kurz vorm Umfallen, immer mit einer Flasche hochprotzentigem bewaffnet. Ziemlich fertig sieht er aus. Das reißt auch die Mister T Frisur nicht raus. Er lässt immer seinen geöffneten Fusel der Marke „Goldbrand“ (wahlweise auch einen billigen Wodka) auf dem Tramfussboden stehen, was logischerweise die Konsequenz hat, das die Pulle irgendwann umfällt und ausläuft, was natürlich stinkt wie die Seuche, so am frühen Morgen. Er ist erst eine Woche hier und fast jeder kennt ihn. Viele Freunde hat er noch nicht.

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Also entweder beginnt das Sommerloch in diesem Jahr schon im Mai, oder außerhalb von Potsdam ist das Internet kaputt. Oder mein Browser. Aber irgendwas da draußen stimmt nicht, gloob ick.

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Consistent – Who did EP (tfe008) ab heute im Laden

Der Sturm ist vorbei. Hier in der Wüste Nevadas legen sich die letzten Körner Staub den er aufgewirbelt hatte langsam in ihr Wüstenbett. Hinter den hohen Sanddünen versinkt die Sonne am Horizont. Es kehrt wieder Ruhe ein. Fast. Meteorologisch sehr unwahrscheinlich und dennoch nicht ganz ausgeschlossen, dreht der Orkan bei und nimmt den Weg auf dem er sich gerade noch zu verabschieden schien. Er kehrt zurück und das mit noch mehr Kraft, als mit der, mit der er hier eben noch gewütet hat. Consistent peitscht zurück durch die Schneise, die er im Wüstensand hinterlassen hatte geradewegs auf mich zu. „Tanzen!“ Grollt es aus dem Auge des Orkans. „Tanzen!“ Und die Sandkörner erheben sich zu einem majestätischem House-Ballsaal. Sie wirbeln durch die Luft, als sei es der letzte Tanz, den es zu tanzen gäbe. Unaufhaltsam wirbelt der Orkan sie durcheinander. Das wird eine lange Nacht, und nicht die letzte. „Who did“ sorgt dafür, dass genügend Reibung zwischen ihnen entsteht. Die bissigen dubtouched Chords fliegen über die sexy pumpenden Bässe, die sich mit dem Beat ebenso vereinen wollen, wie die Staubkörner im Tanz es tun. So, als ging es darum, Kinder zu zeugen. Über dem basslastigen Gerüst schlingern sich die Percussions wie die Klapperschlange im Sand unter meinen Füssen. Die Samples tun ihr übriges für diesen Reigen der Willigen.

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Rio Reiser – Zauberland (live in Ostberlin)

Aufgenommen 1988 in der Werner-Seelenbinderhalle in Ostberlin. Wer den wie damals dort hat auftreten lassen, verstehe ich bis heute nicht so ganz. Offenbar wusste man gar nicht, was man sich da auf die Bühne holte. Die einzige Bedienung, die es von DDR-Staatsseite gab, war jene, auf keinen Fall „Keine Macht für Niemand“ zu spielen. Alles andere war erlaubt. Als dann bei „Der Traum ist aus“ kollektiv die ganz Halle brüllte „…doch dieses Land ist es nicht“, muss dem zuständigen Aufnahmeleiter schon ziemlich der Arsch gegangen sein. Ein großartiges Konzert, von dem es ein ebenso großartiges Doppel-Album gibt. Dummerweise aber kaum Filmaufnahmen im Netz. Das, was damals das DDR-Fernsehen aufgenommen hatte, würde ich gerne mal sehen wollen. Ungeschnitten. Mit den Schwarz-Roten Fahnen, die natürlich nicht gezeigt worden sind. Es war das letzte Jahr der DDR und viele Kids im Osten liebten den Scheiß von Rio und den Scherben. Vielleicht ja hat der Sound zu diesem Zeitpunkt besser nach Ostberlin gepasst als je zuvor irgendwo anders hin. Wer weiß das schon.

(DirektTraumtier)

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Wenn der Plewka den Reiser singt

Eigentlich kann man das gar nicht in Worte fassen, was ich da eben sehen und hören durfte. Und eigentlich will ich es auch gar nicht versuchen. Es gibt nur ganz wenige Musiker die ich so unheimlich gerne live hätte sehen können, es aber aufgrund einer zu späten Geburt nicht mehr geschafft habe. Bob Marley gehört dazu und steht ganz oben auf der Liste. RATM auch, was ich ja aber bald nachholen werden. Die spielen ja nun nochmal – extra für mich. Und Rio Reiser hätte ich gerne auf der Bühne erleben wollen, was ich sogar hätte packen können, rein zeitlich. Nur war ich jung und hatte andere Musik im Kopf. Ich hatte ja keine Ahnung, was mich heute immer noch ein wenig dengelt. Die Reunion der Scherben dann war ja mehr Grauß als Schmaus und deshalb gänzlich unerwähnenswert. Wenn aber der vielleicht beste deutsche Sänger auf die Bühne steigt, um die definitiv besten deutschen Texte zu singen, von dem Mann, der für mich der letzte echte deutsche Hippie war, dann muss da zwangsläufig was ganz großes daraus werden. Wurde es. Ich glaube, keiner könnte Rio besser im neuen Jahrtausend repräsentieren, als der sympathieschwere Hanseat. Und für wahr; bei „Weit von hier“ hatte ich Pippi in den Augen. Sowas passiert mir sonst auch nie nur ganz, ganz selten. Wer da nicht hingeht, ist selber Schuld.

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Lieber Gott, schick Hirn vom Himmel

Ein Elternpaar aus dem bayerischen Krumbach hat in der vergangenen Woche seinen sieben Monate alten Sohn im Internet-Auktionshaus eBay zum Verkauf angeboten. Nachdem Internetnutzer das Angebot der Polizei gemeldet hatten, ermittelten Polizei-Beamte einem dpa-Bericht zufolge die Anschrift der Eltern. Das Baby, das die Eltern nach eigener Aussage nur zum Scherz für ein Mindesgebot von einem Euro angeboten hatten, befindet sich zurzeit in der Obhut des Jugendamts. Gegen die Eltern wird nun wegen des Verdachts auf Kindeshandel ermittelt.

(heise)

Dazu fällt mir nun mal gar nichts mehr ein.

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Schock schwere Not

Nach nun 10 Jahren immer Gast sein, will in diesem Jahr keiner mehr fahren. Mit dem Gedanken kann ich mich nicht anfreunden, denn ich würde so gerne wieder. Ich will nicht nicht fahren.

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Ähem

„… und für die Vegetarier hab ich och n Salat gemacht. N Fleichsalat.
Juten Appetit.“

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