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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Und nochmal Netaudio

Und da eh alle auf der perublica rumgurken, macht das auch gar nichts.

Ich weiß ja auch nicht, aber als gestern alle irgendwie mit ihren Aprilscherzen beschäftigt waren, haben einige Netlabels zur Frühjahrsoffensive geblasen und Musik veröffentlicht, die, alles andere als ein Aprilscherz zu verstehen ist. Ich hatte ja nun schon einiges, aber das absolut dickste Ei kommt jetzt: Die von mir hoch geschätzten Zengineers schicken auf zwei Netlabels gleichzeitig ein Release in die Pipeline. Jeweils ein Album! Das kommt einer kleinen Sensation gleich, wenn man mich fragt. Lange war ich im Netz unterwegs, um D´n`B zu finden. Irgendwann habe ich aufgegeben und nun kommen die und knallen zwei sone Bretter auf einen Streich raus.
Nummer Eins kommt auf iD.EOLOGY, nennt sich „The return of Intelligence: Hikari“ (Info & Download) und ist leider nicht als Paket zu haben, so denn ich das nicht übersehe.
Nummer zwei gibt es auf Musicartistry nennt sich „The return of intelligence: Yamiyo“ (Info & Download), verteilt die volle Kelle Drum n´Bass und kickt mich gerade aus dem Orbit.

Das dürfte bisher einmalig sein und, wie ich finde, auch sehr außergewöhnlich: Netlabelnetworking oder so. Zwei Platten, die doch irgendwie zusammen gehören, auf zwei Labels. Knaller! Und der Sound sowieso. Das ist ganz großes Theater!

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Wiedersehen

Heute war der Tag der Tage, ich bin eben mit ihm gefahren. Mit Hannes, wie ich mittlerweile aus zuverlässiger Quelle erfahren habe, den Busfahrer, den alle lieben. Es war ein sehr spektakelfreies Wiedersehen. Er tat so, als hätte er meine Nachricht nicht gefunden, übersehen. Ich konnte aber in seinen Augen sehen, das dem nicht so war. Er sah mich grimmig an, so wie John Rambo wenn seine Oberlippe zu zittern beginnt. Das war es schon. Er hatte heute andere Opfer. Die jungen Frauen, die nach mir einstiegen, hatte er gleich wieder belehrt und als sie sich setzten, erzählten sie sich gegenseitig von ihren Erfahrungen mit dem Mann. Es waren keine guten. Auf der gesamten Fahrt redete er wieder mal auf jeden zweiten Fahrgast ein. Er muss das wohl so haben. Man muss ja im Gespräch bleiben.

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8,5 GB Samplematerial unter CC-Lizenz

Wer auf der Suche nach immer wieder neuen Samples ist, sollte mal bei wiki.laptop.org vorbeischauen. Dort gibt es unter anderem 8,5(!) Gigabyte Sound Effects, Loops, Grooves, Drums, Voices and Instruments. For free! Und unter CC-Lizens. Na wenn das mal nix ist.

This huge and continuously expanding collection of new and original samples have been donated to Dr. Richard Boulanger @ cSounds.com specifically to support the OLPC developers, students and XO users. They are free and will be available under a CC-BY license for downloading and use in your music and activities. Each of the 6500+ samples is 16-bit, WAV, Mono, normalized to -3dB, and provided at 3 sample rates – 44.1K, 22.5K and 16K.

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MORPHO – Maracudja EP (aqbmp013)

Ja, auch ich hatte hin und wieder schonmal den Gedanken, das Netaudio auf Dauer hin wohl kaum noch was wirklich Überzeugendes bringen könnte. Das man sich dort in schon da Gewesenes und Beliebiges verrennt und nur noch des veröffentlichen wegens Musik ins Netz stellt. Dann aber kommt doch wieder irgendwo so ein Hammer-Release, wieder von einem Netlabel, von dem man vorher nicht gehört hatte und wieder ist man schwer beeindruckt, von dem, was da geboten wird. Weil es neu, frisch und alles andere als schnell zusammengeklatscht klingt, was ja leider auch bei Hardware-Labels mehr und mehr Einzug nimmt.

Ein Netlabel, das genau dafür steht, ist …aquietbump, Sitz in Italien, das ich auch noch nicht all zu lange auf dem Schirm habe. Die werden in der Tat von Release zu Release besser und haben es geschafft, einen ganz eigenen Sound zu schaffen, der für diesen Namen steht. „Digidub“ nennen sie das und mischen unter jener Schublade Digitales mit Roots-Dub. Das Ergebnis dessen ist schwer überzeugend und lässt auch mit der neusten VÖ, mein Herzchen erquickend in die Höhe hüpfen. Langsam, dubbig und verdammt entspannt geht es MORPHO aus Paris zu. Neben dem Digidub gesellen sich hier noch jede Menge Vocals und ein Hauch Folklore. Und wäre das nicht schon genug, gibt es obendrauf auch noch eine Priese Funk. Damit setzen sich die Italiener wieder einen neuen Maßstab, den zu halten es nicht leicht sein dürfte. Obwohl ich es einfach zu bescheiden finde, bei einem 10 Track Release noch von einer EP zu sprechen. Man darf gespannt sein, wie es hier nach weitergehen wird. Ein mittlerweile ganz heller Stern am abendlichen Netlabelhimmel. Und das sage ich nicht, weil auch von uns in diesem Jahr dort noch was kommen wird.

Info & Download – MORPHO – Maracudja EP (aqbmp013)

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Uhuuuuhhhuuu!

Wenn mich jemand fragt, ob wir noch vor dem Sommer in Italien spielen könnten, fällt mir sofort der Flug dahin ein.
Ach du Scheiße!

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Heute ein König – Morgen ein Arsch

Sie sitzen hinten im hinteren Teil des Busses, dort wo vier Leute sitzen können wobei man sich gegenübersitzt. Diese Viererplätze sind beliebt, weil man die Füsse auf die Sitzplätze gegenüber legen kann. Vorausgesetzt, der Bus hat keine Kameras. Die Fahrer nämlich tickern ausnahmslos alle aus, wenn sie hochgelegte Füsse auf ihre Monitore bekommen. Manchmal denke ich, sie seien nur dazu da, um Leute vollzuferzen, die ihre Füsse hochlegen, aber in den Zeiten, in denen in jedem Bus mindestens 37 Kameras das Geschehen zum Fahrer funken, werden auch die sich dann mal wieder aufs Fahren konzentrieren können.

Es sind zwei Männchen und zwei Weibchen, alle um die achtzehn Jahre jung. Es geht um ihre Perspektiven und darum, wie es denn nach der Schule weitergehen soll. Die Mädels wissen nicht so recht. Vielleicht FH, vielleicht Berlin, vielleicht gar keine Ahnung und erstmal gucken. Klingt nach kalkuliertem Nichtstun. Sehr sympathisch. Eines der Männchen hat sich für Tischler entschieden. Ja, geht. Tischler geht immer. Da kann man auch noch was draus machen, wenn man die Ausbildung fertig hat, denke ich mir. Warum er dafür nun dreizehn Jahre lang zur Schule gegangen ist, wird mir weder klar, noch wird es Thema der Runde. Das muss wohl heute so. Der angehende Tischler fragt das andere Männchen, wie viele Jahre es denn nun werden sollen als Uffz. „Machste acht, oder zwölf?“ fragt er den, der sich immer schon selber als den Kuhlsten der Runde betrachtete. Ich kenne die schon ein paar Jahre, ich fahre seit gut fünf Jahren diese Strecke, als sie noch Dreizehn waren und modisch genauso am Dorf orientiert, wie heute auch. Er war immer einer jener Männchen, die viel lauter vom Wochenende erzählen als nötig. So, dass auch der ganze Bus etwas von seinen Geschichten hatte. Das die keinen interessierten, interessierte ihn dabei kein bisschen. Alle sollten hören, was für ein unglaublich kuhler Typ er ist. Er machte jede Mode mit. Erst waren es Baggy-Jeans, dann der Softie-Iro mit Stränchen, später dann Jeans-in-die-Socken, Picaldi und Minikappe. Heute eben Berlin-Mitte Struwelschnitt und Pali-Tuch, wobei immer noch zu sehen ist, dass er eher vom Lande kommt.

Er also, der geile Typ, die alte Feiersau und seines Zeichens Schwerenöter hat sich beim Bund verpflichtet. „Für acht Jahre“, wie er sagt. „Es gibt einfach nichts anderes“, sagt er noch, was wie eine Rechtfertigung klingt, die er zu recht anbringt nur eben fälschlich begründet. Er sagt nicht, dass das der einfachste Weg für ihn sei, was ehrlicher gewesen wäre. Das alles andere schwieriger gewesen wäre, sparsamer, unsicherer sagt er ebenso wenig. Auch nicht, dass er nicht den Arsch in der Hose hat, sich durch die Jahre des Studiums zu beisen. Das könne „man da auch. Und zwar viel einfacher. Dazu noch werde das bezahlt. Die stecken einem alles in den Arsch und man bekommt noch Geld dafür.“, freut er sich. Ich sage ihm nicht, dass er bisher wohl eher versucht war, den Eindruck zu erwecken, als gehöre er nicht zu jenen, die sich gerne irgendetwas in den Arsch stecken lassen. Er versucht das so ziemlich Unkuhlste der Welt als kuhl zu verkaufen. „Nach ein paar Monaten könne er wieder in die Nähe.“, sagt er zwinkernd zu einem der Mädchen, die ihn eigentlich immer ein wenig anhimmelte. Bis heute. Sie will nach Berlin, vielleicht gar keine Ahnung und erstmal gucken. Kalkuliertes Nichtstun. Was soll sie auch mit einem Bundi? Er wird das nicht verstehen.

Draußen läuft R. vorbei, für den es wahrscheinlich weder zum Bund noch zur Ausbildungsstelle reichen wird. In diesem Moment erscheint selbst er mir kuhler, als der angehende Befehlsempfänger.

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Björk – Wanderlust

Zugegeben, das muss man wieder erstmal einige Male zu sich nehmen, bis das wirklich durchs Ohr fliest, ohne überall anzuecken. Aber das kennt man ja von der kleinen großen Isländerin. Auch das frische Video dazu ist irgendwie gewöhnungsbedürftig. Erinnert mich von der Optik ein wenig an die Bilder, die Opa und Oma immer über ihrer Couch hatten – gegenüber der schweren, großen Eichenschrankwand. Aber gut, hören ist nicht sehen, auch wenn es da schon mehr für die Augen gab.

(Direkthörner)

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Robert Seidel – processes: living paintings

Robert Seidel macht völlig abgefahrenes Zeug mit Licht und Visuals. Nicht nur in Form von Installationen, sondern notfalls auch mit den Lichtschaltern, die sich hinter einer von ihm visualisierten Fassade verbergen. So geschehen Anfang diesen Jahres am Phyletic Museum in Jena.

(Foto: © 2minds.de)
Die tatsächliche Schönheit von Zusammenspiel zwischen Optik und Musik lassen sich am besten im Video beobachten, dass man sich auf jeden Fall hier ansehen sollte. Großartig! Das der Sound dazu von Herrn Robag Wruhme kommt, macht das nur besser.

Ein Kommentar

Ein wenig…

penetrant finde ich ja die kontinurliche Erinnerung daran, dass es eine neue WordPress-Version gibt ja schon. Ich meine, eine Mail hätte es ja auch getan, oder ein dezenter Hinweis. Ob das jetzt so lange hier drin steht, bis man wirklich verzweikommafünft ist? Außerdem geht seit der Darstellung des Dauerhinweises ein Plugin nicht mehr. Ob es da einen Zusammenhang gibt, weiß ich aber auch nicht so recht.

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