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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Stulp

Ich habe ja ein ambivalentes Verhältnis zu dem, was angeblich Stil ist in Berlin. Also so die Bekleidungsgewohnheiten der hippen Ultraindividualisten (rofl) im Kinder- und Milchschaumparadies betreffend.

Einerseits sehen Playmobilfrisuren erstmal scheiße aus. Auch Gummistiefel dienen zunächstmal der Gartenarbeit und nicht dem Clubbesuch. Und wieso Omas Nachthemd über der Jeans getragen werden muss (wieso wird Omas Nachthemd überhaupt außerhalb Omas Schlafzimmer getragen???), ist mir auch noch nicht letztgültig dargelegt worden. Bei den allerallermeisten Kleidungsstücken, die ihren Weg in die Altkleidersammlung fanden, hatte das gute Gründe. Und: Die 80er des vergangenen Jahrhunderts haben kulturell zwar viel Gutes gebracht. Die damalige Klamotten- und Frisurenmode allerdings ist davon explizit ausgenommen. Neongelbe Stulpen und schwarzweiß-gestreifte Tops an rosalackiertem Gürtel verstoßen gegen die Haager Landkriegsordnung. Echt jetzt, das ist Folter.

Andererseits kenne ich ja durchaus liebe Menschen, die so herumlaufen (Deine Gummistiefel sind echt süß, Anne) und hab mich nach der ein oder anderen interessanten Schaufensterpuppe aus Prenzlauer Berg selbst schon mit Sabber im Mundwinkel umgedreht.
Auch geht mir an Moden grundsätzlich ihr elitäres Getue auf die Nerven. Fast immer bedeutet Hipness, dass mensch dazu extraschön sein muss, sonst sieht es nach billigem Hinterherlaufen aus, wenn sich der nicht ganz so perfekte Körper in die angesagten Schnitte und Stoffe presst.
Nicht so beim Berlin-Stil. Da ist hässlich das neue schön und das ist extrem demokratisch.
Scheiße aussehen können alle, niemand muss sich ausgegrenzt fühlen.

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Auf Treu und Glauben

Nach drei Jahren Beisammensein musste sich das Paar für ein paar Monate berufsbedingt auf eine Fernbeziehung einlassen. Was ihn dazu veranlasste, sich mit der netten Mitbewohnerin einzulassen. Das gab Ärger. Am Ende durfte er reumütig zurückkehren. Weitere drei Jahre später stehen sie vor dem Traualtar, der Betrüger und die Betrogene. Das der Pfarrer etwas über die Treue erzählt liegt wohl an seinem Job. Selbst schuld, wenn es einen vor den Traualtar zieht.
Dass sich aber der DJ auf der Hochzeitsfeier erdreistet, nach dem Brautwalzer Andrea Bergs „Du hast mich tausend mal belogen“ zu spielen, ist nicht nur ganz ganz schlechter Musikgeschmack, sondern ein Schlag ins Gesicht des Bräutigams.
Dass sich die Verwandtschaft der Braut das Lied am späteren Abend nochmal wünscht, macht mich sprachlos.

Fremdgehen muss keine Heldentat sein. Aber soviel Demütigung ertragen auch nicht.

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Urlaub muss ja auch mal

Jetzt wird es hier gleich ganz still. Ich fahre jetzt zur Sonne, wenn die dumme Sau schon nicht zu uns kommt. Nur mal ganz ehrlich: Wenn die hier wäre, würde ich trotzdem da hin fahren, wo ich hin will. Denn das will ich schon seit Jahren, ach was; seit Jahrzenten, ha. Nur gab es bisher kein verfügbares Auto, dem ich soviel Vertrauen entgegengebracht hätte, so eine Tour auch durchzustehen. Und nun ja, Fliegen? Hätte man ja auch längst machen können, mag man sich denken. Aber nein: „Saint“ und „Fliegen“ sind zwei Wörter, die nicht in einen Satz gehören. Die vertragen sich nämlich überhaupt gar nicht ein bisschen und das wird auch nix mehr mit den Beiden.
Irgendwo da gibt es sicher auch Internet und ich guck mal vorbei, um was zu hinterlassen. Wann aber genau das sein wird, weiß nur Neptun ganz allein. Vielleicht hinterlässt, in den nächsten drei Wochen (wenn die Kohle so lange reicht), auch jemand anders hier wieder seine Spuren. Wir werden sehen, äh, lesen.

Ansonsten: Habt Euch wohl und vor allem: Habt SONNE! So wie ich…

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