Zum Inhalt springen

Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

das ding mit dem erwachsen werden

Als ich im Sommer mit 8 Kids – alle männlichem Geschlechts – und 3 Kanus durch die brandenburgische Pampa gefahren bin, kam immer Abends am Lagerfeuer die Frage auf, wann „man als Junge eigentlich zum Mann wird“, bzw. „wann aus dem Jugendlichen eigentlich ein Erwachsener wird“. Ich fand das insofern interessant, da mir das bis heute selber nicht so ganz klar ist und ich immer gesagt habe, „das letzte was ich werden will, ist erwachsen“. Es kamen allerhand Thesen dabei herraus, wie „na wenn man das erste mal gefickt hat“, „wenn man ein Kind hat“ oder „wenn man einen Baum gepflanzt, ein Haus gebaut und ein Kind gezeugt hat“. Wie man deutlich erkennen kann, ist es also nicht so einfach das Erwachsen-Werden zu definieren. Für die Kids schonmal gar nicht. Lustig war auch; das werder mein Kollege, – der auch die 30 schon überschritten hat – noch ich als erwachsen bei den Kids wahrgenommen worden sind. „Ihr seid doch nicht erwachsen. Erwachsene machen doch nicht solche Survival-Trips und schlafen schon gar nicht unter freiem Himmel, so ohne Zelt und alles“.
Ja, danke, aber wohl daneben…
Im letzten Jahr gab es eine englische Studie, die besagte, dass man genau dann erwachsen wird, wenn man „freiwillig früher ins Bett geht“. Das fand ich im Kontext der Studie gut, auch deshalb, „früher“ ja auch relativ ist und bei mir auch durchaus 2-3 Uhr bedeuten kann. Also nochmal Glück gehabt, doch noch nicht erwachsen. Mittlerweile denke ich, dass ein Teil des Erwachsen-Werdens der ist, eine tiefe Erkenntniss darüber zu erreichen, wie endlich man ist und sich damit abzufinden. Ganz egal, wie unerwachsen man seine Wochenenden auch heute noch verbringt. Im Vergleich zu den Kids nämlich sind deren Wochenenden weit mehr erwachsen, als die meinigen…

Ein Kommentar

Der René schreibt hier eine „Geschichte vom unfassbarem Glück“ die mich zwangsläufig daran erinnert, wie wir alle samt in den 90gern unsere Wochenenden verbracht haben. In Hamburg, Hannover, Kassel München, Dortmund, Frankfurt, Leipzig und achwasweißich noch wo. Dieses „Glück“ hatten wir auch einmal. Danach wurde fast Kalkül daraus die Damen und Herren in Uniform zu verschaukeln, was bis auf 2 Ausnahmen auch gut klappte und genug Gesprächsstoff bis zum nächsten Wochenende brachte. Damals nämlich hatten nur die wenigsten Beamten auch nur den Ansatz einer Ahnung, was junge Erwachsene so in ihren Taschen hatten, vorrausgesetzt natürlich, sie konnten das überhaput ausfindig machen. Die 90ger sind eben auch nicht mehr das, was sie mal waren. Einmal in Leipzig und einmal in Husum ging es dann aber auch daneben…

Das für mich heute wirklich unfassbare Glück liegt eher in der Tatsache, dass wir doch immer wieder irgendwie gesund nach Hause gekommen sind, nach solchen Feierein! Und heute weiß keiner mehr genau, wie es dazu überhaupt gekommen ist, bzw. wie wir überhaupt nach Hause kommen konnten, ohne von der Autobahn zu fliegen…

2 Kommentare

Musik aus 3 akkorden…

machen ja viele, bzw. das was sie für Musik halten. Aber nie hat es jemand bis heute so sensationell klingen lassen, wie er mit diesem Song.
Hier sollte nun der Youtube link rein, aber:

„This video has been removed at the request of copyright owner Universal Music Publishing Group because its content was used without permission“

Ja leckt mich doch!

Einen Kommentar hinterlassen

…und auch der himmel weinte.

Er war ein einfacher, kleiner Mann. Menschlich dafür umso größer!
Danke für die schönen Jahre.
Rest in Peace, Dad!

Kommentare geschlossen

„am Wolkenberg“-info

Ich habe soeben beschlossen, dass wenn der Post 3000 Leser hatte, -was nicht mehr lange dauern dürfte- er als Sticky rausfliegt und dann einerseits im Archiv verschwindet und er andererseits, links unter der Ähre einen eigenen Link bekommt, damit man ihn weiterhin ohne weiteres finden kann…

Einen Kommentar hinterlassen

zwei jack daniels bitte

Es gibt Musiker die muss man nicht mögen, was ihre musikalische Attidüde betrifft, keine Frage.
Man muss sie auch nicht für das mögen, was sie so von sich geben, vorrausgesetzt natürlich man kann überhaput verstehen was sie sagen. Man kann sie auch total daneben finden, oder wie auch immer, wenn sie dann aber ihr Gesicht vor eine Kamera halten und genau das hier dabei rauskommt, kommt man nicht umhin ihnen Respekt zu zollen. Ihnen, oder wohl eher dem Fotografen, der das festgehalten hat. Ein unglaublich ausdrucksstarkes Bild. Wenn doch nur auch der Fotografierte hier so aussdrucksstark wäre, bei dem womit er sein Geld verdient…

3 Kommentare