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Rechtsextremismus-Doku: Zwischen Schnuller und Springerstiefel

Wer die letzten Tage noch nicht genug Anlass zum Kotzen hatte, hier noch ein Nachschlag. Und zwar einer, über den man ernsthaft nachdenken sollte, weil sich der Staat aus bestimmten Bereichen des sozialen Lebens zurückzieht und somit Platz macht für die Bauernfänger der Nazis. Ein Film der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen aus dem Jahr 2007.

Ein kostenloses Kinderfest der NPD, nationale Krabbelgruppen, Sozialberatung für Hartz-IV-Empfänger im Parteibüro: die NPD gibt sich familienfreundlich und sozial engagiert.

[…]

Diese NPD-Ideologie wird Kindern und Jugendlichen in den nationalen Krabbelgruppen und den rechtsradikalen Fußballverein mitgegeben. Experten warnen daher vor der neuen, langfristig angelegten Strategie der NPD, mit der eine „nationale“ Gegenkultur in Deutschland etabliert wird.


(Direktlink, via @Afelia)

4 Kommentare

  1. Longboar15. November 2011 at 00:50

  2. Ey Lou15. November 2011 at 03:08

    Die logische Möglichkeit, wirkungsvoll dagegen anzugehen, wäre natürlich, das selbe Angebot an sozialer Hilfe, Jugendfreizeitangeboten und familienfreundlicher Umgebung anzubieten. Eben alles das zu tun, was auch ohne Anwesenheit der NPD längst überfällig wäre.

    Letztendlich nutzen die Nazis hier ja nur die Versäumnisse unseres für viele nicht wirklich spürbaren „Sozialstaates“ für sich aus. (Einschließlich der Verfehlungen im Bildungssektor.)

    Und ich glaube auch, dass das eine gefährliche Strategie ist. Bewegungen wie im Bericht beschrieben können jahrelang kaum merklich wachsen, bis sie irgendwann ihren ‚Tipping Point‘ überschreiten und sehr schnell unaufhaltbar werden.

    Was ich mich ja frage: Woher nehmen NPD und verwandte Gruppen das Geld für die ganzen Aktionen? Entweder ist die Partei doch nicht so mittellos, wie oft behauptet, oder dieses ’soziale Engagement‘ ist verdammt billig. So oder so ist es ein Skandal, dass nur die Nazis die Mittel und die Initiative dafür aufbringen.

  3. Spontis Wochenschau #25/1114. Dezember 2011 at 21:23

    […] Rechts­ex­tre­mis­mus: Zwi­schen Schnul­ler und Sprin­ger­stie­fel  | KFMW Es muss immer erst Tote geben, bevor die breite Masse rea­giert. Ein har­ter Satz, aber vol­ler Wahr­heit. Eine Doku­men­ta­tion aus dem Jahr 2007 zeigt, das sich der Staat durch­aus mit dem Thema NPD aus­ein­an­der­ge­setzt hat, um das demo­kra­ti­sche Auge des Bür­gers zu schu­len. Manch­mal frage ich mich, wer auf dem rech­ten Auge blind ist. Es ist ein leich­tes, sich jetzt über die Poli­tik auf­zu­re­gen, die nicht gehan­delt hat. Viel­leicht sollte man aber manch­mal selbst in den Spie­gel sehen um even­tu­elle Scheu­klap­pen zu ent­fer­nen.»Ein kos­ten­lo­ses Kin­der­fest der NPD, natio­nale Krab­bel­grup­pen, Sozi­al­be­ra­tung für Hartz-IV-Empfänger im Par­tei­büro: die NPD gibt sich fami­li­en­freund­lich und sozial engagiert. […] Diese NPD-Ideologie wird Kin­dern und Jugend­li­chen in den natio­na­len Krab­bel­grup­pen und den rechts­ra­di­ka­len Fuß­ball­ver­ein mit­ge­ge­ben. Exper­ten war­nen daher vor der neuen, lang­fris­tig ange­leg­ten Stra­te­gie der NPD, mit der eine “natio­nale” Gegen­kul­tur in Deutsch­land eta­bliert wird.« […]

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