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Siebenjährige kratzt mit Steinen Schneeflocken in 37 Autos

(Foto: Polizei Sachsen)

Aus dem sächsischen Hohenstein-Ernstthal gingen in der Zeit vom 21. April bis zum 27. April dutzende Anzeigen wegen zerkratzter Autos bei der zuständigen Polizei ein. Insgesamt in mindestens 37 Fällen. Der dabei entstandene Sachschaden summierte sich auf etwa 30.000 Euro. Jetzt stellt sich raus: eine Siebenjährige hat mit Steinen Schneeflocken in den Lack kratzen wollen.

Die Beamten vernahmen und befragten eine Vielzahl von Zeugen, arbeiteten zahlreiche Zeugenhinweise auf und führten aufwendige kriminaltechnische Untersuchungen sowie eine mehrtägige Observation im Tatortbereich durch. Schließlich führte der immense Aufwand zum Erfolg.

Die Ermittlungen führten zu einer Siebenjährigen. Sie steht nun im Verdacht, die Sachbeschädigungen begangen zu haben. In einer Befragung gab das Mädchen zu, mit Steinen Schneeflocken auf die Autos gemalt zu haben. Dabei war sie sich nicht bewusst, dass sie dadurch die Fahrzeuge beschädigte.

Hoffentlich haben die Eltern eine Haftpflichtversicherung, die das abdeckt.

5 Kommentare

  1. Jack4. Juni 2020 at 18:39

    mit 7 ist sie beschränkt deliktfähig und wird wohl selbst dafür haften müssen.
    Das ist ja grob fahrlässig und wenn sie mit 7 nicht den Unterschied zwischen malen und kratzen kennt – oder von Eigentum .. naja eigetlich recht unwahrscheinlich.
    (die Haftpflicht zahlt ja nicht wenn ein Eventualvorsatz besteht)

  2. jjk4. Juni 2020 at 18:53

    Mit Sicherheit nicht. Bei so jungen Kindern ist Erziehung vor Strafe das Mittel der Wahl. Ein guter Richter, sofern es überhaupt zum Prozess kommt, würde eher an das Gewissen des Kindes appellieren, da Kinder in ihrer Einstellung noch „knetbar“ sind.

  3. Robert4. Juni 2020 at 19:47

    Wenn die altersgemäße notwendige Einsicht gefehlt hat, sie also dumm genug ist, dann wird es wohl die Versicherungen der Autofahrer treffen, die danach vermutlich die Beiträge erhöhen und/oder kündigen werden. Andernfalls ggf. viel Vergnügen beim jahrelangen Babysitten und Zeitungsaustragen.
    Im Bekanntenkreis hörte ich von einem ähnlichen Fall, der war zwar schon volljährig aber hat das gleiche mit seinen Haustürschlüsseln komplett besoffen gemacht. Ergebnis: Einigung mit den Betroffenen (in seiner eigenen Strasse, wie peinlich) und über zwei Jahre monatliche Ratenzahlungen.

  4. Average Joe4. Juni 2020 at 21:28

    „Hoffentlich haben die Eltern eine Haftpflichtversicherung, die das abdeckt.“

    Ich dachte du arbeitest mit Kindern/Jugendlichen…? Die Eltern werden keinen Pfennig bezahlen müssen, und das Kind natürlich auch nicht.Solltest du in deinem Job eigentlich wissen!
    Dumm gelaufen für die Autobesitzer, da kann man nur hoffen, dass DIESE eine gute Versicherung haben.

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