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Schlagwort: DJ-Mix

Tigerskins Mixtape For Quarantine – Vol.2

Für die ersten von uns enden die bisherigen Quarantäne-Maßnahmen erst einmal ganz langsam. Der Einzelhandel wird langsam wieder hochgefahren, Schulen öffnen. Ich weiß nicht, ob ich das so sehr gut finde, bin da aber kein Entscheidungsträger. Vielleicht gibt es bald schon einen nächsten Lockdown.

Was ich aber weiß: diese Maßnahmen haben in zumindest meiner Blase für jede Menge Quarantäne-Mixe gesorgt, die es so ohne jene Maßnahmen vielleicht gar nicht gegeben hätte. Denn laut meinem Fühl kommen gerade aus der elektronische Ecke Mixe, die ich vielen der Macher so gar nicht zugetraut hätte. Und das meine ich nicht qualitativ, sondern eher stilistisch. Es scheint so, als wären dann doch nicht alle mit Kraftwerk, UR und Chicago-House groß geworden. Und das finde ich irgendwie doch sehr sympatisch.

Einer dieser Mixe kommt aktuell von Tigerskin aka Dubtaylor, der zumindest für mich in Bezug auf Dubtechno nach meinen 90er Jahren Erfahrungen mit Basic Channel prägend war. Und da spielt dann halt auch mal ganz schön dolle populäre Disco-Schmonzetten. Find ich gut.

Was ich auch gut finde: ich habe in den letzten Wochen soviel Musik gehört wie lange nicht mehr. Ich meide den ÖPNV und fahre weitestgehend Fahrrad. 30 bis 50 Kilometer am Tag. Und ich habe mir mittlerweile angewöhnt mit Kopfhörern zu fahren. Da geht aktuell so unfassbar viel Musik in mich rein, dass es eine wahre Freude ist – und inspirierend ist es ohnehin. Heute fuhr ich hierzu, ohne vorher die Playlist gesehen zu haben. Fand ich überraschend gut.


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Tracklist:
JUICY – Sugar Free
MEN WITHOUT HATS – Safety Dance
EURYTHMICS – Paint a Rumour
THE RAH BAND – Messages From The Stars
LOGG – I Know You Will
CHERYL LYNN – Encore
STRAFE – Set It Off
SKATT BROS – Walk The Night
THE HUMAN LEAGUE – Don’t You Want Me
YAZOO – Happy People
A FLOCK OF SEAGULLS – Wishing
FLASH AND THE PAN – Midnight Man
NEW ORDER – 586 (Peel Session)
LIPPS Inc – How Long
JUSTUS KÖHNCKE – Timecode
PATTIE BROOKS – You Are The One
JONZUN CREW – Pack Jam
BREAK MACHINE – Street Dance
KASHIF – Stone Love
FIRST CHOICE – Let No Man Put Asunder
TYREE feat. Chic – I Fear The Night
WOMACK & WOMACK – Conscious Of My Conscience
THE LEAGUE UNLIMITED ORCHESTRA – Things That Dreams Are Made Of (Instrumental)
WALTER CHRISTIAN ROTHE – Robot
CHRISTIAN BRUHN – Captain Future Theme
ORLANDO RIVA SOUND – Dream Machine
CYBOTRON – Alleys Of Your Mind
THE OCEANS – Rocket Theme
STEPHAN – Wir Wollen Tanzen Gehen
JOHN FOXX – Underpass
A POPULAR HISTORY OF SIGNS – Justice Not Vengeance
SUICIDE – Dream Baby Dream

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Mix: Till von Sein – Feeling Flow

Till hat diesen, wie ich finde, ganz wunderbar emotionalen House-Mix für Feeling Flow aufgenommen und wenn ich die letzten Tage mal nicht im Studio saß, lief der hier in Heavy Rotation. Erinnert sehr eindringlich daran, dass da draußen gerade Frühling ist und gebärt Sehnsucht, barfuß auf einer saftigen Wiese zu tanzen.

The Feeling Flow mix series asks DJs to share a recording of a mix of tunes that gives a personal insight into their go to tracks for feeling good and getting into the flow during these difficult times brought on by the COVID-19. Your voluntary contribution will ensure local small scale farms stay operating and that their nutritious produce gets to the underprivileged.


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Mira at #Unitedwestream Arte Concert Katerblau

Ich höre hier seit Tagen diese ganzen Live-Streams von überall und bin damit nicht wenig überfordert. Ich schrieb auf meinem Twitter vorhin, und meinte das eigentlich nur semi-ironisch: „Quarantäne Tag 23; Höre mir 38 Mixe im Livestream gleichzeitig an und warte auf den Moment, in dem alle einmal synchron laufen.“ Das packste halt alles nicht live und mal so am Rande…

Aber dieser Mix hier von Mira mal wieder, der so schön passend unter #Erzählung getaggt wurde, nimmt mich dann doch mal wieder voll mit. Er hat so viele unfassbar schöne Momente, die ich gar nicht genau einzusortieren weiß, und dann kommt da diese „Loverboy“-Reminiszenz um die Ecke. Und ich lieb’s. Hart.

To play in my musically home Katerblau in front of cameras for Arte Concert and Unitedwestream organized by the Clubcommission in an empty room to save our club culture in times of quarantine was one of the hardest sets for me ever 💔
To realize slowly what this means finally released all emotions and I cried badly after…
BUT to see how many of you were watching us live and supporting us, from cats to kids, from North to South and East to West all over the world all together in this very moment 💫❤️🙏
This left me speechless and it’s still pretty overwhelming to watch your stories and read all those lovely comments and messages!
Thank you guys! This was amazing! This felt like being part of music history and to share that is so important.


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Mix: Larse – Sweets

Irgendwo zwischen Soul, Disco, Funk und Soul präsentiert Larse hier ein paar wirklich sehr, sehr leckere Sweets, die eigentlich eher für den Sonntag gedacht sind. Ich bin dazu aber eben eine Stunde Rad gefahren, das geht auch auf einem Montag sehr gut zusammen.

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Judith van Waterkant – Quarantine Tape II

Nach dem Judith neulich ihr wunderschönes Quarantine Tape geteilt hatte, das hier immer noch regelmäßig läuft, hat sie nun für Elektro Uwe im Rahmen seiner neu initiierten We Are At Home-Serie das Quarantine Tape II aufgenommen, das anders als das erste, aber nicht weniger schön ist. Sie schreibt dazu:

Wir rücken zusammen indem wir Abstand voneinander nehmen und isolieren uns, um zu helfen. Dieses Paradoxon muss ich immer noch jeden Morgen verarbeiten, wenn ich aufwache. Und ich muss verarbeiten, dass das, was ich mit Leidenschaft und Liebe tat, nämlich Musik zu machen für ein Publikum, nicht mehr geht und vielleicht nicht mehr in der Form gehen wird wie ich es kenne, weil nicht alle diese Krise wirtschaftlich überstehen werden. Innerhalb von zwei Tagen habe ich alle Jobs im Kultur- und Bildungsbereich verloren. Ich saß in unserem Atelier in Leipzig als ich eigentlich zum Geburtstag vom Mensch Meier in Berlin spielen sollte und habe den ersten Schock mit Rum betäubt. Dort begriff ich später beim Reden, dass ich nicht nur Existenzängste habe, wie ich mich nun finanzieren soll, sondern mir wurde schmerzhaft klar, dass das auch meine Identität ist, die ich zu einem großen Stück verliere. Ich habe all das mit Passion und Überzeugung getan, weil ich darin für mich einen Sinn sehe und auch andere diesen sehen. Ich habe darüber so bitterlich geweint als ich das zum ersten Mal begriffen habe und konnte nicht in den Arm genommen werden von meinen Freunden, die am anderen Ende des Raumes saßen, weil wir da schon großen Abstand hielten. Ich konnte nur mein Gesicht in meinen Händen vergraben und sie mit überforderten Stimmen sagen hören, dass sie für mich da sind, dass wir füreinander da sind. Das betrifft hier viele von uns.

Wir müssen nun die Orte, die ein Zuhause für die Kunst sind, retten. Eine Crowdfunding-Kampagne reiht sich an die andere, ein Appell an die Politik an das nächste: zu handeln, finanziell zu unterstützen. Da müssen wir laut sein. Wir müssen vermitteln, dass die Kunst, Freiräume und Kulturstätten „rettungswürdig“ genug sind. So wie die Banken damals (…). Inzwischen hat bei mir die Wut die Angst abgelöst, weil ich noch nicht sehe, wie die Politik die Kulturszene und uns als freischaffende Künstler*innen gut unterstützt, zumindest hier in der Region. Die schillernden Schlagzeilen der unkomplizierten Soforthilfe durch den großzügigen Bund decken sich derzeit nicht mit meinen Erfahrungen der letzten Tage. Bei mir kommt diese publikumswirksam versprochene Unterstützung nach vielen bürokratischen Hürden nicht an. Ich habe so gerade nicht das Gefühl wertvoll für diese Gesellschaft zu sein. Und doch: Die meisten verbringen ihre Quarantäne bewusst oder unbewusst mit Kunst: Musik, Literatur, Film und und und. Ich hoffe, dass viele genau diesen Bezug mit der Zeit herstellen können: dass dieser kreative Output aus den Orten und den Menschen, die sie mit Kunst füllen, entspringt und diese sind nun auf Unterstützung und Solidarität angewiesen. Wir sind wertvoll.


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Uwe verbindet die Mix-Serie mit der Crowdfunding Aktion Decolonize Corona Solidarity 1.0.

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Christopher Schwarzwalders Journey Back To The Roots

Christopher Schwarzwalder, der nicht nur in Berlin für seine deephousigen Sets bekannt ist, mit einem exzellenten Mix, der einzig aus instrumentellen HipHop Tunes der 1980er und 1990er Jahre besteht. Genau das Richtige für zu Haus.

I might do another one if you guys like it. Theres hundreds of classics in the crates! It was hard to decide.
So. Here comes the first Hip Hop Mix I’ve done in 16 Years, 80 minutes of classic 90’s Hip Hop instrumentals. Mixed on the old 1200…
The Hip Hop series. A Journey through the early days of my musical origins.


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Waterkant Quarantine Tape 2020

Dieses wirklich wunderschöne, von den Samples her nicht mehr ganz aktuelle, Mixtape läuft hier seit Tagen hoch und runter. Mein bisher liebstes Quarantine Tape 2020. Danke dafür, Judith van Waterkant.

This is my Quarantine-Tape for you that I recorded at home. Listen to it and be with your close ones, sort through your stuff, think about what you want to say goodbye to and what you want to say hello to in this special time: a time of change. Think about the people around you and be safe. Slow down.
Be good to each other.

Love from my livingroom in Leipzig!


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Sonntagsmusik: Mogreens at 33c3 Section9

Kollege Mogreens hat auf dem 33c3 dieses wunderbar zum Sonntag passende Set gespielt, zu dem man nicht weniger wunderbar so einfach mal gar nichts tun kann. Aufm Sofa bleiben. Höchstens. Sonntag halt.

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Afterhour Sounds Podcast Nr. 187: Eigentlich heißen wir Klaus & Dominik ist auch dabei

Es gibt so Tage, an denen muss es keine elektronische Musik sein. So ein Tag ist heute. Und dann rutscht mir da dieses wirklich exorbitant großartige Mixtape von Eigentlich heißen wir Klaus & Dominik ist auch dabei in die Timeline, welches die für die Afterhour Sounds Podcast Serie gemacht haben. Und so läuft das hier heute zum dritten und sicher nicht zum letzten Mal. Nebenbei bisschen an den Rädern schrauben, Haushalt, Garten, kochen. So geht’s irgendwie. Kann mir gerade keinen besseren Soundtrack zu dem vorstellen, was da draußen so passiert und lieb’s. Wirklich.

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Hallo Prosetscho-FM,
meine Freunde und ich sind gerade aus der Bucht nach Hause geschippert und freuen uns jetzt auf eine gemütliche Afterhour zwischen Sekt auf Eis und Pizza von nebenan.
So sehr wir auch von der guten elektronischen Musik nicht genug bekommen konnten, wäre es super, wenn ihr unsere Afterhour mit eurem Sound begleiten könntet. Ein wenig Gitarre hier, ein bisschen Plattenknistern da und das ganze umhüllt vom Geist vergangener Zeiten.

Fühlt euch mal in den Schaum von einem frischen Weizenbier getunkt und liebste Grüße
Gina.

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Diesen Wunsch können wir Gina natürlich nicht verwehren und auch alle anderen da draußen an den Empfangsgeräten, schließt mal die innere Gardine und zündet ein paar Kerzen an. Schiebt noch einmal ein paar ruhige Stunden zwischen euch und den kommenden Montagmorgen und lasst uns gemeinsam den Tönen lauschen, die die Musik zu dem machte, was sie war, als Freddie Mercury noch selber Afterhours schmiss, Eltern wegen Bowie ihre Kinder David nannten, der Club27 noch nicht gegründet war und Rock´n Roll aus mehr bestand, als aus einer Cafe-Kette im Zentrum von Metropolen.

Viel Spaß dabei.


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