Weil das Gepäckstück aber stark nach dem verbotenen Kraut roch, durchsuchten Bundespolizisten den Koffer und fanden die Drogen. Als der 25-Jährige seinen Trolley holen wollte, nahmen ihn die Beamten fest.
Ein Forscherteam vom Schweizer Institut Eawag untersucht seit Jahren das Abwasser aus ganz Europa auf Drogenbestandteile. Mittlerweile lassen fünf deutsche Städte ihr Abwasser diesbezüglich untersuchen: Berlin, München, Dresden, Dortmund und die nordrhein-westfälische Kleinstadt Dülmen.
„Dortmund kokst viel mehr, dort ist die Droge billiger. Denn es liegt an der Grenze zu Belgien und Holland, wo der Stoff direkt aus Lateinamerika umgeschlagen wird. Mit Crystal Meth dröhnt man sich am liebsten in Dresden zu, dank der Nähe zum Herkunftsland Tschechien ist es dort leicht zu beschaffen.“
Schon über 40 Mal seien sie angehalten worden, ergänzte ihr Bruder. In den meisten Fällen ohne Folgen. Einmal landeten sie in Emmerich für fünf Stunden im Arrest, bis überprüft worden war, dass das Salz wirklich keine Droge ist. Diesmal gab’s den Strafbefehl. „Wollten Sie ein Zeichen setzen?“ fragte der 27-Jährige nachher einen Polizisten (31), der als Zeuge geladen war.
Die drei wurden vor Gericht geladen, das Verfahren wurde gegen Geldauflagen in Höhe von 300,00 bzw. 150,00 EUR eingestellt. „Ich glaube, die betäubungsmittelartige Verpackung können Sie nicht leugnen. Es ist glaubhaft, dass sie provokativ auftreten. Der Tatbestand der vorgetäuschten Straftat ist gegeben. Es ist eine ziemlich dumme Aktion, eher ein jugendliches Verhalten.“, begründete die zuständige Staatsanwältin.
Laut Aussage der drei sei es keine böse Absicht, sondern schlicht einem Aberglauben geschuldet, immer Salz bei sich zu führen. Das bringe Glück, vertreibe böse Geister und böse Augen, erklärte der 27-jährige Student. Auch zum Termin der Verhandlung hatte der Mann eine Packung im Auto und bot dem Gericht an, es zu holen.
Die Grünen waren eine der erstes Parteien, die sich offiziell für die Legalisierung von Cannabis und eine generelle Liberalisierung der Drogenpolitik ausgesprochen hatten. Als Teil des Parteiprogramms. Cem Özdemir punktete vor zwei Jahren noch mit Cannabis auf dem Balkon.
Nun wurde Volker Beck mit einer „drogenähnlichen“ Substanz erwischt und hat im Zuge dessen sofort all seine Ämter niedergelegt. Souveräner Umgang mit den Tatsachen, wenn auch es mir viel lieber wäre, wenn Politiker, die seit Jahren eine Liberalisierung der Drogenpolitik fordern, in so einem Fall einfach mal klare Kante zeigen und erklären würden: „Ich nehm‘ halt auch mal was. In meiner Freizeit. Fragt ja auch keiner, wie oft in der Woche ich besoffen bin. Der Konsum schließlich ist nicht verboten.“ Der Besitz hingegen schon. Immer noch.
Beck hat das nicht getan. Wohl auch der Loyalität seiner Partei gegenüber, die derweil geradezu schnappatmig den Konsum der Droge geißelt, die Beck wohl gerade gekauft und bei einer Polizeikontrolle dabei gehabt haben soll. Es ist Wahlkampf.
Da heißt es wohl: „Gute Drogen, schlechte Drogen“ – und Beck hatte, der seiner gerade wahlkämpfenden Parteiwichtigen nach, offenbar in jenem Moment die falsche Substanz in der Tasche. Wobei immer noch keiner genau weiß, was das denn nun gewesen ist. Außer er selber wahrscheinlich, aber egal.
Morgen auf dem Titel der taz
Derweil ziehen die Grünen in den Umfragen, zehn Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg, der CDU mit 32 Prozent davon und könnten erstmals stärkste Partei in einem Landtag werden. Und das obwohl der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann heute Morgen ob der Beck-Sache noch Angst um seine Stimmen hatte und in dem Zuge Beck „schweres Fehlverhalten“ vorwarf.
Bisher ist nicht geklärt, was genau Volker Beck gestern als „drogenähnliche“ Substanz bei sich hatte, die Untersuchungen dauern wohl an – bisher gibt es lediglich einen Anfangsverdacht. Die BILD-„Zeitung“ vermutet Crystal Meth und weil das als Nachricht so reinhaut, schreiben viele andere Medien auch von Crystal Meth, wobei man sich dabei immer auf die BILD bezieht. Wenn das am Ende dann doch nicht stimmen sollte, können alle sagen sagen, „Na das hat die BILD doch geschrieben – wir haben das nur so übernommen.“ Ein nicht sonderlich verantwortungsvolles Gebaren. Vielleicht aber muss man auch schon damit zufrieden sein, dass eben jene Medien (noch) nicht von der „Hitler-Droge“ sprechen, wie es die BILD heute auf ihrem Titel tut. Offenbar gab’s gestern in der BILD-Redaktion noch ne extra Tasse Lack zum Feierabend. In Berlin nichts Neues.
Um welche Substanz es sich bei dem Fund genau handele, könne man zu diesem Zeitpunkt nicht sagen, so Steltner weiter. „Das werden chemische Untersuchungen ergeben.“
Es steht die Vermutung von Crystal Meth im Raum. Volker Beck legt in diesem Zuge all seine Ämter nieder.
„Hiermit stelle ich meine Ämter als innen- und religionspolitischer Sprecher meiner Fraktion und Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe, die mir die Fraktion verliehen hat, der Fraktion zur Verfügung. Ich habe immer eine liberale Drogenpolitik vertreten. Zu den gegen mich erhobenen Vorwürfen wird mein Anwalt zu gegebener Zeit eine Erklärung gegenüber der Staatsanwaltschaft abgeben. Ich werde mich dazu öffentlich nicht einlassen.“
Ich glaube, ich würde das meiner Mum nicht zutrauen, aber diese Dame hier hat offenbar ihre Freude an der Erfahrung mit Psilocybin. Die Dosis war mit einem Gramm eher gering. Sie meint danach, sie fühle sich gut damit und sie würde das dann nochmal machen wollen. Mit Freunden. Im Wald.
Hier um die Ecke in Bad Belzig haben Zollfahnder einen Landwirt besucht. Er stand unter dem Verdacht des Zigarettenschmuggels. Außerdem soll er wohl seine Fahrzeuge mit Heizöl betankt haben. Deshalb wurde der Bauernhof des 60-Jährigen durchsucht. Im Keller fand man dann 110 Kilo verschiedenster psychoaktiver Substanzen. Das ist mehr Stoff als im Jahr 2014 im ganzen Bundesland Brandenburg hochgenommen wurde. Der Verkaufswert der Drogen beträgt rund 1,5 Millionen Euro.
„Im Keller stießen sie dann auf das gigantische Drogenlager: 72 Kilogramm Marihuana, 15 Kilogramm Haschisch, 10 Kilogramm Amphetamine, 7 Kilogramm Kokain und 6 Kilogramm Ecstasy stellten die Fahnder sicher.
Gegen den Landwirt wurde Haftbefehl erlassen.“
Brandenburger Bauern haben offenbar die dicksten Kartoffeln.
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