Zum Inhalt springen

Schlagwort: Europe

Ukraine

(Foto: Katatonia)

Ich war gestern auf ein Glas Wein bei einem Freund, wir saßen in der Küche und redeten. Auch über das, was gerade in der Ukraine passiert. Ich bin da wahrlich alles andere als ein Experte, halte Krieg allerdings generell für die beschissenste aller Möglichkeiten. Ich sagte ihm, dass ich nicht glaube, dass Putin die Ukraine überfallen würde. Ich halte ihn für durchgeknallt, aber für so durchgeknallt halte ich ihn nicht. Heute Morgen wurde ich eines Besseren belehrt; Russland hat die Ukraine angegriffen. Es gab Tote, Verletzte, ängstige Menschen, die sich in U-Bahnhöfen sammelten. Staus, die Autos von Menschen zeigen, die aus ihren Städten flüchten. Fotos von Menschen in Schützengräben und rollenden Panzern. Wie gesagt, ich habe nicht daran geglaubt.

Der Freund meinte, dass er die Umstände für besorgniserregend halte und sogar Angst hätte, dass dieser Krieg deutlich größer, wenn nicht sogar international werden könnte. Ich verneinte das, weil ich eben dachte, dass es diesen Krieg so tatsächlich nicht geben würde. Jetzt ist er da und ich bin fassungslos. Auch weil davon auszugehen ist, dass der so schnell nicht enden wird – und ich befürchte, dass das wie auch immer gelagerte Konsequenzen nach sich ziehen könnte, die uns alle betreffen könnten. Und ich meine wahrlich keine guten.

Ich habe zu wenig Ahnung von diesem wahrscheinlich komplexen Thema, weshalb ich auch keine abschließende Meinung darüber habe, wer da jetzt die „Guten“ und wer die „Bösen“ sind, aber ich bin mit dem Bewusstsein aufgewachsen, das Krieg einfach immer falsch sein muss. Weil Menschen dabei sterben werden, Menschen zur Flucht zwingt, ganze Leben zerreißt. Russland hat der Ukraine heute einen flächendeckenden Angriffskrieg aufgezwungen. In meinen Augen ist da erst mal recht eindeutig, wer da auf der Seite der Arschlöcher steht.

20 Kommentare

Die aktuell (eigentlich) längstmögliche Zugreise der Welt: Portugal → Singapur in 21 Tagen

Redditor u/htGosSEVe untersuchte recht aktuell Zugrouten und was momentan die längste Strecke wäre, die man so zusammenhängend fahren könnte. Er kam zu dem Ergebnis: diese beginnt im Süden Portugals und endet in Singapur, hat um die 18.750 Kilometer und sie zu fahren dauert 21 Tage. Zwischenstopps gäbe es in Paris, Moskau, Peking und Bangkok, was das zu einer großartigen Europa-Asien-Tour machen würde. Das reicht doch für den Jahresurlaub.

Analysis by rail blogger Mark Smith, aka The Man in Seat 61, and Reddit users calculated that the 11,654-mile journey could be done in 21 days.

Stops and connections along the way include Paris, Moscow, Beijing and Bangkok, making it quite the Europe-Asia grand tour.

The missing link had been a new section of railway in Laos, which was completed on 2 December and connects the city of Boten with the capital Vientiane.

Grund der Neuerung: in Laos haben sie eine 400 Kilometer lange Schiene neu gelegt, deren Finanzierung sich zwischen Laos und China geteilt wurde.

Covid-bedingt ist die Verbindung aktuell allerdings eher instabil und es ist offen, ob die jemals wieder so zu fahren sein wird. Wer bereit ist, seinen Jahresurlaub dafür zu geben, das herauszufinden, soll sich bitte melden, bekommt hier einen Account und kann darüber schreiben.
(via BoingBoing)

3 Kommentare

Wie man im Mittelalter dachte, eine perfekte Burg bauen zu können

Die DDR war ein kleines Land und wir konnten über die Grenzen dieses selten hinweg. Wohl auch deshalb ist mein alter mit mir damals zu gefühlt jeder Burg gefahren, die es in der DDR so gab. Ich hab die wirklich alle gesehen – und mochte sie damals.

Hier ein Video über den Bau von Burgen im Mittelalter.

We trace the origins of the castle in the feudal system that emerged in France c.900 CE, and look at the early motte-and-bailey castle, used by the Normans to subjugate England and Wales in the 11th century. We then look at how castle’s became stronger and more sophisticated, with the addition of stone curtain walls, massive keeps, towers (square, round and D-shaped), as well as powerful gatehouses, barbicans, machicolations and moats.


(Direktlink, via Kottke)

Einen Kommentar hinterlassen

Monchi Fromm schreibt und liest eine Kolumne für die Seenotretter von Mission Lifeline

Es sind beschissene Tage für uns alle. Und ich tue mich selbst sehr schwer damit, die irgendwie in Worte fassen zu wollen. Weil diese Scheiße real existiert. Für so viele so viel beschissener als für mich hier, für uns hier.

Monchi hat eine Kolumne geschrieben. Für Mission Lifeline, Seenotretter im Mittelmeer, die viel zu viele aktuell fast vergessen haben.

Und Monchi ist kein guter Vorleser, was gemessen an dem, was die Frau des Hauses hier so vorzulesen vermag, kein Maßstab sein kann, weil sie schlicht die beste Vorleserin aller ist. Aber das, was Monchi hier vorliest macht mir hier gerade krass Gänsehaut bei. Weil dort draußen trotz alle dem Menschen ersaufen. Und da bin ich wirklich gänzlich bei ihm.

„Ich hab‘ in vielen Sachen keine Ahnung. Ich bin selber oft genug ein Vollidiot und weiß in diesen verrückten Zeiten immer öfter selber nicht, was richtig und was falsch ist. Aber eins weiß ich noch: Ersaufen lassen ist nicht richtig. Leute in solchen Lagern leben lassen ist nicht richtig.“

Gebt was, wenn ihr könnt, wenn ihr wollt.

1 Kommentar

Deutsche Digitalisierung

Tjoar. „Für ihr Surfvergnügen!“

9 Kommentare

Der aktuelle EU-Drogenbericht zeigt: Kokain ist so leicht verfügbar wie nie

(Foto: stevebp)

Europa steht nach wie vor auf Koks. Mehr den je. Liegt womöglich nicht nur an Strache, sondern an der europäischen Vorliebe für Kokain, das ob der Studie so schnell wie lange nicht einfach so zu haben ist. Opioide hingegen sind im Vergleich zu us-amerikanischen Verhältnissen wohl weniger ein Problem.

Kokain ist laut EMCDDA in der EU das am häufigsten konsumierte illegale Aufputschmittel. Rund 2,6 Millionen Menschen zwischen 15 und 34 Jahren hätten die Droge 2017 konsumiert.

1 Kommentar

Nigel Farage wollte einen Bus nicht verlassen, der umgeben von Demonstranten war, die Milchshakes hielten

Nigel Farage wurde vor ein paar Tagen in Newcastle gemilkshaket. In UK macht man das mit Rechtspopulisten gerade wohl so, auch Rassist Tommy Robinson wurde neulich schon Opfer eines Shakes. Tut am Ende ja keinem weh so ein Milkshake. Dennoch wollte Farage heute in Rochester einen Bus nicht verlassen, der umringt von Menschen war, die einen Milchshake in den Händen trugen. Tjoar.

Nigel Farage reportedly got stuck on his Brexit Party campaign bus after people armed with milkshakes surrounded him.

The politician is said to have refused to leave the vehicle just days after he was covered in banana and salted caramel milkshake in Newcastle.

Three young men dressed in black with their hoods up were reportedly spotted in the crowd when the bus arrived in Rochester, Kent, on Wednesday, Kent Live reports.

Einen Kommentar hinterlassen

Das europäische Top-10-Ranking der Crystal-Meth-Ausscheidungen im Jahr 2018

Der Süden im Osten Deutschlands ganz vorne mit dabei. 3/3.

Das Prinzip der Untersuchungen ist einfach. Es beruht darauf, dass jeder Mensch auf die Toilette muss. Und wer Drogen genommen hat, scheidet die Rückstände, die sich mit dem Abwasser in der Kanalisation sammeln, aus.

Chemiker, wie jene im Labor der TU in Dresden , können sie herausfiltern und die Konzentration bestimmen. Anhand der Einwohnerzahl und der Abwassermenge, welche die Kläranlage erreicht, errechnen die Wissenschaftler, wie viel Amphetamin, Kokain, Methamphetamin und Ecstasy in einer Stadt konsumiert wird. Für andere Stoffe, wie Cannabis, ist das sehr unsicher, weil nur ein geringer Teil wieder ausgeschieden wird.

1 Kommentar