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Schlagwort: Forrest

Litfaßhorrorsäulen

Ich finde es gut, dass überall in dieser furchtbar hyperaktiven Hauptstadt die Propagandaposter für Saw IV hängen. Es gibt in dieser Stadt ja auch keiner Kinder, die fragen könnten, warum dieser Kopf in einem mit Blut bespritztem Topf da so rum hängt. Ich meine, denen müsste man ja dann auch was sagen können. Aber nein, nicht der für die Werbung verantwortliche Verleih müsste das dann tun, nein, die Eltern müssten das erklären. Na gut, das es in Berlin ja keine Kinder gibt.

4 Kommentare

Sollte besser sein

Anders alles, neu alles. Dinge fahren gegen eine Wand ohne zu bremsen, ohne zu zögern. Frühling kommt, der Schwermut geht. Nicht. Gedanken verlieren sich im Dunkel. Unzufriedenheit sollte nicht, ist aber. Richtig oder falsch, machen oder lassen? Gedacht, dass es so kommt, gewusst sogar? Nein. Euphorie frass das Sein, frass die Idee. Zwingt zu dem Anderen, dem Nichtgewollten, dem Nichtgeliebten. Machen oder lassen? Ist es das? Nein. Will man das? Man weiß nicht, man wollte nicht, man wusste nicht. Man war naiv und guter Dinge. Nur mit dem Herz, nur nicht mit dem Kopf. Man hätte wissen müssen, denken müssen. Das Herz holt ein – früh oder spät. Deutlich immer. Wegfahren. Nicht hier sein ändert nichts, verlängert nur. Frühling kommt, der Schwermut geht. Nicht.

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Wichtig popichtig…

Rauchverbot ist ja auch zum Schutz der Bürger. Der Bürger wird demnächst gar nichts mehr selber machen müssen. Der wird geboren, kommt in so einen Karton, fährt durch die Gegend, wird gepflegt, gefüttert, wird geschützt vor allen Dingen. Dann werden ihm Filme gezeigt von Leuten, die mal geraucht haben, aus denen die Szenen, in denen John Wayne eine Zigarette hält, rausgeschnitten sind.

[…]

Ich bin Nichtraucher geworden. Habe mir aber neulich ein Päckchen Zigarren gekauft, weil mir das mit dem Rauchverbot irgendwie auf den Wecker geht. Ich habe gesagt, jetzt rauche ich erst recht noch mal eine. Ich war in Heidelberg, da gibt es gerade in der Altstadt wie leergefegte Lokale und alle stehen draußen. Ich fand es gut da draußen, es bilden sich immer ganz neue Grüppchen, die unterhalten sich. Wahrscheinlich ist das auch eine Maßnahme zur Ankurbelung der Wirtschaft, dann kaufen sich die Leute mehr Wintersachen.

Helge Schneider im Tagesspiegel.

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