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Schlagwort: Hamburg

Party hard: Hamburg schickt Berliner Polizisten schon vor dem G-20 Gipfel wegen Fehlverhaltens nach Hause

Na huch! Hunderschaften der Berliner Polizisten, die zur Unterstützung vor dem G20-Gipfel nach Hamburg gereist waren, sind nun schon vor dem Gipfel wieder nach Hause zurückgeschickt worden. „Ursache dafür soll ein Fehlverhalten in ihrer dortigen Unterkunft gewesen sein“, heißt es. Sie hatten wohl keine Fernseher in dem Containerdorf, das ihnen zugeteilt wurde und auch generell keine Freizeitangebote, das ihnen wohl langweilig wurde und sie Party feierten. Offenbar etwas zu ausschweifend. Bei Springer schreibt man vom kollektiven Pinkeln an einen Zaun und von einer Beamten, die im Bademantel mit einer Waffe in der Hand auf dem Tisch getanzt haben soll. „Innerhalb der Behörden sei von einem Führungsproblem die Rede.“

Die Berliner Polizei ist ja bekannt dafür, sich gerne mal daneben zu benehmen, aber so was…

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Fake-Plakate an Bahnhöfen versprechen kostenlose Nutzung des ÖPNV in Hamburg

Zum kommenden G-20 Gipfel sind in Hamburg an verschiedenen Bahnhöfen Plakate aufgetaucht, die vorgeben, vom Hamburger Verkehrsverbund zu sein und zu den Tagen des G-20 Gipfels die kostenlose Nutzung des ÖPNV versprechen. Schöner Zug der HHV, könnte man meinen, zudem der außerdem eine generell kostenfreie Nutzung ab dem Jahr 2018 ankündigen. Leider aber sind die Plakate gefaket. Von wem genau sie kommen, weiß man bisher nicht. Bei der Hamburger Hochbahn ist man eher wenig begeistert und spricht von einer „offensichtlichen Fälschung, die so schnell wie möglich entfernt wird.“

(Foto: HVV Umsonst, via Urbanshit)
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Graffitikünstler vermisst eines seiner Bilder und fragt danach auf einer Bahn

Moses vermisst eines seiner Throw-Ups, welches er neulich auf eine Hamburger Bahn gebracht hatte. Um dieses zu finden hat er nun eine „Suchanzeige“ auf einem S-Bahnwagon gemalt und lässt diese durch die Stadt fahren. Dass sich das Dingen wieder anfinden wird, darf bezweifelt werden, aber Versuch macht bekanntlich kluch und probieren geht übers Nichtstun.


(via Urbanshit)

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USB-Ladeslots in Hamburger Bussen

Guckt mal: Hier im schönen Hamburg haben wir jetzt USB-Aufladestationen in den Bussen. Kühl, oder? from de

So wie es aussieht beginnt man in Hamburg damit, Linienbusse mit USB-Hubs auszustatten. Das kann man Großstädten, in denen man nach ein paar Haltestellen wieder aussteigt, vielleicht belächeln. Wenn man aber, wie ich hier, zwei Stunden am Tag mit dem Bus übers Land unterwegs ist, kann man das durchaus wohlwollend hinnehmen. Grundsätzlich zumindest. Es ist jetzt nicht so, dass ich mit leerem Akku das Haus verlassen würde, aber wenn es dann doch mal sein muss, könnte man im Bus gut laden. Jeden Sicherheitsgedanken dabei mal außen vor gelassen. Und in der Hoffnung, dass die Kids, die an den Schulen zusteigen, sich nicht ins Kloppen kriegen, wer denn nun einen der Anschlüsse für sich beanspruchen kann.

Kleine Anekdote am Rande: im Regio saß heute eine vierköpfige Familie, die sämtliche ihrer Geräte an einer der dort mitfahrenden Steckdose geladen hatte. Dafür haben sie sich extra eine 5er-Steckerleiste mit in den Zug genommen. Hihi.

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Mexikaner trinken gegen Trump – der Anti-G20-Soli-Schnaps

In St. Pauli haben sich Aktivisten und Kneipen zusammengetan, um einen Teil der Proteste gegen den im Juli in Hamburg stattfindenden G20 Gipfel zu finanzieren, dessen Gast unter anderem Donald Trump sein wird: Soli-Mexikaner gegen Trump.

„Um ein Zeichen zu setzen und gleichzeitig Geld für den Protest zu sammeln, kann man nun in etlichen Kneipen in St. Pauli Mexikaner gegen den G 20 trinken. Die Einnahmen der Soliaktion fließen in die Proteste im Sommer gegen das politische Großereignis. Es sind bereits über 20 Kneipen dabei, weitere werden ganz sicher noch folgen.“
(via Urbanshit)

„Er ist scharf. Er hinterlässt Kopfschmerzen. Und er ist DER Schnaps auf St. Pauli: Der Mexikaner. Vor knapp 30 Jahren entstand der rote Schnaps in einer Kneipe nahe der Reeperbahn. Seitdem wird er in vielen Läden rund um den Kiez in Eigenregie hergestellt und passt zum Viertel wie die Faust auf’s Auge: Schon immer ein wenig anders, vielfältig und widerborstig.
Jetzt allerdings will der Mann den Kiez aufsuchen, der wie kein Zweiter Rassismus und Sexismus verkörpert. Und der an der Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen will.
Bereits im Juli ist es soweit: US-Präsident Donald Trump sucht Hamburg und St. Pauli während des G20-Gipfels auf.
Nicht mit uns. Mit Blockaden, Demonstrationen und anderen, kreativen Aktionen werden Hamburger_innen und Gäste aus aller Welt deutlich machen, dass eine andere, solidarische Welt möglich ist und ihren lautstarken Protest gegen die G20 auf die Straße tragen.“

Vielleicht schaffe ich es vor Juli ja auch nochmal nach Hamburg. Oder halt im Juli dann.

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Hamburg: Absperrgitter wird zu Gabenzaun und sammelt öffentlich Spenden für Bedürftige

In Hamburg haben Menschen aus einem Absperrgitter, das dazu gedacht war Obdachlose vom Hauptbahnhof fernzuhalten, kurzerhand einen Gabenzaun gemacht, an dem andere Menschen öffentlich Spenden für Bedürftige hinterlassen können. Koordiniert wurde der Gabenzaun über diese Facebook-Seite. Mittlerweile wurde er wieder entfernt.

„Aus einer Idee geboren….. als Dank an die Stadt Hamburg, diesen tollen Gabenzaun zu bauen *Ironie aus* wer Lust hat, kann jederzeit etwas in wasserdichten Tüten für die hamburger Obdachlosen ranhängen. Haltbares Essen oder etwas für die Hygiene, ein Shirt oder oder oder….“


(via Urbanshit)

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Der „Hamburger Kessel“ wird 30

Kessel in Hamburg 2007, Foto: Indymedia • CC BY-SA 2.5

Kessel in Hamburg 2007, Foto: IndymediaCC BY-SA 2.5 Heute vor 30 Jahren kesselte die Polizei in Hamburg für 14 Stunden fast 900 Menschen, die sich selber für nichts anderes als AKW-Gegner sahen. Wohl wenig Gewaltbereite. Eher Studenten und Menschen, die damals, kurz nach Tschernobyl, einfach keinen Bock auf AKWs hatten. Die Politik war nicht erreichbar, und die Cops machten daraus, was ihnen in diesem Moment wohl als genehm erschien: Den Hamburger Kessel, und damit Die Mutter aller (Polizei) Kessel. Wer raus wollte, bekam den Schlagstock zu spüren. Notdurft verrichten war für die Gekesselten nur vor Ort möglich. Das damalige Gebaren war selbst einigen der vor Ort anwesenden Beamten zu viel, so dass sich sich ein interner Widerstand kritischer Polizisten bildete. Gerichte entschieden später, dass es sich dabei um rechtswidrige Freiheitsberaubung und Einschränkung der Versammlungsfreiheit handelte. Das Verwaltungsgericht Hamburg entschied, dass jeder Demonstrant im Kessel 200 Mark Schmerzensgeld bekommen sollte. Doch die Taktik des Kesselns machte trotzdem Schule und wird bis heute gerne von der Polizei angewandt.

Eine der damals Gekesselten hat mit einestages gesprochen: Von der Polizei eingekesselt – „Als wären wir Schwerverbrecher“.

Augenzeugen berichteten von Kopfverletzungen und gebrochenen Fingern. Über Stunden durften die Eingekesselten nicht zur Toilette und mussten ihre Notdurft an Ort und Stelle verrichten – teils unter entwürdigenden Kommentaren der Polizisten. „Die behandelten uns, als wären wir alle Schwerverbrecher. Obwohl die meisten Demonstranten ganz normale, friedliche Leute waren“, sagt Susanne.

Auch einer der sich damals im Dienst befindenden Polizisten äußert sich:

Den entscheidenden Befehl gab um 12.22 Uhr der Leitende Polizeidirektor per Funkanweisung: „Versammlung ist notfalls unter Benutzung des Schlagstocks einzuschließen.“ Mit Blaulicht und Martinshorn, erinnert sich Detjen, rasten die Hundertschaften zum Heiligengeistfeld auf St. Pauli und bildeten Polizeiketten, um die AKW-Gegner nahe einem alten Flakbunker einzukesseln. Mehr als 1000 Beamte waren im Einsatz, eine Aufforderung zur Auflösung der Demonstration erfolgte nicht.

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