An der öffentlichen Wertschätzung von Graffiti hat sich bis heute so viel nicht verändert, am Style schon. Ich erinnere mich gerne an die 90er, in denen Crews wie GHS und RCB das Berliner Stadtbild prägten und mich Graffiti lieben lernen ließen.
Street Art absurd. Oder Handwerk meets Street Art. In Hamburg haben sie jetzt das letztens gecrosste „Bomb Hugger“ unter einer Holzplatte versteckt. Hier ein Video dazu. Vermutlich soll es bis zu einer geplanten Restauration konserviert werden. Noch lächerlicher geht es im Kontext Street Art nur schwerlich.
(Danke, Sebastian!)
Derweil hat es dieser Regenbogen an eine weiße Wand in Berlin geschafft. Sehr schön.
Banksy hat spätestens mit seinem letzten Gaza-Trip und dem von dort mitgebrachten Video für heftige Diskussion gesorgt. Ganz zu recht, wie ich im Artikel dazu schon am Rande erwähnte. Vielleicht wurde ein Buch seiner Arbeiten auch deshalb jetzt Teil dieser Kunstaktion.
Im Jahre 2002 hinterließ Banksy nach dem Urban Discipline Festivals in der Hamburger Neustadt in der Steinweg Passage sein Stencil “Bomb Hugger”. Dieses war der letzte Banksy in Deutschland und wurde vor zwei Jahren von einer privaten Kunststiftung mit einer Plexiglasscheibe geschützt. Vor 14 Tagen bereits wurde es dennoch oder gerade deswegen gecrosst.
Die SZ schreibt, dass die Spiegelberger Stiftung die Arbeit zu restaurieren gedenkt. So gar nicht streetart-like.
Das Landeswahlamt in Hamburg stellt gegenüber MEEDIA allerdings klar, dass eine solche Briefantragstellungen nie stattgefunden habe. Zwar könne in einem Antrag auf Ausstellung der Briefwahlunterlagen auch angegeben werden, dass die Dokumente an eine andere als die Wohnanschrift gesendet werden. In diesem Fall werde aber eine Kontrollmitteilung an die Wohnanschrift gesendet: “Sollte eine unbefugte Antragstellung erfolgen, kann aufgrund der Kontrollmitteilung der unzulässig erwirkte Wahlschein ungültig gemacht werden, so dass mit den erschlichenen Briefwahlunterlagen nicht gewählt werden kann.” Olaf Scholz, Katja Suding und Jörn Kruse wären also über eine Antragstellung in ihrem Namen informiert worden.
Die PARTEI Hamburg hat eine Möglichkeit gefunden, per Briefwahl auch die Dtimmen von anderen abgeben zu können. Und wenn das so stimmt und hier nicht geflachst wird, ist das mehr als ein „Skandälchen“. Immerhin aber wählt Olaf Scholz die PARTEI.
Briefwahl für Fortgeschrittene:
Die PARTEI informiert, heute: Briefwahl
Zunächst ein paar trockene Facts zur Gesetzeslage, aufgepasst:
1.) Briefwahlunterlagen zu fälschen ist strafbar
2.) Zu Straftaten aufzurufen ist strafbar
3.) Die Wahlkampfzentrale der SPD ionisierender Strahlung auszusetzen ist strafbar
Wir, Die PARTEI Hamburg, haben uns in keinem dieser Punkte schuldig gemacht. [1] Das wäre ja auch illegal! Wir haben mit unserem heute online gestelltem Video lediglich auf bestehende und seit Jahrzehnten bekannte [2] Anfälligkeiten des Briefwahlverfahrens hingewiesen, und zwar auf eine Weise, die unsere Wähler und Sympathisanten unserer Meinung nach am besten verstehen. In diesem Sinne rufen wir natürlich zu keiner Straftat auf, sondern betreiben vielmehr Aufklärung, um derartige Straftaten gerade zu verhindern!
Wir haben unsere Zuschauer nirgendwo und zu keiner Zeit zur Nachahmung animiert und haben darüberhinaus mit der Veröffentlichung des Videos gewartet, bis das Internet-Formular offline ist, von dem in dem Beitrag die Rede ist.
Die PARTEI distanziert sich ausdrücklich von kriminellen Aktivitäten jeglicher Art und plädiert stattdessen für geregelten Wahlablauf in den Schranken der Gesetze.
Na ein Glück, hat die „Lügenpresse“ da aufgepasst. Lügen-AfD.
Was tun, wenn ein Kamerateam den AfD Spitzenkandidaten am Wahlstand dreht, aber es ihm einfach nicht gelingt, mit dem Bürger ins Gespräch zu kommen? Ganz einfach, da springt ein junger Parteiaktivist ein und mimt den interessierten Bürger, extra für die Kamera…
Prof. Dr. Jörn Kruse, Spitzenkandidat der AfD Hamburg, beim Wahlkampfauftakt am 10. Januar 2015. Vielleicht sollte man sich einfach nicht an Formulierungen versuchen, die zu bringen man nicht in der Lage ist. Oder auch einfach mal die Fresse halten.
Da ich heute Morgen erst die Regenbogenfassaden hatte, hier Ähnliches an einer Hamburger S-Bahn. Katja Windau hat dieses Exemplar gestern vor die Kamera bekommen. Etwas dunkel sicher da drin, aber von außen doch recht hübsch anzuschauen.
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