Nächste Woche am 02.10. erscheint Sven Weisemanns neues Desolate Album auf Fauxpas. Ich liebe den Sound, den er unter diesem Pseudonym macht, wirklich sehr. Schon immer. Downbeats, wie sie in diesem Jahrtausend klingen können, ohne ihre Geschichte zu verleugnen. Genau mein Ding. Gerade, wenn wir langsam gen Herbst steuern.
Ab Montag also wird es das neue Album „Lunar Glyphs“ auf Vinyl geben. Das digitale Release folgt am 13.10.
Dazu im Vorlauf gibt es schon mal ein Video zu einem Track des Albums: „Immortality“. Aufgenommen mit einer Drohne von Philippe Meicler während des Burning Man Festivals 2016.
Ich habe gerade keine Antwort. Keine Lösung. Nicht mal für mich. Wir reden viel drüber, schlafen schlecht. Keine Ahnung, ob das wieder besser wird. Ich habe die zuletzt sterbende Hoffnung als aber dann doch sterbende Hoffnung schon vor der Partei propagiert. Was mich trotzdem bis heute nicht davon abgehalten hat, für diese dennoch einzustehen. Aktuell mehr denn je. Trotz Ⓐlle dem. Gerade jetzt.
Die Stille im Haus, das Schweigen zum Schluss
Haare im Kissen und Haare im Abfluss
gemeinsame Zukunft, das Leben danach
die Materialschlacht
Die Hoffnung, der Stolz, das wahre Gesicht
der eiserne Wille und wie er zerbricht
die Kämpfe, die Ohnmacht, der stechende Schmerz
und das stolpernde Herz
Das ständige Aufstehen, das ständige Umfallen
und wenn der letzte Satz nichts kann
denkt der Gegensatz:
mach Platz, jetzt bin ich dran
Das Glück und die Verfolger
und einer ruft von hinten:
wenn das der Frieden ist
musst du den Krieg nicht noch erfinden
Die schlechten Verlierer, die schlechten Gewinner
die Grenze des Schlimmen und immer noch schlimmer
ein Strohhalm im Angebot
Katze Spaß, Maus tot
Die haushohen Wellen, die Schlösser auf Sand
die Schere im Kopf und der Rücken zur Wand
feuchte Augen, die sich rot verfärben
sie wollen nur leben vorm Sterben
Das ständige Umfallen, das ständige Aufstehen
und wenn der letzte Schlag nichts kann
denkt der Gegenschlag:
mach Platz, jetzt bin ich dran
Ich wollte nicht ertrinken
ich fing langsam an zu sinken
mit meinen Schwimmflügeln aus Blei
und alles Leichte schwamm vorbei
Das Glück und die Verfolger
und der eine rief nach hinten:
wenn das der Frieden ist
musst du den Krieg nicht noch erfinden
Pünktlich zur Bundestagswahl kommen OK KID mit einem Song, der die deutsche Realitäten beschreibt – und ein verdammt gutes Video mitbringt. Ich gebe keine Wahlempfehlungen, aber spätestens hier nach sollte klar sein, wer besser nicht zu wählen ist.
Die Idee, Roboter Musik spielen zu lassen, ist nicht ganz neu. Ich habe allerdings noch keine Industrieroboter gesehen, die so akkurat Instrumente bedienen. Da würde es mich interessieren, wie das wohl klingt, wenn die tatsächlich auch für den Sound verantwortlich wären.
Bei diesem Video von Nigel Stanford ist einiges an CGI bei und am Ende ist es dann doch ein bisschen drüber, aber trotzdem immer noch ziemlich geil. Auch wegen der scratchenden Bots, die vielleicht dann aber doch nicht ganz echt sind.
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