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Schlagwort: Photography

Portraits von Menschen, die sich gegen die Zivilisation für ein Leben in der Wildnis entschieden haben

Scrubsland“ ist eine enorm ausdrucksstarke Fotoserie des französischen Fotografens Antoine Bruy, der in den letzten Jahren in Europa eher zufällig auf Aussteiger traf, die es vorziehen, ihr Leben fernab der Zivilisation zu leben.

In the hustle and bustle of everyday life, most people can only dream about escaping to the quiet isolation of the rural countryside. French photographer Antoine Bruy, however, turned that dream into a reality when he hitchhiked across Europe from 2010 to 2013, wandering through remote mountain regions without any fixed destination or route in mind. Along the way, he met several individuals who had willingly abandoned life in the city and retreated deep into the wilderness, sacrificing modern comforts for greater autonomy and freedom.

In his series Scrublands, Bruy documents the homes and faces of the people he encountered, by chance, who live far away from civilization. Staying with these individuals for days or even weeks at a time, the photographer helped them farm land and raise livestock while learning more about their self-sufficient lifestyles. Once teachers, students, and engineers, these people now rely on makeshift buildings, recovered materials, and agriculture in order to survive.

Bruy’s compelling photos capture the idyllic and rustic beauty of living a Walden-esque existence in these secluded, wild environments. „The people and places depicted in my pictures display various fates which I think should not only be seen at a political level, but more importantly, as daily and immediate experiences,“ he explains. „These are, in some ways, spontaneous responses to the societies these men and women have left behind. This documentary project is an attempt to make a kind of contemporary tale and to give back a little bit of magic to our modern civilization.“


(via Art the System)

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Wie die Leute so nach 8, 12 oder 16 Stunden Berghain aussehen

Fertig, eine wirklich tolle Portraitserie von Philipp Pusch, der sich an Wochenenden rund ums Berghain rumgeschlagen hat, um Menschen vor seine Mittelformatkamera zu bekommen, die gerade nach Stunden aus dem Berghain gestolpert sind. Sehen alle durchweg sehr sortiert, gar nicht so „fertig“ und auch irgendwie sehr zufrieden aus. Techno hält frisch. Oder so.

Einige Wochen habe ich mich mit meiner Mittelformatkamera in unmittelbarer Nähe zum bekanntesten Techno-Club der Welt herumgetrieben, um dort Menschen zu porträtieren. Menschen, die sich nach 8, 12 oder 16 Stunden Techno auf den Weg nach Hause oder ins Hostel gemacht haben.

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(Fotos unter CC BY-NC 3.0 von Philipp Pusch, via I-Ref)

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Eigensinnige Makrofotografien von Lebensmitteln: The Space Within

Der Fotograf Ajay Malghan fotografiert Essbares. Das auf eine sehr eigensinnige aber dennoch künstlerisch-ästhetisch ansehnliche Art und Weise. Dark Rye hat ihn besucht und ihn über seine Arbeiten sprechen lassen.

The medium of Ajay Malghan’s photography is food but—hold up, hold up—we know that your Instagram feed is filled with filtered images of half-eaten falafel sandwiches and spicy tuna rolls. We understand, we do, and we feel for you. But Malghan’s photography explores the myriad worlds of food’s complexity hiding just beyond its seeming simplicity. For instance, an orange. Everyone knows what an orange looks like, right? But Malghan’s lens toys with the orange until the orange is not an orange but, rather, a curious image of playful ambiguity. There are many people dancing. Wildfires. And all the things that only you will see.

http://vimeo.com/98970817
(Direktlink)

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Das Meeresrausch Festival durch die Linse von Fotograf Thomas Schlorke

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Thomas schreibt mir: „Deine Begeisterung für das Meeresrausch-Festival kann ich sehr teilen!
Ich bin Fotograf von Herzen und von Beruf und hatte da natürlich auch die Cam dabei – logisch ;]

Neben dem Durchdrehen und Löcher in den Boden tanzen sind auch Bilder entstanden, die ich jetzt erst etwas streuen möchte.“

Seine Aufnahmen sind wirklich großartig und geben das Gefühl, welches man vor Ort mit sich trägt, sehr gut wieder. Hier die Galerie bei Thomas.

Wirklich toll!

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Fünf Tage im Irak

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Krass. Just, einer der mir liebsten Street Art Heads Deutschlands war mit einem Freund gerade fünf Tage im Irak unterwegs.

Er schreibt:

Ich war ich gerade mit einem Kollegen, aufgrund der aktuellen Ereignisse rund um den Vormarsch der islamistischen Terrorgruppe ISIS, im Irak. Wir haben eine Reihe interessanter Leute getroffen und interviewt, haben viel Leid in mehreren Flüchtlingscamps rund um Mossul gesehen und haben eine Einheit kurdischer Peshmerga an die Front bei Kirkuk begleitet.

Die dort entstandenen Fotos gehen an verschiedene Medien und er hat hier eine betexte Slideshow der Aufnahmen im Netz.

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Diese Slideshows hat er auch schon nach seinen Reisen nach Aleppo, Syrien, und Westbank gemacht.

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Neuseeland durch das Fenster eines Kleinbusses: Alison Turners „Vanscapes“

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Wenn ich das gerade richtig blicke, ist Alison Turner eine doch durchaus renommierte Fotografin, die im laufe der Jahre so einiges für sich verzeichnen konnte. Sie stellt aus, der National Geographic hat zu Recht über ihre Arbeiten geschrieben.

Nebenbei und wohl auch der Fotografie geschuldet reist sie häufig. Darüber bloggt sie. Sie mag offenbar den Charme eines Kleinbusses beim Reisen. So wie ich. Und so fotografiert sie während ihrer Reisen vieles von dem, was ihr vor die Linse kommt und schiebt diese Fotos auf Instagram.

Neulich war sie für drei Wochen in Neuseeland unterwegs. Kurz nach der Ankunft wurden ihr neben ihrer Kameraausrüstung und auch noch die Klamotten geklaut. Alles, was ihr zum Fotografieren blieb, war ihr Telefon und die Aussicht aus dem Fenster ihres Kleinbusses. Und so versuchte sie mit dem, was ihr blieb, durch ihre Fotos die Betrachtenden an ihrer Reise im Bus teilhaben, Teil dieser werden, zu lassen: „Vanscapes„. Ich mag so was ja sehr gerne. Es ist toll.

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Die wartenden Gebäude von Leipzig

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(Foto: ©Sascha Nau & Petra Mattheis)

Man kennt die leeren, mitunter schon lange verlassenen Gebäude überall. Besonders im Osten, wo es sie nach dem Fall der Mauer haufenweise gab. Langsam aber stetig werden das, zumindest hier in Potsdam und Umgebung, weniger. Viele dieser Häuser wechselten im Laufe der letzten Jahre die Besitzer und wurden oder werden umgebaut. Hier gerne zu Praxen, Kanzleien oder Büroräumen. Aber ein paar wenige davon gibt es auch hier noch.

In Leipzig hingegen gibt es davon offenbar noch ein paar mehr. Die Regentaucher Sascha Nau und Petra Mattheis gehen mit ihren Kameras durch Leipzig und dokumentieren diese Häuser, die warten. Warten darauf, dass sie womöglich irgendwer kauft, oder wenigstens saniert. In diesem Zuge haben die beiden mittlerweile zwei wirklich sehenswerte Fotoserien zusammengestellt: Wartende Gebäude #1 und Wartende Gebäude #2. Hier außerdem das Behance-Portfolio vom Regentaucher.

Leipzig ist nicht mehr die gleiche Stadt, wie wir sie vor wenigen Jahren erlebt haben. Vor allem in den westlichen Stadtvierteln hat sich eine Dynamik entwickelt, die Baulücken, Brachen und sanierungsbedürftige Häuser langsam verschwinden lässt.

Noch findet man aber einige Gebäude, die sich in einem Zustand des Abwartens befinden. Einem Zustand des Hoffens und Bangens. Manche, die vor einer Sanierung stehen, und andere, deren Abriss wohl unmittelbar bevorsteht. Sie dienen als Leinwandersatz für Sprayer und trotzen der Witterung seit Jahren mehr oder weniger gut.

Vor einiger Zeit haben wir damit begonnen, diese Gebäude zu fotografieren. Einerseits als eine Art Zeitdokument. Zum anderen, da sie sich in einem Zwischenzustand befinden, der sich tatsächlich am besten mit „Warten“ beschreiben lässt.

Vielleicht geht Sascha ja in ein paar Jahren los und fotografiert noch einmal aus der selben Perspektive.

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(Foto: ©Sascha Nau & Petra Mattheis)

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(Foto: ©Sascha Nau & Petra Mattheis, via Sara)

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Foodporn, Gebäck, Kaffee und eine kleine Internetgeschichte

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(Direktlink)

Vor gut drei Wochen fand ich das obige Video auf reddit. Es ist so ziemlich das geilste, was ich an Food-Fotografie je gesehen habe. Wenn der Begriff „Foodporn“ ob der optischen Darstellung von Essbarem je irgendwo perfekt gepasst haben sollte, dann bei diesem Video. Und die machen nur so geile Videos. Ich lies den Tab dann 10 Tage offen und wollte es eigentlich verbloggen, was ich dann, aus welchem Grund auch immer, doch nicht tat. Irgendwann war der Tab zu und ich vermisste ihn auch nicht. Überlegte aber, so lange er offen war, jeden Tag, das Video zu bringen. Es beeindruckte mich wirklich sehr. Soweit nichts Ungewöhnliches.

Gestern Abend allerdings schrieb mir jemand auf Facebook eine Nachricht, ob ich denn helfen könnte, ein Video zu finden, was ich verbloggt hätte. Es ginge um ein Video, das auf völlig grandiose Art zeigen würde, wie irgendein französisches Dessert gebacken wird. Ich war mir ziemlich sicher, zu wissen, welches Video gemeint ist, auch wenn mir nicht ganz klar war, wieso es ausgerechnet meinem Blog zugeschrieben wurde. Ich antwortete vorhin und siehe da: genau dieses Video, was ich eigentlich erst bloggen wollte und es dann doch nicht tat, wurde von jemandem auf meinem Blog vermutet. Manchmal ist komisch.

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DDR-Flucht über China in den Westen


(Direktlink)

Eine wirklich außergewöhnliche und abenteuerliche Geschichte, die eine verbotene Reise erzählt, die junges Paar vom Berliner Prenzlauer Berg 1987 auf eigene Faust quer durch die Mongolei und von dort weiter nach China macht. Eigentlich wäre die so gar nicht machbar gewesen, Jens Kießling hat sie trotzdem auf die Reihe bekommen. Dann ergab sich für Kießling die Gelegenheit zur Flucht in den Westen, die er wahr nahm. Marie Mentel hingegen fuhr zurück in die DDR.

Auf dieser Reise machten sie circa 5000 Fotos aus einer Welt, die den meisten DDR-Bürgern für immer fremd bleiben sollte. Einige davon zeigt einestages gerade. Spiegel-Autor Peter Wensierski hat Ihre Geschichte jetzt in ein Buch geschrieben, „Die verbotene Reise„, außerdem gehen Teile der wohl wirklich einzigartigen Fotos auf Wanderausstellung.

Sie trampten durch die Wüste Gobi, schliefen in der Wildnis und überlisteten sowjetische Kontrollposten: Mit gefälschten Papieren erkundeten im Sommer 1987 zwei Ost-Berliner Studenten die Mongolei und China.

[…]

Im Sommer 1987 verließen Jens und Marie die Rykestraße und stiegen am Ost-Berliner Hauptbahnhof in den Zug – an der polnischen Grenze wurden sie erstmals kontrolliert. Die Uniformierten staunten nicht schlecht, als sie die prallgefüllten Rucksäcke der beiden auseinandernahmen: Sie zählten 144 Schwarz-Weiß- und 100 Farbdia-Rollfilme, jeder Film ermöglichte zwölf Aufnahmen im Mittelformat 6×6, genug also für 3000 Fotos. Jens erzählte den Kontrolleuren, dass er Biologie studiere und Naturaufnahmen plane, das leuchtete ihnen ein. Außerdem konnten sie ja ihr trickreich erworbenes Visum für die Mongolei vorweisen.

Ausstellungstermine:
11. April bis 27. Mai 2014: Berlin – The Westin Grand
3. Juni bis 2. Juli 2014: München – The Westin Grand München
13. August bis 10. September 2014: Leipzig – The Westin Leipzig
16. September bis 16. Oktober 2014: Dresden – The Westin Bellevue Dresden
18. Oktober bis 19. November 2014: Potsdam – Mercure Hotel Potsdam-City

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