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Schlagwort: Riots

Tränengas-Tennis

Diese Fotos stammen aus Frankreich, wo seit Tagen Menschen auf die Straßen gehen, um gegen neue Sozial- und Arbeitsmarktgesetze protestieren – auch wenn kaum einer darüber berichtet. Es gibt Videos in denen zu sehen ist, dass die Polizei dort außerordentlich hart durchgreift, Schlagstöcke kommen zum Einsatz und jede Menge Tränengas. Die beiden „Sportler“ hier haben ihren ganz eigenen Umgang gefunden, dem Gas zu begegnen. Ob die gerade stattfindenden French Open der Ideengeber hierfür war, ist nicht bekannt.

(via Martin)

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MDR exakt über Connewitz: Rechte randalieren in Leipzig

Ich hatte das, was da in Leipzig-Connewitz am Montagabend passiert ist, nicht ganz mitbekommen, da wir hier zum selben Zeitpunkt damit beschäftigt waren, eine Demo von so Pegida-Tröten zu blockieren, die sich in Potsdam „Pogida“ nennen. Ja.

Als ich nach Hause kam, las ich mir die Ticker aus Leipzig durch und war ein wenig fassungslos. 250 Nazi-Hools marodierten weitestgehend ungestört durch Connewitz.

MDR exakt hatte dazu gestern diese Zusammenfassung.

Rechte Hooligans zogen am Montag randalierend durch den Süden von Leipzig. Mehr als 20 Geschäfte und Bars wurden attackiert, Autos in Brand gesteckt, Fensterscheiben eingeschlagen.


(Direktlink | Danke, Bemme!)

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Guy dancing to Michael Jackson in the middle of Baltimore riots

In Baltimore wurde der Notstand ausgerufen, die dortigen Unruhen eskalierten letzte Nacht. Hier eine Aufnahme, die für die Situation vor Ort eher untypisch sein dürfte und mich irgendwie bewegt.


(Direktlink, via reddit)

(Danke, René!)

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Umgeschubst


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#blockupy in Frankfurt

Die in Frankfurt schon im Vorfeld erwarteten Ausschreitungen im Rahmen der Blockupy-Proteste gegen die Eröffnung des Neubaus der Europäischen Zentralbank (EZB) begannen bereits letzte Nacht. Heute Morgen lagen  Rauchschwaden über der Stadt.

 

Vor allem der hohe Organisationsgrad der Aktivisten habe den Einsatzkräften zu schaffen gemacht. Demnach bestand der harte Kern der Randalierer aus mehr als tausend Autonomen, viele von ihnen waren aus dem europäischen Ausland angereist. (SpOn)

Seitdem herrscht dort teilweise Chaos, das noch ein wenig anhalten dürfte. Die eigentliche Blockupy-Demo auf dem Frankfurter Römerberg, zu der dutzende Reisebuse und ein Extrazug Demonstranten nach Frankfurt brachten, begann um 14:00 Uhr und verläuft friedlich. Hier Liveticker bei der taz,  FAZ und SpOn.

(via René)

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Deutschland 2014: „Hooligans gegen Salafisten“

In Köln haben heute bis zu 3000 Hooligans, darunter viele Neonazis, gegen Salafisten demonstriert. Es kam zu Ausschreitungen, Übergriffen und gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei, die sich offenbar im Vorfeld nicht vorstellen konnte, dass 3000 Menschen, von denen einige aufgrund von Gewaltdelikten Stadienverbote haben, auf einer Demo durchdrehen könnten. Klar. Am Nachmittag spielte dann die der Neonaziszene zuzurechnende Band „Kategorie C“ ein Konzert für die Menge auf einem öffentlichen Platz. Später musste dann zeitweise der Kölner Hauptbahnhof komplett gesperrt werden. Die Ruhrbarone waren vor Ort und haben ein Protokoll dieses Wahnsinns. Mittlerweile scheint sich die Situation vor Ort beruhigt zu haben.

16.04 Uhr: “Hier marschiert der nationale Widerstand”, am Ebert Platz zeigt sich wieder deutlich der apolitische Charakter der Veranstaltung. Immer noch fliegen Böller, Steine und Flaschen, auch in Richtung der Polizei. Die vorhandenen Einsatzkräfte mühen sich redlich, die Situation halbwegs zu kontrollieren, allerdings sind es nach unserer Einschätzung deutlich zu wenige Beamte, die hier aktuell im Einsatz sind.

15.56 Uhr: Über twitter mehren sich die Meldungen, dass es zu Eskalationen kommt. Auch unsere Leute vor Ort berichten von Übergriffen der rechten Hools auf Vertreter der Presse. Wer eine Kamera trägt oder einfach so aus Frack für einen Journalisten gehalten wird, wird von den Nazis massiv angegangen, bedroht und bedrängt. Nach anfänglicher Untätigkeit hat die Polizei nun begonnen die Lage unter Kontrolle zu bringen. Pfefferspray und Schlagstockeinsatz.

15.50 Uhr: Es knallt in Köln. Böller explodieren und es fliegen Steine. Der Zug der Neonazi Hools befindet sich im Bereich der Tunis- und Turiner Straße. Immer noch ist von der Polizei kaum etwas zu bemerken, sie läuft lediglich mit schwachen Kräften dem Zug hinterher. Es gibt kein Spalier und auch vor dem Demonstrationszug befindet sich keine Polizei, die Lage ist gefährlich. Keiner kann sagen, was passiert, wenn 3000 Schläger einfach nach vorne ausbrechen…

Auch SpOn und Zeit online haben Artikel darüber.

Nach Informationen des Kölner Stadt-Anzeigers warnten Polizisten in Köln vor Schlägereien und baten Passanten, die Innenstadt zu meiden. Einige Hooligans hätten versucht, über die Abriegelungen zu den Teilnehmern der Gegendemo zu gelangen. Immer wieder skandierten sie „Ausländer raus“.

Es dürfte die größte und aus Sicht der Beteiligten „erfolgreichste“ Neonazi-Demo der letzten Jahre gewesen sein. Das Signal, dass da von Köln ausgeht, ist fatal. „Endlich sind wir wieder wer und bewegen was,“ werden einige derer jetzt denken. Ich denke, das wird Folgen haben, auf die ich gerne verzichten möchte. Eigentlich möchte ich gerade brechen gehen.

https://vimeo.com/110078356
(Direktlink)

Während einer Demonstration greifen Neonazis und Hooligans die Bewohner einer Wohnung in Köln am Rande der Aufzugstrecke mit Steinen und Pyrotechnik an.

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Pfefferspray sprühende Drohnen gegen „Aufständische“

Nicht ganz frisch, aber ich muss das trotzdem hier drin haben.

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In Südafrika haben sie eine Drohne gebaut, die bei „Aufständen“ gegen „Aufständische“ Pfefferspray, Gummigeschosse, Farbe und Blitzlichter abzusondern weiß. „Aufstände“ meint hierzulande früher oder später auch demokratisch legitimierte Demonstrationen; jede Wette darauf.

Ich mag das, was Drohnen können wirklich sehr gerne und denke, dass das, was _die_ können, Drohnen von anderen ebenso gut auf die Reihe kriegen. Weil man eben nicht nur immer die bösen Sachen damit machen muss.

War of Drones, welcome to the Future. Ich habe eh schon lange vor, mir so ein Ding zuzulegen.

Desert Wolf vermarktet das fernsteuerbare Fluggerät als Drohne zum Bekämpfen von Aufständen, im Mai war es auf einer Sicherheitsmesse in Johannesburg der Öffentlichkeit vorgestellt worden . „Der Skunk Riot Control Copter wurde entwickelt, um unruhige Menschenmengen zu kontrollieren, ohne das Leben von Sicherheitsmitarbeitern zu gefährden“, heißt es in der Produktbeschreibung.

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