Zum Inhalt springen

Schlagwort: Techno

1000 Tage Techno Podcast mit Tanith und Ellen Allien: Club the Rest

Ellen Allien, wegen derer Radiosendung „Braincandy“ auf Kiss FM ich Mitte der 90er tatsächlich anfing, tiefer in das Techno-Ding einzusteigen (wegen ihr kaufte ich Kenny Larkins Album „Metaphor“, das alles veränderte) und Tanith, bei dem ich zur selben Zeit gerne im Keller des Tresors tanzte, zusammen in einem Podcast. Gehostet vom mittlerweile etwas knochig wirkenden Jürgen Laarmann, der damals das Fanzine zum ravenden Berliner Zeitgeist machte, die „Frontpage“. Heute macht er die Podcast-Serie 1000 Tage Techno, wo genau diese Episode jetzt raus ging.

Ich bin nicht so der Podcast-Hörer, aber das ist ziemlich kurzweilig, flashbackig und in der Summe ziemlich sympathisch. Auch und gerade wegen Tanith, den ich heute auch auf persönlicher Ebene sehr zu schätzen weiß.

Hach, Berlin, du damals ganz besonders geile Schlange. Als Ambient noch ein Ding war, und der heute trotz allem noch fehlt. Finde ich.

Ellen Allien ist ein Berliner Weltstar – allein im Oktober 2018 legt sie in Japan, Korea, Frankreich, England, Ibiza, Italien, Spanien, Deutschland und Portugal auf. Als Labelmacherin von B-Pitch Control veröffentlichte sie u.a. die Platten von Paul Kalkbrenner, Tok Tok, Sascha Funke & Co. Tanith ist bereits seit 1988 DJ in Berlin und hat bereits im legendären UFO Club und von Anbeginn bei Tekknozid und im Tresor aufgelegt. Gemeinsam machen sie seit 1994 die After Hour „Club the Rest“. In 1000 Tage Techno sprechen sie über die Anfänge und schwere Zeiten, Berlin und den Wandel der Musik und der Szene. Ellen verrät, was die besten Clubs der Welt sind und verrät, wo sie ihre Boyfriends kennenlernt , Tanith spricht über brennende Mischpulte, es entwickelt sich ein spannendes Gespräch, in dem sie u.a. verraten, wie sie sich fithalten und was sie antreibt.

3 Kommentare

Printausgabe des Groove Magazins wird eingestellt

Es gab Zeiten, da habe ich mir die Groove monatlich geholt. Das ist schon länger her und irgendwie hatte ich dann selten des Erlebnis, die Groove lesen zu wollen. Dennoch hat sie mir so einiges in Sachen House/Techno nahebringen können, einige Ausgaben habe ich noch im Keller liegen. Die werden dort auch bleiben.

Nun wird die Printausgabe der Groove eingestellt. Online geht es weiter.

Nach 29 Jahren muss die Piranha Media GmbH heute mit großem Bedauern bekannt geben, dass die am 25. Oktober erscheinende 175. Ausgabe der Groove die letzte sein wird. Die Veränderungen in der Musikindustrie durch digitale Dienste, aber auch das immer schwierigere Umfeld am Kiosk und die massiven Einbrüche in der Anzeigenvermarktung, mit denen alle Zeitschriften kämpfen, haben bereits in den letzten Jahren die wirtschaftliche Situation der Groove massiv verschärft. “Wir haben uns den Entschluss alles andere als leicht gemacht”, kommentiert Herausgeber Alexander Lacher die Entscheidung. “In den Gesprächen mit der Redaktion seit Ende letzten Jahres haben wir gemeinsam festgestellt, dass es keine wirtschaftlich tragfähige Lösung für die Groove als Printtitel mehr geben kann” In Zeiten von Spotify, YouTube, Social Media und der stetig zunehmenden Veröffentlichungsgeschwindigkeit besteht keine Möglichkeit, mit einer zweimonatlich erscheinenden Zeitschrift am Puls der Zeit und somit weiter relevant zu bleiben.

2 Kommentare

30 Jahre Techno in Berlin und Romuald Karmakars Dokumentarfilm „Denk ich an Deutschland in der Nacht“

(Foto: 453169)

Heute Abend auf Arte und schon jetzt in der Mediathek: 30 Jahre Techno in Berlin. 25 Davon habe ich mal mehr mal weniger intensiv mitbekommen. Verrückt, wie doch die Zeit vergeht.

Am 21. September 2018 feiert ARTE die ganze Nacht hindurch 30 Jahre Techno und Club-Kultur. Musikalisch gestalten internationale DJ Sets den Abend, Reportagen und Interviews liefern Hintergründe zu den verschiedenen Generationen der Techno-Szene. „Tracks“ ist mit einer Sondersendung dabei und führt über alle musikalischen und geografischen Grenzen hinweg von Detroit über Berlin bis in die georgische Hauptstadt Tiflis. Zum Abschluss porträtiert Romuald Karmakars Film „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ die deutschen Protagonisten der Club-Kultur, die die elektronische Musik und das damit einhergehende Lebensgefühl entscheidend gerpägt haben.

Da sind jede Menge sehenswerter Sachen bei, so wie Romuald Karmakars Dokumentarfilm Denk ich an Deutschland in der Nacht:

Der Ton spielt in diesem Dokumentarfilm über die elektronische Subkultur Deutschlands eine besondere Rolle: Filmemacher Romuald Karmakar zeigt DJs und Musiker wie Sonja Moonear, Ricardo Villalobos, Roman Flügel, Move D und Ata Macias, die einen größeren musikalischen Ansatz verfolgen, als nur den nächsten Dancetrack auf den Markt zu werfen.

Timetable:

22:45
Tracks Techno-Spezial
Block9 Club-Kunst / Techno in Tiflis / Detroit – Berlin
Thema u.a.: Mit Special-Guest Nina Kraviz in den beiden „Wiegen des Techno“, Detroit und Berlin.

23:25
30 Jahre Techno in Berlin
Internationale und Berliner DJ-Größen treffen aufeinander, um 30 Jahre Berliner Club-Kultur zu feiern.

00:45
Denk ich an Deutschland in der Nacht
Ein Film von Romuald Karmakar
Ein ungewöhnlichen Einblick in die unterschiedlichen Arbeitsweisen der Musiker elektronischer Musik.

3 Kommentare

Spiegel TV Interview mit Sven Väth aus dem Jahr 1994

Erstaunlich, dass immer noch Videos aus dieser Zeit auftauchen. Hier eins, das Spiegel TV im Jahr 1994 mit Sven Väth geführt hatte. Vor 24 Jahren. VOR 24 JAHREN!

Der Frankfurter Sven Väth erlebt zu Beginn der 1990er Jahre einen wahren Höhenflug. Diskotheken und Clubs bieten dem Exzentriker ein kleines Vermögen, wenn er ein paar Stunden lang am Plattenspieler steht.
Sven Väth ist ein Popstar der neuen Art. Er weiß nicht, wie man eine Gitarre richtig hält, und beherrscht auch sonst kein Instrument; er kann keine Note lesen und eine Bühne betritt er äußerst selten. Dafür weiß er, wie Sampler und andere Computer funktionieren; er kann ein Unternehmen führen; und er hat ein jahrelang trainiertes Gespür dafür, welche Stücke auf der Tanzfläche explodieren. Väth ist Ingenieur, Geschäftsmann und Plattenkenner zugleich – und deshalb der prototypische Musiker für die neunziger Jahre, die Zeit nach Rock’n’Roll.


(Direktlink, via Daniel)

Einen Kommentar hinterlassen

Making Techno with Music Robots

Moritz Simon Geist, der vor Jahren schon für den großartigen, raumfüllenden Nachbau der Roland TR 808 verantwortlich war, hat ein neues Projekt, bei dem er Techno mit musikalischen Robotern macht, der dann auf Kompakt veröffentlicht wird.

New sounds from the future! This video of Robotic Electronic Music (R.E.M) was shot using only music robots, mechanics and physical sound devices. Everything you hear and see comes from robots. No syntheziser, samplers or CGI added! We want to show a futuristic way of creating music – without synthezisers, but with robots in the real world!


(Direktlink)

Einen Kommentar hinterlassen

Nachtdigital-Dokumentation online: Escape to Olganitz

Für manche ist das Nachtdigital das beste Festival auf dem ganzen Planeten. Ich glaube das gerne, habe es allerdings selber noch nie ins Bungalowdorf Olganitz geschafft, wo das Nachtdigital schon seit 1998 stattfindet.

Schon im Jahr 2014 haben Philip Zeller, Florian Fischer und Yves Kasten dem Festival eine Dokumentation gewidmet, die jetzt auch online zu sehen ist – und mich am Anfang nicht wenig auch an meine Jugend in den 90er Jahren im Osten erinnert: Escape to Olganitz.

Inmitten der Dahlener Heide, fernab der großen Städte liegt das kleine Dörfchen Olganitz.
Der Weg dorthin führt über geschwungene Landstraßen durch die stille Märchenhaftigkeit aus Kiefernwäldern, Kornfeldern und ausgestorbenen Straßendörfern. Hierher, in ein Bungalow- Feriendorf aus DDR-Zeiten, treibt es jedes Jahr 3000 Menschen, die eines eint: Die Liebe zur elektronischen Musik und zu einer großen Party namens Nachtdigital. Dieses Festival ist anders als andere Festivals. Keine kommerzialisierte Techno-Party, eher ein exzessives, musikalisches Zusammensein unter Freunden. Ein Wochenende am See, mit Ruderboot und Schaukelpferd, ein Spielplatz mit vielen kleinen Kuriositäten und exzellenter Musik.
„Escape to Olganitz“ erzählt wie mitten in Sachsen, abseits des Hypes, diese kleine Insel des Glücks entstanden ist. Es ist die Geschichte echter Freundschaft und gemeinsamer Leidenschaft, ein Film über die kleinen Träume und wie man sie Wirklichkeit werden lässt. Diese Dokumentation wird laut und gemütlich, fröhlich und mitreißend, richtig sächsisch, persönlich und berührend, überschwänglich wie ein Kindergeburtstag und so schön wie das Gefühl kurz bevor der Bass einsetzt.


(Direktlink)

Ein Kommentar

Robag Wruhme – DJ-Set at Bahidora, Mexiko, Feb 2018

Lange kein Set mehr von Robag gehört, aber jetzt ist gerade eines frisch in seinem Soundwölkchen gelandet. Gespielt und aufgenommen wurde es schon im Februar in Mexiko. Mit jeder Menge seiner allseits beliebten Edits und einem in der Tracklist steckenden Hinweis auf gleich zwei kommende Alben von ihm. Mehr als nur ein Grund zur Freude also.


(Direktlink)

Tracklist:
[000] Robag Wruhme – Test – upcoming Album „Wuzzelbud FF“ on Hart&Tief Recordings
[006] Chris Wood & Meat – Stones
[010] Truncate – Concentrate (Truncate Rework)
[012] Flo Mrzdk & Peter Jurgens – Follow (Maxim Lany Remix) – (Robag Wruhme Edit)
[016] Andre Kronert – Stamina
[020] Isaac Tichauer – Higher Level (Bicep Remix)
[024] Ricardo Villalobos – Under the Radar
[033] Publicist – Artists & Models
[038] Kamera – Consignia (Truncate Remix)
[041] Mike Dehnert – fw041 a
[048] Sergio Fernandez – Urano Beatz
[054] Makossa & Megablast – Soy Como Soy (DJ Koze No Voy A Cambiar Repaso)
[064] Joeski – What Is Dub Love?
[068] Matt Sassari – Run – (Robag Wruhme Edit)
[073] Josh Wink – Resist (Truncate V2 Remix)
[076] Honey Dijon Feat. Seven Davis Jr – Houze (Deetron Extended Remix)
[081] Trevino – Backtracking (Schatrax Remix)
[086] Aphex Twin – Analogue Bubblebath – Robag Wruhme Edit
[093] DJ Le Roi Feat. Roland Clark – I Get Deep – Robag Wruhme Edit
[096] Mike Dehnert – Starground
[100] Robag Wruhme – Test – upcoming Album „Venq Tolep“ on Pampa Recordings
[105] Oxia – Domino – Robag´s Ewel Xmohl NB

Einen Kommentar hinterlassen