Die Deutsche Friedensgesellschaft mit dieser Anzeige in der taz.

(via Christian)
-->
Zum Inhalt springen -->Die Deutsche Friedensgesellschaft mit dieser Anzeige in der taz.

(via Christian)
Sehr bewegender Kurzfilm von Ornana Films, der sehr reduziert und dennoch sehr eindringlich die Wirren einer kriegerischen Handlung darstellt.
Attention: this gets loud and intense and may be hard for some people. use discretion if sensitive to this material.
https://vimeo.com/117249231
(Direktlink)
Heute Morgen stolperte ich unter meinen YouTube-Abos über diese neue Dokumentationsreihe des Channels zqnce (gespr. ’sequence‘), der bereits in der Vergangenheit mit der Dokumentationsreihe „Shore, Stein und Papier“, über den ehemaligen Heroinabhängigen ‚$ick‘ Bekanntheit erlangte.
Bereits nach dem ersten Video wird einem klar, dass man es hier nicht mit einer ’normalen‘, objektiven und hoch professionellen Dokumentation, wie die der bekannten Medienanstalten oder Ähnlichem zu tun hat, sondern wirklich mit den persönlichen Berichten und Erfahrungen eines Jugendlichen der „Generation Komasaufen und Killerspiele“.
Der 24-jährige Hubertus Koch reist mit Mahmoud Dahi, welcher 1980 nach Deutschland floh und seit einigen Jahren Hilfsgüter und überlebenswichtige Fahrzeuge in die Krisenregion Syrien transportiert in die Region um Aleppo und berichtet über seine Erlebnisse in der dortigen Region in und um das Flüchtlingslager ‚Bab Al Salameh‘. – Über Menschen, welche seit Jahren grausam unter der Verfolgung des Regiems Bachar al-Assads leiden müssen und nun einer weiteren Bedrohung begegnen, der Bedrohung durch die islamistischen Faschisten des IS.
Hubertus beleuchtet in seiner fünfteiligen Dokumentation viele Aspekte, die in der alltäglichen Berichterstattung untergehen oder nur ungenügend beleuchtet werden, wie die Schikane der türkischen Behörden zur Blockade von Hilfslieferungen, die psychischen und physischen Auswirkungen von Krieg und dem hoffnungslosen Aufenthalt in Flüchtlingslager für Kinder und erwachsene Menschen und die menschenverachtende Situation in ebendiesen, ohne notwendiger medizinischer Versorgung oder humanitärer und psychologischer Hilfe.
„Syrien ist ein einziges menschliches Versagen, politisch und humanitär, auf allen Ebenen!“
10 Kommentare
Eine syrische Studentin hat in Rakka, einem Ort im Nordosten Syriens, diese Videoaufnahmen gemacht. Die Stadt wurde im Jahr 2013 vom IS eingenommen und wird seit dem vom selbigen kontrolliert. Nun hat sie das Video zwei französischen Fernsehsendern übermittelt, die seine Echtheit versichern. SpOn hat dazu diesen Artikel.
A Syrian woman from Raqqa chose to carry a hidden camera to record what life is like inside the northern Syria city after it was taken over by Islamic State almost 18 months ago.
Filmed in February and April this year, the footage shows men – and women – carrying weapons as they go about their business in busy streets. A veiled woman with an AK-47 slung over her shoulder can be seen holding a child’s hand as they enter a playground.
At one point a man in a car pulls up and beckons to the undercover videographer to come forward before berating her for not sufficiently hiding her face under her veil.
The video, which was aired on France 2 this week, also shows French women talking with relatives in France in an internet cafe. They insist they are happy in the city and have no intention of returning, despite their families‘ desperate pleas.
(Telegraph)
Hier das Video auf Französisch mit englischen Untertiteln.
3 KommentareSehr interessante Dokumentation über die Afghan Peace Volunteers, die ein vielleicht naives aber hehres Ziel haben. Sie wollen, dass der Krieg aufhört. Überall.
Die Afghan Peace Volunteers glauben nicht daran, dass Frieden in Afghanistan möglich ist. Trotzdem sind sie entschlossen, alles für ihn zu tun. In Kabul helfen sie denen, die es nötig haben: Straßenkindern und Witwen, traumatisierten Soldaten, Flüchtlingen. Sie pflanzen Bäume wo Anschläge passiert sind und demonstrieren gegen die Drohnenangriffe der NATO. Dabei haben die Jungs selbst genug Probleme. In jeder ihrer Familien hat der Krieg ein Loch gerissen. Der Vater von einem wurde von den Taliban ermordet; einer musste zusehen, wie sein Bruder erschossen wurde; ein Dritter verlor seinen Schwager bei einem Drohnenangriff.
(Direktlink, via Hakan)
Beklemmende Infografik, die Global Post mit dem vom Committee to Protect Journalists erhobenen Daten zusammengestellt haben. Ausführlicher dort.
The numbers we’ve used total the cases CPJ defines as „motive confirmed,“ meaning the death is directly related to the individual’s work as a journalist:
„We consider a case ‚confirmed‘ only if we are reasonably certain that a journalist was murdered in direct reprisal for his or her work; was killed in crossfire during combat situations; or was killed while carrying out a dangerous assignment such as coverage of a street protest. We do not include journalists who are killed in accidents such as car or plane crashes.“

(via BoingBoing)
Es ist einer dieser Momente, in denen mir die Worte fehlen. Weil keine Worte Situationen wie diese verständlich machen können. Zumindest keine Worte, die ich kenne. „Drama“ wäre eins dafür, aber das sagt sich so da dahin – leider auch auch mehrfach täglich. „Humanitäre Katastrophe“ wäre ein anderes, welches sich dafür wohl auch durchgesetzt hat. Am Ende allerdings basiert das, was da gerade im Nordirak passiert, auf Unmenschlichkeit und es macht mich unsagbar betroffen.
Der österreichische Grünen-Politiker Michel Reimon, der auch EU-Parlamentarier ist, hat einen Hilfsflug für die Jesiden begleitet, von denen Tausende auf dem Berg Sindschar von der Dschihadisten-Milizen „Islamischer Staat“ (IS) eingekesselt sind. Und was er an Videoaufnahmen mitbrachte, ist kein Kinofilm, das ist aktuell Realität für jene Menschen, die unter dem Vormarsch des IS zu leiden haben. Hier hat er sein Erlebtes aufgeschrieben.
Seine Aufnahmen sind erschütternd. Sie zeigen unter anderem, wie verzweifelt Dutzende Menschen versuchen, an Bord des Hubschraubers zu klettern. „Die Jesiden sitzen in einer Todesfalle“, sagt Reimon am Telefon zu SPIEGEL ONLINE. „Es sind 45 Grad in der Sonne, es verdursten jeden Tag Menschen.“ Der Flug selbst fand bereits am Sonntag statt, nun verbreitet sich das Video im Netz.
(SpOn, die auch eine kürzere Version des Videos haben)
(Direktlink, via SpOn)
Krasser Realitätsableich: die Website „If we were Syrian“ zeigt auf drastische Weise, wie die G7-Staaten aussähen, wenn sie aktuell jene Situation im Land hätten, wie Syrien sie hat. Die taz schreibt:
Schätzungen zufolge hat der Bürgerkrieg in Syrien bereits 160.000 Todesopfer gefordert, über neun Millionen Menschen wurden vertrieben und leben auf der Flucht im In- oder Ausland. Die Internetseite „If we were Syrian“ rechnet diese Zahlen nun in lebensweltliche Einheiten um, damit sie zumindest ansatzweise greifbar werden. Initiiert wurde die Seite von Shannon Gormley und Drew Gough, zwei kanadischen Journalisten, die seit mehreren Jahren über die Syrienkrise berichten.
AnzeigeFür jeden der G7-Staaten veranschaulicht auf der Homepage ein Schaubild, was es für das jeweilige Land bedeutete, wenn es Syrien wäre. In Großbritannien etwa entsprechen 160.000 Tote einer Stadt wie Reading samt Umland. In Frankreich sind es Cannes und Avignon zusammen. Und wären in den USA über neun Millionen Menschen vertrieben worden: Ganz New York City wäre eine Geisterstadt, dazu noch Buffalo, Albany und sechs weitere Städte.
9 Kommentare
Krass. Just, einer der mir liebsten Street Art Heads Deutschlands war mit einem Freund gerade fünf Tage im Irak unterwegs.
Er schreibt:
Ich war ich gerade mit einem Kollegen, aufgrund der aktuellen Ereignisse rund um den Vormarsch der islamistischen Terrorgruppe ISIS, im Irak. Wir haben eine Reihe interessanter Leute getroffen und interviewt, haben viel Leid in mehreren Flüchtlingscamps rund um Mossul gesehen und haben eine Einheit kurdischer Peshmerga an die Front bei Kirkuk begleitet.
Die dort entstandenen Fotos gehen an verschiedene Medien und er hat hier eine betexte Slideshow der Aufnahmen im Netz.
Diese Slideshows hat er auch schon nach seinen Reisen nach Aleppo, Syrien, und Westbank gemacht.
Ein KommentarEin Künstlerkollektiv hat in einer stark bombardierten Gegend Pakistans dieses riesige Portrait eines Kindes installiert, welches durch einen Drohnenangriff seine Eltern und Geschwister verlor. Damit soll daran erinnert werden, dass auch Drohnen tatsächlich Menschen töten. Im allerschlechtesten Fall auch Zivilisten, unter denen auch Kinder. Offenbar wird dieses Bild demjenigen, der eine Drohne lenkt, genauso dargestellt. Dieser Umstand soll diejenigen dafür sensibilisieren, dass auch dort mitunter unschuldige Menschen sterben, wo man sie auf den ersten (Drohnen)Blick nicht sehen kann. Klasse Aktion!
(via Fefe)
Ein Kommentar