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West-Berlin 1987: U-Bahnfahrt in Kreuzberg, Smogalarm und Fahrverbot

Schöne Zeitdokumente, die Privataufnahmen aus dem Jahr 1987 in Berlin Kreuzberg zeigen. Einmal U-Bahn zwischen Kottbusser Tor und Schlesischem Tor, dann vom Schlesischen Tor zum Halleschen Tor.


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Ein weiteres Video zeigt einen Sonntag mit Smogalarm und Fahrverbot.

Sonntagvormittag, 01.02.1987: Wenig Autos auf den Straßen, weil am frühen Morgen in Berlin die Smog-Alarmstufe 1 ausgerufen worden war. Schon am Vorabend war bei Bodentemperaturen von -12 bis -15 °C° und starkem Dunst der Schwefeldioxyd- Grenzwert überschritten. Erstmals galt ein Fahrverbot für alle PKW, die nicht als schadstoffarm eingestuft waren oder eine Sondergenehmigung hatten. Ausnahmen gab es für Taxis, die BVG, Polizei- und Hilfsfahrzeuge und für alle, die nach Ost-Berlin oder ins Bundesgebiet fahren wollten.

Hier Aufnahmen von der Urban- Ecke Körte- und Grimmstraße in Kreuzberg, der Graefestraße und aus meiner damaligen 1-Zimmer-Hinterhauswohnung (mit Kohleofen ohne Bad), in der ich Wohnungsanzeigen in der Berliner Morgenpost studiere. Das orangene Telefon mit Wählscheibe war nach meiner Erinnerung damals die einzige Alternative zu den mausgrauen Apparaten.

Zum Schluss Aufnahmen von den U-Bahnhöfen Hermannplatz und Südstern.

In Ost-Berlin gab es keinen Smogalarm und es wurde in der „Aktuellen Kamera“ am Abend auch nicht darüber berichtet. Man sah Bilder von fröhlichen Ausflüglern in Ost-Berlin. Offensichtlich schützte die Berliner Mauer die DDR-Bürger auch vor ganz, ganz schlechter Luft aus dem Westen.


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3 Kommentare

  1. Markus20. September 2017 at 16:31

    Da war ich (aus Bayern) 16 und mit 18 war ich das erste Mal in West-Berlin. Kurz darauf fiel die Mauer.

    Ich machte meine Ausbildung in Hof/Saale und hier kamen die ersten DDR-Flüchtlinge am Bahnhof an. Da das Radiofernsehgeschäft in der Nähe des Bahnhofs war, waren wir mitten drin.

    Das waren unglaubliche Zeiten!

  2. Gregoa20. September 2017 at 18:13

    Das war tatsächlich noch einer der scheiß kalten Winter, bis -16 Grad und zwar Wochen lang. Tristesse galore.
    Und überall diese Werbung für Kippen bzw. das Bestattungsinstitut an den Telefonzellen. Erstaunlich wie entspannt die Passanten auf die Kamera reagierten. Mach das heute mal.

  3. Ben20. September 2017 at 21:04

    Die Fahrt geht erst vom Kotti zum Halleschen Tor und dann in Gegenrichtung zum Schlesischen

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