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Das Kraftfuttermischwerk Posts

Timelapse von der ISS

Esa-Astronaut Alexander Gerst hat während seinem Aufenthalt auf der ISS allerhand Timelapse-Videomaterial zusammengetragen, was gestern in Form dieses Videos auf YouTube veröffentlicht wurde. Nice.

Watch Earth roll by through the perspective of ESA astronaut Alexander Gerst in this six-minute timelapse video from space. Combining 12 500 images taken by Alexander during his six-month Blue Dot mission on the International Space Station this Ultra High Definition video shows the best our beautiful planet has to offer.

Marvel at the auroras, sunrises, clouds, stars, oceans, the Milky Way, the International Space Station, lightning, cities at night, spacecraft and the thin band of atmosphere that protects us from space.

Often while conducting scientific experiments or docking spacecraft Alexander would set cameras to automatically take pictures at regular intervals. Combining these images gives the timelapse effect seen in this video.


(Direktlink, via Blogrebellen)

Ein Reporter vor einem brennenden Haufen Heroin, Haschisch und Opium

Vor Jahren ging mal ein Video rum, in dem sich ein Reporter daran versuchte, vor einem riesigen brennenden Haufen Marihuana einen Bericht über jenen Haufen aufzunehmen, was gänzlich in die Hose ging, weil der Rauch ihm offensichtlich die Sinne vernebelte.

Dieser BBC-Reporter hier wollte da offenbar noch einen rauflegen und moderierte vor einem brennenden Haufen Heroin, Haschisch und Opium. Offenbar keine so leichte Aufgabe.


(Direktlink, via reddit)

Liebeserklärung an die Vielfalt – eine Weihnachtsbotschaft

Die Sektion “Frohe Botschaft” der Hedonistischen Internationale hat diese Weihnachtsbotschaft geschrieben, die ich genau so unterschreiben würde. Sie fordert dazu auf, eben jene Botschaft auf möglichst allen Kanälen zu verbreiten.

Bloggt diese Weihnachtsbotschaft, postet sie auf Facebook, fotografiert sie für Instagram, verlinkt sie, twittert sie, leitet sie weiter, schickt sie per Mail, vertont sie, macht Videos, druckt sie aus, hängt sie auf, plakatiert. Macht eine Lawine daraus, eine frohe Botschaft der Menschlichkeit, eine Liebeserklärung an die Vielfalt, einen Appell für das friedliche Zusammenleben. Und dann geht auf die Straße und demonstriert. Wir sind viel mehr als wir denken.

Und da sich für mich am ehesten mein kleines Blog hier dafür eignet tue ich das hiermit in voller Länge.

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In den letzten Wochen haben Menschen in Dresden und anderswo Angst, Kälte, Kleinmut, Rassimus, Islamophobie und Fremdenfeindlichkeit auf die Straße getragen. Wir sind nicht nur verunsichert, sondern sehen das friedliche Zusammenleben in diesem Land erschüttert. Was wir in Dresden sehen, sind nicht die üblichen Nazis, aber Menschen, die letztlich die gleiche menschenverachtende Ideologie verbreiten.

Doch unser Land sieht anders aus.
Wir leben schon heute Vielfalt.

Wir finden es normal, dass der marrokanische Schwager mit uns Weihnachten feiert. Und es dann kein Schweinefleisch zu Essen gibt. Wir haben Freundinnen und Freunde aus Russland, Usbekistan, Mali, Österreich und Tunesien. Wir lernen von anderen und merken, dass andere von uns lernen. Das ist Zusammenleben, auch wenn wir manchmal Dinge nicht verstehen. Wir interessieren uns für andere Kulturen, Religionen und Ansichten und werden niemanden eine Kultur überstülpen.

CC-BY-NC-SA Rafik Berlin

CC-BY-NC-SA Rafik Berlin

Wir gehen mit muslimischen Bosniern und Iranern und ihren Kindern zusammen auf den Martinsumzug, weil uns allen das Teilen und das Ritual mit den Laternen so gut gefällt. Wir sind gerührt, wenn die 5-jährige Nichte sagt, dass sie in weniger Ländern Ausländerin sei als eine Deutsche, weil sie nämlich zwei Pässe habe.

Wir trinken augenzwinkernd mit Moslems guten Wein und lachen zusammen. Wir trinken Tee beim Opferfest und erkennen, dass Nächstenliebe nicht nur beim christlichen Weihnachtsfest seinen Platz hat und Alkohol trinken nicht zwingend für Geselligkeit nötig ist.

Wir sind neugierig, was der russische Oberst, den wir kennenlernen, zu erzählen hat. Wir sehen Begegnung als Bereicherung des Lebens. Sie eröffnet Perspektiven, die wir davor noch gar nicht erahnen konnten. Wir lachen verschmitzt mit der häkelnden türkischen Oma in der U-Bahn über eine skurille Situation. Und freuen uns über ihr Gesicht, das wir noch Jahre später vor Augen haben. Uns werden täglich die Augen geöffnet von der Vielfalt, die auf uns einprasselt.

Wir lernen Sprachen in der Schule und können uns damit auf der ganzen Welt verständigen. Wir haben keine Angst, wenn Kinder aus aller Herren und Frauen Länder mit unseren Kindern in den Kindergarten und die Schule gehen. Weil unsere Kinder so von klein auf interkulturell lernen. Weil für sie Vielfalt normaler sein wird als für uns.

CC-BY-NC Inkyhack

CC-BY-NC Inkyhack

Wir sehen wie liebevoll eine Bulgarin unsere Großeltern pflegt, wie fair der pakistanische Junge in der E-Jugend Fußball spielt. Wir erinnern uns an den Geschmack von Kardamom, der in einem Tee war, der uns angeboten wurde.

Wir sind nicht stolz auf den Ausgang der Geburtslotterie, die den einen zum Deutschen und die andere zur Bolivianerin macht. Wir leben und lieben in binationalen Beziehungen und Ehen. Wir ziehen unsere Kinder zweisprachig auf, damit sie mit ihren Großeltern im Ausland reden können.

Wir sehen den Austausch der Kulturen als Bereicherung unseres Lebens, egal ob wir dabei portugiesischen Weichkäse oder iranische Heavy Metal Bands kennenlernen. Wir lachen über den serbischen Film, nordamerikanische Serien und Karnevalsbräuche in Ecuador.

Wir übernehmen Wörter aus anderen Ländern in unseren Sprachschatz, weil wir Dinge so besser ausdrücken können. Wir übernehmen Feste und Bräuche und stellen auf einmal ausgehöhlte Kürbisse ins Fenster. Wir sind überzeugt davon, dass Kulturen und Sprachen erst dadurch leben, dass sie sich vermengen, vermischen, bereichern und befruchten.

Wir wollen in einem Land leben, das Menschen auf der Flucht offen steht. Wir leben in einem Einwanderungsland und wir wollen eine Willkommenskultur anstatt die Mauern um Europa zu vergrößern. Wir sind entsetzt darüber, dass so viele Menschen an den Außengrenzen sterben. Wir verstehen, dass Menschen fliehen, egal aus welchem Grund. Wir wollen Flüchtenden ein neues Zuhause geben und die Möglichkeit, frei und in Würde zu leben. Ohne uns dabei auf die Schulter zu klopfen.

Wir sind überzeugt, dass wir zusammen den richtigen Weg finden können, der allen Teilen der Gesellschaft Rechnung trägt. Diese Auseinandersetzung wird nicht immer einfach sein, sondern manchmal auch von Konflikten geprägt. Diese Konflikte wollen wir konstruktiv, friedlich und mit Respekt austragen und verhandeln. Dabei ist Migrationshintergrund für uns ein Zeichen der Stärke und Lebendigkeit der Gesellschaft.

CC-BY-SA Libertinus

CC-BY-SA Libertinus

In unserem Land ist es egal, welches Geschlecht jemand hat oder sich selbst zuschreibt. Es ist egal, wer wen einvernehmlich liebt. In unserem Land sind alle Menschen gleich. In unserem Land wollen wir sozial gerecht zusammen leben und gemeinsam die richtigen Fragen für die Zukunft stellen. Wir werden diejenigen politisch herausfordern, die soziale Spaltung vorantreiben oder Umverteilung verhindern. Wir wollen gelebte Solidarität, Mitgefühl und Empathie statt sozialer Kälte, Egoismus und deutschen Volksgenossen.

Zusammenleben und Austausch von Kulturen heißt für uns nicht Aufgabe von Werten, Ethik und Idealen. Vielmehr sehen wir, dass es Werte gibt, die in jeder Kultur zuhause sind. Auf ihnen bauen wir auf. Eine vielfältige Gesellschaft ist nicht einfach: Wir diskutieren hart in der Sache, wenn uns etwas nicht passt, aber wir finden gemeinsam Grenzen und Leitplanken des Zusammenlebens.

 

CC-BY-SA Zeitfixierer

CC-BY-SA Zeitfixierer

Wir stehen an der Seite aller Menschen in diesem Land, die friedlich und respektvoll miteinander leben wollen. Egal wo sie herkommen oder welche Religion sie haben. Egal ob sie eine andere Sprache sprechen oder andere Sitten und Gebräuche haben.

Wir wollen einfach zusammen leben. Wir wissen auch, dass viele der Ideale noch nicht umgesetzt sind.

Das heißt für uns:
Wir werden hasserfüllten Angsthasen, Rassisten und Fremdenfeinden dieses Land nicht überlassen, sondern an einer offenen und vielfältigen Gesellschaft weiterarbeiten. Was wir in Dresden und anderswo sehen, ist nicht die Mitte der Gesellschaft, sondern Deckungsmasse von Nazis und Brandstiftern. Sie stellen nicht die richtigen Fragen, sondern treten nach unten. Sie sind diejenigen, die einer toleranten und freien Gesellschaft und Kultur im Wege stehen.

Wir danken deshalb all den Menschen, deren Ur-Großeltern, Großeltern, Eltern oder die selbst aus einem anderen Land hierher gekommen sind von ganzem Herzen, dass sie hier sind. Wir danken ihnen, dass wir Neues kennenlernen dürfen. Wir danken ihnen, dass wir immer wieder neu über uns nachdenken.

Wir danken ihnen für eine ständige Neuausrichtung von dem, was wir unsere gewachsene Kultur nennen.

Zukunft geht nur zusammen.

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(via Metronaut)

Adventskalender 2014, Türchen #23: Dan Drastic – Rave on Snow

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Der Leipziger Dan Drastic lässt es im jetzt vorletzten Türchen noch mal ordentlich Krachen, bevor endgültig die Besinnlichkeit hier Einzug hält. Der guten ist für Moon Harbour in der Welt unterwegs und spielt Musik, die einen Fokus hat: den Dancefloor.

So wie bei diesem Mix, den er vor 10 Tagen beim Rave on Snow in Österreichgespielt und aufgenommen hat. Das mit dem Schnee wird in unseren Breitengraden zum Fest zwar wohl nichts mehr, aber Raven geht ja auch im Herbst – oder besser im Scherbst (Scheiß Herbst.)

In diesem Sinne: es darf getanzt werden. Dan Drastic serviert hier Deep House mit Drang zum Techno.


(Direktlink)

Style: House, Techno
Length: 02:54:25
Quality: 320 k/bits

Tracklist:
None

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier.

Joe Cocker – With A Little Help From My Friends, live at Woodstock 1969

Joe Cocker ist tot. Und ganz anders als bei dem Tod von Udo Jürgens, geht mir das tatsächlich ein bisschen nahe.

Udo Jürgens hat Musik gemacht, die meine Eltern immer geliebt haben, weshalb ich sie per se schon mal scheiße fand. Im Alter hat sich daran auch nichts geändert. Das war halt Schlager am Piano. Mag ja sein, dass Jürgens auch ein integrer Musiker gewesen sein mag, ja. Aber irgendwas mit Sahne am griechischen Wein, den es nie in New York und schon gar nicht in Hawaii gegeben hat… Und alle Eltern schunkeln mit. Das kann doch heute keiner der damals Jungen wirklich ernstnehmen. Jetzt hört doch mal auf! Reißt euch mal zusammen!

1966 gewann Udo Jürgens mit dem öligen „Merci, Chérie“ den 11. Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne. Kurz darauf wurde er im deutschsprachigen Raum zum Schwarm aller auf schön geföhnt und auf glatt Gekämmter.

Drei Jahre später stand Joe Cocker in Woodstock auf der Bühne und sang dort vor 100tausenden sein „With A Little Help From My Friends“. Und ich wünsche mir bis heute, dass meine Alten ein paar Jahre später lieber diesen langhaarigen Tüpen auf den langen Autofahrten gehört hätten, als die Sahne von Udo Jürgens, der lange kein Joe Cocker war, den ich erst sehr viel später irgendwann mal hören sollte. In so verkiffter Stimmung, den Hippiescheiß im Herzen.

Und für diesen Auftritt, den Joe Cocker 1969 auf die Bühne Woodstocks brachte, liebe ich ihn ein kleines bisschen: „With A Little Help From My Friends“. Ganz ohne Sahne, Wein, New York und Hawaii. So ist das. Nämlich.

Hau rein, Dicker!


(Direktlink)