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Autor: Ronny

Wie das frühe Internet verschwindet

Wir wissen mittlerweile alle, dass der Spruch „Das Internet vergisst nie.“ ziemlicher Quatsch ist. Jeder, der schon mal irgendwelche Inhalte bei Drittanbietern geparkt hat, die dann den Sack zugemacht haben, ohne das man vorher alles wieder auf seine Festplatte kopiert hat, kann davon ein Lied singen. Die Inhalte sind dann halt weg – und bald auch vergessen.

Genau so könnte es den Anfängen des Internets gehen, die nach und nach aus dem selbigen verschwinden. Ein paar Netz-Nostalgiker haben sich nun zusammengetan, um Teile der Anfänge des Netzes für die Nachwelt festzuhalten. Unter anderem mit einem Webrecorder und einem Tumblr. Quartz hat sich das mal genauer angesehen.

The early web looked different than it does today. In the 1990s, the internet was intimate and a bit amateur. Websites were made by everyday people on their personal computers, desktops, with very minimal knowledge of coding or HTML needed. Software becomes obsolete — Flash which made much of the early web run, will be shut down in 2020. People stop paying for domain names.
Companies like Netscape or GeoCities or MySpace that host websites and online communities go out of business, or get sold (to Yahoo! for example). The internet is not forever, it can break and disappear. Olia Lialina and Dragan Espenschied are part of a growing group of people who preserve and archive our online digital history. They see the web from the 90s and 2000s as an artifact, at times, even, Net Art.


(Direktlink, via FernSehErsatz)

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Virginia: jemand, der einen Fernseher auf dem Kopf trägt, stellt alte Fernseher in Vorgärten ab

In Henrico County, Virginia, ist am Wochenende ein Tüp rumgelaufen, der einen Fernseher auf dem Kopf trug und in den Vorgärten der Nachbarschaft alte Fernseher abgestellt hat. Wohl über 60 Stück. Warum er das tat, ist bisher nicht bekannt. Ist es ein ordinärer Streich? Ist es Kunst? Man weiß es nicht.

“We have a team of officers out here working together, collecting the TVs. We’re upwards of 60 TVs so far,“ said Lt. Matt Pecka of Henrico Police Division.

Pecka says the culprits could face charges of littering on private property or illegal dumping, but some residents recognize the absurdity in the situation.


(via BoingBoing)

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Drei förmlich versteinerte Hunde

Wir haben uns ja hier auch Mühe mit der Erziehung der Doggos gegeben. Das funktioniert so auch zum Teil und mit etwas Glück. Nicht immer, aber immerhin hin und wieder. Bei Evelyn Edblad funktioniert das offensichtlich deutlich besser. Ihr drei Hunde versteinern auf Befehl auch schon mal. Not bad.

„This was filmed during a regular lunch walk with my dogs. I’ve taught Jackson, Cash, and X to stay still on command before I give them the signal that they are free to go. They then freeze in expectation, knowing they’ll soon get to run around. The behavior comes with a little training combined with their instinct as sheepdogs, the breed is bred to herd, where they’ll freeze while controlling the sheep.“


(Direktlink)

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Doku: Lugau City Lights – Ein DDR-Dorf schreibt Popgeschichte

Eine sehr schöne Doku über jugendkulturelle Begehrlichkeiten in der DDR und über junge Leute, die es trotz aller staatlichen Widerstände einfach mal gemacht haben, was nicht ganz ungefährlich war.

In Lugau, einem kleinen Dorf im Spreewald, ist es still. Zu still. Der einzige Ort, der etwas Leben verspricht, ist die Kneipe. Kein Wunder also, dass der Ostfrust insbesondere bei der Dorfjugend allgegenwärtig ist. Das Leben von Alexander Kühne und seinen Freunden dümpelt geradezu dahin: Kohlebau, Weißkohlernte. Kurzum: viel Langeweile, wenig Coolness. Bei Bier und Zigaretten beginnen sie herumzuspinnen, malen sich aus, wie es wäre, ein Stück der pulsierenden Metropole nach Hause zu holen. Sie wollen etwas noch nie Dagewesenes schaffen, dem Mikrokosmus der DDR etwas ganz Großes entgegensetzen. Sie träumen groß – Spielen mit dem Gedanken, einen Musikclub zu gründen, in dem sich auch David Bowie wohlgefühlt hätte. Die Volkspolizei wittert eine Revolution, die Nachbarn Ruhestörung. Die Hürden scheinen unüberwindbar – und doch gelingt es. Aus der ehemaligen Dorfgaststätte wird der Jugendclub „Extrem“. Die größte Party ihres Lebens beginnt – mitten im Nirgendwo der DDR. Bis in die 90er zieht der Musikclub in der Provinz rockwütige Partygänger aus Berlin, Cottbus, Dresden und Leipzig an. Bands wie Rammstein, Fettes Brot oder Sandow bringen die Bühne zum Beben. Heute ist die Bühne verwaist, die Punkkonzerte von einst sind nichts weiter als bloße Erinnerung. 2017 reist Kühne zurück an den Ort, an dem er und seine Freunde einst das Unmögliche möglich machten. „Lugau City Lights“ zeigt überschäumende Popkultur, wo sie keiner vermutet – in einem Dorf zwischen Dresden und Berlin – und erzählt die Geschichte von jungen Menschen, die weder aus der DDR flohen noch sie bekämpften, sondern sie einfach ignorierten: mit einer musikalischen Revolution im einem Dorfsaal.

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