Joe Mangrum macht Bilder aus buntem Sand und das sieht ziemlich geil aus. Jetzt war er in Zuidlaren in den Niederlanden und hat dort 8 seiner temporären Kunstwerke „gemalt“.
All of Mangrum’s paintings are spontaneous and evolve as he works, a grueling physical process that involves dozens of revolutions around the artwork as he adds new details and flourishes by pouring brightly colored sand. All eight artworks were photographed as he worked and turned into time-lapse videos, three of which are included here. The sand paintings will remain on view through October 30, 2015.
Doch nicht nir dort wurde so ein Ding entdeckt: Der Zwergenplanet Ceres, der sich im Asteroidengürtel befindet, beherbergt auch eine Pyramide. Diese ist wohl bis zu 5 Kilometer hoch. Hat schon jemand Herr von Däniken informiert? Pöhöhöhö!
Das sind ja so Aushänge, die jeder in seiner Nachbarschaft haben möchte. Einschließen, Fenster zukleben. In eine andere Stadt ziehen. Ein anderes Land.
Ich mag diese Art der Geschichtsvermittlung mittlerweile sehr, sehr gerne. Sich an der Vergangenheit tatsächlich orientierende Hörspiele, die Fakten sehr unterhaltsam und vor allem kurzweilig verpacken. Hier mit der Geschichte der Ramones, produziert vom WDR.
„Bei über zweitausend Konzerten wurden sie geliebt und verehrt, ihr Logo wurde weltweit auf T-Shirts und Taschen verbreitet – aber richtig viele Alben verkauft haben sie eigentlich nie. Nur eine Greatest Hits wurde (in den USA) vergoldet. Sie sahen alle gleich aus, gaben sich alle den Nachnamen Ramone, und sie waren wie Brüder: Sie hassten sich innig. Eine Band wie aus dem Bilderbuch, Image wie aus einem Comic, der Sound eine Betonmauer. Nach jedem one-two-three-four klangen sie wie eine Eins, doch sie wurden nicht reich, sie wurden nicht glücklich, sie wurden nicht alt. Sie wurden Kult. Die Geschichte der Band und die Reflexion des Phänomens. Too tough to die!“
[audio:http://podcast-ww.wdr.de/medstdp/fsk0/72/728848/wdrhoerspielspeicher_2015-06-23_todayyourlovetomorrowtheworld_wdr3.mp3]
(Direktlink, via Martin)
Der Konjunktiv in der Headline ist ein bisschen gemunkelt, was mir das Schreiben darüber allerdings etwas komfortabler macht. Denn zum einen habe ich in den 80ern natürlich schon Musik gehört – ich wurde in diesem Jahrzehnt zum Teenie – zum anderen aber werde ich keinem verraten, was mich damals tatsächlich alles aus meinem Stern-Rekorder durch die Tage brachte. Das könnte durchaus peinlich sein.
Musik war bei uns im Osten eher eines der kulturellen Güter, über die wir nicht ohne weiteres und vor allem direkt nach der Veröffentlichung verfügen konnten. Westdeutsche Radio- und Fernsehsender waren uns nicht erlaubt, was natürlich keinen davon abhielt, sie trotzdem zu rezipieren. Das dort Gehörte allerdings auch käuflich zu erwerben, war alles andere als einfach und mitunter für einige Unmöglich. Also wurde sich so oft es ging neben den Rekorder gesetzt und alles, was irgendwie „urst geil“ klang, aufgenommen. Die Kassetten oder gar Tonbänder wurden mindestens 36 Mal kopiert und regelrecht tot gehört. Bis eben gar nichts mehr ging oder der Rekorder das Band fraß.
Doof daran allerdings war, dass wir meistens eben nur von Musik wussten, wenn sie es in westdeutsche Radiostationen schaffte, was in den 80ern ja schon lange keine Qualitätsgarantie mehr war. Später erfuhr ich, dass eben auch zu dieser Zeit im Indie-Bereich schon viel passierte, von dem wir im Osten keine Ahnung hatten. Zudem gab es um mich herum kaum echte Musiknerds, die sich damit auseinandersetzten. Auch wenn es diese gemeinhin im Osten schon gab. Kurz: Meine frühen 80er waren musikalisch so öde, grau und unspannend wie die Altbaufassaden der ostdeutschen Großstädte.
Mein Vater hatte eine Amiga-Platte von Chuck Berry, die er, wenn ich mich recht erinnere, nie wirklich gehört hatte, was ich dann einfach mal übernahm. Rock ’n‘ Roll, Baby! Daneben standen zwei Bill Halley Pressungen russischen Ursprungs, die er von irgendwem mal bekommen hatte. Wirklich gehört hat er die nie. Meine Mutter stand eher auf „Küchenmusik“ und beide liebten Helga Hanemann. Sie waren also nicht wirklich die besten Ansprechpartner für musikalisch anspruchsvolle Früherziehung.
Mein Onkel, der in einem Dorf in Meck-Pomm wohnte, passte mir da schon eher ins musikalische Gehör. Wenn er am Wochenende seine MZ vor dem Haus auf dem Dorfplatz putzte, stellte er immer sein Tonbandgerät und seine für damalige Umstände übergroße Anlage vor die Tür und beschallte so das ganze Dorf. Gerne mit Udo Lindenberg, den ich damals für mich entdeckte. Er stand auf Jethro Tull und so Zeug, das ich damals schon für Altherrenrock hielt, was ich ihm allerdings nicht erzählte. Was er gar nicht mochte, war die später NDW und dieses immer ironische Gedüdel. Das ging mir auch deshalb damals schon so ähnlich. NDW und ich sind nie wirklich Freunde geworden.
Mein Bruder hörte damals viel Police, die ich bis heute sehr gerne mag. Reggae, wie er englischer kaum sein konnte. Auch Rio Reiser hörte ich bei ihm zum ersten Mal. Allerdings nicht im Rahmen der Scherben, sondern seine Solo-Anwandlungen, die ich heute nicht mehr ganz so mag, damals aber sehr gerne hörte.
Ein Freund von mir kam über Umwege auf die damals komplette Diskographie der Toten Hosen. In Form von Kassetten. Ich liebte „Opel Gang„, das ich bis heute für eines der besten deutschen Alben der 80er halte. Gerade weil sich alles gerade synthetisierte. Später übernahm ich die Tapes und lies sie aus Unwissenheit im Keller vergammeln, was mir heute noch ein bisschen leid tut.
Im Osten hatten wir City, die mit „Am Fenster“ einen Song für die Ewigkeit geschrieben haben. Karat, Puhdys, Karusell und die alten Manfred Krug Platten. Vieles von dem konnte ich einfach nicht hören. City ging, Manne Krug sowieso, auch wenn der nach seinem Rübermachen im Osten arg verpönt war. Von Karrusell mochte ich dieses Lied sehr gerne, woran sich bis heute nicht viel geändert hat. Alles andere klang auch nach ostdeutschem Einheitsgelulle.
Wenn ich im Ferienlager war – und das war ich seit 1985 eigentlich mindestens einmal im Jahr, lief dort den ganzen Tag Musik. Ich erinnere mich an Bruce & Bongo, gar nicht mal so geil, an Jennifer Rush, CC Catch, Sandra, Depeche Mode, Bianco & Pierre Cosso. Haute mich alles nicht so um. Nein, auch nicht Depeche Mode.
Viel lieber mochte ich Kate Bush, wofür ich mich manchmal rechtfertigen musste.
Und dann wäre da noch die Band, die alleine mir in den 80ern vielleicht sogar gereicht hätte. Sie lief immer und im Grunde überall. Ihre Bravo-Poster wurden je nach Größe für bis zu 50,00 DDR-Mark auf den Schulhöfen gehandelt, ihre Kassetten mindesten 328 Mal weiter überspielt, fast jeder konnte jeden ihrer Texte auswendig. Sie waren die beste Band der Welt: Die Ärzte.
Um heute in der musikalischen Vergangenheit zu kramen, bedarf es keiner Kassetten, keiner Platten und keiner CDs mehr. #SpotifyDeinSound stellt mit „Dein Sound, andere Ära“ Playlisten zur Verfügung, die einen auf musikalische Zeitreisen durch die Jahrzehnte gehen lassen.
„Dein Sound, andere Ära“ ist die neue Kampagne von Spotify, die Menschen dazu aufruft ihre heutige Musik, mit der von vor Jahrzehnten zu verbinden – was gefällt dir heute und was hättest du für Musik gehört wenn du bspw. in den 70ern gelebt hättest? Dein eigener Musikgeschmack in ein früheres Jahrzehnt beamen – mache mit und finde es heraus!
Für die 80er wird mir dort diese Playlist vorgegeben. Kann man machen, hört sich gut weg. Persönlicher und mit all dem hier beschrieben Kram ist meine eigene 80er Playlist
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Lässt sich ganz sicher auch ganz wunderbar mit Mutter und Vater hören. Und dem Onkel von damals. Oder dem Bruder. Mit den Freunden sowieso.
Ich bin ziemlich weit weg vom Sonar Festival, also auch so vom Interesse her. Dennoch höre ich danach gerne mal rein, was die Damen und Herren vor Ort so abgeliefert haben. Gestern hatte ich mir angesehen, wie Skrillex den ganzen Laden rasiert hat und musste hin und wieder schmunzeln. Heute finde ich die Playlist, in der die Jungs von Jeden Tag ein Set alle Mixe reinpacken, die sie vom Sonar 2015 so finden können. Ich bin gerade bei Rodriguez Jr und finde, dass man damit gut in den Tag kommen kann.
Eine Vorgehensweise, die wohl im zweiten Weltkrieg entwickelt wurde, um die eigenen Leute hinter der feindlichen Frontlinie einzusammeln. Zuerst getestet mit einem Schaf, dann mit einem Wagemutigen, der kurz vorher noch eine rauchte. Verrücktes Zeug.
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