Für die noch offenen Filialen indes haben sich die findigen Banker etwas anderes ausgedacht. Seit Kurzem, so berichtet die Berliner Zeitung, beschallen sie ihre SB-Zonen am Mehringdamm und auf der Schönhauser Allee mit Musik: Ab 20 Uhr abends bis zum nächsten Morgen dudelt der britische Old-School-Barde Mike Oldfield („Far above the clouds“) vom Band. Andere Banken in der Großstadt übrigens nutzen solche Methoden noch nicht, das Phänomen aber sehr wohl. Bei der Berliner Sparkasse zum Beispiel informiert der Wachschutz den „Kältebus“, der den Zuflucht Suchenden dann bei besonders kalter Witterung Unterschlupf gewähren soll.
Daniel und Torsun rotzen in 90 Sekunden einfach mal alles raus, was gerade so über die Leber montagsspaziert. Soll hin und wieder ja auch ganz gut tun, nicht wahr. Hier die Nummer neben auch anderen zum freien Download.
Bäm, die dritte Nummer von Der Torsun & das Einhorn. Aus aktuellem Anlass gegen PEGIDA, besorgte Bürger und “das Volk” per se! Und wie sagte Adorno damals so schön? Versuche politischen Protest mit Pop-Musik zusammenzubringen sind zum Scheitern veurteilt. Na denn… Wir sind eine Band die sich ihrer Widersprüche bewusst ist, Ich als Befindlichkeitsmusiker kann das so sagen. Außerdem haben wir Bock zu pöbeln!
Das Amtsgericht Düsseldorf hat ob eines Rechtsstreits zwischen Mieter und Vermieter entschieden, dass es für Mieter zulässig sei, auch im Stehen zu pinkeln. Weil das sei hier halt so. Es ging um einen wohl nicht mehr ganz schönen Klo-Fußboden, wegen dem sich der Vermieter veranlasst sah, die Kaution nicht zurückzahlen.
Ein Fachmann hatte die Urinspritzer als Ursache ausgemacht. Dies sei nachvollziehbar und glaubwürdig, befand der Richter. Der Vermieter habe aber kein Recht, die Kaution für die anstehende Reparatur einzubehalten. Urinieren im Stehen sei weit verbreitet, die Gefahren für Böden aber kaum bekannt. Der Vermieter hätte auf die Empfindlichkeit des Bodens hinweisen müssen.
Die taz hat mit Blick darauf heute dieses wunderbare Titelblatt.
Die High School of Art und Design (BHSAD) in Moskau hat ein paar ihrer Studenten unter Anleitung von Dmitry Karpov innerhalb von 8 Stunden Portraits von Menschen mit Emojis kreuzen lassen. Die Ergebnisse laden schon sehr zum Schmunzeln ein, auch wenn die Idee weder neu noch so gut umgesetzt ist, wie die französische, von Rosa Park gemachte “Innocence et Danger” Kampagne, die das schon früher machte.
2014 ist zwar schon so lange her, dass fast schon Staub drauf liegt, aber dieser Rückblick hier ist immer noch gut genug, um gesehen zu werden. Und auch besser als jede einstündige Fernsehsendung, die uns zum Jahresende immer um die Ohren gehauen werden. Ja.
Superinteressante und auch abschreckende Doku, die zeigt, wie Musik für etwas missbraucht wird, wofür sie wohl im eigentlichen Sinne nicht gedacht war: Folter und Kriegsführung. Ist schon etwas älter und ich kannte die bis vorhin nicht. Jetzt lief sie auf 3sat.
Besonders perfide daran finde ich, dass die befragten Folterknechte darüber so reden, als hätten sie ein neues Dämpfungssystem für Laufschuhe erfunden und zum Einsatz kommen lassen. Als sei das alles nichts.
Musik umgeht den Verstand und berührt die Seele. Musik ist Magie. Doch genau diese geheimnisvolle Macht über die menschlichen Gefühle kann sie zur heimtückischen Waffe werden lassen.
Ob preußischer Marsch, afrikanischer Kriegstanz oder ohrenbetäubende Heavy-Metal-Musik – seit es Krieg gibt, wird er von Musik begleitet: Klänge und Rhythmen sollen Kämpfer in einen Blutrausch versetzen oder Gegner zermürben. Letzteres schafft sogar ein niedliches Kinderlied, wenn es in einer Endlosschleife und entsprechend laut gespielt wird. Als Christopher Cerf, Komponist von über 200 Liedern für die Kindersendung „Sesamstraße“ davon erfährt, ist er fassungslos. Gemeinsam mit Filmemacher Tristan Chytroschek will er vor Ort erfahren, was seine Lieder und andere Musik mit Gewalt, Folter und Tod zu tun haben. Christopher Cerf begegnet einem US-Soldaten, der in Guantánamo Gefangene bewacht und das Foltern durch Musik miterlebt hat. Er befragt einen Verhörspezialisten, der erklärt, wie der US-Geheimdienst CIA Musik als quälendes Werkzeug einsetzt. So soll durch tagelanges, ununterbrochenes Abspielen unerträglich lauter westlicher Musik der Willen von Gefangenen gebrochen werden. „No Touch Torture“ heißt das im Sprachgebrauch des US-Militärs. Erst vor kurzem haben Menschenrechtsorganisationen es geschafft, die CIA zur Veröffentlichung entsprechender Geheimdokumente zu bewegen.
Cerfs Reise führt ihn auch auf ein Konzert der Rockband „Drowning Pool“. Ihr Lied „Bodies“ ist zu einer heimlichen Hymne der US-Soldaten im Irak und in Afghanistan geworden, wurde aber gleichzeitig zur Folter von Gefangenen eingesetzt. Von den Musikern möchte Christopher Cerf wissen, wie sie damit umgehen. Er trifft auch einen traumatisierten ehemaligen Guantánamo-Häftling, der die psychologischen Qualen der Folter durch Musik eindringlich beschreibt.
Um wirklich zu verstehen, was Musik Schreckliches in einem Menschen auslösen kann, wagt der Komponist einen Selbstversuch und begibt sich in die Position des Opfers. Mit einem Sack über dem Kopf, allein in einer dunklen Zelle, setzt er sich den Klängen der Folterer aus.
Burial wird seine nächste Platte auf Keysound veröffentlichen. Als Single Sided White Label. Und die klingt so, als hätte er mit Rolf Maier Bode einen Trip in die 90er unternommen. Wer dennoch oder gerade deswegen vorbestellen möchte, kann das jetzt schon mal bei Keysound tun.
Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.
Unbedingt notwendige Cookies
Unbedingt notwendige Cookies sollten jederzeit aktiviert sein, damit wir deine Einstellungen für die Cookie-Einstellungen speichern können.
Wenn du diesen Cookie deaktivierst, können wir die Einstellungen nicht speichern. Dies bedeutet, dass du jedes Mal, wenn du diese Website besuchst, die Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren musst.