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Autor: Ronny

Freunde fürs Leben e.V. Bar-Talk mit Oliver Koletzki zum Thema Suizid

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Der Freunde fürs Leben e.V. ist angetreten um die Themen Depression und Suizid von Jugendlichen etwas mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Auf ihrer Website haben sie viele Informationen zusammengetragen, damit jeder sich einfach und schnell informieren kann. „Suizid ist ein Tabu – aber das muss sich ändern. Denn nur wenn das Thema zur Sprache kommt, kannst Du auch handeln. Und helfen.“

Jeden Tag sterben in Deutschland durchschnittlich sechs Jugendliche und junge Erwachsene (unter 40 Jahren) durch Suizid (Selbstmord). Und schätzungsweise über 150 versuchen es täglich. Vielleicht war sogar jemand dabei, den Du kennst.

Insgesamt sterben in Deutschland mehr Menschen aus eigener Entscheidung als durch Verkehrsunfälle, Drogen und AIDS zusammen.

[…]

Die Gründer von “Freunde fürs Leben” sind Hinterbliebene, haben geliebte Menschen verloren oder sind betroffen durch Erlebnisse in ihrem unmittelbaren Umfeld.

Sie haben plötzlich und unerwartet auf schmerzliche Art und Weise gelernt, dass Depression und Suizid auch sie betrifft, und aus dieser Erkenntnis beschlossen, sich zu engagieren.

Sie nutzen ihr Engagement und ihre Ideen, um Informationen über Suizid und Depressionen zu verbreiten. Denn schließlich soll es viele “Freunde fürs Leben” geben, damit es weniger Entscheidungen zum Suizid gibt.

Natürlich braucht so ein Verein Geld. Geld, das man am ehesten durch Öffentlichkeit generieren kann. Und so setzen sich nicht nur Prominente dafür ein, diesen Verein und seine Ziele bekannter zu machen, sondern auch einige Blogs, die heute zeitgleich den vom Freunde fürs Leben e.V. initiierten Bar-Talk bringen, in dem Markus Kavka mit Oliver Koletzki über das Leben spricht. Und eben auch über jene Themen, die dem Verein Triebkraft seines Schaffens sind.

Hier spricht Oliver Koletzki über das Thema Suizid, bei Mit Vergnügen darüber, wie es war, vom Nerd zum Popstar zu werden, bei Electru über Assoziationsspiel und bei Testspiel über Gesichtsgymnastik.

Hier die Playlist zum ganzen Talk. Und wer den Verein unterstützen möchte, kann das hier tun.


(Direktlink)

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Veganes Junk Food

Es ist kein Geheimnis, dass ich weder Vegatarier noch Veganer bin. Das führt hin und wieder – auch hier – zu vielen erkenntnisreichen und konstruktiven für mich überflüssigen Diskussionen. Ich finde allerdings, dass vegan zu kochen um einiges anspruchsvoller ist und vor allem bewusster geschieht. Wenn ich aus irgendwelchen Gründen vegan koche, was ich gerne für Freunde mal mache, fällt mir auf, wie gründlich ich auf jede Zutat achte und wie ich überhaupt auf die Zutaten bestimmter Produkte achte. Weil wenn schon vegan, dann bitte auch echt und in wirklich, was spätestens bei „mit Käse überbacken“ eine Herausforderung werden kann. Veganer sehen das erfahrungsgemäß anders. Einige meinen, das sei auch voll easy. Manchmal sagen sie das, während sie auf zerkochtem Reis mit Rohkostsalat und irgendeiner Bohnenpampe rumkauen. Der Geschmack kommt dann vom dazu gereichten Sambal Oelek.

Ich will das nicht verallgemeinern, weiß Gott nicht, aber die meisten veganen Essen, die ich mir bisher gegeben habe, waren tatsächlich leider immer Pampe mit Pampe mit Pampe. Salat mal außen vor gelassen. Ich wüsste nicht, wann ich tatsächlich mal richtig gut vegan gegessen habe. Aber – großes ABER – das liegt wahrscheinlich, ganz sicher sogar, auch mehr an mir als an anderen. In der Tat würde ich wirklich mal richtig gut vegan essen gehen. Ich nehme mir das hiermit auch mal schriftlich vor. So.

Aber darum sollte es nur am Rande gehen, denn das was hier kommt, ist auch wenn vegan, eine kleine kulinarische Sauerei, wie ich sie ganz gerne mal mag und die ich so tatsächlich mal ausprobieren werde, wenn mal wieder vegane Freunde zu Besuch sind. So richtig „gut gegessen“ habe ich danach sicher auch nicht, aber hey, vegane Burger auf der Basis von Nachos. Ich hab‘ Hunger.


(Direktlink, via Daniel)

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In Hamburg kippen welche Farbeimer auf S-Bahnen

In Hamburg sind momentan ein paar Bahnen nicht einsatzfähig, weil sie Opfer von Farbattacken wurden, bei denen wohl irgendwelche Leute von Brücken aus den Inhalt ganzer Farbeimer auf die durchfahrenden Bahnen gekippt haben. Auch kamen neben klassischen Farbbeuteln wohl Bitumen und Lacktöpfe zum Einsatz.

Die Bundespolizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und hält einen Zusammenhang mit dem tragischen Tod von Maler OZ für denkbar.

Die Deutsche Bahn wollte sich zur Zahl der beschmierten Züge nicht äußern. Das Unternehmen hat Sorgen wegen möglicher Nachahmungstäter. Sprecher Egbert Meyer-Lovis bestätigte aber, dass es Vorfälle dieser Art gegeben habe. Im S-Bahn-Werk Ohlsdorf seien Sonderschichten eingeführt und mehr Arbeitskräfte zur Reinigung von Zügen eingesetzt worden, um die Schmierereien so schnell wie möglich zu entfernen.

(via Claudius)

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Ein Richter in Bayern war Frontmann mehrerer Neonazi-Bands


In Bayern wurde gerade ein Zivilrichter suspendiert, der offenbar aus Brandenburg stammt und dem nicht nur Kontakte in die Neonazi-Szene nachgesagt werden. Nein, er war auch gleich noch Frontmann mehrerer Neonazi-Bands. In Bayern hat man davon wohl nichts so richtig mitbekommen oder viel mehr versäumt dementsprechenden Informationen nachzugehen. Bitte was?!

„Detailliertes Wissen über die Vorgeschichte von Maik B. war in Bayern nach Informationen von SPIEGEL ONLINE durchaus vorhanden: Am 26. Februar dieses Jahres schickte der Brandenburger Verfassungsschutz seinen bayerischen Kollegen eine „Erkenntnismitteilung“ über den „Zuzug eines rechtsextremistisch orientierten Musikers“ in den Kreis Kulmbach. Dieser verfüge über „weitreichende Kontakte“ in die deutsche und internationale Neonazi-Szene, hieß es in dem Schreiben.

Die Brandenburger Sicherheitsbehörden wussten, von wem sie da berichteten – Maik B. war ihnen schon seit mehr als zehn Jahren bekannt. Sein Musikprojekt „Hassgesang“ bezeichnete der dortige Verfassungsschutz einmal als „so etwas wie den verlängerten musikalischen Arm der Neonazi-Szene in Südbrandenburg“.

Die Laufbahn des mit hervorragenden Noten ausgestatteten Jungjuristen konnten die Verfassungsschützer allerdings nicht stoppen: Die bayerische Justiz erfuhr nichts von dem Schriftwechsel zwischen Potsdam und München. B. trat sein Amt in Lichtenfels im Herbst 2013 an. Die bayerischen Verfassungsschützer hatten schlicht versäumt, sich darum zu kümmern, welcher Tätigkeit der neu zugezogene Rechtsextremist nachgeht.“

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Wenn Tanith jemandem LSD erklären müsste

Also ich habe keine Ahnung von so was und verlasse mich da ganz auf Tanith, der ganz sicher weiß, wovon er da spricht, wenn er zu diesem GIF meint, Bilder sagen mehr als 1000 Worte: wenn ich jemand LSD erklären müsste:“

Also ich habe ja keine Ahnung von so was, finde diesen Kommentar unter dem GIF dann aber doch sehr wunderbar treffend. Habe ich mir sagen lassen. „Visuals are only half of it. The other half is how you FEEL about the pole.“

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Was aus einer Anzeige gegen Volksverhetzung wurde

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Im August diesen Jahres brachte die BZ online einen Artikel über Dealer vom Görlitzer Bahnhof. Eine Facebook-Seite die von Berlin aus vehement Stimmung gegen Flüchtlinge und geplante Unterkünfte für jene macht, verlinkte diesen Artikel bei sich und hoffte womöglich auf das niveulose Gehate, das in den Kommentaren der Seite Gang und Gäbe ist. Es dauerte nicht lange und einer der Leser biss an. Er schrieb „Sofort nach Auschwitz dieses Scheißpack!!!!“ Der Beitrag wurde samt Artikel mittlerweile gelöscht. Die anderen Beiträge samt der Kommentare sind nicht weniger beschissen.

Ein User auf Facebook, ich nenne ich hier mal B., sah obigen Artikel samt Kommentar und dachte sich, dass dagegen irgendwas unternommen werden müsste. Vielem, das in ähnlich ekelhafter Manier durchs Netz geht, wird schließlich nur selten oder gar nicht widersprochen. B. also stellte bei der Berliner Polizei Strafanzeige gegen Volksverhetzung. Irgendwer muss schließlich mal etwas dagegen tun, dachte sich wohl B.

Nun bekam er Antwort von einem Berliner Staatsanwalt. Das Verfahren wurde eingestellt. Der Argumentation des Staatsanwaltes kann ich durchaus folgen, bin aber dennoch irritiert, dass derartige Aussagen von der Meinungsfreiheit gedeckt sind, solange kein Betroffener Anzeige wegen Beleidigung stellt.

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