Zum Inhalt springen

Autor: Ronny

Die AfD Sachsen fordert in ihrem Wahlprogramm „verpflichtende Sprachkurze“

Soll mal keiner sagen, die AfD hätte keine neuen Ideen. Sprachhkurze ist eine derart neue Forderung im Wahlprogramm der AfD/Sachsen, dass das Wort dazu bisher noch niemandem bekannt war. „Integrationsfolklore“ kommt offenbar vom selben Sprachentwickler. Der hatte wohl schon den ein oder anderen Sprachkurzen zuviel. In welcher Bahnhofspinte diese Kurzen dann ausgegeben werden, steht hingegen nicht im Wahlprogramm.

Bildschirmfoto 2014-08-21 um 18.48.51


(via extra3)

5 Kommentare

[Sponsored] IKEA experimentiert mit Zeitreise

Bildschirmfoto 2014-08-21 um 11.37.07

Wie durch den Trailer schon angekündigt, schickt IKEA einige das wollende Kunden mit Hilfe eines Hypnotiseurs in die Zukunft. Anders als ich allerdings annahm geht es nicht primär um die Möbel der Zukunft, sondern eher um das Leben im Allgemeinen und ums Familienleben im Konkreten. Andi und Sofi bekommen es hier mit verschiedenen in der Zukunft liegenden Entwicklungsstufen ihrer Tochter zu tun, die sie eigentlich gar nicht haben. Und ein bisschen ist das auch spooky. Bleibt zu hoffen, dass mir nicht mal Ähnliches passiert. Mit den Töchtern, die ich tatsächlich habe. Ich möchte bitte keinem George die Lotion reichen müssen.

Justin Tranz hat mehr als 6.000 Bühnenauftritte hinter sich und ist der bislang einzige Hypnotiseur, der offiziell am Broadway aufgetreten ist. Er hat Tausenden dabei geholfen, mit dem Rauchen aufzuhören, abzunehmen oder andere persönliche Ziele zu erreichen. Außerdem hat er mit Fachleuten aus der Medizin, Führungskräften aus der Industrie und Sportlern unterschiedlicher Disziplinen bei Wettkämpfen zusammengearbeitet.

Bei dem Time Travel Experiment arbeitet IKEA mit Tranz zusammen, um Ereignisse ins Rampenlicht zu rücken, die unser Leben und unseren Alltag verändern. In diesem Film wird gezeigt, was es bedeutet, Eltern zu werden, eine der größten Veränderungen im Leben eines Menschen überhaupt.


(Direktlink)

2 Kommentare

Floating with Leandro Fresco: Isolatedmix 47

Ohne Scheiß: Ich habe diese Ambient-Massage heute mindestens 14 Mal gehört und von Durchlauf zu Durchlauf wurde sie immer noch besser.

Ein für mich perfekter Ambient-Mix hat mindestens ein Mal KLF in der Tracklist. Der hier hat sie gleich zwei Mal und in der Mitte dessen Maceo Plex. Muss man auch erstmal so auf die Liste kriegen. Aber Leandro Fresco bekommt das beim 47sten Isolated Mix ganz wunderbar hin und nimmt mich mit auf eine imaginäre Reise auf einem Fluss durch die Berge, deren Gipfel Schnee tragen. Alleine die Tracklist dürfte diesen Schnee schmelzen lassen. Fantastisch.


(Direktlink, Direktdownload)

Tracklist:
01. Murcof – Ooort + Cosmos 2
02. Boards of Canada – Telepath
03. Ulf Lohman – PCC
04. Moshimoss – Travis
05. Jacques Lu Cont – Palindrome
06. Ocoeur – Memento
07. Maps & Diagrams – Ukiyo -e
08. Another fine day – Moving in Stillness
09. Markus Guentner – Shadows Of The City
10. Solar Fields – Sky Trees + Patterns
11. Marsen Jules – The Philosophers Trap
12. Loscil – Charlie
13. The KLF – Six hours to Louisiana, black coffee going cold
14. Maceo Plex – Conjure Balearia
15. The KLF – Dream team in Lake Jackson
16. Bill Laswell – The Heathen Dub
17. Bvdub – Your Loyalty Lies Long Forgotten
18. Ocoeur – Fusion
19. Melorman – Over The Ocean
20. Bochum Welt – La Nuit

4 Kommentare

Sehr geehrte Frau Lühmann von der FAZ,

mit Verlaub und bei allem Respekt, Sie haben da heute einen ganz schön dollen Unsinn in die FAZ getippelt.


(Eigentlich hoffte ich ja, diesen Blödsinn niemals nicht kommentieren zu müssen.)

Wissen Sie, Frau Lühmann, ich bin Sozialarbeiter. Ich arbeite mit Kindern, mit Heranwachsenden und auch mit jungen Erwachsenen. Das sind diese Wesen, über die einige ihrer Kollegen gerne mal schreiben. Das zu tun ist meine Profession, das habe ich gelernt und ich liebe diesen Job. Wirklich.

Nebenbei betreibe ich da irgendwo in diesem Internet dieses kleine, bescheidene Weblog hier. Es ist neben der Musik mein liebstes Hobby. Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, ob ich mit dem, was ich hier tue, irgendwelchen journalistischen Ansprüchen gerecht werden könnte. Das war mir immer völlig latte. Ist ja mein Job nicht, den machen andere (hoffentlich) viel besser, dachte ich immer und denke ich mir auch heute noch. Schlicht nicht meine Baustelle, wenn Sie verstehen. Und mit Baustellen kenne ich mich aus. Wirklich.

Vieles von dem, was ich irgendwann mal am Journalismus lieben gelernt habe, habe ich bei Cordt Schnibben gelesen. „Reklame Republik – Seltsame Berichte zur Lage der vierten Gewalt“ empfand ich in meiner – zugegeben ziemlich verkifften – Hippiezeit als ein ganz und gar großartiges Buch. Es verschaffte mir einen Einblick in eine Welt, mit der ich als Zivi sonst nichts zu tun hatte. Ein tolles Buch, aber Sie kennen das sicherlich. Hoffentlich. Kurz darauf schloss ich ein Spiegel-Abo ab. Der alte Augstein war damals noch Chefredakteur. Da konnte man nichts falsch machen und da konnte man imho damals auch nichts gegen sagen. Ein guter Mann, wie mir seine Geschichte mitteilte, von der ich auch in meiner Zivi-Zeit gelesen hatte. Als Zivi hatte ich ja Zeit für so was.

Heute ist es mir manchmal ein wenig peinlich, mal ein Spiegel-Abo gehabt zu haben. Ich erzähle das nicht so gerne. Das liegt nicht an dem Spiegel von damals, eher an dem von heute, aber dieses Thema mag ich hier gar nicht erst aufmachen. Journalismus ist schließlich mein Job nicht, die Kritik daran schon gar nicht.

Ich kaufte dann, etwas später und sehr lange ein paar Mal die Woche die taz, was ich heute auch nicht mehr tun würde. Man will ja nicht jeden Tag die Nachrichten von gestern gedruckt sehen. Heute haben wir dafür ja das Netz. Ein Segen für News-Junkies wie Sie, wie mich. Finde ich.

Die FAZ habe ich nie gekauft. Ich durfte sie allerdings als Zivi immer den von mir betreuten, alten Menschen vorlesen. Die mochten die FAZ und das, was in ihr stand. Allerdings assoziiere ich seitdem die FAZ immer mit dem Geruch von Altersheim. Womöglich mein Fehler, aber vieles von dem, was ich hin und wieder im Netz von der FAZ mitbekomme, holt diesen unliebsamen Geruch von damals wieder hoch. Man kann ja auch nicht raus aus seiner Haut.

Später dann, lange nach meinem Zivildienst, wollte mal ein guter Bekannter von mir Journalismus studieren. Er wollte Gutes in die Welt tragen. Ich mochte diese Motivation. Auch weil ich ihn sehr mochte und dachte, er würde ein guter Journalist werden. Er bewarb sich in Leipzig und in Hannover auf ein Studium. „Gute Standorte“ für sein Vorhaben, wie er damals meinte. Ich weiß es heute nicht mehr ganz genau, aber ich glaube in Hannover nahm man ihn nicht, weshalb er daraufhin nach Leipzig ging. Wir haben uns ewig nicht gesehen. Heute macht er was „mit Medien“. Im Internet. Gar nicht mal mehr so nahe an seinem damaligen Vorhaben. Aber eine gute Schreibe, die hat er erlernt. Manchmal beneide ich ihn ein bisschen darum, wenn Sie verstehen. Aber „man kann nicht immer alles haben“, meinte meine Oma damals ganz früher schon immer und meine Oma war eine ziemlich kluge Frau.

Ich habe also mit Journalismus nicht sonderlich viel am Hut. Das haben Sie gut und richtig zusammengefasst. Allerdings habe ich hier auch nie den Anschein erwecken wollen, dass das anders sei. Ich konsumiere ihn. So wie ich ungefähr täglich 67 andere Themen im Netz konsumiere.

Ich liebe die Musik, gerne und gerade auch die, die in großen Medien keinen Platz findet, was sie keineswegs schlechter macht. Ich mag Visuelles sehr, sehr gerne. Diese verspulten und mitunter völlig abgefahrenen Videos, die im Netz landen und für die sich irgendwelche Menschen in der Welt stundenlang Zeit ans Bein binden, die aber keinerlei journalistische Relevanz haben. Dort gehören sie vielleicht auch gar nicht hin – dafür schließlich gibt es Blogs. Manchmal mag ich auch einfach nur Lustiges. Wir alle, die wir auch heute noch etwas tiefsinniger zu denken versuchen, haben kaum noch Platz für Quatsch in der Birne. Dabei kann Quatsch so was schönes sein, auch wenn der lange nicht alles ist. Das Sahnehäubchen allerdings sind GIFs. Die Dinger über dessen Faszination fast alle Ihrer Kollegen schon geschrieben haben und ihnen dennoch keinen Platz einrichten, weil sie keinen Nachrichtenwert haben. Richtig. Haben sie objektiv betrachtet auch nicht. Für mich aber schon.

Und dennoch mache ich hier eben nicht nur Quatsch. Ich teile Gedanken, Gefühle und auch ein Stück weit mich selber mit. Leider ist das alles nicht immer ganz so witzig und ironisch, wie Sie ja meinten, aber so ist das Leben halt. „So, wie es einem täglich vor die Füße fällt“. Auch das hat meine Oma gerne gesagt. Eines allerdings ist das in der Summe nicht: „Substanzlos“, wie Sie das ja genannt haben. Denn die Substanz hier bestimme nur ich. Ich ganz allein. Fern ab von jeglichen redaktionellen Zwängen. Wenn ich mich hier nur mal beispielsweise durch meine „Kopfkinomusik“ klicke, hat die in den letzten neun Jahren womöglich mehr an Substanz gesammelt, als ein unterdurchschnittlicher Plattenladen in der Hauptstadt. Um das zu wissen allerdings, muss man sich halt auch mal die Mühe machen und dort rauf klicken. Dafür aber war wohl keine Zeit, nehme ich an. Für den „Täglichen Sinnwahn“ auch nicht, glaube ich, denn dort ist meistens Schlumilu (Schluss mit Lustig). Aber ich schweife ab.

Eigentlich geht es in Ihrem Artikel ja darum, dass einige der deutschen Blogs irgendwie dem Vice hinterhereiern würden und irgendwie deren vermeintliche „Lässigkeit“ zu übernehmen versuchen. Nun… Ich habe Vice nicht mal im Reader, der für mich das ist, was für Sie Ihr täglicher Nachrichtenticker sein dürfte. Sehr wichtig also. Allerdings ist in meinem kein Platz für Vice.

Sie arbeiten sich da irgendwie an der ISIS-Doku ab. Kann man völlig kontextlos im Hinblick auf Blogs schon mal machen, ja, auch wenn sich mir der Sinn dessen so gar nicht erschließen will. Martin hatte bei den Blogrebellen dazu alles irgendwie Nennenswerte schon zusammengefasst.

Man darf das Vice auch gerne ambivalent lesen und beurteilen. Ich mag vieles von denen, was bei Munchies oder auch auf Motherboard kommt. Die haben dort mitunter großartiges Zeug, wirklich. Ich muss aber die Stories, die Vice über „Weed-Vagina-Gleitgel“ und ähnlichen Schrott schreibt, nicht lesen und lasse das auch lieber. Ich lese die auch nicht, wenn die über elektronische Musik schreiben. Davon nämlich verstehen die rein gar nichts. Und das meine ich total unironisch, weil das ist wirklich so. Aber ich kann akzeptieren, dass die da irgendwo ihr Zeug ins Netz droppen. Ich muss das schließlich ebenso wenig lesen, wie ich die Bild lesen muss.

Nun meinten Sie ja, dass die irgendwie Vorbilder oder so was für einige deutsche Blogs sein könnten, wenn ich das richtig verstanden habe. Sie reihen mich in diese Blogs ein. Und ich muss sagen, nein, das ist Vice sicher nicht. Nicht für das, was ich hier täglich veranstalte. Keine Ahnung, ob Marcel von Amy & Pink das anders sieht, aber ich mochte auch das, was er macht, nie sonderlich gerne. Habe ich ihm sogar auf Nachfrage hin mal aufgeschrieben, hat er allerdings nie veröffentlicht. Er wird schon wissen, warum. Genau deshalb aber nehme ich Ihnen diesen hanebüchenen Vergleich besonders übel. Sie haben sich keine drei Stunden Zeit genommen, um in den Archiven zu stöbern, sich einzulesen, beklagen aber den „substanzlosen“ Umgang mit dem journalistischen Gut und konterkarieren dieses im selben Absatz durch Ihr Geschriebenes.

Ob Christian von Schlecky nun ob der Vice verkrampft „lässig“ sein will (Toll übrigens, dass Sie dieses Adjektiv mal wieder rausgekramt haben. Ernsthaft jetzt.), weiß ich nicht, bezweifle das aber. Vielleicht ist er einfach sehr viel lässiger als die Leute beim Vice und ist das schon lange. Könnte ja auch sein.

Ich schreibe hier schon länger, als ich von der Existenz der Vice wüsste, und tue das, was Sie so am Rande „werbefinanziert“ nannten, obwohl das nicht mal meine und schon gar nicht Ihre wohnlichen Nebenkosten decken dürfte. In genau jenem Stil, der mir gerade beliebt. Vice hin, Vice her. Fick die Redaktion. Ich mache das für mich und für jene, die das lesen und das hören wollen. Und gleich, das weiß ich jetzt schon, kommt ein fantastischer Ambient-Mix, den nur Liebhaber zu schätzen wissen und den ich beim Schreiben dessen hier gehört habe. Total unironisch, total untrendy und für viele enorm unsexy. Dafür aber aus dem Herzen. Den würde Ihr Medium niemals nicht bringen. Das Vice schon gar nicht. Auch deshalb ist Ihr versuchter Vergleich total Banane (das wollte ich schon immer mal schreiben).

Kurzum: mir ist egal, was Journalismus macht, ich will keinen machen. Ich will bloggen, ich will das bei mir sammeln, was mich täglich so anmacht; Punkt. Nicht mehr, nicht weniger. So.

Weil: so sind Blogs eben. Vielleicht hätte das in der Redaktion auch einfach mal wer erwähnen können.

Herzlichts
Ronny

(P.S. Nicht von irgendwem gegengelesen, wahrscheinlich wieder mal 300 Rechtschreibfehler, 28 Gedanken vergessen, aber ehrlich, und einfach so – schnell aus der Hüfte. Ich würde um nichts in der Welt meinen Job mit dem Ihrigen tauschen wollen. Bloggen nämlich ist im Idealfall mehr als ein Job. Bloggen ist Liebe. Aye.)

74 Kommentare

Blitzverlosung für Freitag, den 22.08: 2×2 Tickets für Just Blaze im Gretchen

Mal ganz fix und für die Kurzentschlossenen: am Freitag wird die auf Beats scheppernde Bassgranate Just Blaze im Gretchen gastieren. Das könnte in etwa so klingen.


(Direktlink)

Seit der Jahrtausendwende etablieren seine Produktionen für das Roc-A-Fella-Camp (und darüber hinaus) Just Blaze in der Riege der Top-Produzenten. Als Teenager beschallt er bereits die Parties in seiner Heimat Paterson, New Jersey. In der High School kommt er mit dem Produzieren in Berührung, und zu Weihnachten gibt’s seinen ersten Sampler als Geschenk: die Roland JS-30. In Manhattans Cutting Room absolviert er ein Praktikum und hat so seinen Fuß in der boomenden Szene des New Yorker Raps. Doch auf die Bitte seiner Eltern studiert er drei Jahre Informatik an der Rutgers University, anschließend gilt sein Herz aber nur noch der Musik. Und so klopft eines Tages Roc-A-Fella an die Tür, da über ein paar Ecken Jay-Z eine Beat-CD von Just Blaze erreichte. Mit einem Beat für den Track „Street Is Talking“ auf seiner Label-Compilation „The Dynasty: Roc La Familia“ (2000) beginnt eine langjährige Zusammenarbeit mit Just Blaze. Schon ein Jahr später folgt „The Blueprint“, auf dem Just Blaze mit den Tracks „Girls, Girls, Girls“ und „Song Cry“ vertreten ist. Seine Detailverliebtheit, seine technische Expertise und sein musikalisches Händchen katapultieren ihn in eine Liga mit Dr. Dre oder Pharrell Williams. Es folgen massive Hits wie „Breathe“ (mit Fabolous) und Instrumentals für Jiggas „Black Album“, Talib Kwelis „The Beautiful Struggle“, Ushers „Confessions“ und etliche, weitere, Drum-geladene Beats. Als einzigen Fremdproduzenten bittet Kanye West Just schließlich um einen Beat für sein zweites Album „Late Registration“. Just Blaze revanchiert sich brav mit einer leicht abgewandelten Version von Curtis Mayfields „Move On Up“. Da Roc-A-Fella durch das Label Def Jam übernommen wurde, gründet er als Sublabel von Atlantic Records, sein eigenes Label Fort Knocks Entertainment. Außerdem produziert er für die Beastie Boys, P. Diddy, Busta Rhymes, Snoop Dogg, Janet Jackson, Christina Aguilera, Kelis, Beyoncé, Rihanna, Lenny Kravitz und auch Eminem. Für letztere Produktion hat Blaze übrigens einen Grammy eingesackt.

Da ist also so ziemlich alles dabei, was einem den Scheitel vor der PA des Gretchens föhnen kann. Und als wäre das nicht genug, sind auch noch die großartige Sarah Farina, Soulmind und Delfonic dabei, um die Nacht komplett zu machen. Ich würde mir das auch gerne selber geben, habe aber Samstagmorgen eine Einschulung und beides zusammen verträgt sich nicht so gut.

Wer dabei sein möchte, sollte hier bis Freitag, 15:00 Uhr unter Angabe einer gültigen Adresse kommentieren. Sollten das mehr als zwei Interessierten tun, entscheidet wie immer Random.org darüber an wen die Tickets gehen werden. Viel Glück!

30 Kommentare

Doku: Wem gehört die Stadt? – Wenn das Geld die Menschen verdrängt

Bildschirmfoto 2014-08-20 um 00.20.25

Ich habe diese Doku unter nahenden Schmerzen gerade so bis zum Ende durchgehalten. Es muss nicht erwähnt werden, dass es in anderen Städten aktuell nicht wesentlich anders zugehen dürfte. Potsdam profitiert aktuell wahrscheinlich ein bisschen davon, dass es im Schatten von Berlin liegt, weshalb außerhalb der Stadt kaum einer darüber reden dürfte. Die Umstände dürften ähnliche sein.

Allerdings, und das ist auch gar nicht so verkehrt, fehlt der Doku der erhobene Zeigefinger und zeigt beide Seiten, die ganz offensichtlich jeden Morgen in ganz anderen Welten aufstehen. Genau das macht sie aus, auch wenn es das für Betroffene kein kleines bisschen besser macht.

Wem gehört die Stadt? All denen, die das Leben darin solange bezahlen können, bis es für sie nicht mehr geht. Ab da gehört sie anderen. Vielleicht soll das ja so sein.

Hier zu sehen in der ARD-Mediathek.

Ein Mietshaus in Neukölln soll saniert, in Eigentumswohnungen umgewandelt und teuer verkauft werden. Plötzlich entdecken Mieter, dass ihre Wohnung – schick aufgemacht – auf Immobilienportalen zum Verkauf angeboten wird. Ihnen selbst steht eine saftige Mieterhöhung ins Haus. Wie kann das sein? Wie können sich die die Mieter wehren? Und was führt der Besitzer im Schilde?!
Der Norweger Einar Skjerven landet regelmäßig mit dem Flieger in Berlin. Er hat Berlin als Immobilien-Dorado entdeckt. In großem Stil kauft und verkauft er inzwischen Eigentumswohnungen in der deutschen Hauptstadt – an zahlungskräftige Kundschaft aus ganz Europa, die in das Berliner „Betongold“ investiert. Was hat ihn an Berlin gelockt und warum lohnt sich die Stadt für ihn so sehr?

Ali Gülbol hätte nie gedacht, dass er einmal in den Schlagzeilen landen würde. Doch als die Gerichtsvollzieherin mit 800 Polizisten anrückt, um seine Kreuzberger Wohnung zu räumen, stellt sich ihm die Frage: Wem gehört die Stadt?
Ariane Mummert leitet den Vertrieb eines Maklerbüros, in dem über 40 Makler arbeiten. 280 Millionen Umsatz – und die Neubauprojekte werden immer größer. Da sind neue Vertriebsideen gefragt, um die teuren Objekte an die Kunden zu bringen – zum Beispiel eine nächtliche Immobilientour per Reisebus.

Eigentlich wollten die Geschwister Schöne nur die sanierungsbedürftige Altbauwohnung ihrer Eltern verkaufen: Doch nach nicht einmal zwei Tagen müssen sie die Anzeige aus dem Immobilienportal nehmen. Hunderte Anrufe, zahllose Mails, Kaufinteressenten, die im Treppenhaus Schlange stehen und sich hemmungslos überbieten. Der Berliner Markt läuft heiß.

600 Wohnungen mit mehr als 60.000 Quadratmetern – ein Riesenneubauprojekt in direkter Nachbarschaft – für Carsten Joost der Supergau im am dichtesten besiedelten Bezirk Berlins. Denn in Friedrichshain fehlt es eher an Parks und Grün, die Mieten steigen rasant und jetzt soll, so fürchten die Anwohner, ein gigantisches Projekt mit schicken Eigentumswohnungen die Lage noch weiter verschärfen. Joost und seine Helfer wollen die Öffentlichkeit mobilisieren. Ihr Kontrahent versteht das Problem nicht: Die Stadt braucht dringend neue Wohnungen und er will sie bauen. Sogar großzügige Geschenke hat er verteilt – eine kostenlose Kita und 3000 Quadratmeter preiswerte Mietwohnungen.

Der Film von Kristian Kähler und Andreas Wilcke gibt einen tiefen Einblick in das Geschehen am aufgewühlten Berliner Immobilienmarkt.

15 Kommentare

SeekSickSound Podcast #123: Sieren

Sieren, eines der Aushängeschilder von Project: Mooncircle mischt den aktuellen SSS Podcast. Ambient, Bass, Beats, düstere Spähren und Seele. Und überhaupt hat der Mann ein ganz wunderbares Ohr.


(Direktlink)

Tracklist:
1) Memotone & Soosh – September Snore [Project Mooncircle]
2) Throwing Snow – As You Fall (feat. Py) [Houndstooth]
3) Andy Stott – Leaving [Modern Love]
4) Kangding Ray – Serendipity March [Raster Noton]
5) Sieren – Regret [Shades Recordings]
6) Akkord – Gradient [Monkeytown]
7) Phon_o – Kellerkind [50 Weapons]
8) Duct & Owen Howells – The Bell Tower [Shades Recordings]
9) Head High – Power Seat [Power House]
10) Sieren – Prism [Shades Recordings]
11) Special Request – Cold Blooded [Houndstooth]
12) Troy Gunner – Backstab [Forthcoming EMF]
13) Edmondson – Nocturnal’92 [Unreleased]
14) Sieren – Reveal [Shades Recoridngs]
15) Kiasmos – Driven [Erased Tapes]
16) Sean Pineiro – Green Copy [Ki Records]

Ein Kommentar