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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Der hier ist für jene

Jaja, schon voll alt und so. Aber ich war bisher nicht in der Stimmung, das hier so drin haben zu wollen. Jetzt aber komme ich gerade aus einer Ecke meiner Stadt, in der 1030 Cops 130 Pegida-Spaten an die Hand nehmen, um sie erst 1400 Meter durch ein multikulturelles Stadtgebiet, das quadratkilometerweit komplett hermetisch abgeriegelt wurde und an einem Flüchtlingsheim vorbeiführte, um die Menschenfeinde dann später in der Tram zu den umliegenden Bahnhöfen zu führen. So wie eine Mutti oder ein Vati, die ihre Kinder gerade vom Hort abholen. Eine Schande für diese Stadt.

Ich hab am Rande der 1000 Menschen starken Gegendemo mit ein paar Cops gesprochen, wenn sie mich mal nicht nur wie irgendwelche Disco-Prolls auf dem Land angebrüllt und weggeschubst haben. Wohlwissend über ihre eher gute Ausgangssituation. Stark, wie sie dann natürlich sind, pöbelnd wie schlecht erzogene Kids an den Bahnhöfen der Großstädte. Versteckt hinter der Vermummung, die sie uns lauthals verbieten. Alles so frustrierend gerade. Und traurig auch. Die AfD liegt bundesweit aktuell bei 12, im Osten bei 16 Prozent. Und der hier ist für jene, die sich zum Teil dessen machen! So.

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Und vielleicht brauchen wir dann doch noch mal ein neues Album von Muff Potter.


(Direktlink)

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Fehlende Baugenehmigung: Bußgeld für einen Holzstapel

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Hier in Potsdam ist die städtische Bauverwaltung der Meinung, dass man für einige Feuerholzstapel eine Baugenehmigung beantragen müsse. „Der Stapel sei nun mal durch seine ‚eigene Schwere‘ mit dem Boden verbunden und stelle daher eine bauliche Anlage dar.“ Deshalb fordert die Stadt jetzt 1250,00 EUR Bußgeld von einem Hotelier, der auf der Halbinsel Hermannswerder schon seit 20 Jahren sein Holz genauso lagert.

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Die Niederländische Polizei trainiert Adler, um Drohnen vom Himmel zu holen

The Dutch police have partnered with Guard From Above, a raptor training company based in The Hague, to determine whether eagles could be used as intelligent, adaptive anti-drone weapon systems. The eagles are specially trained to identify and capture drones, although from the way most birds of prey react to drones, my guess is that not a lot of training was necessary. After snatching the drone out of the sky, the eagles instinctively find a safe area away from people to land and try take a couple confused bites out of their mechanical prey before their handlers can reward them with something a little less plastic-y. The advantage here is that with the eagles, you don’t have to worry about the drone taking off out of control or falling on people, since the birds are very good at mid-air intercepts as well as bringing the drone to the ground without endangering anyone…


(Direktlink, via Martin)

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Berlin: Adbusting-Aktion gegen Bärgida und Asylrechtsverschärfung

Eine Gruppe von Aktivisten_innen hat in Berlin, rund um dem Platz, an dem Bärgida sich montags versammelt, einige Werbeplakate umgestaltet. Hier alle Infos und mehr Bilder der Aktion.

Rund um den wöchentlichen Treffpunkt der Nazis, den Berliner Hauptbahnhof, haben antifaschistische Plakatkünstler_Innen sogenannte „Adbustings“ angebracht. Dabei veränderte die Gruppe, die sich „Denkendzettelklebende Menschen für die Demaskierung von Asylkritik und Wutbürgertum” (DeMefüDeAsWu) nennt, Werbeplakate, um auf den Rassismus der „besorgten BürgerInnen“ aus der rechten Ecke aufmerksam zu machen. Deren Versuch, sich über aktuelle Diskurse als selbstverständlichen Teil der Gesellschaft zu positionieren, wird ebenso angeprangert. Darüber hinaus thematisiert DeMefüDeAsWu den Rassismus durch Regierung.

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(Fotos: Public Domain)

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Ein Arzt berichtet aus deutschen Flüchtlingslagern

Raphaele Lindemann ist Arzt und seit Wochen unterwegs, um auch Geflüchtete ärztlich zu versorgen. Das geht nicht spurlos an ihm vorbei und er schreibt einfach mal auf, was ihm täglich so widerfährt. Das ist lesenswert.

Liebe Leute,

nach nun fast vier Wochen im Erstaufnahmelager, finde ich endlich mal die Zeit ein paar Zeilen zur…

Posted by Raphaele Lindemann on Donnerstag, 28. Januar 2016


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Wer neben Wichsern wie diesen auf die Straße geht

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(Foto: Bailey Weaver, CC BY 2.0)

Als ich die letzten Monate nicht müde wurde, zu behaupten, dass sich seit den 90ern nichts geändert hätte, weil wir schon vor 20 Jahren, Mitte der 90er, regelmäßig von Neonazis durch die Kleinstädte im Brandenburger Land gejagt wurden, konnte ich nicht wissen, wie dünn die Decke der europäischen Normen- und Wertekalibrierung heute tatsächlich werden würde. Eine Handgranate vor einer Flüchtlingsunterkunft in Villingen-Schwenningen, die zum Glück, von wem auch immer geworfen, nicht hochgegangen ist.

Zwischen Dänemark und Schweden pa­t­rouil­lie­ren aktuell Neonazis, um Flüchtende am Grenzübertritt zu hindern. Bürgerwehrbullshit und so.

Die Liste, die Übergriffe auf Flüchtende sammelt, ist unerträglich lang.

2015 kam es zu einem massiven Anstieg der Gewalt gegen Flüchtlinge, zukünftige und bewohnte Heime und auch der Drohungen und Angriffe bis hin zu Morddrohungen, Steinwürfen und Brandanschlägen gegen Unterstützer, Hilfsorganisationen, Politiker aller etablierter Parteien, Kirchenvertreter, Behördenmitarbeiter und Journalisten

In meinem Potsdam marschieren Neonazis durch die Stadt, die eigentlich, nach eigener Aussage, keine solche sein wollen, deren Äußerungen aber klarmachen, dass sie nicht anderes sind als genau das: Neonazis. Welche, denen ihre mehr als nur knalltütigen Äußerungen mal wieder Prozesse wegen Volksverhetzung einbringen. Zu Recht und bisher zu wenig als solche intensiv wahrgenommen.

Wer mit Menschen wie diesen gemeinsam auf die Straße geht, macht sich mit ihren Ideen gleich; punkt. Wer neben Wichsern wie diesen auf die Straße geht, darf halt auch nicht jammern, wenn man sie „Besorgte Neonazis“ nennt. Im Gegenteil, sie lassen sich genau darauf ein: Teil dessen zu sein. Das ist der Deal derer, die und erzählen wollen, dass sie eigentlich so ja nicht sein wollen. Ihr Tun, allerdings, spricht eine andere, deutliche, mit PI-Bannern getragene Sprache.

Wir sollten das nicht zulassen. Mittelfinger hoch. Keinen Fuß­breit!

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Weedsitenkarte

Von Robyn:

„Bassmusik Produzent Cadenza stand in London wartend vor einem Tesco, als er von einer wildfremden Person eine Visitenkarte in die Hand gedrückt bekam. Erst beim zweiten Hinsehen bemerkte er, dass es sich dabei um eine neue Strategie eines Dealers handelte, der mithilfe einer kleinen Kostprobe seinen Kundenstamm ein wenig erweitern möchte.“

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