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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Podcast: Lange Nacht über Hunter S. Thompson

Könnte sein, dass das der ein oder die andere schon kennt. Diese fast dreistündige Sendung von Deutschlandradio Kultur ist schon aus dem Jahr 2011 und wurde 2012 mit dem Deutschen Radiopreis ausgezeichnet: Lange Nacht über Hunter S. Thompson.

hunter s thompson


[audio:http://media.ndr.de/progressive/2012/0923/AU-20120923-0249-1201.mp3]
(Direktlink, via Swen)

Aus der Begründung der Grimme-Jury:

„2005 erschießt sich Hunter Stockton Thompson, eine amerikanische Legende des neuen Journalismus. Aus seinem Leben, seiner Zeit und ihrem Zeit-Geist wird hier Radio-Magie pur, mit allen Klangmitteln dieser Welt. Fast drei Stunden spannender Entschleunigung und kreativer Transfusionen – in einem Schnitt quer durch die Schichten der Popkultur von zwei Jahrzehnten, die bis heute im Hören, Sehen, Fühlen und Empfinden maßgeblich sind. Ein bester Beweis dafür, was und wie Radio auch sein kann: eine ganz eigene Kultur.“

Ich habe von der Sendung bis heute nichts gewusst und höre das gerade sehr interessiert.

Seinen Stil bezeichnete Hunter als Gonzo, nach einem amerikanisch-irischen Slangausdruck für den letzten Mann, der nach einem Saufgelage noch stehen kann. Gonzo ist streng subjektiv, Realität und Fiktion vermischen sich, der Autor wird Teil der Handlung, treibt sie sogar voran.

Hintergrund war der Gedanke, dass sich mit dem Aufkommen der Jugendkultur in den 60er-Jahren zahlreiche Phänomene nur von innen beschreiben ließen. So schrieb Hunter ein Buch über die Hells Angels, nachdem er ein Jahr lang mit ihnen herumgereist war.

Sein Hauptwerk war „Angst und Schrecken in Las Vegas“, erschienen 1971. Darin ist die Wirklichkeit nur noch eine Folie, auf der sich eine abstruse, weitgehend fiktive Drogenstory abspielt – ein wirrer und irrer Abgesang auf die 60er-Jahre und die Idee eines offenen, jungen und gestaltbaren Landes.

Mit „Angst und Schrecken in Las Vegas“ avancierte Hunter S. Thompson zur Ikone der Gegenkultur. Er schrieb, streng subjektiv versteht sich, über amerikanische Wahlkämpfe, goss Hohn und Spott über Fitness-Fanatiker und ließ sich in Kolumnen zu allem aus, was ihm gerade so in den Sinn kam – bis zum letzten Atemzug ein unbequemer Geist, exzentrisch, rebellisch, widersprüchlich.
(Wikipedia)

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Zu Edathy

Ja, der Tweet ist ein wenig undifferenziert. Aber manche Tweets dürfen das auch manchmal sein.

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Banksy in Hamburg unter Holz, eine Regenbogenwand in Berlin und „Banksy der Toy“

Street Art absurd. Oder Handwerk meets Street Art. In Hamburg haben sie jetzt das letztens gecrosste „Bomb Hugger“ unter einer Holzplatte versteckt. Hier ein Video dazu. Vermutlich soll es bis zu einer geplanten Restauration konserviert werden. Noch lächerlicher geht es im Kontext Street Art nur schwerlich.

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(Danke, Sebastian!)

Derweil hat es dieser Regenbogen an eine weiße Wand in Berlin geschafft. Sehr schön.

Banksy hat spätestens mit seinem letzten Gaza-Trip und dem von dort mitgebrachten Video für heftige Diskussion gesorgt. Ganz zu recht, wie ich im Artikel dazu schon am Rande erwähnte. Vielleicht wurde ein Buch seiner Arbeiten auch deshalb jetzt Teil dieser Kunstaktion.


(Direktlink, via Urban Shit)

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Was Legida-Teilnehmer beim „Spazierengehen“ so von sich geben

Interessante Einblicke, die ein Reporter des Freien Radios Radio Blau während der Lediga-Demo vom 23.02. in Leipzig schaffen konnte. Er ist einfach mal im Demo-Zug mitgelaufen und hat ein Aufnahmegerät laufen lassen.

Unter sich nimmt man es mit der nach außen propagierten Gewaltfreiheit und Friedfertigkeit offenbar nicht ganz so genau. Offenbar findet es man es irgendwie witzig, Menschen, die Straßen blockieren in den „Steinbruch“ schicken zu wollen. Doch dabei bleibt es nicht.

Unser Reporter ist zwei Stunden bei Legida mitgelaufen und hat einfach nur Gespräche bei dem Aufmarsch mitgeschnitten. Zwischen dem ganzen „Wir sind das Volk“- „Jung muß weg“- und Neonazi-Gegröle war weniges zu verstehen, aber das hat es in sich. Locker und gelöst ermächtigen sich die Teilnehmer selbst. Es bleibt erstmal „nur“ bei menschenverachtenden Parolen. Aber wie den Legidisten das über die Lippen kommt, locker-flockig, ja fröhlich, das lässt tief blicken. Vor allem zwei ältere Herren machen ihrem Menschenhass mehrfach Luft, wollen Protestler_innen abfackeln, Asylbewerber_innen per „unserem 11. September“ umbringen, Politiker_innen lynchen und alles und jeden ins Arbeitslager, den Steinbruch, oder was auch immer stecken. Zwischendurch wollen sie „Die Straße frei“ (das Horst-Wessel-Lied) singen.

[audio:http://www.freie-radios.net/mp3/20150227-originalton-69097.mp3]
(Direktlink, via LIZ)

Währenddessen wurde gestern Abend nach der Pegida-Demo in Dresden ein Flüchtlingscamp vor der Semperoper von circa 100 Pegiden bedrängt.

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Nicolas Jaar vertont Kurzfilm über Opfer von Polizeigewalt: Eleven Times

Jaar scheint aktuell ein sehr umtriebiger Mann, der neben der Veröffentlichung eines neuen Albums auch noch die Zeit findet, einen Kurzfilm von Brian Jackson über Opfer der Polizeigewalt in den USA angemessen zu vertonen.

Nicolas Jaar recently teamed with director Samantha Casolari, producer/Gil Scott-Heron collaborator Brian Jackson, and Cory Rowe, a doctor of criminal justice, to create the multimedia piece Eleven Times. Inspired by the police brutality associated with New York’s controversial “stop and frisk” policy, the video adapts Scott-Heron’s ‘Winter In America’ and takes its name from the number of times Eric Garner told police “I can’t breathe”.

The video profiles 11 men who have experienced unprovoked police brutality in New York and comes with short profiles where each one tells their story.


(Direktlink, via FACT)

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Ein nackter Mann seilt sich vom Buckingham Palace ab?


(Direktlink, via TDWLondon, Hoax, )

Seit Freitag geht dieses Video hier steil. Es zeigt angeblich einen nur mit Socken bekleideten Mann, der sich an Bettlaken aus dem Fenster von Prince Edwards Suite im Buckingham Palace abseilt. Zu schön, um wahr zu sein. Eigentlich. Und weil das offenbar einige so sehen, hat sich das Internet mal hingesetzt und genau hingeschaut. Tatsächlich gesehen nämlich haben die Szene nur ein paar Touristinnen und der Kameramann.

This would be pretty hilarious and embarrassing for the royal family… if it were real.

The man who uploaded the clip is named Anders Dahlberg, and this is the only video on his channel.

People Magazine pointed out that there is a digital marketing manager by this name on LinkedIn. That alone is pretty suspicious, but he has denied that it’s him in a Tweet Sunday:

https://twitter.com/dahlberg/status/572154570534727680

Der englische Video-Produzent Jon Rosling hat das mal unter seine geschulte Lupe genommen und folgende Ungereimtheiten entdecken können.

Also wohl kein nackter Mann, der sich vom Buckingham Palace abseilt. Dennoch durchaus unterhaltsam. Könnte mal jemand so was mit dem Bundeskanzleramt machen?

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Was ist Punk?

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„Was ist Punk? Ich denke, er ist die Kraft, die man aus einem gebrochenen Herzen gewinnt. Die Beharrlichkeit angesichts der Pfeile und Schleudern des wütenden Geschicks.

Was der Punk nicht ist, ist das, was später aus ihm geworden ist. Er hat nichts mit Frisuren oder Klamotten zu tun. Und er ist auch nicht nur ein bestimmter Sound, sondern eine Haltung. Lies immer zwischen den Zeilen und lass dich von den Arschlöchern nicht unterkriegen.“

(Glen Matlock, Sex Pistols)

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Ein 14-jähriger Schülerpraktikant schreibt für die taz über 14-Jährige

Lewis_Hine,_Newsies_smoking_at_Skeeter's_Branch,_St._Louis,_1910


(Foto: Public Domain)

Der 14-jährige Fritz schreibt als Schülerpraktikant für die taz über Dinge, die 14-Jährige halt so bewegen. Es geht um Mützen, das Rauchen, „Ballerspiele“ und um Respekt. Es sollten viel mehr Schülerpraktikanten für Zeitungen schreiben!

Ich trage Mützen. Ich trag sie im Winter und im Sommer. Ich trage sie draußen. Ich trage sie drinnen. Meine Mutter sagt: „Nimm die Mütze ab am Tisch.“ Ich: „Wieso?“ Sie: „Weil es sich so gehört.“

Ich behalte die Mütze auf. Sie ist für mich so wichtig wie die Hose. Wenn ich die Mütze abnehme, fühle ich mich wie ohne Hose. Unter der Mütze bin ich sicher. Kann besser arbeiten, kann besser nachdenken, kann mich besser konzentrieren. Ich hab Mützen in allen Farben, Rot, Blau, Grün, Gelb, Schwarz – am liebsten Schwarz. Mützen sind nice.

Ich habe meine Große heute in einem überdurchschnittlich teuren Sushi-Laden darum gebeten, beim Essen doch bitte ihre Mütze (die sie _immer_ trägt) abzunehmen. Hätte ich diesen Artikel vorher gelesen, hätte ich das nicht getan. Vielleicht.

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„Medizin zum Aufmalen“

[Update] Laut dieser Kunden-Rezension funktioniert das also wirklich!

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Hier hatte mal wieder jemand zu viele Bachblüten und außerdem potenzierte Zuckerkügelchen im morgendlichen Kaffee. Die allerdings halfen nicht dagegen, dass der Erfinder der Methode schon mit 55 an einem Herzinfarkt gestorben ist. Wäre er mal lieber hin und wieder zu einem Schulmediziner gegangen. ¯\(º_o)/¯

Das ganze als Video:


(Direktlink, via Fefe)

Und? Überzeugt? Ich nicht.

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