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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Frage des Tages bei aol.de

Bei aol.de machen sie lustige Sachen. Die haben zwar keine Antworten auf die Fragen, die der Tod von Putin-Kritiker Boris Nemzow aufwirft, aber das ist auch gar nicht so wichtig, die fragen halt lieber ihre Leserschaft. Die werden sich schon alleine ihre Antworten zusammen klicken. Geiles Konzept. Wer will sich schon durch minuter komplexe Texte zu dem Thema lesen. Der Kreml – Wen wundert das? – liegt vorne. Vielleicht aber war es ja doch die Telekom!

aol_Nemzow


(via reddit)

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Doku: No Future! Als der Punk noch Wellen schlug

Perfektes Programm für einen Sonntagnachmittag. Lief gestern Abend auf arte und ist jetzt für sieben Tage auf arte+7 zu sehen.

Zunächst in New York und London, später in Paris, Berlin und Düsseldorf entsteht ab Mitte der 70er Jahre eine radikale Jungenkultur. Sie ist nicht nur Synonym für eine musikalische Revolte, sondern auch für nonkonformistisches Verhalten und eine provozierende Mode. In den 70er Jahren war die Londoner King’s Road eines der Zentren der Punk-Kultur mit Geschäften wie „Granny Takes a Trip“ und „Sex“, dem Kleiderladen von Malcolm McLaren und Vivienne Westwood. In der Musikdokumentation erzählt Fred Aujas von dem Aufschrei einer Generation desillusionierter Jugendlicher, die sich den Slogan „No Future“ auf die Fahnen schrieben. Sie stellten die Weichen für eine ebenso radikale wie vergängliche künstlerische Revolution.

Ihr Motto war: “Do it yourself”. Um maximale Unabhängigkeit zu erlangen, gründeten einige Punks eigene Plattenlabel, organisierten ihre Konzerte selbst und brachten eigene Fanzines heraus. Alain Maneval, der Erzähler des Films, lebte damals in London. In Clubs wie dem Roxy oder Marquee bildete sich eine eigene Szene heraus. Manevals Erinnerungen und Begegnungen ziehen sich als roter Faden durch die Dokumentation und vermitteln eine Vorstellung von der unglaublichen Energie und Faszination der Punk-Ära.

Heute ist der Punk längst Geschichte, doch die Helden dieser exzentrischen Rebellion, gesellschaftliche Aussteiger und nachtaktive Dandys, hinterließen nicht nur ein ganz bestimmtes Lebensgefühl, sondern auch ein kulturelles Vermächtnis. Anhand von Archivbildern und Interviews mit Zeitzeugen veranschaulicht der Film den politischen Kontext und die ökonomische Krise, aus der die Underground-Bewegung entstand. Der Soundtrack lässt die Punkmusik der Anfangsjahre wie von den Sex Pistols, The Clash oder den Ramones wieder aufleben. „No Future! Als der Punk Wellen schlug“ schildert die Ursprünge der Bewegung, aus denen sich ein Gesamtbild jener Subkultur ergibt – wild, anarchisch, manchmal auch brutal. Eine Bewegung, die sich den T-Shirt-Spruch „No Future“ zum Credo machte. Das tragische Schicksal von Sex-Pistols-Bassist Sid Vicious ist dafür exemplarisch.


(Direktlink, via Christian)

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Endgültige Aufklärung im Fall des blau-schwarzen oder weiß-goldenen Kleids

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Menschen, deren Job es ist, zu publizieren, Geheimnisse zu lüften und für Aufklärung zu sorgen, kommen natürlich auch an #thedress nicht vorbei. Und et voilà: entzaubern sie die Frage, ob denn dieses Kleid nun blau-schwarz oder weiß-gold war. Vorneweg: alle, die auf blau-weiß gesetzt haben, haben Recht behalten.

SCREENSHOT / romanoriginals

… das definitiv und ohne jede Frage blau-schwarze Kleid, das Caitlin McNeills Mutter kurz zuvor zu einer Hochzeit getragen hatte. In Natura war dessen Farbe völlig unstrittig, auf dem Foto aber ergab sich der nun weltbekannte seltsame Effekt. Den fand McNeill so kurios, dass sie das Foto bei Tumblr postete.

Der Fummel ist blau-schwarz und war eigentlich gar nicht mehr zu erwerben. Mittlerweile aber hat die ihn anbietende Bude wieder ins Angebot genommen. Natürlich. Nebst anderer Farbkombinationen. Weiß-gold ist und war nie dabei.

SCREENSHOT / romanoriginals

Sektkorken könnten ansonsten beim Kleiderhersteller Roman Originals geflogen sein. Der nahm am Tag nach Beginn der Debatte schnellstmöglich das eigentlich bereits ausgemusterte Kleid wieder ins Angebot. Nun mit einem schicken, neuen Namen: „#TheDress Lace Bodycon“. 68% Viscose, 27% Polyamid, 5% Elastan. Waschhinweis: Nur chemisch reinigen.
(SpOn)

Rätsel gelöst also. Und trotzdem: schön zu wissen, dass es so etwas ohne Internet wohl nicht geben würde. Also das Kleid schon, die irgendwie völlig unnötige und dennoch belustigende Debatte darüber allerdings ganz sicher nicht. Und am Ende hat Grumpy Cat dann eben doch Recht behalten.

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In diesem Sinne.

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Die Wahrheit über Pegida

Ja, einige haben es dann doch gemerkt: Bei dem Video mit dem furchtbar netten Spanier, der sich über Fixie-Biker beömmelt, wurde an der Übersetzung gedreht. Natürlich hat der sich nicht über Fixie-Fahrer lustig gemacht. Die Wahrheit ist viel profaner. Er hat ein bisschen über sich und seine Beziehung zu Pegida gesprochen.

(Danke für Hinweise!)

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Die Polizei übt eine Demo-Choreographie

Ich weiß nicht genau, ob das hier in Südkorea nur eine Übung ist, der Umstand aber, dass es keinerlei Verletzten gibt, lässt schon darauf schließen. Irgendwie erinnert mich das an Herr der Ringe, was natürlich an der Kameraeinstellung liegen mag. Gesehen jedenfalls habe ich derartiges vorher nicht und finde das schon ziemlich interessant. So sortiert sieht man die Beamten ja sonst eher selten.


(Direktlink, via Tasmo)

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Wegen Bombenbauanleitung: Kripo stemmt USB-Stick aus Wand

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(Foto: CC BY-SA 3.0, Autopilot)

In Köln hat die Kripo einen USB Dead Drop, einen in der Wand eingemauerten USB-Stick, aus der Wand gestemmt. Die Dinger wurden und werden wohl immer noch als Kunstaktionen in Wände gepackt, um quasi ein Offline-Filesharing zu ermöglichen. Die Idee an sich ist toll, in Köln allerdings haben dort nun irgendwelche Leute Dateien drauf geparkt, die zeigen und erklären, wie man Bomben baut. „Andere Dokumente beschäftigen sich mit der Herstellung synthetischer Drogen wie Crystal Meth. Auch eine Anleitung zum Panschen tödlicher Gifte war darunter.“

Das musste die Staatsmacht durchgreifen. Anstatt das Teil allerdings einfach zu löschen und zu formatieren, wurde es nun komplett aus der Wand gestemmt. So kann man Offline-Sharing natürlich auch viel effizienter unterbinden.
(via Fefe)

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Banksy in Gaza

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Banksy war mal wieder in Palästina und brachte Farbe an die Wände. Das tat er, um auf die die Zerstörung im Gaza-Streifen hinzuweisen. Einen kurzen Film hat er auch mitgebracht, der auf den Konflikt leider ein bisschen einseitig eingeht. Neben anderen Motiven malte er auch eine Katze, die so schön einen Bogen zum Internet spannt, wie ich finde.

Gaza is often described as ‚the world’s largest open air prison‘ because no-one is allowed to enter or leave. But that seems a bit unfair to prisons – they don’t have their electricity and drinking water cut off randomly almost everyday. — Banksy

A local man came up and said ‚Please – what does this mean?‘ I explained I wanted to highlight the destruction in Gaza by posting photos on my website – but on the internet people only look at pictures of kittens. — Banksy

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Kommerz!

Nur mal so.

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