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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Ukraine

(Foto: Katatonia)

Ich war gestern auf ein Glas Wein bei einem Freund, wir saßen in der Küche und redeten. Auch über das, was gerade in der Ukraine passiert. Ich bin da wahrlich alles andere als ein Experte, halte Krieg allerdings generell für die beschissenste aller Möglichkeiten. Ich sagte ihm, dass ich nicht glaube, dass Putin die Ukraine überfallen würde. Ich halte ihn für durchgeknallt, aber für so durchgeknallt halte ich ihn nicht. Heute Morgen wurde ich eines Besseren belehrt; Russland hat die Ukraine angegriffen. Es gab Tote, Verletzte, ängstige Menschen, die sich in U-Bahnhöfen sammelten. Staus, die Autos von Menschen zeigen, die aus ihren Städten flüchten. Fotos von Menschen in Schützengräben und rollenden Panzern. Wie gesagt, ich habe nicht daran geglaubt.

Der Freund meinte, dass er die Umstände für besorgniserregend halte und sogar Angst hätte, dass dieser Krieg deutlich größer, wenn nicht sogar international werden könnte. Ich verneinte das, weil ich eben dachte, dass es diesen Krieg so tatsächlich nicht geben würde. Jetzt ist er da und ich bin fassungslos. Auch weil davon auszugehen ist, dass der so schnell nicht enden wird – und ich befürchte, dass das wie auch immer gelagerte Konsequenzen nach sich ziehen könnte, die uns alle betreffen könnten. Und ich meine wahrlich keine guten.

Ich habe zu wenig Ahnung von diesem wahrscheinlich komplexen Thema, weshalb ich auch keine abschließende Meinung darüber habe, wer da jetzt die „Guten“ und wer die „Bösen“ sind, aber ich bin mit dem Bewusstsein aufgewachsen, das Krieg einfach immer falsch sein muss. Weil Menschen dabei sterben werden, Menschen zur Flucht zwingt, ganze Leben zerreißt. Russland hat der Ukraine heute einen flächendeckenden Angriffskrieg aufgezwungen. In meinen Augen ist da erst mal recht eindeutig, wer da auf der Seite der Arschlöcher steht.

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In Italien hat man die mumifizierte Leiche einer 70-Jährigen gefunden, die seit zwei Jahren da an ihrem Küchentisch saß

(Symbolfoto: Tama66)

In Norditalien hat man die mumifizierte Leiche einer 70-Jährigen in deren Wohnung gefunden. Sie saß da seit 2019 an ihrem Küchentisch, hatte keine Verwandten, keine Freunde, die nach ihr gefragt hatten. Die Nachbarn gingen davon aus, dass die Dame wegen Corona – diesdas – umgezogen sei. War sie nicht. Sie hat ihr Haus vor ein paar Jahren an einen Schweizer verkauft, aber lebenslanges Wohnrecht behalten. Der Käufer hat sich offenbar nicht so gut um das Haus gekümmert und erst mal nachgefragt, als irgendwelche umgestürzte Bäume auf dem von ihm gekauften und jetzt seinem Grundstück irgendwie auffällig wurden.

Ich weiß; wir haben alle viel zu tun und struggeln eh jeden Tag mit uns und unserem Leben, aber wenn ihr das irgendwie packen könnt, guckt mal hin und wieder nach euren Nachbarn. Mein ich nur mal so.

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Die 17-Jährige, die am Wochenende angeblich wegen einer fehlenden Maske krankenhausreif geprügelt wurde, stellt die Situation ganz anders dar

Als ich am Sonntag las, das in Berlin eine 17-Jährige wegen eines fehlenden Mund-Nasen-Schutzes von sechs Erwachsenen krankenhausreif geprügelt wurde, dachte ich so: „Mein Gott, mir gehen die Maskenverweigerer ja auch auf den Sack, aber die junge Frau ist 17 – und auch ich habe meine Maske schon mal vergessen. Das darf doch nicht wahr sein!“

Die junge Frau, die mit Hirnschädeltrauma, Bauchtrauma und weiteren Verletzungen im Krankenhaus behandelt wurde und dort immer noch verweilt stellt die Situation jetzt gänzlich anders dar. Demnach nämlich waren die sie Angreifenden Menschen ohne Maske und mit rassistischen Motiven. Dazu hat sie einen Insta-Beitrag veröffentlicht.

Mal wieder ein Beispiel dafür, was passiert, wenn Medien ungeprüft irgendwelche Pressemitteilungen übernehmen. Mal gucken, ob die ihre Sicht der Dinge jetzt noch nachschieben.

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SEK stürmt falsche Wohnung und entschädigt den Betroffenen mit Amazon-Gutschein in Höhe von 50 Euro

(Foto: Alexas_Foto)

In Essen hat ein SEK fälschlicherweise die Wohnung eines 28-jährigen Students gestürmt. Der war allerdings die falsche Zielperson. Diese wohnte ein Stockwerk tiefer.

Die Ermittler brachen die Wohnungstür auf, zündeten einen sogenannten „Irritationskörper“ – der laut knallt – und fanden den vermeintlichen Tatverdächtigen in seinem Bett. Sie fesselten ihn, brachten ihn zu Boden.

Nach seinen Aussagen wurde ihm eine Waffe einen Kopf gehalten, was die Polizei bestreitet.

Als Wiedergutmachung hatte der SEK-Leiter dem Studenten dann einen Amazon-Gutschein in Höhe von 50 Euro geschenkt und gedacht, die Sache sei damit erledigt. War sie aber nicht, der Student ging zu einem Anwalt. Der fordert nun ein Schmerzensgeld in fünfstelliger Höhe.

Zugabe:

Der eigentliche Tatverdächtige wurde übrigens beim gleichen Einsatz erwischt, kam aber schnell wieder frei, weil – so die Polizei – in der Wohnung des Verdächtigen keinerlei Beweismittel gefunden werden konnten.

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Holländer wollen Jeff Bezos‘ Superjacht mit faulen Eiern bewerfen

Nachdem letzte Woche bekannt wurde, dass Jeff Bezos in Rotterdam wohl Teile einer Brücke ab- und wieder aufbauen muss, um seine Superjacht aus der Werft ins Meer zu bekommen, haben sich einige Holländer auf Facebook gesammelt, die an dem Tage das Schiff von Jeff Bezos mit faulen Eiern bewerfen wollen. Die FB-Veranstaltung zählt aktuell über 2000 Teilnehmer. Wie ernst das tatsächlich gemeint ist, wird sich wohl erst im Juni zeigen.

Unter dem Titel „Eieren gooien naar superjacht Jeff Bezos“ („Die Superyacht von Jeff Bezos mit Eiern bewerfen“) lädt Organisator Pablo Störmann dazu ein, am 1. Juni um 17 Uhr zwar nicht Jeff Bezos selbst, sehr wohl aber sein neues Spielzeug mit Eiern zu bewerfen. Als Ort wird De Hef angegeben – also die historische Brücke selbst, wie sie von der lokalen Bevölkerung genannt wird.

(via Der Standard)

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„Freiheit“ – Westernhagen mit Impfe im Arm

Die Knetbirnen, die mittlerweile, meistens Montag, dabei sind, den Begriff „Spaziergang“ komplett zu ruinieren, spielen bei ihren Aufläufen ganz gerne Marius Müller Westernhagens Song „Freiheit“. Westernhagen selber hat gestern ein Foto geteilt, das ihn mit einer offensichtlichen Impfung im Oberarm zeigt. Als Begleittext hat er Bossmove-like ganz subtil einfach nur „Freiheit“ dazu geschrieben – und das dürfte die Knetbirnen doch ganz schon pieksen.

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Damit seine Jacht durch passt: Jeff Bezos will historische Hafenbrücke in Rotterdam abbauen lassen

(Foto: derooijfotografie)

Jeff Bezos lässt sich in Rotterdam gerade die wahrscheinlich größte Segeljacht der Welt bauen. Doof nur, dass die nicht aus der Werft kann, weil sie dafür eine historische Eisenbahnbrücke passieren müsste, durch diese sie gar nicht durch passt – dafür ist sie zu hoch. Bezos hat nun beantragt, die Brücke ab- und wieder aufbauen zu lassen. Klar, wer zählt schon mit?

Das Industriedenkmal ist nicht mehr in Nutzung und sollte schon einmal abgerissen werden, wogegen es Proteste der Rotterdammer:innen gab, weshalb die Stadt wieder Abstand von dem Vorhaben nahm. Nun dann ja vielleicht doch.

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Zwei Männer retten über Fassade im 9. Stock eine Frau aus brennender Wohnung

Vor ein paar Tagen im Moskauer Stadtteil Chertanovo: eine Wohnung im 9. Stock eines Wohnhauses steht in Flammen. Ein Frau in der brennenden Wohng bekommt irgendwie Kontakt zu zwei Männern, die sich in der Wohnung unter ihr aufhalten. Sie helfen der Frau dann waghalsig über die Fenster und die Fassade in die nicht brennende Wohnung einen Stock tiefer. Insgesamt rettete die Feuerwehr 12 Personen. Die beiden Herren hier mussten ins Krankenhaus. Einer hatte eine Brandwunde, der andere verletzte sich an Glassplittern. Die Frau blieb unverletzt.

Not all heroes wear capes – und manche wohnen in Moskau.


(Direktlink)

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