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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

#JewsAndArabsRefuseToBeEnemies

Ein Hashtag für den Frieden. Ein kleines Signal, das wahrscheinlich an den etwaigen Entscheidungsträgern und allen Fanatikern vorbeigehen, für sie keine Rolle spielen wird, aber ein Versuch, sich irgendwie Gehör zu verschaffen. Und sei es nur per Hashtag. Mit Liebe gegen den Hass. #JewsAndArabsRefuseToBeEnemies.

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Dennis aus Berlin: „Südländer können nicht lieben“

Ich hoffe ja immer, dass Videos wie diese irgendwie gefaket sind, andererseits weiß ich, dass dieser Mann mit seiner Sicht auf die Welt leider nicht alleine durch die selbige geht. Rayk Anders hat sich mit Dennis getroffen und ihn reden lassen. Über „seine Wahrheit“ und so. Es schmerzt.

Dennis ist überzeugt davon, dass die Machthaber ihn mundtot machen wollen, weil er mit seinen Thesen den aktuellen Status Quo gefährde. Er legt dabei großen Wert darauf, dass er ausdrücklich kein Rassist sei und sieht sich unrechtmäßig als „Nazi“ abgestempelt.

Ich habe ein Interview mit ihm geführt – und einfach mal reden lassen. Weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass Menschen ihr wahres Gesicht zeigen, je weniger Widerstand man ihnen im Gespräch leistet. Und auch wenn es mich innerlich juckte, ihm MEINE Meinung zu seinen „Wahrheiten“ zu entgegnen, so habe ich mich zusammengerissen, um euch diesen raren und ungefilterten Eindruck davon zu vermitteln, was in den Köpfen einiger „Ich-bin-ja-kein-Rassist-ABER…“-M­enschen teilweise vor sich geht.

Deutschland, deine Nachbarn.


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NSA in da House

Oliver hat mit Freunden letzte Nacht durchaus passende Projektionen auf die US-amerikanische Botschaft in Berlin geballert. Hier ein längeres Video der Aktion.

A giant projection featuring the image of U.S. President Barack Obama wearing a backwards baseball cap and the words „NSA in da house“ illuminated the side of the U.S. Embassy in Berlin early Saturday, in a protest against U.S. spying organised by artist Oliver Bienkowski and Anonymous. Police arrived within five minutes, forcing the projection to end.

Bienkowski and Anonymous have previously displayed other projections on the side of the embassy located near the iconic Brandenburg Gate, including the phrase „United Stasi of America“ in July 2013. A Ruptly film crew was detained by police when covering that story.


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Eine Sammlung von Anzeigen linker WGs, die Mitbewohner suchen

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(Foto unter CC BY 2.0 von Kunstee)

Ich bin nach über 15 Jahren ja durch mit dem Thema Wohngemeinschaft. Aus rein persönlichen Gründen. Anzeigen haben wir für unsere WGs nie schalten müssen. Man kannte sich eben. Links waren wir alle irgendwie immer.

Die Jungle World hat sich mal einige Anzeigen angesehen, die linker Lebenswelten so entspringen. Wenn ich suchen würde, wären einige Angebote dabei, die ich mir gerne ansehen würde. Allerdings gibt es auch welche, die mich die WG-Suche sofort einstellen lassen würden. Dann vielleicht doch lieber links alleine wohnen.

Die hier dokumentierte kleine Auswahl aus einer Sammlung von rund 1 800 WG-Gesuchen aus den vergangenen drei Jahren zeigt, vor welchem Problem Wohngemeinschaften stehen, wenn sie auf der Suche nach neuen Mitbewohnerinnen oder Mitbewohnern sind. Sie haben nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie laden willkürlich eine Masse von Bewerbern zum persönlichen Casting ein, was für alle Seiten unerfreulich ist, oder sie versuchen, durch eine detaillierte Anzeige im Voraus die Zahl der Interessenten, die man zum Tee einladen muss, möglichst niedrig zu halten. Ähnlich ist es umgekehrt für Menschen, die eine WG suchen. Dies führt zu überraschend persönlichen Offenbarungen.

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Wir haben weder Putz- noch andere Pläne, dafür genug Pfandflaschen, um eine Reise zum Mond zu kaufen. Was nicht so ganz stimmt, denn die Pfandflaschen haben wir gestern weggebracht und wir haben auch immer haufenweise Pläne wie ein Theaterstück aufführen, containern, einen Quadrokopter bauen, ein Solarpanel über deinem Balkon installieren und und und … und du kannst gerne neue dazu beisteuern.

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Noch immer leistet eine kleine, chaotische WG den Übergriffen der Gentrification Widerstand, mit Sternikästen und Putzlappen auf dem Balkon und Pfeffi unterm Arm. Seit drei Jahren geht das so und bestimmt noch eine ganze Weile. Wir sind ein kritischer BWLer auf Hartz­IV, ein pflanzenliebender Elektrotüftler, ein segelnder postautonomer Studi und eine sozialwissenschaftsbedröhnte Berlinerin. Außerdem sind wir grad 2 Veganer, 2 Fleischesser und ein Ve­getarier. So bunt wir sind, so flexibel und kompromissbereit lebt sich auch unser Alltag. Wir teilen unseren Haushalt so gut es geht, mit kollektivem Kühlschrank, der von allen geleert und gefüllt werden kann, ob mit Containern, Biokram oder auch dem gemeinen Lidl-Käse. Der Wille zum Putzplan hat sich vor kurzem durchgesetzt, bleibt aber flexibel. Zusammen Kochen, auf Demos Gehen, Spielen, Feiern gibt es regelmäßig unregelmäßig und unsere anderen Freunde treffen wir auch gern mal. Selbige finden sich häufiger im hauseigenen Gästehochbett oder auf der Couch versackt in der Küche. Grundsätzlich suchen wir Personen, die sich nicht als männlich sozialisiert definieren. Toll, aber optional wäre vegetarisch oder vegan und kuchenaffin.

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Wir sind eine gemischte, Club-Mate- und koffeinsüchtige, undogmatische, musikalische und küchensofaaffine 12er-WG zwischen Lohnarbeit, Uni, Solitresen, Party und Politics und suchen eine_n neue_n Mitbewohner_in, die langfristig mit uns zusammenleben möchte. Wir sind zwischen 24 und 37 Jahre alt, ernähren uns flexi-pudding-vegan und vegetarisch, ab und an stehen aber auch Fischstäbchen und Lammbraten auf dem Tisch. Du solltest Lust auf eine große, gesellige WG haben, kein_e Phantom-Mitbewohner_in sein und WG-Erfahrung mitbringen. Mit Esoterik und Religion haben wir nichts am Hut und die üblichen bösen Ismen mögen wir auch nicht.

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Wir verorten uns anarchistisch/linksradikal/(pro) queer-feministisch/anti-patriarchal und leben vegan. Auf struktureller Ebene sind wir alle unterschiedlich positioniert, d. h. wir profitieren bzw. sind negativ von verschiedenen MachtStrukturen betroffen: Hier wohnen sowohl weiblich als auch männlich erstsozialisierte Personen, einige haben einen Mittelklassebackground und andere haben Klassenwechsel erlebt. Eine Person ist negativ von Rassismus betroffen und die anderen drei sind weiß positioniert. Wir setzen uns alltäglich auseinander u. a. mit Themen wie Privilegien, Support, Awareness, sensibles Miteinander, Gender – (queer) Feminismen, weißSein, Rassismus, Adultismus, Gewaltfreie Kommunikation etc. Jede_r von uns ist jeweils verschieden weit in den Themen drin und steckt in unterschiedlichen Prozessen. Wir machen mind. 1 pro Woche einen WG-Abend/Plenum, bei dem wir uns Zeit nehmen, emotionale, soziale, organisatorische und andere präsente Themen zu besprechen. Wir versuchen mitfühlend und be­dürfnis­orientiert miteinander umzugehen. Wir sitzen öfter in der WohnKüche rum, redend, kochend, essend und gehen öfter zu politisch-kritischen Veranstaltungen, denken über Ak­tionen und Interventionsmöglichkeiten nach. Wir haben eine Gemeinschaftskasse für Essen usw. (0–10 Euro pro Woche, je nach deiner finanz. Situation) und gehen öfters containern. Wen suchen wir? Wir suchen jemensch, die_der sich nicht cis-männlich positioniert, sich ähnlich verortet bzw. sich für ähnliche Themen interessiert und ihre_seine Gedanken, Prozesse etc. gerne mit anderen teilt, auch vegan lebt oder vegan leben möchte, keine fertige WG erwartet und die_der eher oft als selten in der WG wäre und dort öfter zusammen sein möchte. Wir suchen jemensch, die_der Positionen-aware ist und bei der_dem marginalisierte/unpriviligierte Perspektiven vorrangigen Raum bekommen.

(via Waxmuth)

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„Fliegen ist sicherer als Auto fahren!“

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(Foto unter CC BY-SA 2.0 von Aero Icarus)

… sagen jene gerne, die sich auf Statistiken verlassen. Ich bin weder großer Fan vom Fliegen noch Fan von Statistiken. Dieser vom Schicksal gebeutelten Frau dürfte es ähnlich ergehen.

SYDNEY (AP) — In an almost incomprehensible twist of fate, an Australian woman who lost her brother in the disappearance of Malaysia Airlines Flight 370 learned on Friday that her stepdaughter was on the plane shot down over Ukraine.

Shit!
(via Sara)

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Für nicht genormtes Obst und Gemüse: Inglorious Fruits and Vegetables

Klasse Kampagne einer französischen Supermarktkette, die sich dem Norm-Wahn nicht unterwerfen mag und Obst und Gemüse auch dann verkauft, wenn sie nicht einer erdachten Norm entsprechen. Eben so, wie das Zeug nun manchmal halt wächst. Eigentlich sollte das keiner Rede und auch keine Kampagne wert sein. Der Erfolg allerdings scheint für beides zu sprechen.


(Direktlink, via reddit)

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„Unterstütze die Politik der CDU mit einem Like!“

Klar, dass man hierbei erst an die Titanic und dann an den Postillon denken muss. Allein, beides trifft nicht zu und diese digitale Mobilisierung aus dem letzten Jahr stammt tatsächlich aus dem offiziellen FB-Account der Frau Bundeskanzlerin, die heute ihren 60sten Geburtstag feiert. Kann man sich nicht ausdenken!

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(via reddit)

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Feine Sahne Fischfilet zum dritten Mal in Folge im Verfassungsschutzbericht aus Mecklenburg-Vorpommern: die Band nimmt es gelassen

Und als hätte der Verfassungsschutz in Meck-Pomm seit Jahren keine anderen Probleme, widmet er sich nun schon zum dritten Mal in Folge Feine Sahne Fischfilet. Die hatten sich dafür auch schon im letzten Jahr mit einem Präsentkorb höchstpersönlich bedankt und den Verfassungsschutz MV wegen einer Urheberrechtsverletzung vor Gericht geholt und dort dann ablaufen lassen.

Und auch im Bericht für das Jahr 2013 hat man sie bedacht. Im Wortlaut des Teasers:

Punkband „Feine Sahne Fischfilet“

Die autonome Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ führt seit Ende 2012 verschiedene Verwaltungsrechtstreitigkeiten über die Frage, ob die Gruppe zu Recht im Jahresbericht des Verfassungsschutzes aufgeführt wird. Der Rechtsstreit über den Jahresbericht 2011 ist im Eilverfahren in zwei Instanzen zugunsten des Innenministeriums entschieden worden. Ein Hauptsacheverfahren hat die Band bislang nicht angestrengt. Das Innenministerium hat im Jahresbericht 2011 somit zutreffend dargelegt, dass es sich bei der Band um einen linksextremistischen Personenzusammenschluss handelt.
Auch das Eilverfahren über den Jahresbericht 2012 hat das Innenministerium in diesem Frühjahr vor dem Verwaltungsgericht Schwerin gewonnen. Eine Entscheidung des OVG über die Beschwerde der Band steht derzeit noch aus.

Im Bericht dann ganz konkret:

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Ein „linksextremistischer Personenzusammenschluss“ also. Wäre ja auch fast schlimm, wenn eine Punkband als genau das nicht eingestuft werden würde. Die Jungs von der Küste allerdings nehmen es gelassen und feiern mit einem Video ihren „Hattrick“. In diesem Sinne: Glückwunsch! Und macht endlich Lack mit der neuen Platte! Und kommt verdammt noch mal endlich mal in Potsdam vorbei! Oder bei mir im Jugendclub.


(Direktlink)

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