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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Weltmeister-Shirts in Nazi-Ästhetik auf Amazon

[Update:] Verschiedener Mails nach hat Amazon die Shirts aufgrund verschiedener Beschwerden nun aus dem Angebot genommen. Ich kann das gerade nicht prüfen, will es aber erwähnt haben. Dafür sind die Teile jetzt auf eBay aufgetaucht.

Weltmeister. Rückflug. 500.000 Menschen bei der „Siegesfeier“ auf der Berliner Fanmeile. Auch Helene Fischer begrüßte dort die Deutsche Nationalmannschaft. Natürlich. Derweil werden auf Amazon allerhand Shirts verkauft, die wir zukünftig garantiert auf diversen Fotos von diversen Nazi-Demos sehen werden. Kann man sich nicht ausdenken.

(Ich verlinke die bewusst nicht, habe aber alle Links dazu hier. Mal gucken, wie lange Amazon sich für so einen derartigen Rotz hinzugeben bereit ist.)

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(via René)

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Ein Tüp*, der sich wohl seit 25 Jahren fast ausschließlich von Pizza ernährt

Dan Janssen isst nach eigenen Aussagen seit 25 Jahren fast ausschließlich nur Pizza. Seine Ärzte sagen, es ginge ihm nicht schlecht. Dan meint, „Wir werden eh alle sterben, ich sterbe halt mit Pizza im Bauch.“

Vielleicht sollte ich meine Ernährung umstellen.

We spent a few days with Dan in his hometown of Ellicott City, Maryland and Baltimore to explore where the self-proclaimed „King of Pizza“ finds the perfect slice(s). After watching him consume pizza after pizza, we couldn’t help but wonder, How is this dude not dead yet? Doctors have even given him a (fairly) clean bill of health, but to Dan, „We’re all gonna die. I’m gonna die with pizza in my stomach.“ Enjoy.


(Direktlink, via Devour)

(*Und Tüp immer mit „ü“.)

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Bislang größtes Undercover-Presswerk für Schallplatten, CDs und DVDs in Europa ausgehoben

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(Foto unter CC BY 2.0 von FourthFloor)

Hooopsie! Im Raum Aschaffenburg und im angrenzenden Hessen haben irgendwelche Leute wohl illegal ein Presswerk für CDs, DVDs und für Schallplatten betrieben. Klar, dass der Bundesverband Musikindustrie e. V. (BVMI) da nicht tatenlos zusehen konnte und die Staatsanwaltschaft dazu bewogen hat, mal ein paar Durchsuchungen mit Hinblick auf eine etwaige Strafverfolgung durchzuführen. Das hat diese getan und ist fündig geworden.

Genaue Zahlen gibt es, was nicht wirklich überraschend ist, keine, es ist von “ umfangreichem Beweismaterial“ die Rede, welches sichergestellt wurde.

Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des BVMI, kommentiert: „Mit einem Marktanteil von rund 70 Prozent erfreut sich die physische CD nach wie vor einer hohen Nachfrage in Deutschland – das zeigt sich nicht nur im legalen Geschäft, sondern leider auch auf den illegalen Marktplätzen. Mit der aktuellen Durchsuchungsaktion konnte dank der hervorragenden Vorarbeiten und vor allem der präzisen Arbeit von Staatsanwaltschaft und Polizei dem offenbar bislang größten Undercover-Presswerk für Tonträger in Europa der Stecker gezogen werden. Das Equipment, dass dabei ans Licht gekommen ist, zeigt einmal mehr, dass hier nicht Kleinkriminelle am Werk sind, sondern professionelle Strukturen, die mit ihrer kriminellen Energie sowohl den Künstlern als auch den Tonträgerherstellern massiven Schaden zufügen.“

Hoffentlich nicht nur 36 DVD-Brenner und so ein Teil, dass einen dazu befähigt selber Platten schneiden zu können. Beim BVMI weiß man das ja nie nicht so recht. Nichts Genaues weiß man nicht, aber der BVMI kümmert sich. Nicht nur um digitale Kopien, die ja nach deren andauernden Aussagen fast zum Tod der Musikindustrie geführt haben.

Aber auch international feiert man:

Jeremy Banks, Director of Anti-Piracy, IFPI: „Wir freuen uns sehr, dass wir dabei unterstützen durften, ein Undercover-Presswerk von industriellem Ausmaß aufzuspüren, sodass die deutschen Behörden entsprechend einschreiten konnten. Auch wenn heute die digitale Piraterie die Schlagzeilen bestimmt, verdeutlicht dieser Fall anschaulich, dass die Musikindustrie weiterhin auch gegen diejenigen vorgeht, die unrechtmäßig mit Musik Geld verdienen, indem sie unlizenzierte physische Tonträger herstellen, verbreiten und verkaufen.“

Na dann…

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Ein Wandbild über die Geilheit auf Facebook-Likes

mrthoms

Gelungenes Mural von Mister Thoms, der damit die Geilheit auf Facebook-Likes auf die Schippe nimmt. Das Video hakt etwas, aber das Bild am Ende ist toll.

The piece appeared somewhere in Ferentino, Italy last week and depicts a man obsessed with the feedback from Facebook likes, rendered in Mister Thoms’ signature illustrative style.
(via Colossal)

„Please revel in the irony of liking anything to do with this.“


(Direktlink)

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US-Journalist Jeff Jarvis ohrfeigt Kai Diekmann auf Twitter

Kai „BILD-Obermacker“ Diekmann lässt auf Twitter wissen, dass er Uwe Strohdeicher, Pilot des WM-Gewinner-Rückflugs, höchstpersönlich kennt. Der Stolz und so. Da können sie schon mal mit einem durchgehen. Man kennt das. Jedenfalls posaunte Diekmann auf Twitter rum, dass er einst mit eben jenem Piloten zusammen in einer Schülerzeitung geschrieben hat. Anders als Diekmann allerdings hatte der sich später dann dazu entschieden, auch etwas Richtiges zu lernen. US-Journalist Jeff Jarvis reagierte umgehend, wenn wohl auch ironisch. Hat trotzdem gesessen.

Bildschirmfoto 2014-07-15 um 20.15.44


(via Blogrebellen)

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Der Tagesspiegel über den Polizeiübergriff am Görlitzer Park


(Direktlink)

Anders als Spiegel Online oder die Berliner Zeitung, die nach diesem Video als journalistische Arbeit schlicht und einfach die Pressemitteilungen der Berliner Polizei aufwärmten, hat der Tagesspiegel tatsächlich mal in alle Richtungen recherchiert und das Ergebnis dessen ist durchaus lesenswert.

Im Polizeibericht ist später von einer Massenschlägerei die Rede. Peters sagt dazu: „Vollkommener Blödsinn!“. Aber dennoch ein Fall für die Polizei, dachten er und seine Freundin. Zehn Minuten nach ihrem ersten Anruf wählen sie ein zweites Mal die 110. Die Situation hat sich längst beruhigt, als Sirenen zu hören sind. Viele der Schwarzen flüchten. Zurück bleiben ein Verletzter, der sich Taschentücher ans Ohr hält, Peters und seine Freundin sowie der Mann mit der Clownsnase, Karim A., und seine Begleiterin. Beide wird man später im Video wiedersehen. „Das ist okay“, habe der Clown gesagt, als Peters ihm mitteilt, dass sie die Polizei gerufen hätten.

[…]

So aber dauerte es, der Tumult schwoll an. Auf dem Video ist zu sehen, wie immer wieder Passanten versuchen Karim A. zu befreien. Sie reißen an den Beamten, einer wirft ein Fahrrad. Es sind, so sieht es auch die Polizei, keine Linksautonomen, die da versuchen, einem der ihren zu helfen. Es sind Bürger, die entsetzt sind über das, was sie da sehen, die das Gefühl haben, helfen zu müssen – gegen die Polizei.

(via Anne)

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Soundcloud kurz vor Einigung mit Major-Labels

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Für ein paar Prozent sehen Universal, Sony und Warner Music wohl davon ab, Urheberrechtsklagen gegen Soundcloud anzustreben.

Soundcloud steht offenbar kurz vor einer Einigung mit den drei großen Majorlabels, die mögliche Urheberrechtsklagen gegen die Berliner Musikplattform abwenden könnte. Im Gegenzug für den Verzicht auf Klagen verspricht Soundcloud den Verhandlungspartnern Universal, Sony und Warner Music jeweils Unternehmensanteile im Umfang zwischen drei und fünf Prozent, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise. Außerdem sollen die Majors an zukünftigen Einnahmen der Plattform beteiligt werden.
(Groove)

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Warner Bros. möchte nicht, dass Greenpeace mit Musik von Warner auf die Sauereien von Shell hinweist

[Update] Auch auf Vimeo wurde das Video mittlerweile gelöscht. Die schlecht- bis gar nicht bezahlten Praktikanten bei Warner Bros. scheinen Überstunden zu schieben. Zum Zwecke dessen:

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(Direktlink, via René)

Lego arbeitet schon länger mit dem Ölkonzern Shell zusammen. Greenpeace hat vor ein paar Tagen mit einem sehr eindringlichen Kurzfilm darauf hingewiesen und hat darauf spekuliert, das Lego diese Geschäftsbeziehung auch mal überdenken könnte. Und zwar mit einer Arktis und den dort Lebenden, die allesamt im Öl ersaufen. Gebaut wurde diese Landschaft aus Lego. Lego allerdings mag seine Koop mit Shell eher nicht überdenken. Klar. Jetzt aber schaltet sich Warner Bros. Entertainment ein und lässt diesen Clip wohl wegen eines Urheberrechtsanspruchs auf Youtube löschen. Der hier benutze Song, „Everything Is Awesome“, nämlich ist der Titeltrack des Lego-Movies. Die Rechte daran liegen bei Warner. So kann man unter dem Deckmantel des Copyrights eben auch Politik machen. Andere nennen es Zensur. Ist jetzt gar nicht so awesome. Ein guter Grund, das Video erst recht zu sehen.

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