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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Banksy unterlegt ein Video seiner Arbeit auf einer Gefängnismauer mit den Worten von Bob Ross: Create Escape

Vor ein paar Tagen ging obiges Foto auf Insta und auf Tumblr rum. Es wurde spekuliert, dass dieses Wandbild auf der Mauer eines ehemaligen Gefängnisses in Berkshire, England, von Banksy sein könnte. Der dort auf die Wand Gemalte, so fanden manche, sieht Oscar Wilde recht ähnlich, der – oh Zufall, einst Insasse in Berhshire war und dort schrieb. Der Style passte, aber ganz klar, dass das Banksy war, war das bis da noch nicht.

Jetzt schon. Banksy hat heute ein Video veröffentlicht, das offenbar ihn dabei zeigt, wie der jenes Wandbild auf eben jene Gefängnismauer gebracht hat. Unterlegt hat er das Video mit Textpassagen, die Bob Ross wiederum in den 1980er und 1990er Jahren für „The Joy of Painting“ aufgenommen hatte.

Es gibt in Berkshire wohl einen öffentlichen Diskurs darüber, ob der alte Komplex zukünftig als Kunstzentrum genutzt oder eher für Wohnzwecke verkauft werden sollte. Dann kam Banksy.

Ein auf Metaebene typischer Banksy – und einer der Guten.

The expansive and unblemished prison wall was a daring and perfect spot for a Banksy piece. It’s best known for its most famous inmate: Oscar Wilde served two years in the prison from 1895-1897 for the charge of “gross indecency” for being gay. The work is clearly a tribute to the poet, as the escape mechanism appears to be a long strand of paper emerging from a typewriter in place of the usual bed sheets.


(Direktlink, via Kottke)

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Größter Fund seit immer in Europa: Zoll in Hamburg beschlagnahmt 16 Tonnen Kokain

(Foto: Zoll Hamburg)

Der Zoll in Hamburg hat mal eben nicht weniger als 16 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Das ist schon mehr als nur „ordentlich“. Und irgendwer ist da gerade wahrscheinlich ziemlich sauer drüber. Laut den Ermittlern hat der Bums einen Straßenverkaufswert von mehreren Milliarden Euro. Und andere sind ob dessen vielleicht oder gar wahrscheinlich gerade sehr verängstigt.

Bereits am 12. Februar kontrollierten Zollbeamt*innen im Hamburger Hafen fünf Container aus Paraguay. Diese waren aufgrund einer aufwändigen Risikoanalyse mehrerer europäischer Zollbehörden als verdächtig eingestuft worden. In der Containerprüfanlage wurden in drei Containern, beladen mit Spachtelmasse in Blechdosen, deutliche Unregelmäßigkeiten festgestellt. Scheinbar waren nach einer Lage echter Ware direkt hinter der Containertür zahlreiche Blechdosen auch mit anderen Waren gefüllt. Die Container wurden entladen und aus den 20 kg-Blechkanistern zogen die Zollfahnder*innen jeweils acht Kokainpakete mit mehr als 9 kg Gewicht. In über 1.700 Dosen konnten mehr als 16.000 kg Kokain festgestellt werden. Es handelt sich hierbei um die größte jemals in Europa sichergestellte Kokainmenge, weltweit gehört diese Menge auch zu den größten Einzelsicherstellungen.

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Wichsen gegen die AfD

„Lebe jeden Tag so, dass die AfD etwas dagegen haben könnte.“

Und das kann nicht nur in diesem Fall mal wieder recht einfach sein; masturbiert so oft ihr könnt. Alle. Denn die JA in Bayern findet, dass Masturbation „einen der schöpferischen Energie, vieler Nährstoffe und männlichen Kraft beraubt“. Kein Wort davon, dass auch Frauen masturbieren können. Wenig überraschend, das. AfD halt.

Auf seinem Facebookprofil zeigte er eine Karikatur von Männern verschiedenen Alters, Masturbierende wie Enthaltsame. Erstere ausgezehrt, buckelig und dümmlich dreinblickend, Letztere stolz, stattlich und gesund. „Es“ (also die Selbstbefriedigung), berichtet Deutscher, habe heutzutage „Ausmaße angenommen, die weit über die ,natürlichen Bedürfnisse‘ hinausgehen“. Masturbation sollte daher „generell eingestellt werden, da sie einen der schöpferischen Energie, vieler Nährstoffe und männlichen Kraft beraubt“.

(via Volker)

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Party-Livestream sorgt für Polizei-Großeinsatz

(Foto: TheDigitalArtist)

In Berlin Friedrichshain sorgte ein Party-Livestream am Samstagabend für einen Großeinsatz der Polizei. Eine „besorgte“ Frau meldete sich über den Notruf bei der Polizei. Sie hatte bei Facebook einen Livestream gesehen, der eine Party mit 200 Gästen zeigte. Die Polizei rückte aus und fand: nichts.

Die Polizei reagierte sogleich und rückte mit einem Großaufgebot mit Beamten aus unterschiedlichen Abschnitten – bei der erwarteten Anzahl von Personen eine normale Vorgehensweise – zu dem Club in Friedrichshain aus. Es war bereits Musik aus dem Club zu hören. Die Polizisten umstellten das Gebäude und klingelten an der Eingangstür. Zunächst tat sich nichts. Ein Blick durch die Fenster war ebenso nicht aufschlussreich. Ein Verantwortlicher öffnete schließlich die Tür und ließ die Beamten das Gebäude durchsuchen. Das dauerte nur wenige Minuten, denn sie konnten nichts vorfinden. Es stellte sich nämlich heraus, dass die Party, die die Frau mitverfolgen hatte, keine „echte“ Party war, sondern lediglich ein Livestream mit DJs. Die rund 200 Gäste waren alle virtuell zugeschaltet und verfolgten die Party höchstwahrscheinlich aus ihren Wohnungen mit. Es handelte sich sogar um eine offiziell angekündigte Internetveranstaltung, die die Nutzerin offenbar falsch verstanden hatte.
Die Polizisten zogen sich mit einer Entschuldigung wieder zurück und die virtuelle Corona-konforme Technoparty durfte weiterlaufen.

(via Jens)

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90-Jähriger schaltet für 10.000 Dollar eine Zeitungsanzeige, um sich über das langsame Internet seines Providers aufzuregen

(Foto: blickpixel)

In den USA hat ein 90-Jähriger eine viertelseitige Anzeige im „Wall Street Journal“ geschaltet, in der er sich über seine langsame Internetverbindung seines Anbieters AT&T ausließ. So eine Anzeige kostet nicht weniger als 10.000 Dollar. Die aber haben sich offenbar ausgezahlt, wenn man das in dem Fall so schreiben mag.

Der Mann war 60 Jahre lang Kunde bei AT&T und bekam bloß eine Anbindung von 3 MBit. Nach jener Anzeige gab es dann Glasfaserverbindung mit 300 MBit. Ganz schön teure Aktion.

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In der Hoffnung, dass Algorithmen diese löschen: Cops in den Staaten schalten vielleicht gerade ©-geschütze Musik während Streams, die andere von ihnen machen und senden

Okay, die Idee dahinter ist jetzt so dumm nicht, wobei ich nicht weiß, ob diese Idee der Sache tatsächlich zu Grunde liegt, aber vorstellen könnte ich mir das schon. Vice hat einen Artikel darüber, dass Cops in den Staaten vermehrt zu garantiert ©-geschützter Musik auf ihren Phones greifen, wenn sie im Dienst gefilmt werden und davon ausgehen, dass diese Aufnahmen auch gestreamt werden. Die hauen dann währenddessen halt ziemlich laut Musik auf ihren Phones raus, in der Hoffnung, dass die ©-Algorithmen jener Plattformen, die Streams und Aufzeichnungen ob etwaiger ©-Verstöße automatisiert löschen würden, wovon man ja eigentlich auch ausgehen müsste. In zumindest diesem einen Fall hat das auf Instagram schon mal nicht funktioniert. Weil Insta da einfach mal auf „Fair Use“ setzt und durchsetzt. Interessant auf mehreren Ebenen, wie ich finde.

I believe Sergeant Fair aka BILLY FAIR is using copyrighted music to keep me from being able to play these videos on social media. Then tells me in the second video he couldn’t hear be earlier in the day and also couldn’t hear me then, all while playing music. He isn’t alone. I have video of this happening with another officer who played music as I was talking. Is this an order from the top? Wait till I show you more. Until then I’ll be filing a complaint on this officer Fair and officer Reyes who had done it before to me. It’s outrageous.

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