Ich habe im Rahmen der Corona-Euphorie in Berlin sehen können, dass Atemschutzmasken jetzt auch als Fashion-Tool durchgehen. Wunderte mich ein wenig, weil ich in Berlin bisher nur selten Menschen sah, die mit derlei Masken durch die Gegend laufen. Sind jetzt wohl aber auch dort ein Ding.
Die Designstudie Face ID Masks hat offenbar vor, Atemschutzmasken zu fertigen, die auch Face-ID-kompatibel sind. Für die ganz harten Zeiten, ohne seinen PIN dann ins Phone tippen zu müssen. Ja…
So war das wohl damals 1973. Ich war noch nicht mal geboren, im Westen forderte die Werbung schon mal die Geilheit für den Kapitalismus für sich ein, der alles möglich zu machen vorgab. Konnte er am Ende bis heute nicht, weshalb er in meinem Fühl dann auch endgültig mal weg kann.
Aber schönes, nicht nur mediales Zeitdokument. Besonders im Hinblick auf die Beschreibung. Worte wie Zuckerwatte…
Wie gerade rausgehauen wurde: Rage Against The Machine werden im Rahmen ihrer diesjährigen Welttournee einen einzigen und exklusiven Auftritt in Deutschland spielen – auf dem Lollapalooza Berlin. Und da hab ich schon nicht wenig Bock drauf.
Berlin, 10. Februar 2020: Das Festival Lollapalooza Berlin findet nun schon zum 6. Mal statt und eröffnet die Saison mit einer Bestätigung, die gerade weltweit die Runde macht und Musikherzen höher schlagen lässt: Rage Against the Machine sind zurück und spielen im Rahmen ihrer soeben angekündigten Reunion Tour nach neun Jahren Pause eine einzige exklusive Deutschlandshow in 2020. Und zwar am Sonntag, den 6. September, auf dem Lollapalooza Berlin.
Die Idee ist sicher nicht ganz neu, aber samt dieser Umsetzung hier halt doch auch irgendwie sympatisch.
Devon ist Künstler und malt. Hat für seine Kunst seinen Job aufgegeben, um noch mehr malen zu können, aber irgendwie lief das alles nicht so super. Museen und/oder Galerien stellen halt nicht jede*n aus. Auch nicht Devon. Also dachte er sich, es könnte ja auch ein Weg sein, eines seiner Bilder einfach selber an die Wand des Los Angeles County Museum of Art Museums zu hängen und somit für alle irgendwie auszustellen. Gesagt, getan, gefilmt, auf TikTok veröffentlicht, über 5 Millionen Plays kassiert, jetzt von seiner Kunst leben können. So kann es gehen. Geiler Move, finde ich.
„Devon is an artist and good friend who just quit his sales job to pursue art full time. The problem was, without any credibility Devon couldn’t get his art into galleries making it practically impossible to make a living as an artist.
We decided to do the craziest thing we could think of to get Devon on the map: sneak his art into LA’s most famous museum, the LACMA. This ‚reverse heist‘ turned out to be incredibly lucrative. After the video received over 5,000,000+ views on TikTok, Devon has begun to receive notoriety in the art community. He’s now a bonafide artist, creating art full time in his studio.“
Das ist einer der Gründe, warum ich meinen Rundfunkbeitrag recht gerne bezahle. Und das könnte einer der Gründe sein, warum das rechte Lager diesen gerne abschaffen würde.
Es gibt ja viele Dummheiten, die man im Leben so machen kann. Wissen wir alle. Haben wir alle hinter uns – einige davon werden hier aufgezählt. Auch welche, die ich nicht machen würde. Ich mache dann halt andere. Aber: Ich hab‘ nie die FDP gewählt. Und das wird höchstwahrscheinlich auch für immer so bleiben. Auch und gerade aus aktuellem Anlass.
Ich bin ob dessen, was da gerade in Thüringen passiert ist, etwas sprachlos. Dort fand heute die Wahl des Ministerpräsidenten statt. Erwartet wurde, dass dieser, wenn auch nicht ohne Schwierigkeiten wieder ins Amt gewählt worden würde. Im dritten Wahlgang, die ersten beiden reichten für ihn nicht, stellte sich dann Kandidat der Spaßpartei FDP mit zur Wahl – und gewann mit den Stimmen der CDU und der AfD. Die Fünfprozent-Partei lässt sich dort also völlig unnötigerweise von Höckes Landesverband den Posten des Ministerpräsidenten zuschieben. Das ist so widerlich, da kommt mir glatt ein bisschen Kotze hoch.
Zusammengefasst:
Die Partei mit dem höchsten Wahlergebnis (LINKE, 31%) kann nicht den Ministerpräsidenten stellen, weil die Höcke & Friends lieber einen Typ von der FDP (5%) ins Amt hieven. Glückwunsch an alle Wähler in #Thueringen zu eurem neuen Regierungschef, von dem ihr noch nie gehört habt.
Der Berliner Künstler Simon Weckert hat 99 Smartphones in eine Schubkarre gepackt und somit auf Google Maps virtuelle Staus verursacht, die Autofahrer mit entsprechenden Navi-Systemen auf andere Routen ausweichen lässt. Ich bin mal eben in der Innenstadt.
99 smartphones are transported in a handcart to generate virtual traffic jam in Google Maps.Through this activity, it is possible to turn a green street red which has an impact in the physical world by navigating cars on another route to avoid being stuck in traffic.
Klimaaktivisten haben heute in Graz gegen den Automobilzulieferkonzern Magna demonstriert. Am Rande der Demo haben Polizisten dann zwei T-Rex abgeführt. Als wenn die was für all das könnten!
Alles andere wäre auch ziemlich anders gewesen, aber nach diesem Insta-Beitrag von Rocco samt seiner Brüder dürfte klar sein, dass diese aktuell urbane Kunstinstallation in Berlin von genau ihnen kommen dürfte. Sollte. Muss.
„Rent in Berlin has increased dramatically. Even CDU, Germany’s conservative ruling party, who were ferociously fighting against a ban of the explosion of rent increases, is now falling victim to their own politics. The party is being out-gentrified from their very own national office, as they are no longer able to come up with their rent. The discovery by BVG worker Norbert Schmidt in a tunnel of Berlin’s U9 metro line accordingly comes as no surprise. At exactly the same spot where four years earlier the BVG has evicted a young collective of artists, one can now find a new and fully furnished office space. When she opened her favorite newspaper this morning, Petra Nelken, press officer of BVG, was so shocked about the freshly publicised photos of the office that she dropped her coffee over her Leberwurstsandwich.“
Und dann wundere ich mich halt kurz ein bisschen darüber, dass die Hinweise dazu erst an Berliner Medien gehen müssen, um letztendlich bei der BVG anzukommen. Aber die stecken wahrscheinlich ein Teil ihres Geldes lieber ohnehin in Social-Media-Agenturen, die darüber lachen machen sollen, dass vieles nichts funktioniert, als sich genau darüber ärgern zu dürfen. Oder so. Rocco und sein Brüder haken da ganz subtil nochmal nach.
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