Nicht ganz zu Unrecht, wie ich finde.
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Zum Inhalt springenTwitter-Nutzer @kevinrizor hat heute Morgen im niedersächsischen Becklingenstand eine merkwürdige Entdeckung gemacht. Dort stand am Straßenrand so ein Dingen rum, das irgendwie nach Militär aussah. Er fragte dann auf Twitter, was genau das wohl sein könnte und ob die Polizei neuartige Blitzer hat.
https://twitter.com/kevinrizor/status/1145967027556880386
Die ortsansässige Polizei hat den Fall geprüft und festgestellt, dass wohl die niederländische Armee, die dort hin und wieder Übungen macht das Teil dort vergessen hat. Eine Panzerabwehrlenkwaffe namens „Spike“. Aber, keine Panik, es soll sich in diesem Fall nur um eine Attrappe handeln. Und die kann man ja schon mal vergessen. Kann ja mal passieren. Wer kennt es nicht?
Einen Kommentar hinterlassen#Polizei #Bergen hat nachgesehen! Es handelt sich nur um eine #Übungspanzerfaust (nicht funktionstüchtig) der niederländischen Armee an der alten #B 3 nahe #Truppenübungsplatz! E wird dort #Aufklärung geübt! Keine #Gefahr!/ b.i. https://t.co/IAd0Hmzujf
— Polizei Celle (@Polizei_CE) July 2, 2019
Hübscher Auszug auf einem Kreuzberg-Video von Oddviz.
Berlin is a city where the freedom of expression on the streets is seen on the walls in the forms of graffiti, stencil works and stickers. Kreuzberg is a neighborhood that is dismissed for many years because of its proximity to the Berlin Wall, housing mostly bohemian and immigrant communities.
Over the past couple decades, people have poured into Berlin, attracted by its relative affordability, cultural wealth and anything-goes spirit. But now the city is trying to regulate what has elsewhere proved to be unstoppable: gentrification.
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Sei es dafür, klare rechtliche Verhältnisse zu schaffen, was im besten Fall dazu führen könnte Seenotrettung zu entkriminalisieren. Oder auch dafür zu sorgen, dass Menschen auf ihrer Flucht nach Europa nicht mehr ertrinken müssen. Genau das nämlich ist die Konsequenz aus dem, was da gerade im Mittelmeer passiert. Täglich. Denen, für die das für eine okaye Option ist, um weitere Flüchtende davon abzuhalten, sich auf den Weg zu machen, sei gesagt: ihr seid Arschlöcher. Punkt.
Für den Fall, dass die italienischen Behörden Carola Rackete, die Kapitänin der SeaWatch 3, strafrechtlich verfolgen, werden wir, wie im letzten Jahr, Geld für die anfallenden Rechtskosten und Ausgaben der Lebensretter sammeln und spenden. ❤️😘
LG, @damitdasklaas & @janboehm
— klaas heufer-umlauf (@damitdasklaas) June 28, 2019
Böhmermann und Heufer-Umlauf haben schon bevor Carola Rackete ohne Genehmigung in den Hafen von Lampedusa eingelaufen ist angekündigt, im Falle dessen Spenden für Seenotrettung sammeln zu wollen. Seit gestern Abend läuft die diesbezügliche Sammelaktion auf Leetchi. Aktuell sind über 250.000 Euro gesammelt und ich gehe bei einer Laufzeit von 30 Tagen davon aus, dass da noch deutlich mehr zusammenkommen wird. Ich werde meinen Teil dazu beitragen. Wer das auch möchte und es kann, hier geht’s lang. „Wer Menschen einsperrt, weil sie Menschenleben retten, ist im Unrecht.“
Einen Kommentar hinterlassenWer Menschenleben rettet, ist kein Verbrecher!
Wer sein Leben einsetzt, um das Leben anderer zu retten, wird niemals ein Verbrecher sein!
Nirgendwo auf der Welt und schon gar nicht in unserem freien, demokratischen und freundlichen Europa.
Wer Lebensretter zu Verbrechern erklären will, ist im Unrecht.
Wer Menschen einsperrt, die anderen Menschen das Leben retten wollen, ist im Unrecht. Das war gestern so, das ist heute so, das wird morgen so sein.
Diesem Unrecht tatenlos zuzusehen, ist keine Option.
Wie die meisten von Euch, können wir nicht persönlich vor Ort im Mittelmeer helfen.
Darum möchten wir spenden und gemeinsam mit Euch Geld sammeln.
Die „Sea-Watch 3“ hat am 12. Juni 53 Menschen vor der Küste Libyens von einem Schlauchboot gerettet. 13 von ihnen, darunter Frauen, Kranke und Kinder, waren in den vergangenen Tagen an Land gebracht worden. Die weiteren 40 Menschen harrten auf dem Schiff aus, dem es nicht genehmigt wurde, in einen Hafen einzulaufen, um dort alle Menschen an Land bringen zu können. Die Kapitänin Carola Rackete entschied sich gestern Abend dazu, auch ohne Erlaubnis und trotz ihr angedrohter Sanktionen in den Hafen von Lampedusa einzulaufen. Das hatte sie vorab in einem Statement angekündigt.
🔵 Statement of our Captain, #CarolaRackete, before entering Port with the #SeaWatch3.
“We are proud of our captain, she did exactly the right thing. She upheld the law of the sea and brought people to safety." – #SeaWatch chairman Johannes Bayer pic.twitter.com/lfZ16Pq9F1
— Sea-Watch International (@seawatch_intl) June 29, 2019
In Lampedusa wurde sie von italienischen Behörden festgenommen. Ein Frau, die Menschenleben rettet, wird dafür in Europa festgenommen. Eine humanistische Bankrotterklärung der EU. Es wäre wünschenswert, dass sich die Bundesregierung jetzt mal positioniert – und zwar deutlich pro Sea Watch. Seenotrettung ist kein Verbrechen!
Carola Rackete wurde soeben verhaftet pic.twitter.com/G6ZcNNggRX
— Marvin (@Marvin87510172) June 29, 2019
++ In stato di fermo Carola Rackete, la comandante della #SeaWatch3 pic.twitter.com/9a0j1EPjov
— annalisa camilli (@annalisacamilli) June 29, 2019
24 KommentareWas nun mit ihnen passieren soll, ist unklar. Mehrere EU-Staaten, darunter Deutschland, hatten sich bereit erklärt, Schutzsuchende aufzunehmen. Neben den Flüchtlingen waren noch 22 Besatzungsmitglieder und mehrere italienische Abgeordnete auf dem Schiff.
Polizisten nahmen die deutsche Kapitänin Carola Rackete fest. Fotos zeigen, wie Rackete von italienischen Polizisten abgeführt wird. Der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge drohen der 31-Jährigen drei bis zehn Jahre Haft, weil sie gegen ein Kriegsschiff Widerstand geleistet oder Gewalt angewendet habe. Die Staatsanwaltschaft Agrigent hat sie demnach unter Hausarrest gestellt.
Brandenburg zu Beginn der 90er Jahre: Sich für eine Seite entscheiden müssen. Entweder bei den Nazis sein oder eben zu den anderen gehören und Stress mit den Nazis riskieren. Wenn es sein musste, drei mal die Woche. Vor ihnen wegrennen, sich einen Club über dem Kopf anzünden lassen. Manchmal es drauf ankommen lassen. Austeilen oder kassieren. Die Entscheidung vorher kaum einschätzen könnend. Mal ausgeteilt, mal kassiert. Austeilen fühlte sich immer geiler an. Trotzdem kassiert. Das nicht bereut. Es wieder drauf ankommen lassend. Reden wollten die nie.
Vor ein paar Wochen Reha in dem Nest in Brandenburg gehabt, in der ich genau das alles 1990 – 1993 erlebt habe. Weil ich dort heranwuchs und nach all dem ganz schnell das Weite Richtung Berlin suchte und auch fand. In der Zeit viele der alten, bekannten Gesichter gesehen. Kaputt mitunter. Mein Mitleid hielt sich in Grenzen. Sie waren einer der Gründe, warum ich von dort abgehauen, wo ich meine Kindheit verbrachte. Eben auch dieser Wichser wegen, die immer dachten, dass für sie andere Regeln gelten würden. Und der Staatsapparat gab ihnen damals nicht das Gefühl, dass sie mit diesem Bewusstsein falsch liegen würden.
Handys, an denen man Licht anmachen konnte, um seine Zähne auf dem Asphalt suchen zu können, gab es damals noch nicht. Ansonsten passt dieser Text von Felix Brummer alias KUMMER, seines Zeichens Sänger von Kraftklub, sehr krass auf die Erinnerung an meine Jugend. Und auf die Leute, die mich damals „klatschen“ wollten, und heute komplett im Arsch wie Zombies durch unser damaligen gemeinsames „Ghetto“ wanken. Zu den Opfern geworden, zu denen sie uns damals machen wollten. Fickt euch. Immer noch.
Kummer hat mit dem Spiegel über diesen Song gesprochen, über Nazis und über sein Leben in Chemnitz. Ein wirklich lesenswertes Interview. Und: ein Mega-Video auch.
Ein Kommentar Sascha Lobo mit einer lesenswerten Kolumne darüber, wie man umhin kommt, Nazis als das zu benennen, was sie nun mal sind: Nazis. Ganz einfach, in 20 Schritten. Haben wir alle schon genau so irgendwo gelesen: So verschieben Sie eine Debatte nach rechts. „Sie möchten rechtskonform im Internet publizieren? Also konform mit anderen Rechten? Dann befolgen Sie diese Anleitung und lernen Sie alles übers Entschärfen, Beschönigen und Schuldumkehren.“
Einen Kommentar hinterlassen4. Passivierung
Direkt an Entschärfung und Beschönigung grenzt die Passivierung, mit der Sie rechte Täter von der Hauptperson zu allenfalls zufällig Beteiligten machen. Bei einem Nazimord wurde das Opfer nicht von einem Rechtsextremen erschossen, sondern kam durch einen Schuss zu Tode. Der sich gelöst hat. Von einer Waffe. Auf bisher unklare Weise. Wenn eine Passivierung zu umständlich ist, entscheiden Sie sich für eine Objektifizierung: Der Molotowcocktail hat das Flüchtlingsheim angezündet, nicht etwa ein rassistischer Attentäter. Je häufiger Sie sprachlich vertuschen, dass Rechtsextreme absichtsvoll und geplant handeln, um so besser.

Mal wieder über Punks in der DDR und die Erinnerung daran, was damals geschah, wenn du im Osten nicht auf „Linie warst“. Gerade für jene, die das hier aktuell auf Facebook oder so gerne als „Meinungsdiktatur“ bezeichnen. Alleine das hätte neben ein paar den Staat kritisierenden Lieder zu singen in der DDR reichen können, um eben mal für ein paar Jahre in den Bau zu gehen.
Hörenswertes Feature von Henryk Gericke und Robert Mießner für den Deutschlandfunk.
2 KommentareDass Gotteshäuser in der DDR Orte der Opposition waren, ist durch deren Friedens- und Umweltschutzarbeit bekannt. Dass sie aber auch dem Blues und später Punkrock eine Heimat gaben, weniger. Am 1. Juni 1979 fand in der Ost-Berliner Samariterkirche die erste Blues-Messe statt – und setzte so in dem stillen Land DDR ein lautes Signal.
Orte der Andacht wurden zu Räumen der musikalischen Renitenz und des Widerstands. Eine unkonventionelle Mischung von Gottesdienst und Konzert, die Hunderte Jugendliche anlockte. Die Deutschlandrundfahrt nimmt das 40-jährige Jubiläum zum Anlass einer Reise nach Berlin, Halle, Jena und Leipzig und besucht damalige Aktivisten.
Kleine Anekdote: als wir vor ein paar Jahren mal mit unserem Bulli auf der Fusion waren, hatte der seit gut sechs Monaten schon keinen TÜV mehr. Hinweg war okay und frei von Kontrollen, Rückweg etwas spärlich, weil wir ahnten, dass die Cops dort so viele Autos wie möglich aus dem Verkehrsfluss holen würden. Wir entschieden uns dazu, nicht direkt auf die Autobahn zu fahren und über die Kleckerdörfer unkontrolliert davon zu kommen, was natürlich nicht klappte. Wir wurden zwei Dörfer später direkt aus dem Verkehr gezogen und schwitzten nicht zu knapp. Der ältere Herr in Uniform fragte nach Führerschein und Fahrzeugpapieren und unternahm einen Rundgang um unseren TÜV freien Bulli. Am Heck am Kennzeichen angekommen kniete er sich extra nieder, um die Stempel auf unserem Kennzeichen zu prüfen. Wir, etwas unentspannt, dachten dann, dass es zumindest ein Bußgeld geben würde. Aber es kam anders. Er lief rum, gab uns die Papiere zurück uns wünschte uns eine weiterhin gute Fahrt. Offenbar hatte er das einfach übersehen.
Jetzt stellt sich raus, das passiert denen auch selber mal. Die gestern aufgestellte Polizeiwache vorm Fusion Festival hat seit einem Jahr keinen TÜV mehr.
Breaking News: Mängel am Sicherheitskonzept der Polizeiwache vor #Fusionbleibt. Der TÜV ist seit einem Jahr abgelaufen. So darf die Wache doch sicher garnicht in Betrieb genommen werden @Polizei_PP_NB ?#BASSLINER #FusionFestival @Nordkurier pic.twitter.com/Thaj5vK30J
— BASSLINER (@BASSLINERtweet) 25. Juni 2019
Die Polizei Neubrandenburg prüft den Vorfall.
5 KommentareVielen Dank, wir haben den Hinweis aufgenommen und prüfen diesen.
— Polizeipräsidium NB (@Polizei_PP_NB) 25. Juni 2019