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Kategorie: Doku

Kurzfilm über die Nächte Berlins: 5 nach Zehne

Ein sehr unaufgeregter und wohl auch deshalb sehr schöner Kurzfilm, der fünf Menschen durch die Nächte in Berlin begleitet. Und eben nicht nur hippe Szene-Leute beim Feiern zeigt, sondern auch die, die eine Stadt wie Berlin ganz unauffällig un im Stillen am Leben halten, während andere schlafen. Den Bick zwischen Anonymität und Hedonismus wurde „5 nach Zehne“ Gewinnerfilm des Berliner Kurzfilmfestivals „kiezkieken“ 2012. Toll!


(Direktlink | Danke, Felix!)

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Doku: Google und die Macht des Wissens

Verdammt sehenswerte Arte-Doku über die Google-Buch-Affäre, über Datenschutz, Download, Urheberrecht, Freiheit und Überwachung.

Im Jahr 2002 fing Google an, Weltliteratur einzuscannen. Man schloss Verträge ab mit den größten Universitätsbibliotheken wie Michigan, Harvard und Stanford in den USA, der Bodleian Bibliothek in England und der Katalanischen Bibliothek in Spanien. Das Ziel war nicht nur eine riesige globale Bibliothek aufzubauen, sondern all dieses Wissen sollte noch einem verschwiegenen Zusatzzweck zugutekommen: Man wollte eine neue Form von „Artificial Intelligence“, von künstlicher Intelligenz entwickeln.
Google bekam aber Probleme bei der Realisierung des Projekts: Mehr als die Hälfte – rund sechs Millionen – dieser Bücher waren urheberrechtlich geschützt. Autoren auf der ganzen Welt begannen, einen Feldzug gegen Google zu starten. Im Herbst 2005 reichten sowohl die amerikanische Autorengilde „The Authors Guild of America“ als auch die amerikanische Verlegervereinigung „The Association of American Publishers“ Klage ein.
Drei Jahre später kam dabei die Google-Buch-Regelung, das „Google Book Settlement“ heraus. Diese Vereinbarung umfasste 350 Seiten und wurde im Oktober 2008 veröffentlicht. Dieses Abkommen hätte Google unglaubliche neue Macht verschaffen können. Die Google-Buch-Webseite war drauf und dran, nicht nur die weltgrößte Buchhandlung zu werden, sondern auch eine gebührenpflichtige Bücherei. Google hätte das Monopol auf die Mehrheit der im 20. Jahrhundert veröffentlichten Bücher gehabt.
Im März 2011 entschied dann Richter Denny Chin nach Anhörungen gegen die Rechtsgültigkeit der Google-Buch-Regelung. Am Ende hatte eine bunte kleine Armee von Autoren und Buchhändlern eines der weltweit mächtigsten Unternehmen besiegt. In dieser Dokumentation werden in die zentrale Geschichte um die Google-Buch-Affäre andere problematische Aspekte des Themas „Internet“ eingewoben, wie Datenraub und Datenschutz, Download und Urheberrecht, Freiheit und Überwachung.


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Arte-Doku: Wild Thing – Eine Tour durch die Geschichte der Rockmusik

Tolle Arte-Doku, die sich in zwei Teilen der Geschichte der Rockmusik widmet. Lief vorhin im TV, jetzt für sieben Tage auf Arte+7. Mit allen, die auch nur annähernd irgendwas mit dem Thema Rockmusik zu tun haben dürften. Und eben so was, was man halt so guckt, wenn der Osterhase das Building verlassen hat. Ihr wisst schon.

„Wild thing … you make my heart sing … you make everything groovy …“ – spielt Jimi Hendrix diesen Song auf einer brennenden Gitarre, dann ist das die Demonstration des puren Rocks. Laut, sexy, wütend und scheinbar grenzenlos – all das ist Rock: ein Urschrei des 20. Jahrhunderts, rebellische Sounds, die später von der Musikindustrie vereinnahmt, gezähmt und zur Ware gemacht wurden. Was ist mit dem Rock passiert und wie wurde er zur Legende?
Der Regisseur Jérôme de Missolz erzählt die verrückte Geschichte des Rocks, die er selbst miterlebt hat, begibt sich auf die Suche nach den letzten Rebellen, Outcasts und Aussteigern, die für die befreiende, identitätsstiftende und zerstörerische Kraft der Rockmusik stehen und sie zum Lebensstil gemacht haben und erinnert an die, die an ihr zerbrochen sind.
Die zweiteilige Dokumentation „Wild Thing“ ist eine Rückbesinnung auf die wilden Anfangszeiten des Rock, eine Chronologie des Rocks anhand von Musikgrößen wie Chuck Berry bis Pete Doherty. Eine Geschichte, an der viele mitgewirkt haben: Jerry Lee Lewis, Little Richard, The Animals, The Troggs, The Kinks, Pretty Things, The Rolling Stones, Jimi Hendrix, Captain Beefheart, Frank Zappa, Pink Floyd, John Lennon, The Doors, The Stooges, Janis Joplin, Led Zeppelin, Velvet Underground, David Bowie, Nico, The Clash, Sex Pistols, Joy Division, Guns’N’Roses, Motorhead, Fugazi, Dead Kennedys, PJ Harvey, Nirvana, Jeff Buckley …
Die Musikdokumentation zeigt unveröffentlichte Archivbilder, Bilder von legendären und allzu früh verstorbenen Musikern wie Brian Jones, Jim Morrison, John Lennon, Jimmy Carl Black… und eine Fülle von Begegnungen mit weiterhin aktiven Rockgrößen wie Iggy Pop, Eric Burdon, Reg Presley, Kevin Ayers, Gary Duncan, John Echols, Genesis Breyer P-Orridge, Richard Hell, Lydia Lunch, Lemmy K, Slash & Duff, Peter Hook, Jello Biafra und Gary Lucas.

Teil 1:

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Teil 2:

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Doku: Die Nazi-Braut – Das Geheimnis der Beate Zschäpe

ZDF Doku aus dem Februar.

Beate Zschäpe, die mutmaßliche NSU-Terroristin, muss sich ab Mitte April unter anderem wegen Mittäterschaft an zehn Morden verantworten. Welche Rolle spielte die 38-Jährige wirklich? War sie das von den Medien hochsexualisierte „Nazi-Luder“, die bauernschlaue Überzeugungstäterin oder gar die disziplinierte und eiskalt kalkulierende Mörderin? Der „Nationalsozialistische Untergrund“ — eine Zelle aus Rechtsterroristen — tötet unerkannt zehn Jahre lang Einwanderer mit gezielten Todesschüssen und heimtückischen Nagelbomben. Nachdem die Terrorgruppe von der Polizei gestellt wird, nehmen sich zwei der drei Mitglieder das Leben.


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Doku: Loveparade 1995

Ich kam gerade aus frisch zurück aus London und dachte, meinen neuen 9er-Martens könnte man doch optimal auf der Loveparade einlaufen. Drei Stunden später bluteten mir die Füße und ich Trottel musste zwangsläufig nach Hause. Das war damals in der Bundesallee, also glücklicher Weise gleich um die Ecke. Ich zog mir Sneaker an und verbrachte die kommende Nacht im E-Werk.

Das hier ist die Dokumentation aus dem Jahr 1995, die irgendwann mal von K7! vertrieben wurde.


(Direktlink, via Tanith)

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Doku über Nazis in Californien: Louis Theroux – The Nazis

Keine Ahnung, warum ich mir hier heute einen Abend auf englisch gebe, aber vermutlich liegt es an den Inhalten. Ganz sicher sogar liegt es an diesen.

Louis Theroux ist Journalist, neben der britischen Staatsbürgerschaft besitzt er auch die amerikanische. Für die BBC produzierte er Ende des letzten Jahrtausends die Dokumentationsreihe Louis Theroux’s Weird Weekends. Dafür lebte er sich in verschiedene amerikanische Subkulturen ein, um eben so nahe wie möglich über diese berichten zu können. Eine dieser Subkulturen war damals die der in Californien aktiven Nazis.

Er geht da ziemlich locker auf diese Wichser zu und bekommt die soweit, dass die so ziemlich alles an Gedankenkotze vor laufender Kamera rauslassen. Dabei allerdings ist er trotz allem offensiv hinterfragend und macht aus seinem Unverständnis für derartig menschenverachtende Ideologien keinen Hehl. Als er sagt, dass er kein Rassist sei und das er finde, das es falsch sei ein Rassist zu sein, verstummt das Lachen der Idioten. Krasser Job, den der da macht.

Was auch deutlich wird, diese Tüpen da nehmen diesen ganzen Bullshit noch mit einer ordentlichen Ladung Humor, die mich hier fast kotzen lässt. Ambivalentes Ding, dass das so hier in der BRD so niemals nicht so aufgenommen werden könnte. Übler Shice. Wirklich. Und ein bisschen bin ich trotzdem sehr froh, dass es darüber eigentlich so gar nichts zu lachen gibt. Wichser.

Die Zwillinge sind übrigens wirklich die Prussian Blues, die erst wegen dem jungen, besungenen Rassismus und später dann wegen der durchs Kiffen bekanntgewordenen Läuterung durch die Medien gingen. Guter Job, Louis.

(Direktlink, via Mo)

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Wie Biber ihren Bau sanieren und sich munter dabei filmen lassen

Kein Ahnung, wie zutraulich bzw. schüchtern Biber im Allgemeinen so sind – ich habe noch nie einen von nahem gesehen. Die beiden hier scheinen sich keine Gedanken darüber zu machen, was Mensch ihnen tun könnte – schließlich ist das Haus kaputt. Und da gehen etwaigen Sanierungsmaßnahmen natürlich vor. Ganz egal, was Mensch da vor der eigenen Tür so zu veranstalten gedenkt. Dienst ist Dienst! Und der will erledigt sein. Das beeindruckt nicht nur den hier Filmenden. Ganz sicher. Und ja: Biber können auf ihren Hinterläufen gehen, die Vorderläufe brauchen sie zum tragen.


(Direktlink, via reddit)

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Doku über Hip Hop und Breakdance in Uganda: Bouncing Cats

Uganda, ein von Krisen geschütteltes, von Unruhen und Massakern gequältes Land, hat natürlich auch andere Seiten. Im Jahr startete dort das Breakdance Project Uganda und fokussierte Energien junger Menschen auf Breakdance und HipHop. Nabil Elderkin machte mit Bouncing Cats darüber diese Doku, die mehrfach ganz zu recht ausgezeichnet wurde. Jetzt hat er sie komplett auf Vimeo geladen.



Uganda has been called one of the worst places on earth to be a child. In the South, children face the threat of poverty and disease. In the North, these threats are enflamed by brutal, mindless war inflicted by the Lord’s Resistance Army (L.R.A.) that has divided families, displaced millions and led to the abduction and mutilation of tens of thousands of children resulting in the deterioration of identity and culture.

Bouncing Cats is the inspiring story of one man’s attempt to create a better life for the children of Uganda using the unlikely tool of hip-hop with a focus on b-boy culture and breakdance. In 2006, Abraham „Abramz“ Tekya, a Ugandan b-boy and A.I.D.S. orphan created Breakdance Project Uganda (B.P.U.). The dream was to establish a free workshop that would empower, rehabilitate, and heal the community by teaching youth about b-boy culture. Based in Kampala, Uganda, B.P.U. has recently expanded to include permanent classes in Gulu, Northern Uganda. Abramz teaches classes three Times a week to more than 300 kids from all parts of the country. Many of the children are homeless, victims of war and poverty, and few can afford proper schooling yet they walk from miles away to attend the B.P.U. classes. As Abramz says, „This is where many people’s pride is. It’s a skill that no one can take away from us.“

http://vimeo.com/56406342
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Arte-Doku: Sind wir der letzte Dreck? Von der Würde der Arbeit

Die Wadan-Werft ist eine der modernsten Werften der Welt und der ganze Stolz der Region Wismar. Von 4.000 Mitarbeitern werden bald 3.100 arbeitslos sein. Die Dokumentation ist die Chronik einer Krise. Filmemacher Dieter Schumann begleitet drei Schiffbauer durch das Jahr. Seit Jahrhunderten werden in der Hansestadt Wismar an der deutschen Ostseeküste Schiffe gebaut. Heute lebt fast jede dritte Familie direkt oder indirekt vom Schiffbau. Doch nun muss die Wadan-Werft über drei Viertel ihrer Mitarbeiter entlassen. Den restlichen 900 werden befristete Arbeitsverträge zu einem Hungerlohn angeboten.

Der Verlust des Arbeitsplatzes bedeutet für die betroffenen Arbeiter weit mehr als der Verlust des Einkommens. “Zum Schiffbauer musst du geboren sein”, sagt Roland Lindner, besser bekannt als “Knolle”: Schiffbauer ist ein stolzer Beruf, der über Generationen weitergegeben wird, er hat mit Würde und Qualität zu tun und prägt die Identität der ganzen Küstenregion. “Das ist wie ein Familienbetrieb”, merkt Auszubildender Christian Ratsack an. Sein Vater war schon als Schiffsbauer hier, sein Großvater ebenso.

Von den drei Protagonisten wird zunächst Roland Dreier wieder eingestellt. Wochen später erhält auch Roland “Knolle” Lindner ein Arbeitsangebot – zu stark verschlechterten Konditionen. Mit gemischten Gefühlen nehmen sie ihre Arbeit wieder auf, während Christian Ratsack arbeitslos bleibt und vom Arbeitsamt gesagt bekommt, dass “es als Schiffbauer keine Zukunft geben wird”. “Das ist wie im Dschungel. Wer stehen bleibt, der hat verloren”, sagt der Insolvenzverwalter mit nüchternem Zynismus.

Der Verlust der Arbeit trifft das Wertgefüge, teilt Menschen in scheinbar Überlegene und Verlierer, in Menschen mit Arbeit und in Menschen ohne Arbeit. Und dann sind da Menschen, die Arbeit haben, aber nicht mehr davon leben können, so wie einer der Leiharbeiter auf der Werft, der für 700 bis 800 Euro monatlich wieder eingestellt wurde. “Knolle” bringt die Wut der Schweißer auf den Punkt: “Sind wir hier eigentlich der letzte Dreck?” Die Männer spüren schmerzlich: Härter als die Arbeit ist es, sie zu verlieren.


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Doku über das Leben der Kids im Märkischen Viertel Berlin: Wo lang?

Während meiner ersten Ausbildung zum Maler/Lackierer lernte ich in meiner Berufsschule in der Sonnenallee, Neukölln, einen Tüpen kennen, der seine Kindheit und Jugend im MV verbrachte. Er lebte schon Mitte der 90er den Gangster-Scheiß, der dann erst viel später endgültig in deutsche Kinderzimmer einziehen sollte. Hip Hop, Dope ohne Ende, Gangs, Abziehen und trotzdem irgendwie einen Ehren-Kodex haben. Einerseits fand ich das sehr imponierend, andererseits fand ich dieses Getue völlig albern. Aber er war eben so, meinte das ernst und machte sein Ding – Techno fand er völlig beschissen.

Später dann hörte ich das dieser Sido auch aus dem Märkischen Viertel kam. Seitdem musste ich öfter an diesen Tüpen denken. Was er wohl macht? Ob er immer noch Pinsel quält und mit Farbe kleckst? Ob er dieses Hip Hop Ding durchgezogen hat? So Fragen eben, die man sich dann eben so stellt.

Während im Jahr 2007 mit Prinzessinnenbad ein Portrait über die Kids in Kreuzberg in die Kinos kam und für ordentlich Beachtung sorgte, drehte Max Kerkhoff mit „Wo lang?“ einen ganz ähnlich gelagerten Film über die Kids des Märkischen Viertels in Berlin. Der fand offenbar nicht ganz so viel Beachtung und nachdem ich diesen gesehen habe, weiß ich gar nicht mal, warum dem so ist, denn der ist toll und deshalb genau das richtige für einen Sonntagnachmittag.

Kevin und seine Freunde verbringen den Sommer in ihrem Viertel, dem Märkischen Viertel, einem Berliner Außenbezirk. Ihr Alltag wiederholt sich. Zwischen Tiefkühlpizza, Billigbier und Playstation dominieren Konflikte ihren Sommer. Konflikte mit den Nachbarn, dem Sicherheitsdienst, den Eltern, der Polizei, und Konflikte mit sich selbst. An der Schwelle zum Erwachsenwerden stellt sich für die Freunde die Frage: Wo lang?


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