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Kategorie: Doku

Doku: „Material“, von der DDR bis in die Gegenwart

Sehr langer und persönlicher Dokumentarfilm von Thomas Heise.

Ein persönliches, formal radikales Zeugnis, der Blick des Regisseurs auf die jüngste deutsche Geschichte, eine Montage dokumentarischer Bilder aus der DDR kurz vor dem Mauerfall bis in die Gegenwart. „Material“ beginnt mit dem Lachen der Kinder in einer Ruinenlandschaft der frühen 90er Jahre, es folgen Bilder einer Straßenschlacht und von der Massendemonstration auf dem Alexanderplatz am 4. November 1989, von Diskussionen über eine Theaterinszenierung, Erklärungen von Abgeordneten in der neu gewählten DDR-Volkskammer, Auseinandersetzungen bei einer Einwohnerversammlung, Wärter und Gefangene einer Strafvollzugsanstalt, die zum ersten Mal sagen können, was ihnen wichtig ist, ein Angriff von Jugendlichen auf die Premiere eines Dokumentarfilms über „die Zeit, die nun da war.“ Thomas Heises Dokumentarfilm spiegelt sehr persönlich viele Facetten der Entwicklungen in Deutschland, die durch die politische Wende in der DDR ausgelöst wurden.


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Hot Rodded Pins – über eine Firma, die Flipper Automaten restauriert

Ich hatte letztens erst eine Kurz-Doku über die weltweit letzte Firma, die Flipper Automaten selber designt und dann in Handarbeit herstellt, hier nun eine über eine kleine Firma in Australien, die es sich zur Aufgabe macht, die alten Geräte zu restaurieren. „Hot Rodded Pins is a pinball restoration company in Geelong, Australia. We shot this little promo piece for them and they explain how they started and what goes into restoring a pinball machine.“

Ich wollte ja auch immer mal so ein Ding haben. Eigentlich will ich das immer noch.

http://vimeo.com/52046276
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Arte-Doku: Becoming the Beatles

Arte hat offenbar gerade Beatles Wochen, da kommt ständig irgendwas. So sehr ich musikalisch gerne auf die Fab Four verzichten kann, so interessant finde ich ihre Geschichte. Wie sie in ihrer Zeit zu dem wurden, was sie für viele auch heute noch sind. Und genau darum geht es in dieser sehenswerten Doku.

Fast jeder kennt die Geschichte der Beatles, dieser vier netten Jungs aus Liverpool, die in den 60er Jahren quasi über Nacht berühmt wurden und die Geschichte der Popmusik beeinflussten wie kaum eine zweite Band. Aber das ist nur ein Teil der Geschichte. In den Jahren zwischen 1956 und 1963 waren viel mehr Personen als John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr in den Aufstieg der Truppe involviert. Viele von ihnen sind seither in Vergessenheit geraten.
„Becoming the Beatles“ referiert eine Geschichte, die das Leben schrieb. Sie ist voller Umwege, Fehlschläge und Erfolge – und viel spannender als jeder fiktionale Film über eine Rockband. Es ist ein Film über John, Rod, Eric, Colin, Paul, George, Stuart, Pete und Richard. Und er erzählt, wie diese mit Hilfe von Norman, George, Tony und Ken von den Quarrymen zu den Beatles wurden.


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Wie Austin Vince 1995 mit ein paar Kumpels auf dem Motorrad um die Welt fuhr: Petrol, Food, Beer

Ich habe es ja nicht so mit Motorrädern, aber ich stehe total auf diese Art von Abenteuer.

Im April 1995 machte sich der Motorradnarr Austin Vince gemeinsam mit acht seiner Kumpels und ihren Enduromaschinen von London aus auf, um mit diesen um die Welt zu fahren. Das ganze ohne jegliche Art von Sponsoring, einfach so. Im Mai 1996, nachdem sie 44 Länder durchfahren hatten, kamen sie zurück. Während dieser Zeit filmten sie stetig die Stationen ihrer Reise. Dieses Video hier zeigt die prägnantesten Momente und mischt sie mit den Stimmen der Fahrer, die rückblickend diese tausenden Kilometer reflektieren. Eigentlich hatten sie immer nur drei Prioritäten während dieser Zeit: Benzin, Essen, Bier. Irgendwie voll toll.

http://vimeo.com/51402421
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Crowdfunding Doku-Projekt: 20 Jahre Distillery – Der Film


(via jfassbinder)

Ich glaube, ich war tatsächlich noch nie in dem wohl legendärem Leipziger Klub Distillery. Dabei ist der eigentlich gar nicht soweit weg, mittlerweile echt 20 Jahre alt und somit der älteste Techno-Club Ostdeutschlands außerhalb Berlins. Wie fast alle Klubs hat er Höhen und Tiefen gesehen – einmal wurde der sogar geschlossen. Die Betreiber und das Leipziger Feierkollektiv allerdings wollten das so nicht hinnehmen und fanden eine neue Location, in der der Klub jetzt seit 1995 betrieben wird. Viel Zeit um Feiergeschichte zu schreiben.

Ein kleines Team um die Redakteurin Janine Göhrin hat es sich jetzt zur Aufgabe gemacht, diese 20 Jahre in einen Film zu packen, der die Geschichte der Distillery ausreichend zu würdigen weiß. Dafür hat sie auf Vision Bakery dieses Crowdfunding Projekt gestartet. Um den Film zu machen werden 6.714,00 € benötigt. Da haben Leute schon für weniger mehr Geld haben wollen. Das Projekt läuft noch 33 Tage und ich hätte gerne, dass es geschafft wird, diesen Film zu machen. Weil ich ihn nämlich sehr sehr gerne sehen würde. Hier noch die dazugehörige Facebook-Seite, für die immer frische Infos und Film-Snippets versprochen werden.

„20 Jahre Distillery – Der Film“ taucht ein in den Mikrokosmos der Leipziger Club-Legende. Insider beschreiben in exklusiven Interviews das Lebensgefühl der „Generation Techno“ und lassen das Erbe aus 20 bewegten Partyjahren lebendig werden. Der Film erzählt Club-Geschichten, die heute fast vergessen scheinen: Von den Anfängen der Distillery als illegales Partyprojekt, dem eine kleine Gemeinschaft junger Leute mit viel Herzblut, Kreativität und Energie Leben einhauchte, von der beispiellosen Protestwelle gegen die drohende Schließung des Clubs Mitte der 90er Jahre, vom Umzug und dem turbulenten Neustart an heutiger Stelle und vom Aufstieg in die Top Ten der besten deutschen Clubs. Bisher unveröffentlichte Videos und Fotos lassen den Zeitgeist der 90er Jahre wiederauferstehen.

Der Film widmet sich aber auch denjenigen, die das Erbe der letzten 20 Jahre bis heute erhalten, ihren Club immer wieder neu erfinden und die Party Wochenende für Wochenende weiterleben lassen – vor und hinter den Kulissen. Denn die Distillery ist für Crew, Gäste und DJs mehr als nur eine Party-Location: Sie ist ein Wohnzimmer mit Familienanschluss, ein Paralleluniversum mit bezaubernden Nächten, ein Schutzraum für musikalische Experimente.

Der Film versteht sich als Hommage an einen geschichtsträchtigen Ort Leipzigs und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch 20 Jahre Clubgeschichte bis in die Gegenwart. Der Trailer ist natürlich nur ein Vorgeschmack auf das, was Dich im Film erwartet. Du darfst gespannt sein!

In den kommenden Wochen folgen noch einige Interviewtermine, u.a. mit Matthias Tanzmann, Daniel Stefanik, Matthias Kaden, Chris Liebing sowie weiteren Gästen, Crew-Mitgliedern und vielen, vielen mehr.
Außerdem setzen wir alles daran, dass Du beste Film-Musik auf die Ohren bekommst! Wir konnten bereits einige DJs für unser Projekt begeistern und werden deren Tracks in unserer Doku verwenden, u.a. Pascal Feos, Sven Tasnadi, Juno 6 und Produktionen von Definition Records und Statik Entertainment Leipzig.

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