Superschönes Video, dass Tim Stamps dabei zusieht, wie er für seine Surfbrett-Manufaktur in Huntington Beach eines dieser Bretter macht. Handwerk heute.
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Ich hatte hier schön öfter diverse Filme, die das Handwerk von Skateboard-Manufakturen zeigen. Wie die Dinger allerdings industriell hergestellt werden, blieb mir bis eben verschlossen. Zumindest im höheren Preissegment nämlich ist auch da einiges noch Handarbeit.
Dmax hat bei Herstellern vorbeigeschaut und bringt gleich vorneweg noch einen kurzen geschichtlichen Anriss. Kann man sich geben. Trotz Dmax.
5 KommentareAls ich Mitte der 90er meine erste Ausbildung erfolgreich abschloss und meinen Zivildienst antrat, bekam ich zum ersten Mal in meinem Leben unheimliche Lust darauf, Bücher zu lesen. Die Arbeit gab es her, die Baustellenknüppelei war Geschichte und ich wollte endlich mal was für meine noch nicht gefüllte Birne tun. Also las ich. Buch um Buch um Buch. Aus dieser Zeit gibt es drei Bücher, die mein Leben irgendwie nachhaltig prägten, wenn nicht gar grundlegend veränderten. Das war zum ersten Wallrafs „Ganz unten“, T. C. Boyles „Wassermusik“ und eben Jack Kerouacs „On the Road“. Ich habe dieses Buch wirklich geliebt und mir immer vorgenommen, das mal nachzureisen. Habe ich bisher nicht geschafft. Dafür aber hat Arte vier junge Künstler losgeschickt, um auf den Spuren von Kerouac zu reisen.
Das ganze wurde in zwei Teile gesplittet und steht nun auf Arte+7 zum Ansehen bereit.
3 Kommentare1951 schrieb Jack Kerouac „On the Road“ („Unterwegs“). Der Roman erfasste das Lebensgefühl einer Generation junger Menschen, die schon damals die „Beat Generation“ genannt wurde. Dieser Beat, der Lebensrhythmus, schlägt laut in Kerouacs Roman, der von seinen Reisen durch das Amerika der späten 40er Jahre erzählt. Der Autor formuliert darin nicht nur die Fragen und Bedürfnisse junger Menschen seiner Generation. Wie viele seiner Altersgenossen war er auf der Suche: nach der großen Freiheit, nach sich selbst, nach Drogen, nach Sex, nach dem nächsten großen Abenteuer. Auf seinen Reisen begegnete er anderen Suchenden, aber auch Menschen, die die Antworten auf ihre eigenen Fragen schon gefunden hatten. Er malt für den Leser mit seinen Worten das Bild von einem Land und einer Generation im Aufbruch und trifft damit nicht nur den Nerv seiner eigenen Generation, sondern vieler junger Menschen bis heute.
Im Jahr 2010 erschien erstmals eine Abschrift des Originalmanuskripts („die Urfassung“), das Jack Kerouac 1951 in einem dreiwöchigen Rausch auf eine 40 Meter lange, selbst gebastelte Papierrolle geschrieben hatte. Außerdem kommt 2012 die erste Verfilmung des Buches ins Kino. 2011 ist ARTE mit vier jungen Künstlern aus Europa nach Amerika aufgebrochen. Wie Kerouac damals haben sie sich auf die Reise von Ost nach West, von New York nach San Francisco begeben. Sie sind mit Autos, dem Greyhound-Bus und per Anhalter gefahren, sie haben Menschen getroffen, neue Freundschaften geschlossen und spontane und überraschende Erfahrungen gemacht. Dabei ist ein Roadmovie entstanden, das einer Collage aus Originalschauplätzen, Poetry Slams, Cinema Verité, Jam Sessions und neuen Abenteuern gleichkommt.
Vince Hannemann, A.K.A. the Junk King, verbrachte einen Großteil seines Lebens damit, in Texas eine Kathedrale aus Trödel und Müll zu bauen. Aufgrund einer Verfügung der Stadt musste er 2010 die Hälfte des Dingens abreißen. Trotz dessen konnte er mit Hilfe jeder Menge Unterstützer sein Lebenswerk noch aufrechterhalten. Evan Burns hat ihn besucht.
http://vimeo.com/49786954
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Ein wirklich wunderbares wenn auch zurückhaltendes Zeitdokument von Petra Tschörtner, die im Jahr 1990, kurz nach dem Mauerfall und kurz vor der Währungsreform, den Alltag in der Eberswalder Straße im Prenzlauer Berg portraitierte und Stimmungen einfing und Stimmen sammelte; kritische, hoffnungsvolle, frustrierte. Das Grau der gerade untergegangen aber noch existierenden DDR ist noch sehr gut wahrnehmbar. Ich gehe davon aus, dass so gut wie niemand, der in dem Video zu sehen ist, heute noch dort arbeitet oder gar dort lebt, aber das ist woanders wohl ähnlich.
Petra Tschörtner war Dokumentarfilmregisseurin aus Potsdam und verstarb im Juli diesen Jahres.
Petra Tschörtner DDR 1990 liefert Bilder aus dem Leben der Kiez-Bewohner in den letzten Monaten vor der Währungsunion. „We need revolution“ singt „Herbst in Peking“ aus dem Prenzlauer Berg in den Trümmern der Mauer am Rande ihres Stadtbezirks. Dabei ist im Mai ’90 schon fast alles gelaufen. Im „Prater“ schwooft Knatter-Karl mit seiner Freundin. Frieda und Gerda im „Hackepeter“ sind erschüttert; denn gleich nach dem Fall der Mauer wurde im Tierpark ein Papagei gestohlen. Die Polizei jagt bewaffnete Männer, während Näherinnen erklären, warum die Vietnamesen zuerst entlassen werden. Ein einsamer Gast aus dem „Wiener Cafe“ singt zum Abschied das Lied von der Heimat, während die rumänische Combo zum Balkan-Express zurückeilt. Die Hausbesetzer träumen von Anarchie und Frau Ziervogel, Inhaberin von Berlins berühmtester Würstchenbude, segnet das erste Westgeld. Der Tag der Währungsunion ist da. Filipp Moritz besetzt den Prenzlauer Berg.
http://vimeo.com/47753945
(Direktlink, via Finding Berlin)
Ich sage ja gerne, „Wer hierzulande stilles Wasser in Flaschen kauft, dem sollte das Wahlrecht aberkannt werden.“ Das ist polemisch, ja, aber Übertreiben macht gemeinhin anschaulich, auch wenn ich damit in diesem Fall wohl ewig gegen Wände laufen werden.
Hier eine sehenswerte Doku zu dem Thema. „Wie verwandelt man Wasser in Geld? Es gibt eine Firma, die das Rezept genau kennt: der Schweizer Nestlé-Konzern.“
8 KommentareWährend die Weltbevölkerung rasant wächst, wird sauberes Wasser immer mehr zur Mangelware. „Bottled Life“ dokumentiert das boomende Geschäft mit dem Trinkwasser in der Flasche und fokussiert dabei ganz auf den Leader der Branche: auf den Schweizer Nestlé-Konzern.
Nestlé besitzt weltweit über 70 verschiedene Wassermarken. Trotzdem ist Wasser eine Sparte, über die man bei Nestlé nicht gerne spricht. Das muss der Schweizer Journalist Res Gehriger erfahren. Die Nestlé-Manager verweigern Interviews. Aber Gehriger lässt nicht locker. Auf einer Recherche-Reise erfährt er, wie konfliktgeladen das Geschäft mit dem Trinkwasser ist.
„Bottled Life“ wirft ein Schlaglicht auf Nestlés Expansionsstrategie im globalen Wassermarkt. Während der Konzern in den USA und in Europa vor allem Quellwasser mit Herkunftsbezeichnung verkauft, hat er für die Schwellen- und Entwicklungsländer ein anderes Konzept: Dort gibt es „Nestlé Pure Life“, gereinigtes Grundwasser, angereichert mit einem Mineralienmix nach Nestlé-Rezept. Heute ist Pure Life das meistverkaufte Flaschenwasser der Welt.
Res Gehringer reist nach Pakistan, das Nestlé als Testmarkt diente. Während Nestlé ihm den Zutritt zur Pure-Life-Produktion verweigert, lehrt er die Situation der Menschen kennen, die im Dorf außerhalb des Fabrikzauns leben. Hier ist der Grundwasserspiegel rapid gefallen und das Wasser aus den Brunnen der Einheimischen zur übelriechenden Brühe verkommen.
„Nestlé Pure Life“ ist ein cleveres Business-Modell, gerade in den Ländern des Südens. Dort, wo die öffentliche Wasserversorgung versagt, stellt Flaschenwasser eine zwar kostspielige, aber sichere Alternative dar. In Lagos zum Beispiel, der Megacity Nigerias, hat Wasser immer einen Preis. Der Film zeigt, dass die Vision einer Stadt, in der alle für Wasser zahlen müssen, hier bereits Realität geworden ist. Die Familien in den Slums von Lagos wenden die Hälfte ihres Budgets dafür auf, Wasser in Kanistern zu kaufen. Die Oberschicht trinkt Pure Life.
Nestlé legt großen Wert auf Imagepflege. Wenn es um Wasser geht, prägt vor allem Peter Brabeck das Bild des Konzerns. Er entwickelte eine Kommunikationsstrategie, die mit Begriffen wie „Corporate Social Responsibility“ (unternehmerische Sozialverantwortung) oder „Creating Shared Value“ (gemeinsame Werte schaffen) operiert. Ist das gelebte Firmenphilosophie? Beim Überprüfen dieser Frage kommt Journalist Gehriger zu ernüchternden Einsichten. Am Schluss bleibt ihm das Bild eines Konzerns, der sich weltweit Rechte an Wasserquellen sichert, um den Wassermarkt der Zukunft zu dominieren.
Ich habe ja eine echte Schwäche für Siebdruck, zumal das einst mal Teil meiner Ausbildung war und ich später noch mal eine Siebdruckmaschine autark bedienen durfte. Leider ist dem nicht mehr so, manchmal vermisse ich es. Die Technik des Druckens hat sich grundsätzlich offensichtlich bis heute nicht geändert – die Farben und Motive natürlich schon.
The thrash lab, die immer wieder kurze Portraits der Street Culture machen, haben hierfür die Siebdruck-Szene in Los Angeles besucht.
In this episode of Subculture Club we take you to the studio, the warehouse, the party, the home and the private office space of some of the most influential screen printers in Los Angeles, California. You have seen their posters, their t-shirts and their prints all over your city. Now get an intimate look into the art, the inspirations and the business behind screen printing.
(Direktlink, via Format)
Etwas Schmerzen für den Dienstag. Die Welt ist voller Verrückter, die auf der Suche nach der Wahrheit sind. Nach ihrer ganz eigenen Wahrheit. Besonders schön: die Youtube Kommentare dazu.
16 KommentareDie Welt hat sich verändert.
Nachdem die Spaltung in Ost und West der Vergangenheit angehört, ist die Welt politisch undurchsichtiger geworden. Und dies zu einem Zeitpunkt, in dem die Informationsmedien stark zugenommen haben.
Jedoch erzeugt das Informationssystem, das eigentlich mehr Transparenz schaffen sollte, auf Grund des Überschusses an Informationen Undurchsichtigkeit und Unordnung.
Das Internet ist heute das beste Mittel, um Verschwörungstheorien zu verbreiten.
Auch Journalisten sitzen plötzlich in der Zwickmühle. Wie wird heute Bericht erstattet, welche Bedeutung hat der Journalismus in der Kommunikationsgesellschaft?
Unterstützt man heutzutage einen wahren Informationskrieg?
Der herkömmliche Journalismus und die Ausstrahlung von Informationen durch Nachrichtensendungen und Reportagen bringen keine Einnahmen mehr. Ein grosser Teil der Informationen wird durch so genanntes ‚Infotainment‘ verbreitet, das allzu häufig die einzige Informationsquelle der jungen Generation ist und in dem Tatsachen und Sensationsmache oft nicht mehr zu unterscheiden sind.
Die Dokumentation analysiert die Funktionsweise der Medien und der öffentlichen Meinung und geht dabei Fragen wie:
Was ist los mit unser Gesellschaft?
Wie können Verschwörungstheorien einen derartigen Erfolg haben? Warum schenkt man den offiziellen Informationen keinen Glauben mehr?
Und auf welche Weise sind die Zunahme der Kommunikationsmittel und die Vielfalt der Informationsquellen am Aufbau manipulierender Weltanschauungen beteiligt?, auf den Grund.
Offenbar eine sehr schöne Doku über britische Plattenläden, die in drei Tagen veröffentlicht wird.
Last Shop Standing is a documentary film to be released on September 10th 2012.
Last Shop Standing inspired by the book of the same name by Graham Jones takes you behind the counter to discover why nearly 2000 record shops have already disappeared across the UK. The film charts the rapid rise of record shops in the 1960’s, 70’s and 80’s, the influence of the chart, the underhand deals, the demise of vinyl and rise of the CD as well as new technologies. Where did it all go wrong? Why were 3 shops a week closing? Will we be left with no record shops with the continuing rise of downloading? Hear from over 20 record shop owners and music industry leaders as well as musicians including Paul Weller, Johnny Marr, Norman Cook, Billy Bragg, Nerina Pallot, Richard Hawley and Clint Boon as they all tell us how the shops became and still are a part of their own musical education, a place to cherish and discover new bands and new music.
(Direktlink, via Fact)
Ein herrlich dokumentarisches Zeitdokument aus einem Jahr, in dem ich erst ganz ganz wenig mit Techno zu tun hatte und von der Love Parade nur irgendwie am Rande mal gehört hatte.
(Direktlink, via Tanith)