Am Freitag findet in der Berliner Ritter Butzke eine ziemlich interessante Veranstaltung statt. Das Label Klangwirkstoff feiert dort eine Ambient Record Releases Party und dreht den Dancefloor-Spieß einfach mal um. Der Schwerpunkt in dieser Nacht wird nicht auf die Dancefloors gelegt, sondern auf den Ambient-Floor, der deshalb auch der größte Floor dort sein wird. Ich habe das Glück diesen sowohl als Live-Act als auch als DJ mit beschallen zu dürfen.
Ab 21:30 Uhr gibt es Vorträge zum Thema „Die Kosmische Oktave“ und „Die Wirkung der Musik auf das Bewusstsein“, ab 00:00 Uhr dann jede Menge Musik auf einem Ambient und zwei Dancefloors. Mit dabei sind Tanith, Hypnorex, Mary Jane, Sven Dohse, Florian Breitschneider, Akasha Project, A.R. Funkhauser, Devas und meiner einer.
Grundsätzlich ein frisches Konzept für Berlin – ich bin gespannt, was dabei rauskommt.
Wer bis Freitag 14:00 Uhr hier unter Angabe einer gültigen Email-Adresse in die Kommentare schreibt, dass er dort gerne bei wäre, hat die Möglichkeit einen von drei Gästelistenplätzen + 1 abzustauben. Sollten sich dafür mehr als drei finden, entscheidet der Zufall.
Ich bin gerade dabei, die HD meines alten MacBooks aufzuräumen und bin in diesem Zuge über einen Mitschnitt aus dem letzten Jahr gestolpert, von dem ich nicht mal wusste, das es diesen gibt. Das Datum verrät mir, dass diese 80 Minuten ambienter Dubstep Teil des DJ-Sets sein müssen, das ich im letzten September auf der Indian Spirit zum besten gab. Ich mochte diesen Sound zu dieser Zeit sehr gerne und es ist der einzige Mix von mir, der einzig aus so trägem Dubstep besteht.
Tracklist gibt es keine, aber der Mix dürfte auch ohne ein schöner Soundtrack für den hier letzten Sonntag in den Sommerferien sein.
Ich weiß noch, wie ich mir Mitte der 90er von Tanith gerne mal den Arsch im Keller des Tresors treten lies. Eine echte Größe damals. Eine, die mir bis heute jeglichen musikalischen Respekt abnötigt. Auch weil er sich musikalisch immer entwickelt hat – das gerne auch gegen den Zeitgeist, und mit dem ausgestreckten Mittelfinger in Richtung des Trends. Noch heute weiß er mit jedem Set zu überraschen, weil man nie so ganz genau weiß, was man von ihm bekommt. So auch an diesem Abend. Ich hoffe sein Mittschnitt wird auch noch irgendwo auftauchen. Mir jedenfalls war es mehr als eine große Freude zusammen mit Mogreens an diesem Abend den Soundtrack zu der Geburtstagsfeierei im Rahmen der Liebsten und Freunde von Tanith und Wolle gestallten zu können.
Nach dem für meine Verhältnisse ziemlichen Geballer im Hipsterschuppen „Zur wilden Renate“ vom Donnerstag hier dann ein Tauchgang mit all meinen momentanen tiefen Lieblingsliedern, auf den ich mich wirklich sehr gefreut hatte.
Übrigens ist der Garten des Suicide Circus eine wirklich außerordentlich schöne Location, der ich diesen Sound auch gerne an einem sonnigen Sonntagvormittag geschenkt hätte. Weil der Sound so schön zur Sonne passt.
Eigentlich wollte ich auch Wolle noch sagen, das wir uns vor Jahren mal ganz derbe in einem Forum beschimpften, was er nicht wissen kann, ich aber dank anonymisierter Namen im Netz schon. Ich hab das dann gelassen.
Und: irgendwoher kenne ich den Veranstalter, weiß nur nicht genau, wo „ich den hinstecken“ soll.
Wie auch immer, es war ein ganz toller, lauer Sommerabend im Herzen Berlins, der mich den Dub im Techno fast hat vergessen lassen. Von mir aus nennt es House.
Tracklist:
Chosen Brothers – Making History
Robag Wruhme – Thora Vukk
Carl Craig – At Les (Christian Smith’s Hypnotica Remix)
Youandewan – 1988 (Original Mix)
Kollektiv Turmstrasse – Was Bleibt (Jimpster Vocal Remix)
Patlac – Shadows
Matheo Velez – Crecer
Rafael Murillo – Audiolyse (Rhauder Remix)
Tigerskin – Searching
Kollektiv Turmstrasse – Heimat (Robags Turmkolle Rekksmow)
Audiofly – 6 Degrees (Feat. Fiora) (Tale Of Us Remix)
Das Kraftfuttermischwerk – Diskontext
Bucher & Kessidis – Again (Original Mix)
James Blake – Limit to your Love (DB Edit)
Lovebirds feat. Stee Downes – Want You In My Soul
Patlac – Visible Light
Maya Jane Coles – Little One
9WEST – Moments
Andre Lodemann – Piece Of Mind
PS: Mitten im Set ist mir aus Versehen Logic aufgegangen und hat mir den Controller rausgekickt, weshalb ich ab da nur mit Traktor und Mouse spielen musste. Ich glaube, man hört es fast nicht.
Gut, dass Renè da eben noch drauf hinweist. Hotze, Comicheld meiner zum Glück verschwendeten Jugend, liest zur wilden Renate in Berlin aus der Erstauflage des ersten Hotze-Bands vor. Anlass ist eine Neuauflage des selbigen. Ich versuse mit Herrn Nerdcore und hab noch keine Ahnung, wie das alles enden wird. Ich habe Renè gesagt, dass wir neben der Musik auch den Vodka versusen werden, um 10:00 Uhr soll ich den Klassenraum meiner Tochter streichen, abends garniere ich dann noch die Teller auf Taniths Geburtstag im Suicide Circus. Playtime für mich und Renè ist 06:00 Uhr, es wird also hart.
Aber was soll’s; für „eine handvoll Party“ mache ich das noch genauso gerne wie damals.
Außerdem haue dafür ich 10 x 2 Gästelistenplätze raus. Kommentar bis Dienstagabend mit gültiger Mailadi in die Kommentare, entscheiden tut dann der Zufall.
Einige erinnern sich sicher noch an dieses Video, welches ich hier vor Wochen mal hatte. Eigentlich sollte diese Nummer auf der 5 Jahres-Compilation von TFE Records kommen. Die ist jetzt draußen, ohne die Nummer – warum auch immer.
Da aber viele gefragt hatten und es unbedingt haben wollten, haue ich das hier jetzt einfach unter CC-Lizenz raus. So.
Ich verpiss mich morgen für ein paar Tage. Dorthin, „wo noch grinsen was wert ist.“ Und weil mir hier seit ein paar Tagen einiges so ziemlich auf den Sack geht, wird hier auch rein gar nichts passieren. Keine kurzen Updates, keine Vertretung, nichts. Ist ja auch mal gut. Ruhe. Eine Zäsur? Vielleicht. Blogblues? Ja, vielleicht auch das. Und wenn ich wieder komme, mache ich die Kommentare zu. Harharhar! Dann mache ich genau dort weiter, wo ich heute aufgehört habe. Ein lautes „Fickt Euch!“ an all diese Spinner, die sich hier kommentativ in den letzten Wochen eingenistet haben. Ihr könnt mich mal am Töffel tüten.
Ich habe es nach gut zwei Jahren endlich geschafft, meine Own Music Seite hier zu aktualisieren. Und weil es sonst wohl kaum einer merken würde, geb ich mal gesondert Bescheid.
Dort finden sich jetzt alle meine eigenen Mixe, Live-Sets, Videos und alle Releases, die hier ansonsten nur im Blog verstreut sind. Außerdem rutscht das Dingen in der Sidebar ganz nach oben.
Solltet ihr irgendwelche fehlerhaften Links oder Ähnliches finden, einfach mal Bescheid geben.
Ich werde morgen früh in ein Flugzeug steigen und mit dem nach Moskau fliegen – vorausgesetzt, das was ich da heute als Ticket bekommen hab ist wirklich eines, es sieht nämlich arg mager dafür aus.
Das Goethe Institut führt dort von Morgen eine Veranstaltung mit dem Namen „Bürger Hacker“ in Form einer Podiumsdiskussion durch. Daran nehmen in Bezug auf Netzpolitisches in Deutschland auch nicht ganz unbekannte Gesichter teil.
Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung werden DJ Gorje Hewek aus Russland und meine Wenigkeit für ein Musikprogramm sorgen und ich habe genau keine Ahnung, was genau dort erwartet wird. Man sagte mir CC-Musik wäre gewünscht. Da es aber auch die für alle möglichen Anlässe gibt, bin ich etwas unsicher, ob ich denn das richtige dafür einpacken werde. Also mache ich das, was ich am besten kann und sortiere mich durch 10 Dubtechno, der unter CC veröffentlicht wurde. Ich hoffe, das passt dann so. Keine Ahnung.
Sollte ich den Flug überstehen, melde ich mich sicher von dort. Übermorgen bin ich wieder da. Wenn nicht: es war immer schön mit euch!
PS: Es ist eine Schande, was über die Jahre alles an ehemals großartigen Releases, die einst unter CC veröffentlicht wurden, mittlerweile im Datennirvana verschwunden und auf ewig deshalb nicht mehr zugänglich sein werden.
[Dieser Artikel bleibt hier für einige Tage ganz oben stehen, für etwaig Neues einfach runter scrollen.]
Ich hatte schon immer ein ganz besonders großes Herz für die Chill Out Areas, die es damals fast auf jeder Party, heute mit Glück noch auf den Festivals gibt. Ich mochte daran immer, die langsamen, gefühlvollen Sachen laut hören, und den Bass daraus spüren zu können. Außerdem fand ich es immer gut, dass der Chill eigentlich immer auch ein Ort der Kommunikation war – und wenn man Glück hat, heute noch ist. Ich habe mich im Laufe der letzten Jahre über etliche Chill Out Floors gespielt. Manche waren großartig, andere noch weniger als schlecht, aber immerhin standen dort im Regelfall Anlagen, die man irgendwo anders für derartige Musik wohl eher nicht aufstellen würde. Weil man meint, dass dieser Sound in Fahrstühle, wenn es hoch kommt, in ein Kaffee oder ins eigene Wohnzimmer gehören würde und nicht auf eine Kilowatt ausspuckende PA.
Einer der für mich schönsten Chill Out Flecken in diesem Land war schon immer die Dubstation. Ich habe dort mehrfach ganze Nächte verbracht. Geredet, geknutscht, gefummelt, geträumt und ganz viel geliebt. Und immer wenn ich dort dann saß, dachte ich, das ist _der_ Platz zum sein. Gemacht, um zu hören, zu fühlen, zu reden, zu knutschen, zu fummeln, zu träumen, zu lieben, zu sein. All das und nicht weniger – ich liebe dieses Fleckchen Erde mit Musik.
In diesem Jahr habe ich dort erst selber für Musik sorgen dürfen, später dann fast alles gemacht, was oben steht. Der Boden gab schlicht alles nicht her – es war sooo nass. Alles! Ich habe in den letzten Jahren dutzende Festivals besucht. Manche unter der Sonne, andere unter der von den Wolken verdeckten Sonne, manche im Regen. Aber sowas wie an diesem Wochenende habe ich noch nie vorher erlebt. Das kann ich so ohne weiteres sagen, auch wenn ich schon diverse Male übel abgesoffen bin. Soviel Wasser wie hier habe ich noch nie aufs Haupt bekommen. Wenn man die diesjährige Fusion zusammenfassen wollte, könnte man es mit „Regen, Regen, Regen und Kryptic Minds“ zusammenfassen. Dieser nämlich hat mich förmlich umgeholzt. So, wie es neben ihm an diesem Wochenende keiner vermochte. Unfassbar geiles Set. Und Dubstation. Und so wunderbare Tage trotz des Regens.
Playlist:
Absolut gigantisch
Snowflakes on pool
Give it to me slow
Gewitterwolken
Bärlin City
Katzenauge
Der blaue Daumen
Mikro
Milchmädchenrechnung
Marko Fürstenberg – Porn Infection (Das KFMW Softporn Edit)
Am Wolkenberg (Vox feat. Bastai)
Good morning Misses White
Fluss ins Nichts
Blütentau in Basel
GPG Immergrün
Ein Anlieger frei
Dubsuite – Eigenleben (Das KFMW Autoexistenz Mix)
Liebe zur Sonne zur Freiheit
Tischtennis im Regen
Blaues Kalt
Wudwerd – Bocas del Toros (Das KFMW Dub)
Downunder the moon
EFTB – Run! (Das KFMW Remix)
Rebellja
Birkenholzkompott
Und unterm Bassphalt der Strand
Ich bin bis Montag raus. Auf dem Vertretungsplan stehen Hagen (@hugn_) und Marc (@murdelta) , die euch hier vor quälender Leere bewahren werden. Macht’s gut. Lebt, liebt, lacht, gebt alles und bleibt sauber.
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