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Kategorie: Kopfkinomusik

Pascal Feos @ HR3 Clubnight 22.02.1997

Techno-Pionier, Frankfurter DJ und Produzent Pascal Feos ist im Alter von 52 Jahren an einer Krebserkrankung verstorben. Feos war einer der ersten, die mir den Sound of Frankfurt nahebrachten, ich habe ein halbes Dutzend Platten von ihm Regal. Ohne das Label Elektrolux, das er damals mit Alex Azary gründete und betrieb und vor allem ohne die Musik, der er gemeinsam mit Azary und Gabriel Le Mar als Aural Float produzierte, wäre mein Musikgeschmack und vor allem meine Produktionsvorlieben heute mit Sicherheit ganz anders. Feos war einer, der mich wirklich tiefgehend beeinflusst hat. Auch mit solchen Sets, die er regelmäßig in der HR3 Clubnight aufgelegt hat. Und dann kommt da das bis heute unfassbar gute Rollin‘ and Scratchin‘ und brennt sich durch die Gehirnwindungen.

Mach’s gut, Pascal, und danke für die Musik!


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DJ Emma G & MC Tali – Soulside Sessions 10

Ich hatte das englische Drum & Bass Duo hier schon ganz lange nicht mehr Blog und war gerade ganz erfreut, die neue, mittlerweile 10., frisch auf Soundcloud geladene, Soulside Session der beiden zu entdecken. Die passt mir ganz gut zu einem sonnigen Samstag und zum Frühstück auf der Terrasse. Aber auch darüber hinaus kann dieser Mix so einiges. Soulfully Drum & Bass der Extraklasse. Mag ich sehr.


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Doku: Kraftwerk – Die Erfinder des Techno

Arte hat den Tod von Florian Schneider zum Anlass genommen und auf YouTube für ein paar Wochen die 2013er Doku „Kraftwerk – Die Erfinder des Techno“ geparkt.

Mich haben Kraftwerk immens geprägt, auch wenn ich sie erst nach dem Techno für mich entdeckt habe und Techno mir dennoch immer wichtiger war als der Sound der Düsseldorfer. Dennoch habe ich Monate damit verbracht, mir auf allen möglichen Flohmärkte sämtliche Platten von Kraftwerk zusammenzukaufen. Wenn ich das richtig überblicke, hat das mit Ausnahme von ein paar 7inches auch ganz gut geklappt. Ich mag die frühen Sachen bis heute deutlich lieber. Sie waren weniger poppig und dennoch oder gerade deswegen sehr inspirierend. Die Kometenmelodien bleiben für mich die stärksten Kraftwerk-Song von allen.

Live konnten Kraftwerk mich nie wirklich überzeugen und ich fand sie dabei immer etwas lame. Dann lieber ein ordentlicher Rave und zur Afterhour Kometenmelodien.

Provokativ, experimentell, radikal, aber auch kommerziell und clubtauglich – all das ist Kraftwerk. Die Dokumentation nähert sich dem Phänomen und untersucht die popkulturelle Relevanz einer öffentlichkeitsscheuen Band aus dem Rheinland, die eine der einflussreichsten Popgruppen aller Zeiten wurde.

Dokumentation von S. Witter und H. Rossacher (F 2013, 60 Min)


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Die re:publica-Community singt im Lockdown virtuell von einander getrennt und dennoch deshalb gerade zusammen Queens „Bohemian Rhapsody“

Ich war nur 2-3 Mal auf der re:publica und hab mich dort dann auch nur halbgut gefühlt. Aus Gründen, für die die Macher an sich aber nichts können. Just me. Ich weiß aber, dass die dort zum Abschluss ihrer Konferenz in Saal 1 immer alle gemeinsam Queens „Bohemian Rhapsody“ singen, was ja in diesem Jahr ausfallen muss. Weil die re:publica ausfallen muss. Wegen Corona und so – ihr wisst schon.

Und dann hat Johnny einfach mal alle gefragt, ob die nicht alle zusammen nicht mal von zu Hause aus Queens „Bohemian Rhapsody“ singen könnten. Und dann hat die re:publica-Community halt einfach mal geliefert. Auf exorbitant gute Art und Weise.

Und ganz, ganz viel Respekt an denjenigen, der hier sowohl die Audio- als auch die Videospuren zusammengelötet hat. Klatsche ich für! Maaaammmaaaa.


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Die Antilopen Gang zerlegt in einem Track „die kleine miese Tüpe“ Oliver Pocher

Ich habe mir ja mittlerweile abgewöhnt, hier auch immer den Vollarschlöchern eine Bühne zu bieten, weil sie sich mal wieder wie eine offene Hose oder wie ein Volltrottel benommen haben. Beispiele, auf die ich dabei verzichtet habe, gäbe es in den letzten Wochen so einige. Aus verschiedenen Gründen. Xavier Naidoo, dem sind offenbar endgültig alle Synapsen durchgeglüht, Attila Hildmann, dem auch, Sido, Detlef D. Soost und wahrscheinlich mindestens noch drei anderen, die mir gerade nicht einfallen. Sicher sogar mindestens dreien. Komplett verballert, komplett out of Space. Egal. Und dann war da die letzten Tage mal wieder Oliver Piocher, der sich für irgendwie lustig und eloquent hält und wahrscheinlich gar für einen dieser „deutschen Comedians“, von denen halt einfach mal so gut wie alle nicht lustig sind. Hatet auf Instagram, wie scheiße er Leute, vornehmlich junge Frauen findet, die ganz egal welchen Content über Insta teilen. Ich bin kein Fan dieser Influencer-Nummern, würde aber kaum einem, der sie betreibt, dafür auf den Saque gehen. Wir müssen ja alle gucken, wo wir bleiben. Aktuell mehr denn je. Und ich würde dabei nicht auf irgendwen eintreten, auch wenn ich es manchmal lächerlich finde, was die da so tun. Sie machen es immer noch besser, als „die kleine miese Tüpe“ Oliver Pocher.

Und dann kommen die Antilopen und regeln das so, dass ich einen Lappen wie Pocher in dem Kontext dennoch im Blog habe. Aber nicht wegen ihm, sondern der Antilopen wegen. Und ja, Harald Schmidt kannste dir heute auch nicht mehr angucken. Aber hierfür taugt es, Oliver, „du kleine miese Tüpe“. Danke, Antilopen.


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Das Punk-Label Dischord Records hat seinen kompletten Katalog bei Bandcamp geparkt

Auch mal gute Nachrichten: Das legendäre, in Washington D.C. verankerte, Punk- und Hardcorelabel Dischord Records hat schon im Jahr 2017 seinen kompletten Backkatalog bei Bandcamp zum kostenlosen Stream zur Verfügung gestellt. So kann man sich dort durch Hardcore und Punk der letzten 40 Jahre hören und bei Gefallen natürlich auch kaufen. Und ich denke, heute gibt es bei mir keine Elektronik im Ohr.

While the foundations of punk music have multiple different influencers, seminal Washington DC punk label Dischord have always had their say. The independent label, co-owned by Ian MacKaye and Jeff Nelson, founded the company in 1980 in order to release Minor Disturbance by The Teen Idles. From there, Dischord focused on a nationwide network of underground bands and continued to spearhead the punk movement with their uncompromising approach to the music industry.

“We don’t use contracts, lawyers, any of those kinds of things,” MacKaye once commented on the ethos of Dischord Records. “We are partners—they make the music, and we make the records.”

Nelson, echoing MacKaye’s sentiment, added: “From the beginning of this label, people have said that the way we do things is unsustainable, unrealistic, idealistic, and we were just dreaming,” he said. “Well, the dream is now 35 years old, so they can go fuck themselves.”

(via BoingBoing)

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