Zum Inhalt springen

Kategorie: Kopfkinomusik

Pianist spielt Beethovens „Mondscheinsonate“ für einen alten Elefanten

Der in Thailand lebende Musiker Paul Barton spielt hin und wieder mal Piano für gerettete Elefanten auf einer Farm, die sich es sich zur Aufgabe gemacht hat, ihren Elefanten einen würdigen Lebensabend zu ermöglichen. Vor zwei Jahren spielte Barton für eine blinde Elefantendame, jetzt für den 61-jährigen Elefantenbullen Mongkol Beethovens „Mondscheinsonate“. Ich weiß immer noch nicht, was Pianoklänge bei Elefanten auslösen, aber sie stören offenbar nicht.

Mongkol is a 61-year-old former logging elephant. His captive-held life was spent hauling trees in the Thai forest. He lost his right eye and tusk in this brutal practice. Mongkol was rescued and brought to Elephants World to spend the rest of his days relaxing peacefully in freedom by the River Kwai. I discovered Mongkol is an extremely gentle, sensitive elephant who enjoys music, which I play to him occasionally in the day and night.


(Direktlink, via Laughing Squid)

Einen Kommentar hinterlassen

Das Schlafzimmerstudio, in dem Billie Eilishs jetzt mehrfach mit dem Grammy ausgezeichnetes Album “When We All Fall Asleep, Where Do We Go?” produziert wurde

Billie Eilish hat gestern in Los Angeles nach ihrem diesjährigen Debut-Album mal eben vier Grammys in den Hauptkategorien abgeräumt. Zu Recht, wie ich finde. Wenn Pop 2020 das sein soll, was Billie Eilish auf die Bühne bringt, kann ich da gut mit umgehen, denn ich könnte mir deutlich Schlechteres vorstellen. Aber darum soll es gar nicht gehen.

Eher darum, wie ein mehrfach mit dem Grammy ausgezeichnetes Album heutzutage produziert werden kann. In einem bescheidenen Studio, über das ihr Bruder, der gleichzeitig ihr Produzent ist, seine Hände hält. In diesem Mini-Studio haben sie gemeinsam ihr Album produziert. It’s the ear, not the gear! HipHop, Techno und die damit verbundene Demokratisierung von derartigen Produktionsmitteln haben soviel möglich gemacht. Heute lassen sich damit vier Grammys abholen.


(Direktlink)

2 Kommentare

The Sound of Berlin

Mein „Sound of Berlin“ klingt ganz anders, aber man darf die Sampling-Arbeit und die filmische Umsetzung hiervon natürlich dennoch anerkennen. Die Leute von Bonamaze haben in sechs Tagen 850 Samples in Berlin aufgenommen und damit dieses kurze Video vertont, dass ebenso Aufnahmen aus Berlin zeigt.

https://vimeo.com/386056294
(Direktlink, via Maik)

2 Kommentare

Mix: Latex Distortion – A Soulful Journey

Latex Distortion mit einem sehr interessanten Mix aus Soul, TripHop und Drum & Bass, den ich so nicht zusammenbekommen hätte, weil ich nicht mal auf die Idee gekommen wäre, das alles so in eine Playlist zu packen. Ich höre den seit zwei Tagen zum Radfahren und finde, der passt perfekt zum kleinen Freitag. Schönes Ding!


(Direktlink)

Tracklist:
01. El Michels Affair – Pork Chop Express
02. Mojo Rising & The Lazy 88s – Dreaming (feat. Suzanne Kite)
03. Taiwan – Good
04. Emapea – Projections
05. Stu Enscoe – The best thing
06. Hannah Williams & The Affirmations – I feel it
07. Yes King – Chicken Chops (feat. Rioghnach Connolly)
08. Selah Sue – This World
09. DJ Shadow – What does your soul look like (Mr. Moods Good Looking Remix)
10. Stu Enscoe – Give me a reason
11. Dojo Cuts – Take what’s mine
12. Alix Perez – Forsaken (feat. Peven Everett & SpectraSoul)
13. London Elektricty – Time to think (feat. Inja and The Secretary General)
14. DJ Cam – Underground Vibes (Mr. Moods Vibrate Remix)
15. Durand Jones & The Indications – Long way home
16. Dojo Cuts – Rome
17. Hannah Williams & The Affirmations – Please be good to me
18. Black Pumas – Black moon rising
19. Mojo Juju X Joelistics – Cruel (when you’re cold)
20. Kometenschmidt – Too much (feat. BrainDED)
21. Aim – Before (feat. QNC)

Einen Kommentar hinterlassen

Doku: Back in the days – Hip Hop und die DDR

Sehenswerte mdr-Doku aus dem letzten Jahr, die sich mit HipHop in der DDR auseinandersetzt. Soll mal keiner sagen, der wäre komplett am Osten vorbeigegangen.

„Die winzig kleine geschützte Welt DDR hat mir erst die Möglichkeit verschafft, ein bunter Vogel zu sein“, Bernhard Beatschmidt aus Dessau wurde, wie viele andere, 1983 mit dem Hip-Hop-Virus infiziert.

Als die ersten Bilder von amerikanischen Breakdancern über das Westfernsehen hinter den Eisernen Vorhang schwappten, fingen in der DDR von der Ostsee bis ins Erzgebirge junge Menschen an zu tanzen – auf öffentlichen Plätzen und Straßen – argwöhnisch beäugt vom Staat, von der Polizei vertrieben und sogar inhaftiert.

Doch ein paar Jahre später war Hip-Hop mit Breakdance, Rapmusik und Grafitti im sozialistischen Staat salonfähig. Das DDR-Fernsehen schmückte sich stolz mit dieser Jugendkultur. „Wir wurden sogar benutzt“, meint Mike Dietrich aus Leipzig. Doch mit dem Mauerfall zerfiel auch die Hip-Hop-Szene der DDR.

„Back in the days“ erzählt ein kaum bekanntes, aber schillerndes Stück DDR-Geschichte. Breakdancer, Musiker und Sprayer der damaligen Zeit berichten von Grafitti in der NVA, Schmuggelware aus dem Westen, selbstgestalteten Klamotten und von einer bunten Republik im grauen Alltag. Die Dokumentation präsentiert bisher nicht gezeigte Amateuraufnahmen aus den Anfängen bis hin zu den großen Fernsehshows der DDR gegen Ende der 1980er.


(Direktlink, via I ❤ Grafitti)

2 Kommentare

Zum Nachhören: Saetchmos 400. Echochamber

Mir fiel letzte Nacht mal wieder auf, dass ich Berlin gleichsam geil wie anstrengend finde. Und romantisch auch. Hach!

Aber es war dann so schön Berlin, ey. Fett Party in einem Block, 15 Leute plus einem Doggo, der aus unserem Hause kommt. In einer Einzimmer-Bude, schon im Hausflur riechst du das Gras – und keine Sau interessierts. Keiner ruft die Bullen.

Saetchmo hat zu seiner 400. (!) Echochamber geladen – und fast alle sind gekommen. 400 Sendungen! Und es war sehr schön, dabei gewesen zu sein. Gute Leute, gute Gespräche, gute Musik. Hier der Mitschnitt. Natürlich sehr dublastig. Ich war der Tüp mit den Techno-Tunes. Weil Saetche meinte, „bring mal 3-5 Platten mit, die dich musikalisch geprägt haben“. Naja, und dabei war halt auch viel Techno. Klar. Ein wirklich schöner Abend, wie ich fand. Und beide Daumen hoch für Saetchmo, der diese Nummer mittlerweile seit zehn Jahren durchzieht und immer noch seine Sendung, immer Donnerstags, im Internetz feuert und feiert. Ein wirklich schöner Abend in Berlins Mitte.

Mit dabei waren:

Delaydi
Meta
Barbnerdy
Tom Bauminista
Das Kfmw
Kobpy
Tasmo
Hägen Daz
TwizzyDizzy
GrizDub
Dubfisch
(DJ Bumblebee und Rudi mussten aus privaten Gründen leider absagen)

Schön war’s. Wirklich schön.


(Direktlink)

Ein Kommentar

Heute, 21:00 Uhr, live: Saetchmos Echochamber, Ausgabe 400 u.a. mit Icke

Berlins Dubmaster Seatchmo fährt heute die unglaubliche 400. Ausgabe seiner Echochamber und hat sich einen Haufen Gäste eingeladen, die jeweils 3-5 Platten mitbringen sollen, die sie musikalisch geprägt haben. Er hat auch mich eingeladen und ich habe gerade Platten rausgesucht. Weniger als 20 kann ich nicht mitnehmen und werde dann sehen, was gerade gut passt.

Die Echochamber aus Berlin lief übrigens zum ersten Mal im Juli 2009 auf dem holländischen Internetradio Zionhighness. Mich hatte auf der Fusion ein Fotograf während meines Sets auf der Dubstation angesprochen, ob ich nicht Lust auf einen Podcast hätte und mir eine Visitenkarte in die Hand gedrückt. Ich hab das dann eine Woche danach einfach mal ausprobiert und hätte nie vermutet, dass ich so viele Jahre später und nach etlichen soundtechnischen und repräsentativen Veränderungen, immer noch dabei bin. Gestartet mit englischer Moderation und purem Dub, wird die Echochamber mittlerweile auf deutsch präsentiert und ist thematisch sehr viel breiter aufgestellt. Zu hören gibt es alle Facetten urbaner Bassmusik. Die akustische Palette reicht dabei von Drum and Bass über Dubstep zu Dub, aber auch viel Roots und natürlich Hip-Hop sind dabei. In unregelmäßigen Abständen besuchen mich DJ Gäste in der Echochamber, die ihre Vorstellung einer guten Basstherapie in meiner Sendung umsetzen.

Ich bin sehr gerne bei Saetchmo und gespannt, was der heutige Reigen musikalisch zusammentragen wird. Zumal da mehr als 10 Gäste jeweils 3-5 Platten mitbringen werden, die sie musikalisch geprägt haben. Wird ’ne bunte Kiste. Hier ab 21:00 Uhr im Live-Stream. Ich muss jetzt los, bin eh schon zu spät dran. Wir hören uns. Hoffentlich.

Mit dabei:
DJ Bumblebee
Delaydi
Meta
Barbnerdy
Tom Bauminista
Das Kfmw
Saetchmo
Kobpy
Tasmo
Hägen Daz
TwizzyDizzy
GrizDub
Dubfisch
Cate Hops

Einen Kommentar hinterlassen

Album-Stream: Mac Miller – Circles

Heute erschien das neue, posthume Album von Genius Mac Miller. Ich habe es jetzt gut acht Mal durchlaufen lassen und finde, dass es ein wirklich großes Album ist, das die Genialität des viel zu jung gestorbenen Millers ganz genau auf einen Punkt bringt. Für mich ein Meisterwerk. Vielleicht auch gerade deshalb, weil er sich für „Circles“ weit über den Tellerrand des Raps bewegt. Groß!


(via Soulguru)

Einen Kommentar hinterlassen