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Kategorie: Kopfkinomusik

Aphex Twin is up to something

Im Süden Londons sind in U-Bahnstationen mal wieder mysteriöse Logos von Aphex Twin aufgetaucht, die natürlich dafür sorgen, die Herdplatte unter dem Gerüchtetopf zum Köcheln zu bringen. Es gerüchtet, dass Richard D James ein kommendes Solo-Album am 1. November im Berliner Funkhaus spielen wird.

The logo associated with Aphex Twin has appeared on the walls of Elephant and Castle tube station in south London.

The appearance of the imagery has led to speculation that Aphex, AKA Richard D James, is preparing to release his seventh album as Aphex Twin. The pioneering British producer’s record label, Warp, confirmed to the Guardian that the campaign is official. The album would would follow the release of Syro in 2014, the Cornish producer’s first full-length release in 13 years. In 2017 he released a standalone single, 3 Gerald Remix /24 TSIM 2, and launched a bespoke listening platform containing unreleased material.

https://twitter.com/boilerroomtv/status/1023848199851790337

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Zwei Commodore Amiga 1200 als DJ-Setup

Ich bin ja schon länger im „Digital ist besser“-Team. Aus 100en Gründen. Das digitales Mixing aber auch mit zwei 1200ern Amiga möglich ist, war mir bis eben neu. Letztendlich ist das auch mehr Live-Sampling mit MOD-Files als tatsächliches DJing, aber es funktioniert und ist irgendwie beeindruckend, wie ich finde. Zumal es dafür auch extra eine Software gibt.

RetroManCave hat sich das von mal näher erklären lassen.


(Direktlink, via Create Digital Music)


(Direktlink)

Und so neu scheint das alles auch gar nicht zu sein, denn die dafür entwickelte Software gibt es seit schon vier Jahren.

PT-1210 Mk1 is a software for your Commodore Amiga which turns your computer into a .MOD format digital turntable for you to play live at shows and DJ sets. The first ever Protracker player aimed at live musicians and DJs, this is the Amiga revival for the EDM generation.

Programmed fully in 68k assembler, this program runs even in the oldest Amiga.

Released at Revision 2014 in Saarbrücken, Germany.

https://vimeo.com/92446931
(Direktlink)

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Ólafur Arnalds spielt ein Tiny Desk Concert für NPR Music – und es ist wundervoll

Einer meiner Lieblingsklavierspieler experimentell für NPR Music. So schön!

Ein befreundeter Coder, Halldór Eldjárn, hat ihm ein Programm geschrieben, dass die Musik von Ólafur und seinem kleinen Orchester analysiert und dann dazu passend Melodien auf zwei Pianos (im Bild hinter ihm zu sehen) spielt. So begleiten diese “ghost pianos” dann seine Musik und das Ganze klingt gleich noch einen Tick besser. Wirklich Wahnsinn wie Musiker wie er immer wieder aus den “normalen” Gewohnheiten ausbrechen und etwas Neues wagen.


(Direktlink, via RBYN)

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Wenn Downbeats mit einer 303 stiften gehen: Flug – Getting Wiser

Besinnliches zur Nacht: Ich habe diesen Track vorhin eher zufällig aus diesem Ambient-Set von Miss Cmy (instant aboniert) gefiltert und war mehr als nur schwer angetan. Ich weiß gar nicht, wann genau ich seit Hardfloor oder Union Jack eine 303 so verdammt passend präsent in einem Downbeat-Track gehört habe. Die 90er Bässe von Massive Attack ignoriere ich da mal eben. Psst.

Großartiger Tune von einem nicht minder gutem Album. Aber der haut halt schon derbe geil raus. Released 2016-05-06 on Nachtstrom Schallplatten.


(Direktlink)

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Marcus Wiebusch im TV Noir Podcast


(Foto: Henry LaurischCC BY-SA 3.0)

Wenn wir lange mit dem Auto unterwegs sind, hören wir früher oder später immer Kettcar. So auch in den letzten Tagen. Wenn Marcus Wiebusch singt, ist es immer so, als würde ein guter Kumpel die guten Geschichten erzählen. Dass ich Fan bin, ist kein Geheimnis.

Vor ein paar Wochen war Wiebusch zu Gast im TV Noir Podcast und hat ein verdammt hörenswertes Gespräch dort gelassen. Schönes Ding!

Er versucht damit erneut einen Weg aufzuzeigen, ein gemeinsames Zusammenleben zu ermöglichen. Dabei ist der Sänger es gewohnt, dass seine Ideen und Ausdrucksformen gerade im linken Spektrum oft auf Kritik stoßen. So erzählt er im Gespräch mit Tex, wie seine Band …But Alive daran zerbrach, dass er beim vierten Album mit den Erwartungen der Szene brach. Als Rebell, der seiner Rolle nicht mehr gerecht werden wollte. Ein weiterer musikalischer Bruch entstand dann später mit dem Folgeprojekt Kettcar, als sie den Song „Balu“ veröffentlichten, da es ein augenscheinlich unpolitisches Liebeslied ist. Doch selbst bei „Balu“ kann Marcus Wiebusch nicht aus seiner Haut, lautet eine Textzeile in diesem Song doch: „Frieden ist, wenn alle gleich sind.“ Brüche gehören zu Marcus Wiebusch wie – hier gerne Fußballvergleich einfügen. Bereits als der von der falschen Seite der Elbe stammende Hamburg mit seiner ersten Band Die vom Himmel fielen startete, wusste er: „Für unsere ersten Auftritte wären wir hier im Rote Flora, Störtebeker und vielleicht in dem einen oder andere Club geschlachtet worden. Wir wären buchstäblich geschlachtet worden.“ Worüber er im Podcast scherzt, zeigt aber vielmehr seine Bandbreite und das Stehvermögen. Als links sozialisierter, in der Jugend durchaus wütender, aber emphatischer Mensch, akzeptiert Marcus nicht bedingungslos. Er zeigt der linken Szene immer wieder in Liedern und Aussagen auf, wo sie seiner Meinung nach in die falsche Richtung denke und handle. Gegen das System – auch wenn es links ist oder in seinen eigenen Worten: „All die hohen Ideale, retten dich nicht davor ein Arsch zu sein“ („Korrekt I“ von …But Alive)


(via Johannes)

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EDM-Performance auf Abwegen? Salvatore Ganacci auf dem Tomorrowland 2018

Salvatore Ganacci ist ein in Schweden lebender Musiker und DJ, der sich wohl auch zumindest in Teilen der EDM verschrieben hat und in diesem Jahr zum zweiten Mal mit einer Performance auf dem Tomorrowland vertreten war. Dort kam er in 90er Tennis-Klamotte und mit Andre Agassi Gedächtnisfrisur auf die Mainstage und performte ziemlich weird eine Stunde lang.

Das hinterlässt durchaus einige Fragezeichen. Fährt er dort einfach eine ungewöhnliche Show, oder verarscht er einfach mal eben alle? Zweiteres fände ich schlüßig und würde mich dann ab heute als Fan von Ganacci einordnen. Fabulous.



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